Archiv für die Kategorie ‘Internet & Co.’

In eigener Sache: “Hinter dem Bildschirm” jetzt auf Kindle

Freitag, 30. Januar 2015

Hinter dem Bildschirm Kindle Edition

Mein im Eigenverlag erschienenes Buch “Hinter dem Bildschirm – Leben, Lieben und Sterben im Internet” ist jetzt auch als Kindle-Edition erhältlich.

Was will dieses Buch?

Das Internet hat alle Bereiche unseres Lebens verändert, und zwar stärker, als wir ahnen. Aber wenn wir nicht wissen, wer wir in der Welt hinter dem Bildschirm sind und was wir dort wollen, werden wir hilflos Getriebe sein im Netz der endlosen Dialoge und der komplizierten Interaktionen. Dieses Buch soll Standortbestimmung und Orientierungshilfe sein für alle, die freiwillig oder unfreiwillig Teil eines der größten Abenteuer der Menschheitsgeschichte sind und sich dabei immer wieder aufs Neue die Frage stellen: Wie bin ich hierher gekommen? Und wie geht es wohl weiter? (mehr …)

Wie die Santaner Consumer Bank Kundenservice buchstabiert

Freitag, 16. Januar 2015

Mein Czyslansky-Freund Michael Kausch hat ein haarsträubendes Erlebnis mit dem Kundendienst seiner Kreditkartrenfirma gehabt, und er hat darauf so reagiert, wie das ein mündiger und aufgeklärter Kunde heute im Zeitalter von Sociaöl Web tut: Er hat seinem Ärger auf unserem gemeinsamen Meta-Blog so richtig mal frei8en Lauf gelassen.

Das Ergebnis ist ein Text von so süffisanter Brillianz, dass ich ihn auch meinen Lesewrn nicht vorenthalten möchte.

 

Santander Visa Gold Card

Liebe Santander Consumer Bank: Ich bin jetzt gerade so richtig in Stimmung. Aber so richtig. Wie kann man eigentlich als Kreditinstitut überleben, wenn man nur […] auf seine Kunden loslässt?

ZwischenWeihnachten und Neujahr fällt Euch ein, dass Ihr für die Abbuchung von meinem Konto eine IBAN-Nummer benötigt. Nachdem ich, wie wohl so jeder andere Mensch in Deutschland auch, ein Jahr lang von allen möglichen Lieferanten und Partnern fast täglich mindestens ein Anschreiben erhalten habe mit der Information, dass man künftig nicht mehr über meine Kontonummer fällige Lasten einziehen werde, sondern über die IBAN-Nummer, habe ich von Euch nix gehört. Gar nix. Nie.

Dann habt Ihr plötzlich das Problem, dass meine Hausbank Euch gegenüber auf einen SEPA-Lastschrifteinzug besteht. Welch Überraschung. Also bittet Ihr mich am 29. Dezember 2014 meine Forderungen aus einem Monat Kreditkartennutzung ausnahmsweise einzeln zu überweisen. Ich mach das dann auch. Einen Tag später erhalte ich eine Mahnung. Dein Kundenberater meint “Das müssen Sie nicht ernst nehmen. Das liegt an der Technik”. A ja. recht vertrauenserweckend, eure Technik.

Ein paar Tage später erhalte ich das Formular für den SEPA-Lasteinschrifteinzug, das ich euch noch am selben Tag per E-Mail zusende. Meine Einzelüberweisung wird – warum auch immer – zurückgebucht, der Lastschrifteinzug bleibt bei euch erst mal ein paar Tage liegen.

Heute sperrt Ihr dann meine Kreditkarte ohne Vorwarnung – mein von Euch mir eingeräumter Kreditrahmen liegt übrigens ungefähr beim vierfachen der von Euch versaubeutelten fehlenden Zahlung – und nun folgt das beste Kundenbetreuungsgespräch seit langem. Ich zitiere aus dem Kurzzeitgedächtnis:

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Treffen sich zwei Digisaurier…

Mittwoch, 14. Januar 2015
Väterchen Tim, versoffner Chronist, erzähle die Geschichte, erzähle sie ganz...

Väterchen Tim, versoffner Chronist, erzähle die Geschichte, erzähle sie ganz…

Nun gut, Väterchen Tim hebt an:

Man nennt mich ja manchmal das “Internet-Urgestein”, weil ich schon sehr lange dabei bin. Und wenn ich einem anderen ehemaligen Wegbegleiter aus vergangenen Tagen begegne, dann haben wir uns immer eine Menge zu erzählen.

Einer von ihnen ist Christian Spanik, der in den 90ern und 2000ern für das ZDF und 3SAT die Computersendungen gemacht hat und der inzwischen, wie ich, im Salzburgischen lebt, wo er vor allem WebTV macht, aber auch eine Website betreibt, die er “Digisaurier” nennt und auf der es um Erfahrungen und Erzählungen aus den frühen Tagen des PCs und des Internets geht.

Neulich rief mich Christian an und sagte, er habe auf meiner Facebook-Seite einen interessanten Text gelesen, in dem ich mich über Leute beschwere, die sich mit mir befreunden und das als Gelegenheit nutzen, mir Schleichwerbung für ihre Firmen oder Aktivitäten unterzuschieben. Er fragte mich, ob ich nicht mit ihm ein Podcast zum Thema “Netiquette”, also zu den Benimmregeln im Internet machen wolle – ein Thema, über das ich schon 1999 viel geschrieben habe.

Wir haben uns auf Skype verabredet, und was dabei herauskam, kann man hier anhören. Das Foto oben stammt übrigens auch aus dem Jahr 1999, und man sieht, dass sich seitdem eine ganze Menge verändert hat. Es ist aber auch vieles so geblieben, wie es war. Zum Beispiel die Regel: Behandele andere im Internet so, wie du selbst behandelt werden möchtest. Und denk erst einmal nach, before du auf den “Send”-Button drückst…

 

Macht das Internet wieder auf!

Mittwoch, 07. Januar 2015

 

hoteltonight

Das Internet hat die Welt verändert, aber Apps verändern das Internet. Mehr als die Hälfte aller Internet-User geht heute mit Hilfe eines Smartphones oder eines Tablets online, und sie benutzen dazu Apps, also kleine Mini-Programme, die nur für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen worden sind, beispielsweise ein Flugticket zu buchen, ein Spiel zu spielen oder sich ins Social Web einzuloggen.

Aus dem offenen, kreuz und quer verlinkten World Wide Web, das sich sein Erfinder Tim Berners-Lee als ein „semantisches“ Netzwerk vorgestellt hat, also eines, das sich jedem erschließt und Kontext schafft, ist längst eine Ansammlung kontrollierter Biotope geworden. Wenn das Web ein Dschungel ist, dann sind Apps kleine, spießige Schrebergärten mit hohen Zäunen drum herum, damit ja keiner von außen reinschauen kann. Das entspricht ganz den Interessen der Anbieter, die sich schon immer daran gestört haben, dass Kunden im Internet ganz schnell weg sind, wenn ihnen irgendwas nicht passt. Ein App-User ist ein Gefangener, und die App ist seine Einzelzelle.

Insofern ist die „App Economy“, wie sie der Offenbacher Prof. Wolfgang Henseler beschreibt, kulturell und gesellschaftlich ein klarer Rückschritt. (mehr …)

Digital Enlightenment Terminology (3)

Dienstag, 06. Januar 2015
Getting along finde, thank you!

Getting along fine, thank you!

This is the third part of a three-part series

The third term we would like to add to the growing dictionary of Digital Enlightenment is “self-regulation”. In cybernetics, systems that regulate themselves are widespread; in fact the Internet itself is probably the best example of an “autonomous”, self-regulating system since it was designed to let individual “packets” of information seek their own way to their destination; they then reassemble themselves and can be displayed in their original context. Any attempt at interfering with the flow of information in such an automated system, for instance censoship, is routinely treated as just another obstacle – something the system is expressly designed to work around.

The principle applies as well to “non-technical” networks. “Hippie Havens – land communes fostered by members of the counter culture in California and elsewhere in the 70ies and 80ies – are a good example. “The Farm”   a community founded in Tennessee by hippies from San Francisco, is the oldest existing of these, having been established in 1971. At its hight it boasted 1,500 members and attracted such celebrities as Walter Cronkite and Phil Donahue. Today, this oldest hippie commune is still going strong, as a recent documentary by abc News proved.

Social Networks and community projects like Wikipedia are other well-known instances of self-regulating (and often self-policing) systems. Taking this idea a step further,  traditional non-technical communities such as hunters and gatherers, agrarian village communities and many spiritual or religious groups can be seen as autonomous social networks since they aim less at improving material living conditions but instead maintain their cohesiveness through the sharing of resources and common values based on shared experiences. Thanks to digitalization and networking, it is easily possible to set up similar communities regardless of physical distance or political borders and even without users being required to speak a common language. Such networks do much more than just allow members to communicate; they can exchange opinions and feelings,  set common goals and define common values. (mehr …)

Wie ich den Blog erfand

Montag, 05. Januar 2015
So sah anno 1995 ein Blogger aus!

Picture of the blogger as a young man

Ich bin ja ein bescheidener Mensch, wie jeder weiß, der mich kennt (nicht wahr, Michael?). Und so möchte ich in aller Bescheidenheit darauf hinweisen, dass sich heuer zum 20sten Mal der Tag jährt, an dem ich das Bloggen erfand. So weit ich weiß, jedenfalls. Und das kam so.

Ich war bis 1994 bei der Motor Presse Stuttgart als Chef der so genannten Redaktionsgruppe Multimedia für ein paar Zeitschriften (video, videoaktiv, connect) zuständig, aber auch für die BTX-Aktivitäten des Verlags. Das war der leichteste Teil meines Jobs, denn der Verlag hatte außer ein paar etwas holprige Pixelgrafiken noch nicht sehr viel zu bieten im Cyberspace. Für die jüngeren unter den Lesern sei zur Erklärung gesagt, dass BTX der Vorläufer des World Wide Web war, den die Deutsche Telekom zwischen 1983 und 2001 betrieb. Wikipedia nennt es einen „interaktiver Onlinedienst“, der „Telefon und Fernsehschirm zu einem Kommunikationsmittel“ kombinierte.

BTX war ungefähr so aufregend wie eingeschlafene Füße, aber hey, wir hatten ja nichts anderes, und es war immerhin ein Anfang. Aber dann kamen so zirka 1993 die ersten Web-Server auf, und die Online-Welt wurde plötzlich bunt und aufregend! Allerdings wusste immer noch keiner so recht, was man damit alles machen kann. Zum Beispiel gab es eine ziemlich lautstarke Fraktion unter den frühen Web-Usern, vor allem im universitären Umfeld, die strikt gegen eine „Kommerzialisierung des World Wide Web“ waren. Internet und Profitstreben passten für diese Leute nicht zusammen. Stattdessen sollte man Sachen verschenken, also zum großen gemeinsamen Ganzen beitragen, ohne dafür gleich Geld zu verlangen.

Ich gebe zu, dass mich diese eher altruistische Einstellung anfangs ziemlich beeindruckt hat. Und so überlegte ich, was ich denn so zu bieten hätte. Auch nach meinem Weggang bei der Motor Presse 1994 schrieb ich in jeder Ausgabe von connect, unserer neuen Zeitschrift zum Thema Telekommunikation, noch eine monatliche Kolumne, die ich „Mein Alltag im D-Netz“ nannte, und in der ich kleine, allzu menschliche Geschichten rund ums Mobiltelefonieren wiedergab. Und so kam ich auf die Idee, diese Anekdoten ins Web zu stellen.

Nur wie? Zum Glück kannte ich damals schon unseren Czyslansky-Bruder Sebastian von Bomhard, genannt „SvB“, der sich gerade ein Jahre zuvor mit der Firma Spacenet selbständig gemacht hatte. Wenn nicht er, wer könnte mir dann beim Start ins Web-Zeitalter helfen. SvB reservierte mir die Domain „cole.de“ und vermietete mir für kleines Geld einen Platz auf dem Spacenet-Server. Ich brachte mir selbst das kleine Einmaleins von HTML bei und bastele einen reichlich primitiven Web-Auftritt, den ich „Mein Online-Tagebuch“ nannte. (mehr …)

How we wrote our book

Montag, 05. Januar 2015
So werde ich ihn immer in Erinerung haben.

See you in the future, dude!

Today I finished translating the book “Digital Enlightenment” that I wrote together with my great friend Ossi Urchs. This is the text of the afterword, and I had to update it a little in account of the fact that Ossi finally passed away after a heroic battle with cancer. We all miss him very much.

This book took more than 20 years for us to write. Ossi Urchs and I go back even further, all the way to the early 80ies when we both wrote for the German edition of Playboy which then was one of the most successful magazines in Germany (as indeed it was in the U.S. as well). We both belonged to the small, select group of “Edelfedern”; eloquent essayists that Fred Baumgaertl, the legendary editor-in-chief, surrounded himself with and whom he allowed to write about almost anything they liked.

Ossi was seriously into technology in general and virtual reality in particular, which was how he got to know Jaron Lanier so well. I had done a stint in hifi audio journalism and was getting involved in video gaming. Later, in the early 90ies, I became head of the “multimedia editorial group” at a large German publisher called Motor Presse, and I asked Ossi to write me an article about the mysterious new phenomenon people were staring to talk about called the “Internet”.

Ossi wrote a wonderful piece that focused mainly on the rock band “Grateful Dead” and their fans, most of whom were getting on in years by then, and who were wont to communicate with each other via computer through so-called “bulletin boards” that were cropping up all over cyberspace. In them, the aging hippies would exchange messages about their kids and grandkids, about concerts they had been to and where will we meet next time? And they also shared audio recordings of concerts by the band (with their express permission) through something called “FTP”.

I immediately got my own Internet connection and started using “FTP”, writing e-mails and doing something called “Gopher” which allowed you to see the folders on someone else’s computer. That was all there was back then. And then the World Wide Web came along, and neither Ossi nor I ever looked back.

In 1995, I began to publish what I then called my “Online Diary” (the term “blog” hadn’t been invented yet), and Ossi founded a company that built Websites for companies that wanted to get a foot in the door of this exciting new medium.

We both attended CeBIT every year, the giant German computer fair in Hanover, and we started to form the habit of sitting down at least once to a fine dinner at our favorite Italian restaurant, “Roma”, where Lino, the owner, would serve us “a few noodles”, and “a little wine” which made us feel like we were really sitting at Piazza Navona or looking out on Mount Vesuvius. (mehr …)

Vor 20 Jahren im Cole-Blog: Abhören unmöglich!

Sonntag, 04. Januar 2015

20 years of blogging.pngLaut “Spiegel” sind Handys vor allem bei Ganoven und Kriminelle beliebt. “Mafiosi verständigen sich zunhemend per Funktelefon, denn die Polizei kann im D-Netz bislang nicht mithären”, unkten die Kollegen vom Hamburger Nachrichtenmagazin – und zitierten reihenweise Ordnungshüter, die dafür plädieren, die bislang abhörsichere GSM-Technik möglichst schnell für staatliche Lauschangriffe zu öffnen.

Die Netzbetreiber Mannesmann und Telekom werden gerügt: Angeblich würden sie sich “hinter Datenschutzbestimmungen verschanzen”. Genauer: Sie weigern sich, die entsprechenden teuren Umbauten ihrer Sendeanlagen auf Kosten der Kunden vorzunehmen. Mannesmann-Sprecherin Barbara Kögler wird mit der Forderung zitiert: “Der Staat soll zahlen.”.

Ich habe einen noch besseren Vorschlag: Laßt alles, wie es ist! Ich finde es ganz beruhigend zu wissen, daß mir niemand, aber auch niemand zuhören kann, wenn ich im D-Netz telefoniere. Wir werden im Leben schon genug beschüffelt und erfaßt.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Cole-Blog am 4. Januar 1995

 

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Digital Enlightenment Terminology (2)

Samstag, 03. Januar 2015
The future is now open for business

The future is now open for business

This is the second part of a three-part series

A second key term in our new vocabulary of Digital Enlightenment is openness, which is closely related to but not identical with transparency, and admittedly there is a risk that less enlightened minds will confuse the two. We will have to live with that.

Systems like the Open Source movement, which mandates that programmers publish their code for free, or the Open Data initiative which is based on the principle of free access to all data, have been part of online culture and economy from the very beginning.

The antonyms of openness are “closed” or “proprietary” solutions and services which are typical for corporate cultures and which are based on such traditional concepts as copyright and intellectual property. In a capitalist system, protection of property is a top economic priority, and it has therefore been transformed into a moral imperative. Immaterial property, the reasoning goes, also leads to material gain and so should enjoy similar protections. In fact, though, in the digital sphere open systems have long proving themselves both more effective and more profitable, at least in the long run.

Just a few years ago, “open” systems were considered anathema by most computer scientists and software developers. This started to change only once the Open Source movement began to demonstrate its technical and economic superiority. The reason lies in the very nature of openness: Once programmers are allowed to reuse existing code created for some other project instead of replicating the efforts of their peers, they can use their talents to create something even better. The only requirement is that they agree to hand what they have created back to the community by agreeing to its use under the terms of “Creative Commons” agreement. That way, software can be developed much faster. In addition, the quality of the software will usually be higher because of the process of “peer review”, which is also part of the Open Source concept, performed for free by the online community as a form of self-regulation.

The business benefits of such a system are obvious. Programmers and entrepreneurs get to use the code for free, speeding up the development process, and leaving them free to concentrate their efforts (and their capital) on providing service and support for the products they have created.

Richard Stallman, a programmer and activist, was one of the first to push the open source approach as opposed to proprietary software development. Stallman became one of the founders of the Free Software Foundation, an association devoted to the concept of “freeware”: programs that are often, but not always, simply given away (donations are welcome!).

One of Stallman’s pet propositions was the “GNU Project”, which stand for for „GNU is Not Unix“. Stallman and his friends wanted to demonstrate that you can develop an entire computer operation system from scratch using freely available digital “building blocks”.

GNU was an early forerunner of Linux, the Open Source operating system for personal computers that has since been installed on at least 67 million PS around the world, according to Linuxcounter, itself another Open Source project.

Stallman was quite a radical, and his aggressive attacks on the “commercialism” practiced by his fellow software developers eventually led to him being ostracized by the community; one of the most poignant dramas in the history of computing. His place was taken by Linus Thorvald, the author of Linux, who proved to be more politic in his dealings with other software nerds, so he soon became the poster child of the Open Source movement. It is largely due to the personal charm and open-mindedness (sic!) of this Finnish-American software engineer that Open Source is not only accepted by most computer professionals today, but also has become integrally linked to the globally networked digital community.

Openness is undoubtedly one of the keys to accelerated innovation, not only in the technical sense, socially, as well. Openness not only helps us to assimilate latest technologies, but it exposes us to foreign cultures, too, turning it into an important value, and one without which Digital Enlightenment would be impossible to achieve.

 

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Digital Enlightenment Terminology (1): Transparency

Donnerstag, 01. Januar 2015
The road to enlightenment

Is this the road to enlightenment?

This is the first of a three-part series

Fundamental change doesn’t just „happen”, even in times of digitalization and networking. Masses of people will need to pitch in first in order to stir up social change. In the processe, they will need to create a whole new set of categories to describe what is happening; only then will they be able to start imagining the new. This means redefining familiar terms and concepts and interpreting them in new political and philosophical ways. The “unthinkable” is only so because we lack the words to think it.

But writing a new dictionary isn’t enough; we need to fill these terms with new meaning denoting new values that are so compelling that people will invest their time, their treasure and possibly much more to achieve them.

Following the brutal murder of French journalists working for the satirical magazine “Charlie Hebdo”, people all over the world united in condemning the attack on the right of free expression. Some reminded us that this right was fought for by people with the courage to risk their very lives for an idea born from Rational Enlightenment. We will need to harness similar powers of convictions if we can ever hope to reach Digital Enlightenment.

Whenever people discuss political and philosophical ethics, they first have to agree on a common terminology. Only then can they start describing a new moral standpoint in order to elevate it to the level of a universal ethical principle. Kant had a similar problem in his day, and he went so far as to demand that the terminology used in a discussion of ethics must actually contain the elements of that ethic in order to lead to relevant results.

Ethics never stands alone; it must emerge from a discourse between conflicting systems if is is to stand the test of time. The history of philosophy is full of examples, from Aristole’s Nicomachean Ethics to Kant’s Categorical Imperative which contains his “Groundwork of the Metaphysics of Morals”, as well as the ancient Indian Bhagavad Gita or, in modern times, Jürgen Habermas and his Discourse Ethics. Without dialogue, ethics are nothing. (mehr …)