Gespaltene Indianerseelen

Hugh!

John Yellow Bird Steel, Präsident und damit Oberhäuptlinhg des Stammes der Ogala Sioux, hat gesprochen.

Die Sioux glauben, dass die Erde von einem zweigeteilten Geist beseelt ist, quasi die Indianer-Version von Ying und Yang. Diese beiden Seelen wohnen, ach, in jeder Brust, aber ganz besonders in Schwulen, Lesbierinnen, Bisexuellen und Transsexuellen. Dafür werden solche Menschen häufig von den Gemeinschaften, in denen sie leben, verachtet und verfolgt, was sie oft in den Freitod treibe.

Da sie aber nichts anderes tun, als es ihnen ihre zweigeteilte Natur gebietet, sei das ein tiefes Unrecht, das abgestellt gehört. Wie? Ganz einfach: Die vorhandenen oder geplanten Antidiskriminierungsgesetze in den USA, in denen es heute vor allem um Hautfarbe, Religionszugehörigkeit und Abstammung geht, sollten um den Zusatz „sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität“ ergänzt werden.

Das Naturgesetz erlaube es dem Menschen, seine Sexualität und sein Geschlecht selbst zu bestimmen und zu leben. Das mache einen großen Teil seiner kulturellen Würde aus.

Er, John Yellow Bird Steele, ruft nun per Internet die gesamte Menschheit auf, die Befreiung unserer doppeltbeseelten Brüder und Schwester vor sozialer und rechtlicher Diskriminierung zu schützen. Das gilt ganz besonders für die Volksvertreter, die entsprechenden Gesetze erlassen sollen.

Ich denke, John Wayne wird jetzt lächelnd in seinem Grabe liegen, denn der „Duke“ hatte immer wieder mit dem Hollywood-Gerücht zu kämpfen, er sei schwul. Nun, einer seiner besten Freudne war Rock Hudson – schwuler geht’s ja wohl nicht mehr. Und sein Film „Red River“ trug schon lange vor „Brokeback Mountain“ unter Filmkritikern den inoffiziellen Untertitel „the gay cowboy movie“.

Wayne kämpfte auf der Leinwand immer wieder gegen die bösen Sioux-Indianer. Vielleicht hat er dabei ja auch etwas Gutes von ihnen gelernt.

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