Einfach mal abschalten!

Träumen Sie nicht manchmal auch davon, den Smartphone einfach mal auszuschalten und in aller Ruhe den Feierabend zu genießen? Dazu fehlt mir, ehrlich gesagt, die nötige Selbstdisziplin. Ich freue mich höchstens auf den Jahresurlaub im unberührten Südwestkreta. Dort in der „Wilden Svakia“ gibt es nur draußen auf der Landzunge vor dem Hotel Handyempfang. Man muss also eine Viertelstunde laufen, und dazu bin ich dann meistens viel zu faul. Vielleicht sollte ich mich bei Volkswagen bewerben. Die haben das Problem souverän gelöst: 30 Minuten nach Arbeitsschluss wird der firmeninterne Blackberry-Server einfach abgeschaltet. Eine entsprechende Betriebsvereinbarung betrifft rund 1.200 Tarifmitarbeiter und ist mit dem Betriebsrat abgestimmt. Offenbar waren einige Chefs in Wolfsburg der Ansicht, dass ihre Untergebenen rund um die Uhr per Mail erreichbar zu sein hatten. Damit ist jetzt Schluss. Die Telefonfunktion des Blackberry ist allerdings davon nicht betroffen. Es bleibt dem Chef also unbenommen, abends beim Mitarbeiter durch zu klingeln und ihm Dampf zu machen. Doch dagegen gibt es ja ein bereit bewährtes Mittel: den Ausschaltknopf…

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Eine Antwort auf Einfach mal abschalten!

  1. Michael Brandl sagt:

    dazu passt Ihr Beitrag in proFirma 03/12 zum tödlichen telefonieren…ich gehörte auch mal zu den Typen, die bei 200 Sachen am Steuer noch glaubten, dem Ruf des roten Blinklichtes des Blackberry folgen und jetzt genau diese Email abrufen zu müssen…
    meine Empfehlung: schaut Euch den Film „Sieben Leben“ (USA/2008) mit Will Smith an..

    Im übrigen habe ich alle meine Flensburger Punkte kassiert, weil ich am Steuer telefonierte- mit Freisprecheinrichtung wohlgemerkt..
    aber dafür resp. dagegen gibts ja jetzt zum Glück mittlerweile die automatische Erkennung und Anzeige der aktuellen Geschwindigkeitsbeschränkung auf dem Navi, und für ganz Wilde wie mich, ein head up-display, dass man das immer schön vor Augen hat – also, das rechnet sich sogar!
    Statt Gedudel oder Hörbuch aus dem Bose-Sound-System werden ja hoffentlich in Kürze dann die eingehende Emails vorgelesen, die man dann locker über die Spracherkennungssysteme beantworten kann..(achtung, gefährlich, je nach Mitfahrer und Textinhalt könnte es da zu Implikationen kommen). Im übrigen hilft Quatschen gegen Sekundenschlaf am Steuer.
    Jetzt weiß ich auch, warum mein neues Auto Komfortsitze und eine größere Reichweite hat.. nur die menschlichen Bedürfnisse stören noch- aber auch dazu fällt uns noch was ein (bitte jetzt nicht an krankenhausübliche Accessoires denken..)..
    in diesem Sinne Gute Fahrt, und nehmt Euch Taschentücher für den o.g. Will Smith-Filmabend mit.. aber bitte nicht beim Autofahren anschauen.
    herzlichst
    Michael Brandl

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