Archiv für die Kategorie ‘Der Amerikaner in mir’

Here’s the proof: Republicans are job killers!

Montag, 11. Februar 2013
If it's red, your job is dead!

If it's red, your job is dead!

Wonder why I never saw a graph like this one before. It shows the rate of unemployment in the United States over the past 100 years. Out of curiosity, I mapped it to the terms of individual Presidents, and lo: Turns out almost every time a Republican moves into the White House, unemployment goes up! Okay, Reagan is a notable exception, but of course nobody knows how often Dutch was home, if you catch my drift.

Republicans, this proves, really are the job killers we always thought they were. Contrariwise, whenever a Democrat takes over, the job situation starts perking up. Which bodes well for the next four years with ol’ Black&Blue in the Oval Office.

 

Eine ganz normale Keksschlecht

Montag, 04. Februar 2013

 

Etwas mehr Ruhe, bitte!

Das beste am Super Bowl, der Weltmeisterschaft im Football (an der allerdings nur amerikanische Mannschaften teilnehmen dürfen; so klein ist die Welt…) ist, wie jeder weiß, die Werbung. Mehr als drei Millionen Dollar lassen sich die großen Markenhersteller ein 30-Sekudnen-Spot kosten – mehr als dreimal so viel wie sonst zur „Primetime“. Aber wo sonst kann man so gut wie jeden lebenden US-Bürger mit einem einzigen Clip abholen? Letztes Jahr schoß Chevrolet mit seinem inzwischen bereits legendären “Wild Ride” den Vogel ab: Mit 119,628,000 war es die meistgesehene Fernsehwerbung aller Zeiten.

Wie die Kreativlinge 2013 abgeschlossen haben, ist noch nicht ganz raus. Dafür aber habe ich meinen eigenen ganz persönlichen Lieblingsspot bereits gewählt: Oreo. Sie spielt in einer öffentlichen Bücherei, wo Unterhaltungen bekanntlich nur im Flüsterton geführt werden dürfen, weil sonst die alte Bibliothekschefin kommt und einem mit dem Lineal auf die Finger haut (jedenfalls war es in meiner Jugendzeit in Amerika noch so).

Außerdem ist es zum Verständnis wichtig zu wissen, dass sich die Fans des im Übrigen meistverkauften Keks der Erde in zwei absolut unversöhnliche Lager spalten: Solche, die zuerst die Cremefüllung abschlecken und solche, die zuerst die knackigen Schokoplätzchen knabbern.

In dem Clip eskaliert der Streit so lange, bis die Cops kommen und versuchen, per Megafon die Streithähne auseinanderzutreiben. Das alles im Flüsterton, versteht sich. Man ist ja schließlich in einer Bücherei. Allerdings eine brennende.

Ach ja, Football wurde auch gespielt. Ich erinnere mich aber nicht, wer gewonnen hat…

 

Jeezebel ist vorübergegend nicht erreichbar

Dienstag, 31. Juli 2012

Für Charles Wilson und seine Braut Te’Andrea sollte es der schönste Tag in ihrem Leben werden. Sie wollten sich am Altar des First Baptist Church in ihrer Heimatstadt Crystal Springs im US-Bundesstaat Mississippi, wo sie seit vielen Jahren jeden Sonntag zum Gottesdienst gehen, das Jawort geben. Sie hatten schon die Einladungen gedruckt und verschickt, die Gäste waren angemeldet, der Tisch im Lokal für die Brautfeier gebucht. Aber am Tag vor der Trauung rief ihr Pfarrer, Dr. Stan Weatherford, an und sagte ab. Sie mögen sich bitte einen anderen Ort für ihre Trauung aussuchen. Wenn er ein schwarzes Paar in seiner Kirche trauen würde, dann wäre er seinen Job los.

Ich schäme mich als Amerikaner, diese Zeilen schreiben zu müssen. Aber ich bin stolz auf das, was dann kam: Es brach ein Sturm der Entrüstung über die kleine Kirche aus rotem Backstein herein, wie ihn höchstens seinerzeit Jonas erleben durfte, als Gott sauer auf ihn war und die Elemente so lange wüten ließen, bis ihn die Seefahrer über Bord und geradewegs ins Maul des Walfischs warfen, woraus sich die Wogen schlagartig wieder glätteten. Pass bloß auf, wenn du ans Wasser gehst, Pater Weatherford! (weiterlesen …)

Beim MG hört für mich der Spaß auf!

Montag, 26. März 2012

Männerspielzeug…

Nix im Fernsehn? Kein Brutalo-Action-Thriller, wo das Blut alle fünf Minuten auf die Kameralinse spritzt? Das ist der Moment, wo man sich nach Las Vegas wünscht, die mitten in die Wüste geklatschte Virtual Reality Show, in der Träume aller Art wahr werden.

Zum Beispiel den, mal mit einer richtigen Uzzi zu schießen, eine M60 oder, wenn man mehr Nostalgiker ist, eine gute alte Thompson, so wie  Clyde Barrow sie am liebsten verwendete, während seine hübsche Bonny die Kassen der Bank ausräumte. Alles für rund $400 zu haben bei MGV, der endgültigen Schießbude für Erwachsene und solche die sich dafür halten. Es liegt in einer kleinen Seitenstraße an Rande der Freeway, direkt hinter dem “Adult Superstore”, wo es Männerspielzeuge der etwas anderen Art gibt. Oder vielleicht doch nicht so ganz anders, denn auch da wimmelt es nur so vor Phallussymbole. (weiterlesen …)

Präsidenten zum Vergessen

Mittwoch, 07. März 2012

Gestatten, Christian Fillmore!

Amerika hat schon ein paar komische Kauze an die Staatsspitze gewählt. Mein Freund Sebastian von Bomhard hat gerade auf czyslansky.net an Millard Fillmore erinnert, den 13ten Präsidenten der USA, und über den das Politlexikon dictionaryslang.com lediglich zu berichten weiß:

“He is so obscure, in fact, that his nickname is “The American Louis Philippe” (huh?). However, this is not to suggest that Fillmore didn’t accomplish great things (Gadsden Purchase anybody?). If one thing can be said about Millie, it’s that he was one heck of a lady’s man. So much so that he married his teacher who was two years his senior! This is not surprising since the November 2004 issue of Presidential Pricks magazine identified Fillmore as our most well-endowed former commander-in-chief (our phallically-enhanced erstwhile leader is referred to as “the tripod” in the diary of his mistress).”

Aber Ihr Deutschen habt Euch ja auch ein ganz schönes Panoptikum von Pfeifenköpfen in den letzten 63 Jahren geleistet. War da einer darunter, an den man sich wirklich erinnert? (weiterlesen …)

Hiding Big Government in America

Sonntag, 26. Februar 2012

Americans believe Europeans live in a lush welfare state that they actually can’t afford, hence the Euro Crises, looming state bankruptcies in places like Greece, Portugal and Ireland, and a tendency to hang around in their social hammocks instead of rolling up their sleeves and getting on with the job like a Yank. American, they think, like “small government” (and the Republicans would like it even smaller) versus Europeans who like the governments big and proliferate.

In fact, as David Brooks helpfully points out in his column in the New York Times, it ain’t necessarily so.

According to data compiled by tax experts Donald Marron and Eric Toder of the Urban Institute, the U.S. spends significantly more on welfare for its citizens than Europe. Only it doesn’t actually spend – it gives tax breaks. Different system, same result. (weiterlesen …)

Florence on the Potomac

Donnerstag, 23. Februar 2012

I never thought I would yearn wistfully for a Newt Gingrich resurgence, but watching the sudden rise of Rick Santatorium has triggered that urge. Heaven forbid that a religious nutcase like him should ever wield power in America. In fact, the Founding Fathers decided to separate church and state precisely to ensure that religious fanatics didn’t hijack the system and turn the Republic into some kind of Florence on the Potomac, complete with Bonfires of the Vanities.

Just to remind ourselves what religious zealots used for fuel back in the 15th century: “mirrors, cosmetics, lewd pictures, pagan books, immoral sculptures, gaming tables, chess pieces, lutes and other musical instruments, fine dresses, women’s hats, and the works of immoral and ancient poets”, according to Wikipedia.

Mr. Santatorium (a.k.a. “Mullah Rick”, according to the New York Times’ Maureen Dowd) wants to throw contraceptives on his American Pyre, besides launching a crusade on “sensuality”. Presumably, this means enjoying sex as opposed to enduring it (as briefly as possible, of course) in order to procreate. (For a list of “Rick Santorum’s 12 Most Offensive Statements“, go to the ThinkProgress blog).

If that is what Tea Potties in America want, then give me the Newt any day. He may be evil, but at least he’s not plain crazy.

BTW: What do you call the Santatorium bandwagon? A “rick-shaw”, of course…

You Can Say Thou To Me

Mittwoch, 22. Februar 2012

Ob Helmut Kohl tatsächlich denIrrsinnssatz “you can say you to me” von sich gegeben hat, ist wohl kaum schlüssig nachzuweisen. Auf jeden Fall aber gilt es seit ich denken kann als Standard-Beispiel dafür, wie sich Deutsch- und Englischsprechende bei der Anrede verhauen können. Wir Angelsachsen kennen nur das „you“, was von unseren deutschen Gegenüber als ein Ausdruck des hemdsärmeligen betrachtet wird, ein Grad an Informalität, um die man uns wahlweise beneidet oder verdammt, weil es als Ausdruck von Oberflächlichkeit angesehen wird.

Jetzt stolperte ich zufällig über einen Beitrag auf philognosie.net, in dem behauptet wird:

„Das Englische ‚you‘ bedeutet nicht ‚Du‘, sondern entspricht eher einer Anredeform, die der altdeutschen Form ‚Ihr‘ näherkommt, einem Plural, der Respekt bezeugt.“

Wenn das stimmt, lag Kohl ja noch weiter daneben, als ich dachte. Hätte er das gesagt, dann hätte er damit ja versuchen wollen, das Eis zu brechen und sein Gegenüber auf eine persönlichere Gesprächsebene zu führen. (weiterlesen …)

Nein, wir Amerikaner spinnen nicht – oder jedenfalls nicht alle!

Samstag, 18. Februar 2012

Amerika ist politisch gespalten in zwei zutiefst verfeindete Lager, das ist nicht neu. Man muss ja nur einen Blick auf das Kandidatenfeld der konservativen Republikaner werfen, die im November den als liberal geltenden Barak Obama herausfordern wollen: der ehemalige Investmentbanker und Milliardär Mitt Romney liefert sich gerade ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Rick Santorum, dem übrig gebliebenen Hoffnungsträger der „Tea Party“-Bewegung, der zum Kreuzzug gegen die „Moocher“ („Schnorrer“) aufgerufen hat, zu denen er alle zählt, die staatliche Leistungen wie Arbeitslosengeld, Krankenversicherung oder Mutterschutz in Anspruch nehmen.

Von Deutschland aus könnte man den Eindruck gewinnen, dass ungefähr die Hälfte aller Amerikaner diese Ansicht teilt, denn die beiden Lager liegen schließlich in der Wählergunst fast gleichauf. Wenn das so ist, dann reflektieren Romney und Santorum tatsächlich die Meinung jedes zweiten Amerikaners. Und das bedeutet, wiederum aus deutscher Sicht, dass die Hälfte aller Amerikaner Spinner sind. Sie wollen Steuern für Superreiche senken, halten Abtreibung und Homoehen für Teufelswerk und die globale Erwärmung für ein Komplott von Wissenschaftlern, die sich an den Futtertöpfen der Fördergelder suhlen wollen. Klarer Fall für den Psychiater, oder?

Dieser Eindruck trügt, und Schuld daran ist das System der Vorwahlen, mit denen die Republikanische Partei gerade den Herausforderer zu küren versucht. Man könnte nämlich glauben, dass es sich bei dem komplizierten Verfahren um eine echte basisdemokratische Übung handelt, bei der das (Partei-)Volk um seine Meinung gefragt wird und am Ende derjenige herauskommt, der am besten die Werte und Positionen der meisten Mitglieder wiederspiegelt.

Das ist Unsinn!
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Lording It Over America

Mittwoch, 15. Februar 2012

So you thought Britain had class and American gave you equality? To this I reply: Ha, ha, ha!

According to an article in today’s New York Times which looks at recent census data, a strong majority of affluent Americans in all major cities send their kids to private schools, many riding in chauffeur-driven limousines, where they are completely isolated from the scions of less fortunate compatriots. In other words: They grow up in a world of their own like so many Little Lord Fauntleroys.

The numbers speak for themselves. 72 percent of New York households with a total income of more than $200,000 send their kids to private schools.

Interestingly, the same article states that foreign-born parents, both wealthy immigrants and those living temporarily in New York, generally tend to enroll their children in public schools. New York has about 15,000 households with an annual income of more than $150,000 in which both parents were born abroad. 61 percent send their kids to public schools – double the rate of American-born parents. Foreign-born New Yorkers are apparently swayed by the greater ethnic and economic diversity of the public schools, the article maintains. In an interview, Lyn Bollen, a Brit from working-class Birmingham, is quoted as as saying: “When they go to public school, they’re in a whole new world, a world of different people and different values, which is what the world is like.”

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