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Die Raucher sind Baden gegangen Drucken
Sonntag, 4. Juli 2010
Die Betonkäpfe haben gewonnen - was ja klar war. Die Befürworter eines Totalverbots für Rauchen in Gaststätten sind ja hochmotiviert und sind geschlossen zur Wahl gegangen. Den anderen gingen bei dem schönen Sommerwetter lieber Baden - im wahrsten Sinne des Worte.

Mehr als 60 Prozent der abgegebenen Stimmen, so die ersten Hochrechnungen, waren für das vollständige Verbot von Rauchen. Da allerdings nur 39 Prozent der Wahlberechtigten zur Urne gingen, bedeutet das: 18 Prozent der Bayern haben 72 Prozent ihrer Mitbürger ihren Willen aufgewzungen. Demokratie ist eigentlich anders, könnte man meinen. Aber wenn 54 Prozent es vorziehen, an den Strand zu fahren statt zur Wahl, dann soll sich bitteschön keiner von ihnen beschweren!

Die Mehrheit hat nicht immer Recht, aber sie ist die Merheit. 

Kommentare
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SvB - Beileid!     | 88.217.170.xxx | 2010-07-04 22:45:25
Dir zuliebe bedauere ich, dass die Raucher heute verloren haben.

Ich sehe aber was viel Schlimmeres: Wegen so einem Blödsinn wie Rauchen wird ein Volksentscheid gemacht. Das Volk ist leicht angewidert und verweigert sich zu fast zwei Dritteln. Wieso werden wir nicht gefragt, ob wir Banken retten wollen, Griechen oder gleich die ganze Welt? Weil da die Antwort relevant wäre. Das mit dem Rauchen ist eigentlich unwichtig, ergo ungefährlich. Da kann man so eine Volksberuhigungsfarce machen.

Und wenn Du uns besuchst, darfst Du natürlich immer rauchen.
Michael Kausch - die helden von wunsiedel     | 82.135.102.xxx | 2010-07-05 16:56:20
mein dank den helden von wunsiedel, die als einziger kreis in bayern sich merheitlich gegen das totale rauchverbot entschieden haben. bayerns zukunft liegt in der provinz. eines tages will ich da begraben werden, wo schon der hund begraben liegt. aber wenigstens mit einer schönen zigarre zwischen den kiefern.
Enk     | 195.234.12.xxx | 2010-07-05 16:58:41
"18 Prozent der Bayern haben 72 Prozent ihrer Mitbürger ihren Willen aufgewzungen"

Eine sehr eigenwillige Interpretation der Ergebnisse. Tatsächlich haben 61% mit ihrer Nichtteilnahme zum Ausdruck gebracht, dass ihnen die Fragestellung offensichtlich egal ist. Denen wurde also nichts "aufgezwungen". Zu diesen 61% würde ich mich vermutlich auch zählen, wenn ich in Bayern wohnen würde. Und ich ich könnte mit dem Ergebnis (wie mit einem gegenteiligen Ausgang) auch prima leben.
Tim Cole     | 89.204.137.xxx | 2010-07-06 23:27:33
Mea culpa: Journalisten können bekanntlich nicht rechnen. Es sind nicht 18%, sonder 23,8%. Am Ergebnis - und an der Ungerechtigkeit - ändert das nichts.
Maik   | 84.152.91.xxx | 2010-08-12 11:30:27
Wieso ungerecht? Wer nicht wählen geht, der erklärt sich schon von vornherein mit dem Ergebnis einverstanden. So funktioniert Demokratie.

Die Möglichkeit der Briefwahl ist übrigens wetterunabhängig gegeben, aber Raucher waren ja noch nie für ihre objektive Sicht der Dinge berühmt.
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 4. Juli 2010 )
 
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