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Bitte eine neue Wahl! Drucken
Montag, 19. September 2005
Komisch, dass es keiner offen aussprechen will, aber eigentlich ist doch angesichts des "Spaltarsch"-Ergebnisses der Bundestagwahl 2005 vor allem eines klar geworden: Die Mehrheit der Bundesbürger will nicht von den zur Wahl stehenden Politikern regiert werden. Aber von wem dann? Weder Rotgrün noch Schwarzgelb haben eine Mehrheit bekommen. Und das sagt eine Menge darüber aus, was die Menschen in diesem Land von der politischen Klasse insgesamt hält, nämlich: nicht regierungstauglich!

Und mal ehrlich: Wer kann es ihnen verdenken? Denken Sie nur an die Elefantenrunde in der Wahlnacht: Schröder als Bundesflegel auf dem Endorphintrip, Merkel starrt mit leerem Blick und tiefen Augenhöhlen in den Abgrund, ein Guido Westerwelle, der extra darauf hinweisen muss, dass er nicht blöder als Schröder sei (doch, isser!), ein resignierter Fischer auf dem Weg in die Opposition und wohl auch schon ins innere Exil, ein Stoiber mit gewohnt eiseskalter Mienenstarre und ein PDS-Linker Bisky, der wie eine Kreuzung zwischen einem Informellen Mitarbeiter der Staatssicherheit und dem Wirt einer Berliner Eckkneipe wirkte.

Kanzlerformat? Fehlanzeige! Aber das Volk ist auch nicht blöd. Es hat sein gutes Recht als Souverän genutzt und mit diesem Wahlergebnis deutlich gesagt: Wir wollen keinen von euch!

Die bestehende politische Kaste in Deutschland ist am Sonntag abgewählt worden. Deshalb mein Vorschlag: Nochmal wählen. Und zwar diesmal mit ganz neuen Köpfen auf den Plakaten. Schickt die ausgelaugten Versager in die Wüste. Bietet dem Wähler nicht nur eine Neuwahl, sondern eine neue Wahl. Vielleicht ist da einer dabei, der Deutschland auf einen neuen Weg führen kann.
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