Irrationale Orthodoxie

Es ist jetzt ebenso Mode geworden, das Internet zu verdammen, wie es vor einem Jahr Mode war, es zu bejubeln. Wenn das Internet die Schuld an der gegenwärtigen Wirtschaftmisere trägt, so die Argumentation, dann muß man sich nur davon abwenden und zurückkehren zu den alten, gewohnten Methoden der Unternehmensführung, schon ist alles so, wie es einmal war.

Keineswegs, sagt Don Tapscott, ein großartiger Sprecher und Author des Buches „Digital Capital“. Wir leben nun einmal in dem, was er die „Post-Dotcom-Welt“ nennt. Gerade der Zusammenbruch der Internet-Aktien, statt Manager zu verunsichern, sollte ihm seiner Meinung nach die Wichtigkeit des Internets vor Augen führen.

„Leider sind viele sogenannte Experten heute dabei, ihre frühere irrationale Begeisterung durch ebenso irrationale Orthodoxie zu ersetzten“, klagte er kürzlich in London auf einem Seminar. „Wer glaubt, er könne die Uhr einfach zurückdrehen und sich auf die alten, bewährten Strategien und Methoden verlassen, den wird die Strafe schnell ereilen!“

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