E-Mail vor dem Aus

Ich mache mir langsam richtige Sorgen um die Zukunft von E-Mail. Der Grund ist natürlich Spam, also die Flut von unverlangten und unerwünschten Werbe-Mails, die nach einer neuen Gartner-Studie inzwischen mehr als die Hälfte aller elektronischer Postsendungen im Internet ausmachen.

Mir geht es aber nicht einmal so sehr darum, dass ich mich ärgere, wenn ich morgens erst mals ein halbes Hundert Angebote für Viagra, Penisverlängerung oder Pornosites löschen muss. Viel schlimmer ist, dass ich mich nicht mehr darauf verlassen kann, dass meine Post beim Empäfnger ankommt, beziehungsweise dass ich alle wichtigen Sendungen erhalte, die an mich gerichtet sind.

Wie viele andere nehme ich inzwischen einen externen Anti-Spam-Dienst in Anspruch, der meine Mail sozusagen vorsortiert, offensichtliche Spams löscht und nur die „Guten“ durchlässt. Große Firmen haben längst selbst solche Spam-Filter installiert – aber er garantiert, dass sie nicht zu scharf eingestellt sind?

Jedenfalls häufen sich bei mir die Fälle, in denen wichtige Post irgendwo im Cyberspace auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Damit sinkt für mich aber der Wert des Internet als Kommunikationsmedium. Wir müssen aufpassen, dass wir in Sachen Spam nicht überreagieren – und damit das Kind mit dem Bade ausschütten.

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