<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>www.cole.de</title>
	<atom:link href="http://www.cole.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.cole.de</link>
	<description>Tim Cole - Internet-Publizist</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 May 2013 13:58:08 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>6 zu 1 für den iPad</title>
		<link>http://www.cole.de/6-zu-1-fur-den-ipad/</link>
		<comments>http://www.cole.de/6-zu-1-fur-den-ipad/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 May 2013 10:57:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Cole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet & Co.]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[Tablet PC]]></category>
		<category><![CDATA[tablett]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.cole.de/?p=2861</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Als Apple 2010 seinen legendären iPad auf den Markt brachte und damit eine Gattung von intelligenten Endgeräten erschuf, die wir inzwischen „Tablet PC“ nennen, habe ich hier auf Czsylansky einen als „Vergleichstest“ getarnten satirischen Beitrag verfasst, in dem ich die relativen Vorzüge eines iPad mit denen eines Serviertabletts verglich. Natürlich war am Ende das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2862" class="wp-caption alignnone" style="width: 523px"><a href="http://www.cole.de/wp-content/uploads/2013/05/iPadTablet.jpg"><img class=" wp-image-2862" title="iPadTablet" src="http://www.cole.de/wp-content/uploads/2013/05/iPadTablet.jpg" alt="Versuchen Sie das mal mit einem PC!" width="513" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Versuchen Sie das mal mit einem PC!</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als Apple 2010 seinen legendären iPad auf den Markt brachte und damit eine Gattung von intelligenten Endgeräten erschuf, die wir inzwischen „Tablet PC“ nennen, habe ich hier auf Czsylansky einen als „Vergleichstest“ getarnten satirischen Beitrag verfasst, in dem ich die relativen Vorzüge eines iPad mit denen eines Serviertabletts verglich. Natürlich war am Ende das Tablett der Sieger, und zwar deutlich: „<a href="http://www.czyslansky.net/?p=3250">5:1 für das Tablett</a>“ lautete die Überschrift.</p>
<p>Wie schnell aus Satire Ernst werden kann! Wir sind ja letztes Jahr nach Österreich in den schönen Lungau gezogen, wo wir im <a href="http://pinterest.com/tc1066/das-alte-forsthaus-in-st-michael-im-lungau/">Alten Forsthaus</a> von St. Michael eine Idylle entdeckt haben, um die man uns mit Recht beneidet. Nur ein Problem gibt es: die langen Wege. Um von der Küche auf die Gartenterasse zu gelangen, muss man durch den Windfang (der bei uns „Thomas-Mann-Zimmer“ heißt, weil es uns an das Davos aus „Felix Krull“ erinnert), dann eine Treppe hinunter in den Garten und schließlich ums Haus gehen. Heute morgen nach dem Frühstück räumte meine Frau das Geschirr auf den Serviertablett und ging ins Haus. Ich blieb noch auf eine Tasse Tee sitzen. Als ich reingehen wollte, musste ich erstens die Tasse, zweitens die Zuckerdose, drittens die Milchkanne und viertens den iPad abräumen. Da ich nur zwei Hände habe, bedeutet das zweimal Gehen. Bis mir die Erleuchtung kam und ich das Zeugs einfach auf den digitalen Flachmann stellte.</p>
<p>Ich muss also im Nachhinein das Ergebnis meines Vergleichstests korrigieren: Er hätte 6:1 für den iPad lauten müssen – denn der Apple-Flachmann kann ja alles, was ein richtiges Tablett kann, und noch ein bisschen mehr (im Internet surfen, Mails ziehen, etc.).</p>
<p>Ob Steve Jobs daran gedacht hat, als er den iPad ersann? Zuzutrauen wär’s ihm ja…</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.cole.de/6-zu-1-fur-den-ipad/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Hi-Speed-Lüge</title>
		<link>http://www.cole.de/die-hi-speed-luge/</link>
		<comments>http://www.cole.de/die-hi-speed-luge/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 08:23:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Cole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet & Co.]]></category>
		<category><![CDATA[Akustikkoppler]]></category>
		<category><![CDATA[Bandbreite]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesnetzagentur]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Beduinen]]></category>
		<category><![CDATA[Hi-Speed]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative Netzqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Internetanschluss]]></category>
		<category><![CDATA[Provider]]></category>
		<category><![CDATA[René Obermann]]></category>
		<category><![CDATA[Salzburg AG]]></category>
		<category><![CDATA[Speedtest]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[Zafaco]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.cole.de/?p=2850</guid>
		<description><![CDATA[Jetzt ist amtlich: Internet-Nutzer werden Tag für Tag von ihren Providern belogen und betrogen. Die Bundesnetzagentur hat in dem bislang größten Test von so genannten „Hi-Speed“ Internet-Anschlüssen festgestellt, dass nur jeder fünfte Kunde tatsächlich die versprochene Übertragungsleistung, für die er bezahlt, auch abrufen kann. Knapp 69,2 % der Nutzererreichten 50% der vermarkteten Datenübertragungsrate oder mehr. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.cole.de/wp-content/uploads/2013/04/hispeed21.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2854" title="hispeed2" src="http://www.cole.de/wp-content/uploads/2013/04/hispeed21.jpg" alt="Wo sind meine Bits geblieben?" width="619" height="370" /></a></p>
<p>Jetzt ist amtlich: Internet-Nutzer werden Tag für Tag von ihren Providern belogen und betrogen. Die <a href="http://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/BNetzA/Sachgebiete/Telekommunikation/Regulierung/Qualitaertsstudie/AbschlussberichtQualitaetsstudie.pdf?__blob=publicationFile">Bundesnetzagentur </a>hat in dem bislang größten Test von so genannten „Hi-Speed“ Internet-Anschlüssen festgestellt, dass nur jeder fünfte Kunde tatsächlich die versprochene Übertragungsleistung, für die er bezahlt, auch abrufen kann. Knapp 69,2 % der Nutzererreichten 50% der vermarkteten Datenübertragungsrate oder mehr.</p>
<p>Eigentlich sollte uns das nicht überraschen. Unsere Provider sagen uns beim Vertragsabschluß, jedenfalls wenn wir nachfragen, dass wir unsere Anschlüsse in der Regel mit anderen teilen müssen. Nein, sie sagen uns nicht, mit wie vielen wir teilen müssen. Aber man merkt es schon: Morgens, wenn alle mit der Kaffeetasse am Rechner sitzen und Mail ziehen oder sich einen Nachrichtenüberblick verschaffen wollen, ist „das Internet“ oft quälend langsam, abends zwischen 19 und 22 Uhr meist noch langsamer. Wenn wir wirklich schnell surfen wollen, dann müssen wir uns den Wecker stellen, am besten auf 3 Uhr morgens oder so. Das lutscht es meistens. Wir älteren Netznutzer sind da klar im Vorteil: Die senile Bettflucht treibt uns oft zu nachtschlafender Zeit an den Computer, wenn Ihr Jungen noch mit dem Sandmännchen unterwegs seid.<img title="Weiterlesen …" src="http://www.czyslansky.net/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-2850"></span><br />
Es gibt im Internet eine Menge Möglichkeiten, sich selbst von dem Wahrheitsgehalt der Werbeversprechen unserer Provider zu überzeugen. Meiner, die Salzburg AG, bucht mir Monat für Moant 50 Euro für die Flatrate vom Konto und verspricht mir dafür „bis zu 51.200 Kilobit pro Sekunde. Laut dem <a href="http://www.wieistmeineip.at/speedtest/">Speedtest </a>von Computer-Bild bin ich gerade mit mickrigen 2.854 kbit/sec online unterwegs. Von wegen Hi-Speed auf die Alm, wie die österreichische Bundesregierung vor ein paar Jahren großspurig verkündete.</p>
<p>Oder vielleicht doch nicht? Wenn ich auf die Seite der „<a href="http://www.initiative-netzqualitaet.de/zum-test/">Initiative Netzqualität</a>“ wechsele und deren Test laufen lasse, meldet mir die Maschine  eine Download-Geschwindigkeit von 51.417 kbit/sec. Da fehlen ja nur lächerliche 583 Bits in der Sekunde!</p>
<p>Kann es also sein, dass es an den Tests liegt, dass Deutschlands Internet lahmt?</p>
<p>Oder ist es vielleicht vielmehr so wie immer, dass man nur einer Studie trauen darf, die man selbst gefälscht hat? Die Autoren der Studie  arbeiten bei der Firma <a href="http://www.zafaco.de">Zafaco </a>in München, die davon lebt, für Firmenkunden Benchmarking-Services anzubieten.  Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Aber es sei doch die Frage erlaubt, ob man hier nicht den Bock zum Gärtner macht, denn es wäre eigentlich nicht im Interesse eines solchen Dienstleisters, wenn am Ende herauskäme, das alles Bestens ist. Zafaco lebt, etwas vereinfacht ausgedrückt, vom Misstrauen der Internet-Nutzer ihren Providern gegenüber. Und eine ruckelnde Netzverbindung kann viele Ursachen haben, einschließlich die eigene Hardware oder der allgemeine Netzzustand zu einem gegebenen Zeitpunkt.</p>
<p>Außerdem ist Geschwindigkeit immer etwas Relatives und hängt häufig stark vom subjektiven Empfinden ab. Ich habe den Wechsel vom Akustikkoppler zu meinem allerersten „Hi-Speed“ Modem mit 57 bit/sec damals als den Umstieg vom Käfer zum Turbo-Porsche erlebt. „Mehr Bandbreite, bitte“ war die Mantra der frühen Internet-Generation, und sie ist es bis heute geblieben.</p>
<p>Nicht, dass ich damit die Provider reinwaschen will. Die haben sich tatsächlich auf den Vertrieb  von Wunschkennzahlen verlegt, die auf dem Mist der Marketingabteilungen und nicht der ihrer  Techniker beruhen. Als viel ärgerlicher empfinde ich die hohlen Versprechen von Telekom-Chef René Obermann &amp; Co., die uns mit dem Versprechen von schnellem Internet „wo du gehst und stehst“ ködern. Ich habe ihn auf der CeBIT gefragt, ob er schon mal versucht hat, zwischen Rosenheim und Salzburg oder zwischen Memmingen und Lindau im Auto Mails zu ziehen. Ja, das Internet ist allgegenwärtig, aber nur, wenn man das Glück hat, im Bereich eines entsprechenden Sendemasts zu sein. Das angeblich „beste Netz Deutschlands“ (O-Ton Obermann) ist löcherig wie ein Schweizer Käse, und das weiß er auch. Wie viel schlimmer muss es bei den anderen sein?</p>
<p>Wir sind vom Traum des Digitalen Beduinen, der auf einem Kamel durch die Wüste reitet von einer digitalen Oase zur nächsten, ist noch lange nicht Wirklichkeit. Bis es soweit ist, werden wir uns wohl oder übel mit Werbesprüchen trösten müssen – oder ein bisschen früher aufstehen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.cole.de/die-hi-speed-luge/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schnelle Truppe</title>
		<link>http://www.cole.de/schnelle-truppe/</link>
		<comments>http://www.cole.de/schnelle-truppe/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Apr 2013 09:59:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Cole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet & Co.]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[Moores Law]]></category>
		<category><![CDATA[Netbook]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.cole.de/?p=2841</guid>
		<description><![CDATA[ITler leben in einer äußerst schnelllebigen Branche. Das hat schon Gordon Moore erkannt, der legendäre Mitbegründer von Intel, der 1965 das nach ihm benannte Gesetz formulierte, wonach sich die Komplexität von integrierten Schaltkreisen alle 18 Monate verdoppelt. Die Chips werden zwar schneller, aber offenbar nicht billiger, was irgendwie unlogisch ist. Eigentlich müsste ich heute den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2845" class="wp-caption alignnone" style="width: 619px"><a href="http://www.cole.de/wp-content/uploads/2013/04/moores_Infographic_2-1.jpg"><img class=" wp-image-2845" title="moores_Infographic_2-1" src="http://www.cole.de/wp-content/uploads/2013/04/moores_Infographic_2-1.jpg" alt="Ganz schön eng hier!" width="609" height="304" /></a><p class="wp-caption-text">Ganz schön eng hier!</p></div>
<p>ITler leben in einer äußerst schnelllebigen Branche. Das hat schon Gordon Moore erkannt, der legendäre Mitbegründer von Intel, der 1965 das nach ihm benannte Gesetz formulierte, wonach sich die Komplexität von integrierten Schaltkreisen alle 18 Monate verdoppelt. Die Chips werden zwar schneller, aber offenbar nicht billiger, was irgendwie unlogisch ist.</p>
<p>Eigentlich müsste ich heute den Computer, den ich vor zehn Jahren gekauft habe und der mir wahrscheinlich auch heute noch gute Dienste leisten würde, heute geschenkt bekommen, aber so funktioniert das nicht. Stattdessen werden die Programme immer dicker und die Datenmengen, die mein Computer verarbeiten muss, immer größer, so dass ich ungefähr alle 18 Monate gezwungen bin, mir einen neuen Rechner zuzulegen, der natürlich auch immer gleich teuer ist. So bleiben wenigstens die Verdienstmargen der Hersteller gleich, egal was der alte Moore dazu sagt.</p>
<p>Einmal allerdings hat es so ausgesehen, als ob dieser Teufelskreis durchbrochen werden würde nämlich als 2008 mit dem Asus EeePC 700 der erste so genannt „Netbook“ auf den Markt kam. <img title="Weiterlesen …" src="http://www.czyslansky.net/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-2841"></span>Er sah aus wie ein eingeschrumpfter Laptop-PC, war auch nicht ganz so leistungsstark, aber für unterwegs oder für meine Frau genügte er vollkommen. Das fanden ganz viele Menschen, und der Netbook-Markt boomte. Allerdings nur kurz: Bereits 2009 erreichte der Absatz in Deutschland mit zwei Millionen verkauften Exemplaren seinen Höhepunkt. Denn 2010 hielt Apple-Chef Steve Jobs ein superflaches Gerät in die Höhe, das er „iPad“ nannte, und auf einmal waren alle tablettensüchtig. Im Oktober 2012 wurde der 100 Millionste iPad verkauft, während die Absatzzahlen für Notebooks zweistellig in Richtung Keller sanken.</p>
<p>Der IT-Branchenverband BITKOM geht inzwischen davon aus, dass sich der Netbook-Markt 2013 halbieren wird. Ob die Gattung eines Tages ganz verschwindet, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall ist es ein gutes Beispiel dafür, wie schnell sich Produktzyklen in der IT-Branche ändern. Wir ITler sind halt eine ganz schnelle Truppe.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.cole.de/schnelle-truppe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Engineer Joke</title>
		<link>http://www.cole.de/engineer-joke/</link>
		<comments>http://www.cole.de/engineer-joke/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 Mar 2013 08:39:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Cole</dc:creator>
				<category><![CDATA[posts in English]]></category>
		<category><![CDATA[engineer joke]]></category>
		<category><![CDATA[talking frog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.cole.de/?p=2835</guid>
		<description><![CDATA[An engineer was crossing a road one day, when a frog called out to him and said, &#8220;If you kiss me, I&#8217;ll turn into a beautiful princess.&#8221; He bent over, picked up the frog and put it in his pocket. The frog then cried out, &#8220;If you kiss me and turn me back into a [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<h5>An engineer was crossing a road one day, when a frog called out to him and said, &#8220;If you kiss me, I&#8217;ll turn into a beautiful princess.&#8221;</h5>
<h5>He bent over, picked up the frog and put it in his pocket.</h5>
<h5>The frog then cried out, &#8220;If you kiss me and turn me back into a princess, I&#8217;ll stay with you for one week and do ANYTHING you want.&#8221;</h5>
<h5>Again, the engineer took the frog out, smiled at it and put it back into his pocket.</h5>
<h5>Finally, the frog asked, &#8220;What is the matter? I&#8217;ve told you I&#8217;m a beautiful princess and that I&#8217;ll stay with you for one week and do anything you want. Why won&#8217;t you kiss me?&#8221;</h5>
<h5>The engineer said, &#8220;Look, I&#8217;m an engineer. I don&#8217;t have time for a girlfriend, but a talking frog, now that&#8217;s cool.&#8221;</h5>
</blockquote>
<p>(kudos to <a href="http://land-com.net/">Dean Landsman</a>)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.cole.de/engineer-joke/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Warum ich Jäger werden will</title>
		<link>http://www.cole.de/warum-ich-jager-werden-will/</link>
		<comments>http://www.cole.de/warum-ich-jager-werden-will/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2013 20:59:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Cole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Leben an sich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.cole.de/?p=2829</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe gestern die Jagdprüfung Salzburg abgelegt, mit leider nur mäßigem Erfolg (Theorie bestande, im Schießen muss ich noch mal nachsitzen), aber immerhin. Ich habe dazu auf Facebook kurz gepostet und daraufhin eine Mail von einem Freund erhalten, der sehr nachdenkliche Fragen gestellt hat. Ich habe sie nach besten Wissen und Gewissen zu beantworten versucht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2830" class="wp-caption alignnone" style="width: 295px"><a href="http://www.cole.de/wp-content/uploads/2013/03/Jagerglas.jpg"><img class="size-medium wp-image-2830 " title="Jagerglas" src="http://www.cole.de/wp-content/uploads/2013/03/Jagerglas-285x300.jpg" alt="Weidmannsheil!" width="285" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Weidmannsheil!</p></div>
<p>Ich habe gestern die Jagdprüfung Salzburg abgelegt, mit leider nur mäßigem Erfolg (Theorie bestande, im Schießen muss ich noch mal nachsitzen), aber immerhin. Ich habe dazu auf Facebook kurz gepostet und daraufhin eine Mail von einem Freund erhalten, der sehr nachdenkliche Fragen gestellt hat. Ich habe sie nach besten Wissen und Gewissen zu beantworten versucht, und das Ergebnis ist hier nachzulesen:<span id="more-2829"></span></p>
<p>Hi Tim!</p>
<p>Wir hatten uns seinerzeit bei der WELT Kompakt Aktion kennen gelernt.</p>
<p>Ossi Urchs (hoffentlich geht es ihm bald wieder besser) frug Dich eben in seinen Kommentaren nach der Jagd-Prüfung.</p>
<p>Machst Du grad den Jagdschein?<br />
Und dürfte ich Dir ein paar Fragen dazu stellen? Ich überlege mich auch im Herbst zum nächsten Kurs anzumelden.</p>
<p>Grüße,<br />
Alex</p>
<blockquote><p>&gt;Mich würde vor allem interessieren, wie Du auf die Idee gekommen bist, den Schein zu machen.</p>
<p>Meine Frau und ich sind in den schönen Lungau gezogen, wo wir auf 1100 Meter mitten in der Natur wohnen. Wir sind in einem intensiven Rot- und Rehwildgebiet, und die Viecher kommen abends bis ans Haus. Ich dachte mir, es wäre gut, wenn ich wusste, wer meine Nachbarn sind.</p>
<p>Was ich auf jeden Fall NICHT sein will ist ein Trophäenjäger. Wenn überhaupt werde ich ab und zu ein weibliches Wild oder ein Stück Jungwild erlegen, weil das erstens wichtig ist (wir haben ein extremes Problem mit Wildschäden durch Überpopulation), was zu einem ziemlich strengen Mindestabschuss führt, die kaum je wirklich erfüllt wird. Ich habe nicht vor, Geld auszugeben für das zweifelhafte Vergnügen, einen Kapitalbock zu schießen, wenn andererseits die Jäger zu faul sind, ihren Job zu machen und die Zahl der weiblichen Stücke in Grenzen zu halten. Das bringt nur Ärger mit den Bauern und ist nicht gut für das Wild.</p>
<p>&gt;Was hat Dich getrieben?</p>
<p>Wie gesagt: Der Ortswechsel.</p>
<p>&gt;Bist Du an der Jagd eher als Hobby interessiert oder zum Nahrungserwerb?</p>
<p>Wenn überhaupt, dann möchte ich in den Genuß von schmackhaftem Wildbret kommen. Vor allem aber will ich besser verstehen, in welcher Umgebung ich leben.</p>
<p>&gt;Bei mir entstand die Neugierde daraus, dass ich gerne näheren Bezug dazu aufbauen möchte woher mein Essen kommt und ein Verständnis für den natürlichen Kreislauf.</p>
<p>Stimmt!</p>
<p>&gt;Was kostet der Spaß denn in Österreich? Hier in Bielefeld liegt der 7 monatige Kurs bei 850 EUR zzgl. Schießkurs, Munition und Ausrüstung.</p>
<p>Die Piefkes sind da anders. Wir haben uns ein halbes Jahr zweimal die Woche im Kurs von leidenschaftlichen Jägern auf die Grundsätze der Weidgerechtigkeit einnorden lassen, und das für lächerliche 150 Euro. Unser Ausbilder hat uns im „Schlussspurt“ zu sich nach Hause eingeladen, um mögliche Schwachpunkte auszubügeln. Das war Idealismus pur!</p>
<p>&gt;Was war (auch wenn es in .at legerer gehandhabt wird) für Dich das schwierigste?</p>
<p>Auswendig lernen ist mit 62 nicht mehr so leicht wie mit 20. Ansonsten habe ich mich am schwersten getan mit Wildschadensvermeidung und Wildökologie. Dass man uns dazu kaum befragt hat nach ein paar abtastenden Erstfragen („du kannst das offensichtlich“) habe ich ja erst später erfahren. Da es bei uns in letzter Zeit ziemlich viele und sehr peinliche Waffenunfälle gegeben hat (ein Jäger hat vor 3 Monaten bei der Treibjagd einen Treiber erschossen!) bedeutete, dass man es mit dem Waffenumgang ganz genau genommen hat. Als Amerikaner habe ich allerdings ein etwas unverkrampftes Verhältnis zu Schusswaffen, was man aber von anderen Kursteilnehmern nicht behaupten kann – die sind angesichts eines Gewehrs regelrecht eingefroren. Dass ich am Ende wegen des Schießens nachsitzen muss, hat mich am allermeisten gewundert. Hubris wird eben bestraft…</p>
<p>&gt;Was das überraschendste?</p>
<p>Wie einfach es am Ende doch war.</p>
<p>&gt;Womit und worauf sollte ich mich vorbereiten?</p>
<p>Du musst wissen, was du tust und warum. Auswendig lernen ist schön und gut, aber du brauchst einen Sinn für die Zusammenhänge (z.B. Abschusszeiten: warum gehen die Spießer und Schmaltiere zuerst auf und die Böcke erst zuletzt?)</p>
<p>&gt;Und wann und wie hat es Dich eigentlich nach .at verschlagen? <img src='http://www.cole.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Vor 15 Jahren, eigentlich wegen des Golfens. Wir sind Mitglieder geworden im GC Lungau, weil es billig war. Wir haben dann jedes Jahr im Sommer ein Haus gemietet und hier gewohnt, und dabei Land und Leute lieben gelernt. Wir haben uns immer spaßeshalber gesagt: „Wenn wir alt sind, ziehen wir nach St. Michael.“ Und eines Tages schaute ich den Spiegel und stellte fest: Ich bin jetzt alt. Also entweder jetzt oder nie!</p>
<p>Ich hoffe, das hilft dir irgendwie weiter. Ich denke, Jäger werden musst du entweder aus Leidenschaft oder aus dem Wunsch heraus, deinen eigenen Horizont zu erweitern. Wenn du nur ballern und die die Wände mit Geweihen vollhängen willst, tätest du mir leid.</p>
<p>In diesem Sinne: Weidmannsheil!</p>
<p>TC</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.cole.de/warum-ich-jager-werden-will/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wo bleibt meine goldene CeBIT-Nadel?</title>
		<link>http://www.cole.de/wo-bleibt-meine-goldene-cebit-nadel/</link>
		<comments>http://www.cole.de/wo-bleibt-meine-goldene-cebit-nadel/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Mar 2013 18:26:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Cole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet & Co.]]></category>
		<category><![CDATA[BITKOM.Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[CeBIT 2013]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.cole.de/?p=2821</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Es ist wie Weihnachten: Die CeBIT kommt immer so plötzlich, Ich habe nachgerechnet &#8211; es ist meine 29ste. Was witzig ist, denn die CeBIT findet ja erst seit 1986 statt, heuer also seit 27 Jahren. Aber ich war schon zwei Jahre früher dort. Streng genommen gibt es die CeBIT  nämlich schon seit 1970, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2822" class="wp-caption alignnone" style="width: 608px"><a href="http://www.cole.de/wp-content/uploads/2013/03/IMG_20130305_162646.jpg"><img class="wp-image-2822 " title="IMG_20130305_162646" src="http://www.cole.de/wp-content/uploads/2013/03/IMG_20130305_162646-1024x768.jpg" alt="Damenwahl" width="598" height="448" /></a><p class="wp-caption-text">Damenwahl</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist wie Weihnachten: Die CeBIT kommt immer so plötzlich, Ich habe nachgerechnet &#8211; es ist meine 29ste. Was witzig ist, denn die CeBIT findet ja erst seit 1986 statt, heuer also seit 27 Jahren. Aber ich war schon zwei Jahre früher dort.</p>
<p>Streng genommen gibt es die CeBIT  nämlich schon seit 1970, als die legendäre Riesen-Halle 1 eingeweiht wurde, die den namen &#8220;Centrum für Büro- und Informationstechnik&#8221; erhielt. Übrigens hätte sie fast &#8220;CeBOT&#8221; geheißen, denn als zweiter Kandidat ar der Name &#8220;Centrum für Büro- und Organisationstechnik&#8221; im Rennen, und wurde nur knapp geschlagen.<img title="Weiterlesen …" src="http://www.czyslansky.net/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-2821"></span></p>
<p>Ich bin heuer jeden tag ind er Halle 4 auf dem Stand der Deutschen Telekom anzutreffen, wo man mich als Moderator für die superprofessionelle Multimedia-Drehbühne angeheuert hat. Auf dem Foto ist mein Moderatorkollegene Simon zu sehen, der sich gerade mit unserem &#8220;Roaming Reporter&#8221; über Damen in Netzteilstrümpfen unterhält. Das war kurz bevor Miss Germany zu uns kam und die beiden jungen Damen auf dem Foto ziemlich alt aussehen ließ. Sie merken: Wir haben viel Spaß miteinander.</p>
<p>Auf die goldene CeBIT-Ehrennadel warte ich übrigens vergebens. Vielleicht bringt sie Prof. Dieter Kempf am Mittwoch mit, der als Talkgast bei mir in der Show ist. Er ist nämlich als Präsident des IT-Branchenverbands BITKOM Hausherr und Gastgegeber der CeBOT. Äh, ich meine natürlich: CeBIT.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.cole.de/wo-bleibt-meine-goldene-cebit-nadel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Eine Zeitung stirbt &#8211; und lebt doch weiter</title>
		<link>http://www.cole.de/eine-zeitung-stirbt-und-lebt-doch-weiter/</link>
		<comments>http://www.cole.de/eine-zeitung-stirbt-und-lebt-doch-weiter/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Feb 2013 10:07:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Cole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Quo vadis Qualitätsjournalismus?]]></category>
		<category><![CDATA[Cole Porter]]></category>
		<category><![CDATA[Erich Maria Remarque]]></category>
		<category><![CDATA[Ernest Hemmingway]]></category>
		<category><![CDATA[Gertrude Stein]]></category>
		<category><![CDATA[International Herald Tribune]]></category>
		<category><![CDATA[Isadora Duncan]]></category>
		<category><![CDATA[James Gordon Bennett]]></category>
		<category><![CDATA[John Dos Passos]]></category>
		<category><![CDATA[John Steinbeck]]></category>
		<category><![CDATA[Lost Generation]]></category>
		<category><![CDATA[New York Times]]></category>
		<category><![CDATA[Scott Fitzgerald]]></category>
		<category><![CDATA[T. S. Eliot]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Henseler]]></category>
		<category><![CDATA[Woody Allen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungssterben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.cole.de/?p=2810</guid>
		<description><![CDATA[Das Zeitungssterben ist ja in vollem Gänge. &#8220;Frankfurter Rundschau&#8221; und &#8220;Financial Times Deutschland sind prominente Beispiele hierzulande. In meiner Heimat Amerika sieht es noch schlimmer aus. Dort sind Tageszeitungen laut einer von der Website &#8220;Newspaper Death Watch&#8221; veröffentlichten Studie die am schnellsten schrumpfende Industrie der USA. Der Passauer Prof. Wolfgang Henseler hat schon ausgerechnet, wann die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2811" class="wp-caption alignleft" style="width: 205px"><a href="http://www.cole.de/wp-content/uploads/2013/02/bennett.jpg"><img class="size-full wp-image-2811 " title="bennett" src="http://www.cole.de/wp-content/uploads/2013/02/bennett.jpg" alt="Wenigstens muss er das nicht mehr erleben" width="195" height="265" /></a><p class="wp-caption-text">Wenigstens muss er das nicht mehr erleben</p></div>
<p>Das Zeitungssterben ist ja in vollem Gänge. &#8220;Frankfurter Rundschau&#8221; und &#8220;Financial Times Deutschland sind prominente Beispiele hierzulande. In meiner Heimat Amerika sieht es noch schlimmer aus. Dort sind Tageszeitungen laut einer von der Website &#8220;<a href="http://newspaperdeathwatch.com/newspapers-are-fastest-shrinking-u-s-industry/">Newspaper Death Watch</a>&#8221; veröffentlichten Studie die am schnellsten schrumpfende Industrie der USA. Der Passauer <a href="http://www.xing.com/profile/Wolfgang_Henseler">Prof. Wolfgang Henseler</a> hat schon ausgerechnet, wann die letzte Tageszeitung das Erscheinen einstellen wird, nämlich ungefähr im Jahre 2036. Bis dahin, so hat er durch Extrapolation der bekannten Auflagen- und Anzeigenentwicklung errechnet, wird es sich für keinen Verlag mehr lohnen, Nachrichten und Meinungen auf tote Bäume zu drucken.</p>
<p>Und nun das: Die &#8220;International Herald Tribune&#8221;, seit mehr als 30 Jahren meine tägliche Morgenlektüre, verschwindet auch! Das schreibt die Zeitung selbst in ihrer heutigen Ausgabe, die ich &#8211; pikanterweise &#8211; neuerdings nur noch elektronisch auf dem iPad lese, weil die es die aktuelle Printausgabe leider morgens nicht bis in den fernen Lungau schafft, wo ich Seiten paar Monaten wohne.</p>
<p>Die gute Nachricht lautet: Die IHT wird weiterleben, jedenfalls vorerst. Sie wird nur anders heißen.<span id="more-2810"></span></p>
<p>Dazu muss man etwas über die wechselvolle Geschichte dieser weltweit einzigartigen Gazette wissen, deren größtes Kuriosum darin besteht, eine amerikanische Zeitung zu sein, die nicht in Amerika, sondern in Paris erscheint.</p>
<p>Das kam so: Der junge <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/James_Gordon_Bennett,_Jr.">James Gordon Bennett, Jr. </a>(1841 – 1918), reicher Verlegersohn aus New York, hatte es daheim wohl ein bisschen zu bunt getrieben &#8211; Alkohol, Weibergeschichten, das Übliche halt. Als er auch noch verspätet zu einem Dinner bei den Eltern seiner Verlobten erschien und coram publico in den Kamin pinkelte (oder in den Flügel, wie andere Zeugen behauptet haben), musste er für eine Weile die Stadt verlassen und wandte seine Schritte in die Stadt des Lichts, wo er so etwas für der Vorläufer jener &#8220;Lost Generation&#8221; war,  die später wie Ernest Hemmingway, Scott Fitzgerald, Cole Porter, Gertrude Stein, John Steinbeck, T. S. Eliot, John Dos Passos, Isadora Duncan, Erich Maria Remarque und andere Enttäuschte aus der Ersten Weltkriegsgeneration Paris zur zweiten Heimat erklärten. Wer mehr darüber wissen will, sollte sich Woody Allen&#8217;s Meisterwerk &#8220;Midnight in Paris&#8221; nochmal anschauen.</p>
<p>Bennett machte aus der Europa-Ausgabe der väterlichen „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/New_York_Herald">New York Herald</a>“, eine der aufregendsten Zeitungen seiner Zeit. Er sponsorte die Arktisexpedition des Polarforschers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/George_W._DeLong">George W. DeLong</a>, die 1881 mit dem Tod DeLongs und seiner 19 Mannschaftskameraden endete (was die Zeitungsauflage noch weiter in die Höhe trieb!), gewann 1888 das erste transatlantische Rennen für Segeljachten, stiftete den „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gordon-Bennett-Cup_%28Ballonfahren%29">Coupe Aéronautique Gordon Bennett</a>“ für Ballonfahrer und ließ sich nach seinem Tod auf dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cimeti%C3%A8re_de_Passy">Cimetière de Passy</a> in seiner Lieblingsstadt Paris beerdigen.</p>
<p>Nach seinem Tod ging es mit dem väterlichen Blatt bergab, das 1924 mit dem Erzrivalen „<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/New-York_Tribune">New York Tribune</a>“ verschmolzen wurde. Was zeigt, dass Zeitungssterben keineswegs eine Erfindung des Internet-Zeitalter ist. Die Pariser Edition firmierte fortan als „New York Herald Tribune, European Edition“, und später als „International Herald Tribune“, kränkelte jahrzehnelang vor sich hin, und wurde 1991 von einem Konsortium gerettet, die von den beiden übriggebliebenen großen US-Tageszeitungen „New York Times“ und „Washington Post“ getragen wurde. 2003 übernahm die „Times“ alle Anteile und begann, die „IHT“, wie sie liebevoll genannt wurde, langsam zur eigenen internationalen Ausgabe auszubauen.</p>
<p>Vielleicht war es deshalb nur logisch, dass <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Thompson">Mark Thompson</a>, CIO der “New York Times Company“, heute das <a href="http://www.nytimes.com/2013/02/26/business/media/herald-tribune-to-be-renamed-the-international-new-york-times.html?ref=global-home">Aus </a>nach 125 Jahren verkündet hat. Die IHT wird in Zukunft als „International New York Times“ erscheinen, mit verändertem Logo, aber – zumindest vorerst noch – mit eigener Redaktionsmannschaft in Paris erscheinen. Und doch wird für uns alte Tribunalisten etwas anders sein. Und mir wird weh ums Herz bei dem Gedanken.</p>
<p>Okay, ich weiß: Nichts ist in der Zeitungsbranche so beständig wie der Wandel. Ich habe selbst in mehr als 40 Journalistenjahren am eigenen Leib den Übergang von Blei- zu Lichtsatz und dann nochmal den Übergang zu Desktop Publishing miterlebt. Und ich bin mir selbst ja untreu geworden, weil ich morgens nicht mehr das Rascheln von Papier genieße, sondern mit dem Zeigefinger auf dem Display „umblättere“. Aber trotzdem…</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.cole.de/eine-zeitung-stirbt-und-lebt-doch-weiter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Golfen mit Köpfchen</title>
		<link>http://www.cole.de/golfen-mit-kopfchen/</link>
		<comments>http://www.cole.de/golfen-mit-kopfchen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 23 Feb 2013 10:36:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Cole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Golf-Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd H. Litti]]></category>
		<category><![CDATA[Bernhard Langer]]></category>
		<category><![CDATA[Golf]]></category>
		<category><![CDATA[Howard Carpendale]]></category>
		<category><![CDATA[Mentaltraining]]></category>
		<category><![CDATA[Omar Sharif]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.cole.de/?p=2794</guid>
		<description><![CDATA[Gutes Golfspiel beginnt im Kopf. Wenn der blockiert ist, nützt die beste Technik nichts, behauptet der Erfolgsautor und Mentaltrainer Bernd H.  Litti. Stressmanagement und Gelassenheit sind für ihn wichtig wie ein perfekter Abschlag. Kennen Sie den kürzesten Golfwitz? Er lautet: „Jetzt kann ich’s!“ Das sagt der Golfer, wenn ihm ausnahmsweise wieder mal ein guter Schlag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2795" class="wp-caption alignleft" style="width: 225px"><a href="http://www.cole.de/wp-content/uploads/2013/02/Litti.jpg"><img class="size-full wp-image-2795 " title="Litti" src="http://www.cole.de/wp-content/uploads/2013/02/Litti.jpg" alt="Aber bitte mit Köpfchen!" width="215" height="307" /></a><p class="wp-caption-text">Aber bitte mit Köpfchen!</p></div>
<p>Gutes Golfspiel beginnt im Kopf. Wenn der blockiert ist, nützt die beste Technik nichts, behauptet der Erfolgsautor und Mentaltrainer Bernd H.  Litti. Stressmanagement und Gelassenheit sind für ihn wichtig wie ein perfekter Abschlag.</p>
<p>Kennen Sie den kürzesten Golfwitz? Er lautet: „Jetzt kann ich’s!“ Das sagt der Golfer, wenn ihm ausnahmsweise wieder mal ein guter Schlag gelungen ist. Aber schon am nächsten Tee dieselbe alte Leier: Haarscharf zischt der Abschlag durch die Baumkrone, der nächste Schlag landet im Bunker oder verabschiedet sich auf Nimmerwiedersehen im Gebüsch.</p>
<p>Bernd H. Litti kennt das zur Genüge. Und er weiß, wie Otto Normalgolfer in einer solchen Situation reagiert, nämlich meist mit Selbstvorwürfen. „Jeder glaubt in dem Moment, das passiere immer nur ihm“, sagt Deutschland bekanntester Golf-Mentaltrainer. Das sei dann der Beginn der berühmten Todesspirale: Man verkrampft sich, die Schläge werden immer wilder, die Flugbahn des kleinen weißen Balls immer unberechenbarer. Und das soll ein Spaßsport sein? Eher eine Demutsübung!<span id="more-2794"></span></p>
<p>„Negative Gedanken fressen sich beim Golfer gerne im Kopf fest“, weiß der Münchner, der seit Jahrzehnten vor allem Manager großer deutscher Firmen auf Seminaren und Trainingsrunden aus der mentalen Golfkrise hilft. Der gelernte Sportjournalist, der vor 60 Jahren in München geboren wurde und schon mit „Dein Handicap ist nur im Kopf“ auf den deutschen Bestsellerlisten landete, wurde von der „Frankfurter Allgemeinen“ mit dem Titel „ein wahrer Golfphilosoph“ geadelt. Mit Promis wie Howard Carpendale, Omar Sharif  und Deutschlands Golflegende Bernhard Langer drehte Litti Filme. Beim ersten offiziellen Golfregelfilm (2012) des Deutschen Golf Verbands schrieb er das Drehbuch und führte Regie.  Er hatte viele Jahre lang Kolumnen in führenden Tageszeitungen, Fachzeitschriften und den Bordzeitmagazinen von Fluglinien.</p>
<p>Sein Credo lautet: „Programmieren Sie sich auf Erfolg“ – ein Rat, den er im Berufsleben genauso wichtig findet wie auf dem Golfplatz. Der „neue Schwung“, den er Amateur- wie Profispielern predigt, könnte genauso gut als Lebensmotto aller erfolgreichen Menschen gelten.</p>
<p>Doch wie behandelt man sein Handicap im Kopf? Nicht durch stupides Draufdreschen oder stundenlange Schlagen auf der Driving Range. Eher durch Gelassenheit – und die kann man, wie Litti glaubt, sogar trainieren!</p>
<p>Dazu zählt vor allem sinnvolles Zeitmanagement. Wer aber glaube, mit Listen oder Time-Management-Apps auf den iPhone seine Zeit mehr oder weniger beliebig vermehren zu können, begeht einen kapitalen Fehler. „Man kann nur lernen, sensibler mit der Zeit umzugehen“, behauptet Litti in seinem Buch: „Neuer Schwung“. So rät er gestressten Golfer, immer ein Drittel mehr Pufferzeit einzuplanen, als man für nötig hält. Dann bleibe man auch dann entspannt, wenn Störungen im Spiel auftreten oder der Vorflight sich aufreizend langsam über die Grüns quält. „Zeit ist relativ, das hat schon Einstein gewusst“, sagt Litti. Wie schnell sie vergeht, hängt davon ab, wie schnell oder langsam wir uns in Relation zu anderen Menschen oder Dingen bewegen – „die Zeit hängt also auch von der Geschwindigkeit der eigenen Bewegung ab.“</p>
<p>Sich nur nicht ablenken lassen, lautet eine andere Devise des Mentaltrainers: Aufs Golf bezogen heißt das für ihn beispielsweise: „Ich spiele erst meinen Ball, dann helfe ich dem Flight-Partner seinen suchen.“</p>
<p>Und vor allem: „Haben Sie Geduld mit sich“, so sein Rat. Für ihn ist besonders wichtig, fair mit den eigenen Fehlern umzugehen und nicht zu hart mit sich selber ins Gericht zu gehen – aber auch nicht zu nachsichtig sein. Wie das gehen soll? „Lassen Sie auch mal fünf gerade sein und beruhigen Sie die Gefühlsstürme in sich. Zur Entspannung dienen auch Atemübungen und Entspannungsmethoden wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung, aber auch das, was Litti ein „positives Selbstgespräch“ nennt: Schwächen abbauen, indem man sich nach einem misslungen Schlag lächelnd selbst aufbaut, nach dem schönen Golfermotto: „Ich kann’s wirklich!</p>
<p>Und das ist alles andere als ein Witz.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.cole.de/golfen-mit-kopfchen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Einfach mal abschalten!</title>
		<link>http://www.cole.de/einfach-mal-abschalten-2/</link>
		<comments>http://www.cole.de/einfach-mal-abschalten-2/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 Feb 2013 21:14:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Cole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das digitale Ich]]></category>
		<category><![CDATA[Internet & Co.]]></category>
		<category><![CDATA[abschalten]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
		<category><![CDATA[Leyen]]></category>
		<category><![CDATA[Verdi]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.cole.de/?p=2789</guid>
		<description><![CDATA[Der Personalrat des Arbeitsministeriums in Berlin ist laut &#8220;Süddeutsche&#8221; sauer, weil bei den Mitarbeitern das Dienst-Handy aufhabendes und am Wochenende klingelt. Dabei wird Hausherrin Ursula von der Leyen nicht müde wird, den Menschen im Lande Kluge Ratschläge zu geben, nach dem Motto: Einfach mal abschalten. Das Handy, nämlich. dabei klappt das bei Firmen wie VW [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Personalrat des Arbeitsministeriums in Berlin ist laut &#8220;Süddeutsche&#8221; sauer, weil bei den Mitarbeitern das Dienst-Handy aufhabendes und am Wochenende klingelt. Dabei wird Hausherrin Ursula von der Leyen nicht müde wird, den Menschen im Lande Kluge Ratschläge zu geben, nach dem Motto: Einfach mal abschalten. Das Handy, nämlich. dabei klappt das bei Firmen wie VW oder EON ja längst. Das heißt: Bei der Telekom hebt vorsichtshalber keiner mehr ab, auch tagsüber nicht. Jedenfalls nicht, wenn ich beim Kunden-Hotline anrufe. Aber diese Form der Sprachdienstverweigerung kennt man ja auch andernorts, bei der Telekom, Vodafon, eigentlich bei fast jedem großen Anbieter von Dingen, die oft kaputt gehen und wo man dringend mal mit jemandem reden müsste.</p>
<p>Um dem berüchtigten Beamten-Burnout vorzubeugen sollen jedenfalls nach Ansicht der Verdi-Betriebsgruppe im Arbeitsministerium schleunigst konkrete Vorschriften erlassen werden, die das Abschalten nach Feierabend zwingend vorschreiben.</p>
<p>Ich bin zwar kein Beamter, aber vom Burnout trotzdem akut bedroht.  <span id="more-2789"></span>Bisher habe ich mich aber nicht getraut, auf den Ausschaltknopf zu drücken, außer im Flieger und in der Oper. Aber selbst da befällt mich immer so ein mulmiges Gefühl: Was, wenn ausgerechnet jetzt ein Kunde anruft und mit einem Auftrag droht? Was macht das denn für einen Eindruck, wenn niemand drangeht, beziehungsweise die Blechstimme aus dem Off intoniert: &#8220;zur Zeit ist niemand erreichbar&#8230;&#8221;</p>
<p>Aber vielleicht kann mir Frau von der Leyen ja helfen. Sie könnte doch eine bundesweit erreichbare Rufnummer einrichten, unter der sich freundliche Mitglieder der Verdi-Betriebsgruppen im Arbeitsministerium melden und dem Anrufer erklären, wie gefährlich es ist, ständig erreichbar zu sein.</p>
<p>Wir alle können dann unsere Handys ab, sagen wir, 18 Uhr auf diese Nummer umleiten und uns entspannt und ungestört dem Feierabendbier zuwenden. Die Kunden, Freunde und Kollegen landen dann alle in Berlin, und zwar in der Warteschleife, denn um diese Zeit hebt natürlich kein Mitglied der Verdi-Betriebsgruppe ab. Die wären ja ganz schön blöd&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.cole.de/einfach-mal-abschalten-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nur Beten hilft gegen BYOD</title>
		<link>http://www.cole.de/nur-beten-hlft-gegen-byod/</link>
		<comments>http://www.cole.de/nur-beten-hlft-gegen-byod/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Feb 2013 08:22:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Cole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das digitale Ich]]></category>
		<category><![CDATA[IT Security]]></category>
		<category><![CDATA[BYOD]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Schadsoftare]]></category>
		<category><![CDATA[smartphone]]></category>
		<category><![CDATA[Spionage]]></category>
		<category><![CDATA[Viren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.cole.de/?p=2781</guid>
		<description><![CDATA[Die ganzen Sorgen und Nöte eine leidgeprüften IT-Chefs lassen sich heute kurz und präzise in genau vier Buchstaben ausdrücken: BYOD! Das ist die Abkürzung für den englischsprachigen Begriff „Bring Your Own Device“, was auf Deutsch heißt: „Bring dein eigenes Gerät“. Eigentlich fehlt aber bei dem Kürzel das wichtigte, denn die Fortsetzung des Spruchs müßte lauten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2782" class="wp-caption alignleft" style="width: 320px"><a href="http://www.cole.de/wp-content/uploads/2013/02/Zugeklebter-iPhone.jpg"><img class="wp-image-2782 " title="Zugeklebter iPhone" src="http://www.cole.de/wp-content/uploads/2013/02/Zugeklebter-iPhone.jpg" alt="Blind auf einem Auge" width="310" height="412" /></a><p class="wp-caption-text">Blind auf einem Auge</p></div>
<p>Die ganzen Sorgen und Nöte eine leidgeprüften IT-Chefs lassen sich heute kurz und präzise in genau vier Buchstaben ausdrücken: BYOD! Das ist die Abkürzung für den englischsprachigen Begriff „Bring Your Own Device“, was auf Deutsch heißt: „Bring dein eigenes Gerät“. Eigentlich fehlt aber bei dem Kürzel das wichtigte, denn die Fortsetzung des Spruchs müßte lauten „…in die Firma“. Und genau da wird die Sache prekär. Denn wenn jeder sein eigenes Smartphone oder Tablett-PC zur Arbeit mitbringt, öffnet das Hackern, Industriespionen und sonstigen Bösewichten im wahrsten Sinne des ortes Tür und Tor. Denn Privatgeräte sind, anders als die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Modelle, in aller Regel schlecht oder gar nicht gegen Schadsoftware geschützt. Und der IT-Chef hat auch keine Möglichkeit, den Kollegen Vorschriften zu machen, etwa darüber, welche Virenschutzsysteme zu verwenden oder wann Patches aufzuspielen sind. Schließlich sind die Geräte ja Privateigentum!</p>
<p>Firmenbesucher vergrößern nur das BYOD-Problem. Aber da kann man ja wenigstens bei der Einlasskontrolle etwas tun. Fragt sich nur, ob man das Richtige tut. Denn eines ist auch klar: Wenn man das Problem mit Hilfe fehlbarer Menschen beizukommen versucht, geht die Sache häufig schief.<span id="more-2781"></span></p>
<p>Neulich durfte ich einen der schärfst bewachten Orte in Deutschland betreten, nämlich die Räume der Bundesdruckerei in Berlin. Das ist der Ort, an dem die ganzen Geldscheine gedruckt werden, die wir Tag für Tag im Sack mit ns herumführen, wenn wir welche haben und der Bankomat noch brav was ausspuckt.  Da liegen die Millionen nur so herum, fein säuberlich auf Paletten gestapelt und in Folie eingeschweißt, wie Müsliverpackungen oder Umzugskartons. Übrigens nicht nur Euros, sondern auch Währungen anderer Länder wie Israel und Kolumbien, die vor allem die hohen Sicherheitsstandards schätzen, die in der deutschen Bundesdruckerei herrschen.</p>
<p>Ich meldete mich pflichtschuldigst an der Pforte, wurde nach meinem Personalauseis gefragt und musste einen Besucherzettel ausfüllen. So weit, so gut. Das kennt man ja auch von anderen Unternehmen und Behörden, die nicht wollen, das Krethi und Plethi bei ihnen frei herumlaufen. Aber dann fragte mich der freundliche Logist, ob ich denn ein Handy mit Kamera bei mir hätte. Okay, auch das kenne ich schon: Smartphones abgeben kennt man auch anderswo. Ist ärgerlich, wenn man womöglich ein Gespräch erwartet, aber verschmerzbar.</p>
<p>Aber der freundliche Pförtner wollte mein iPhone gar nicht einsperren – sondern nur unschädlich machen. Und das ging ganz einfach: Er griff in die Schublade, holte einen Bogen kreisrunder Klebeetiketten heraus, nahm eine runter und pappte sie über die Linse. Dann gab er mir das Gerät zurück.</p>
<p>Ich war, ich gebe es zu, etwas verdutzt und fragte ihn, ob er wirklich glaube, dass das etwas bringe. Schließlich könnte ich das Ding ja ganz leicht wieder abziehen, irgendselche Firmengeheimnisse fotografieren und es dann wieder aufkleben. „Nee“, sagt er lächelnd, „dat se hick!“</p>
<p>Aber wir waren ja noch nicht fertig. „Habense ooch in Laptop bei?“, fragte er. Und ich holte brav meinen Thinkpad heraus, der ebenfalls einen Pickerl auf die Linse bekam. Dann winkte er mich fröhlich durch und wünschte mir noch viel Spaß.</p>
<p>Was er mich nicht gefragt hat, war, ob ich vielleicht noch ein Gerät bei mir hatte. Ein echter Gadget-Freak hat ja heute mindesten drei Dinge mit: Smartphone, Laptop und iPad. Das ist so wie früher die Leute, die Stanwell geraucht haben: Mütze, Pfeife, Schal und so.</p>
<p>Nun, wenn man mich nicht fragt, sage ich natürlich auch nix.</p>
<p>Und das illustriert, wie ich finde, sehr schön die Zwickmühle, in der IT-Chefs heute stecken. Sie wissen, dass sie machtlos sind, aber es nützt nichts: Sie müssen! Nämlich versuchen, wenigstens die schlimmsten Auswüchse von BYOD verhindern. Aber sie wissen auch, dass immer wieder einer durchwitschen wird. Im Zweifelsfall der Chef selbst, denn das ist ja der Erste, der sich an der IT vorbei ein schickes neues Smartphone anschafft. Und wenn der arme Pförtner versuchen würde, es ihm abzunehmen, dann ist das Ergebnis absehbar. Er wird einen furchtbaren Karriereknick erleiden.</p>
<p>Ich hoffe nur, dass die meisten IT-Chefs religiöse Menschen sind. Denn eigentlich hilft ihnen heute nur noch das stille Gebet…</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.cole.de/nur-beten-hlft-gegen-byod/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
