Der Cole von der Post

Zur Abwechslung ganz in Gelb

Meine Mutter wollte immer, das aus mir „ebbes Reschts“ wird. Es fiel auch mal das Wort „Postbeamter“, aber nur ganz kurz und dann nie wieder. Ich wollte raus, raus in die weite Welt, neue Dinge sehen, erleben, beschreiben. Und so wurde ich am Ende Journalist, was imagemäßig zwar ziemlich weit unten rangiert, aber immerhin noch weit vor Bankern und Anwälten!

Aber vielleicht wird es ja noch was mit Mütterleins Traum vom Sohn in Gelb, zumindest für ein halbes Jahr. Da hat mich nämlich die Deutsche Post AG, respektive deren Direktmarketing-Center,  für insgesamt 27 Termine im ersten Halbjahr 2012 gebucht. Das Vortragsthema der Abendveranstaltungen lautet „Unternehmen 2020 – Wie reagieren Sie erfolgreich auf die Herausforderung von Digitalisierung und Vernetzung?“ – ein Thema, das ich in meinem letzten Buch ausführlich behandelt habe und das mir auch sehr am Herzen liegt.

Die Vorträge finden landauf, landab, jeweils in den Hauptniederlassungen der Post statt zwischen Kiel (21.März) und Landshut (31. Jan),  Aachen (9.Feb) und Leipzig (22. März.), also werde ich bei dieser Gelegenheit wohl  meine deutschen Geografiekenntnisse gehörig auffrischen und Menschen mit allerlei Dialketfärbungen begegnen dürfen. Ich muss sagen: Ich freue mich schon darauf!

Ich bin auch sehr gespannt zu hören, wohin die gute, alte Bundespost so steuert. Vom behäbigen Sitzriesen, der Briefe von A nach B transportiert, ist das Unternehmen gerade dabei, sich in einen schnittigen Servicekonzern zu verwandeln. Und wer seine Vorstellungen von der internen Dynamik des Staatsunternehmens immer noch aus Karl Antons Heimatfilm von 1956 („…nur nicht sofort, nicht auf der Stell‘, denn bei der Post geht’s nicht so schnell!“) bezieht, wird sich umsehen müssen. Die hübsche, aber doofe Christel von der Post hat nämlich heute ausgedient.

Dafür baut die Post heute ihrem mittelständischen Klientel komplette Webshops mit ausgeklügelten Service-Funktionen wie digitale DHL Online-Frankierung, Zahlung per PayPal und Einbindung in Online-Marktplätzen wie meinpaket.de oder Amazon. Das neue Angebotspaket „Werbemanager“ umfast kontinuierliches Kampagnenmanagement inklusive Google-Andwords, lokale Kundenansprache per Internet sowie regelmäßige Erfolgskontrolle – ein Rundum-Sorglospaket für kleine und mittlere Unternehmen, die sich keine eigene Online-Agentur leisten können oder wollen.

Es wird spannend sein zu sehen, wohin das gelbe Dampfer in Zukunft steuert, und ich denke, ich werde hinterher klüger sein als heute. Und falls ich bei Ihnen irgendwo in der Nähe sein sollte: Schauen Sie ruhig vorbei und sprechen mich an. Wir können alle noch eine Menge lernen darüber, wie das Internet die Wirtschaft bewegt. Mehr dazu gibt es hier.

Dieser Beitrag wurde unter Internet & Co. abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen