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Ist Rassimus demokratiefähig? |
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Dienstag, 31. August 2010 |
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Zur Causa Sarrazin ist eigentlich alles gesagt worden in den letzten Tagen. Dass der Mann ein Rassist ist, weiß nun jeder. Wahrscheinlich empfindet er das sogar als Auszeichnung. Man könnte also eigentlich zur Tagesordnung übergehen und hoffen, dass die ganze Aufregung ebenso schnell wieder abklingt wie die um das Buch seines geistigen Verwandten Frank Schirrmacher, der ihn in der FAZ am Sonntag als „Ghostwriter einer verängstigten Gesellschaft“ in Schutz nimmt. Nun, FS weiß, wovon er redet. Allenfalls wird er sich darüber ärgern, dass jemand anderer ihm den Titel streitig macht.
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Besser Golfen dank Feng-shui |
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Montag, 30. August 2010 |
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Egon Krassler lebt nicht nur für, sondern sogar auf seinem Platz. „Ein Ort heilender Kraft ist dort, wo der Mensch sein Wesen, sein Werden, sein Lebensziel verwirklicht“, so steht es im Eingangsbereich seiner Clubanlage zu lesen, ein Zitat seines Architektenkollegen Harald Jordan, der inzwischen in Griechenland lebt und Bestseller über die „energetische Beziehung zwischen dem Menschen und seinem Wohnort“ schreibt. Daran glaubt auch Krassler, und er hat deshalb den ersten und vermutlich auch einzigen Feng-Shui-Golfplatz der Welt in die sanfte Hügellandschaft des Rottals westlich von Passau, also im Herzen von Niederbayern.
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Mittwoch, 25. August 2010 |
Den Flug von Mallorca nach Stuttgart werde ich in meinem Leben nie vergessen. Es fing schon damit an, dass wir vier Stunden Verspätung hatten und mitten in der Nacht ankamen. Und dann fiel mir im Taxi ein, dass ich meinen Laptop vor der Landung zusammengeklappt und in die Sitztasche vor mir verstaut hatte. Sie war natürlich weg, was mich am Ende viel Geld und noch mehr Ärger gekostet hat, denn natürlich hatte ich vergessen, ein Backup meiner Daten zu machen. Sowas kommt ziemlich häufig vor, wenn man den Zeitungsmeldungen glauben darf über Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer, denen immer wieder Laptops mit sensitiven Kundendaten oder den persönlichen Daten von Hunderttausenden oder gar Millionen von Benutzern im Flieger abhanden kommen. Einer Studie des Ponemon Instituts zufolge gehen in europäischen Flughäfen jedes Jahr rund 4.000 Notebooks verloren – pro Woche! Weltweit sind es im Jahr angeblich mehr als 800.000. Wie viele Smartphone, Internet-Handys und iPhones verschwinden, vermag keiner zu sagen. Und auf all diesen Geräte befinden sich wertvolle und häufig für den Dieb auch verwertbare Informationen: Gestohlene oder verlorene Mobilgeräte gilt als eine der größten Quellen von Industriespionage, die es gibt.
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Neue Medien tun sich immer schwer |
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Dienstag, 17. August 2010 |
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Das Internet wird im Englischen häufig als eine „dispruptive technology“ beschrieben. Leider ist der Ausdruck schwer zu übersetzen, auch wenn Wikipedia etwas vorlaut Synonyme vorschlägt wie „etwas Bestehendes auflösend“ oder „ zerstörend“. Im Englischen ist der Begriff viel subtiler und suggeriert einen schleichenden Niedergang, eine unverhoffte Zeitenwende, deren Bedeutung sich den meisten erst sehr viel später erschließt. Es ist kein Säurebad, in dem eine Cleopatra ihre Perle vor den Augen eines staunenden Markus Antonius auflöst und trinkt, sondern schon eher ein saurer Regen, der eine mächtige Kathedrale über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte hinweg auffrisst und bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet.
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TV kontra Internet: Verdrängte Wahrheit |
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Donnerstag, 12. August 2010 |
Traue bekanntlich keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Oder zumindest selbst ausgelegt. Diese alte Weisheit fiel mir wieder ein bei der Lektüre der ARD/ZDF-Onlinestudie 2010 , deren Ergebnis HR-Intendant Helmut Reitze, stellvertretender Vorsitzender der ARD/ZDF-Medienkommission, so zusammenfasste: „Sie zeigt, dass es keinen Verdrängungswettbewerb zwischen Fernsehen und Hörfunk einerseits und Internet andererseits gibt.“
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Freitag, 6. August 2010 |
Das Internet vergisst bekanntlich nichts. Offenbar vergibt es auch nichts, wie das Beispiel von Stacy Snyder zeigt. Die 25jährige wollte Lehrerin werden und studierte deshalb an der Millersville University School of Education in Pennsylvania, allem Anschein nach mit großem Erfolg. Bis zu dem Tag, an dem sie sich auf einer Party fotografieren ließ mit einem Plastikbecher in der Hand und einem Piratenhut auf dem Kopf, auf dem zu lesen stand: „Betrunkener Pirat“.
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