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30.06.07

von Tim Cole um 10:53
Laufen oder Trinken - beides geht nicht!

Ich habe den Eindruck, zu viele Hobbyläufer verwechseln einen Marathon oder Halbmarathon mit einer Cocktailparty

Früher hieß es, man solle beim langen Laufstrecken trinken, was das Zeugs hält. Dann haben amerikanische Wissenschaftler gesagt: Stopp! Zu viel Flüssigkeit ist schlecht, Wasserstau, Kreislaufkollapps, Herzinfarkt, Tod.

Trinken schadet aber nicht nur der Gesundheit, es hält auch auf.

Zum Beispiel beim Stadtlauf am letzten Wochenende in München. Ich hatte mir ein (für mich) ehrgeiziges Ziel gesetzt: Zum ersten Mal unter 2 Stunden bleiben. Leider blieb ich anfangs im Stau stecken, und als ich erstmals nach etwa fünf Kilometer im Englischen Garten richtig loslegen wollte, komme ich zur ersten Trinkstation.

Den haben die schlauen Organisatoren natürlich an die engste Stelle überhaupt gesetzt. Ergebnis: Alle bleiben stehen, holen sich ihren Pappbecher ab und trinken erst mal in aller Ruhe aus.

Mir blieb nichts anderes übrig als die Ellenbogen ausfahren und durch! Dass einigen dieser Standläufer dabei der Becher aus der Hand geschlagen wurde, ist bedauerlich und trug mir wütendes Hinterherschimpfen ein. Aber keiner von denen schaffte es, mich einzuholen und zur Rede zu stellen.

Meine Meinung: Es sollte zur guten Läufer-Sitte gehören, sich beim Trinken an den Rand der Strecke zu stellen und eine Gasse für diejeigen zu lassen, denen das Laufen wichtiger ist als das Trinken.



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