| Es ist soweit: Die Raucherpolizei geht um |
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| Montag, 5. November 2007 | ||||||
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10 Streifenwagen, 30 Beamte - der Versuch, vor dem Bayerischen Landtag Lebensart zu demonstrieren, löste Großalarm aus!
Nach 10 Minuten erscheint eine junge Polizistin, die offenbar im Landtag Wache schiebt, und bittet uns, den Bereich vor dem Landtag zu verlassen. Wohin freie Bürger denn gehen könnten, um ihr zumindest derzeit noch bestehendes Recht auf öffentliches Rauchen auszuüben. "Gehen Sie auf die andere Strassenseite", meint sie lapidar.
Nach einer halben Stunde haben sich insgesamt 10 Polizeiwagen und etwa 30 Beamte Das löst bei den Umstehenden eine große Preisfrage aus: Ja, wo beginnt eigentlich die Bannmeile? Der Beamte wird unsicher und fragt seine Kollegen. "Auf der Isarbrücke", meint einer. "Nee, am anderen Ufer", sagt eine andere. Sie hat am Ende recht - doch dazu muss vorsichtshalber erst noch beim Einsatzleiter nachgefragt werden. Nach einer Stunde ziehen die Raucher in den nahegelegenen Hofbräukeller. Dort dürfen sie wenigsten rauchen - vorerst noch. Wenn nicht in letzter Minute noch ein Wunder geschieht und die Landtagsabgeordneten ein Einsehen haben. Fortsetzung folgt.
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| Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 7. November 2007 ) | ||||||
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Montag, 12 Uhr vor dem Maximilaineum in München: 40 Damen und Herren, die meisten gesetzeren Alters, auffallend viele Krawattenträger darunter, aber auch "Jungraucher" beiderlei Geschlechts, treffen sich unter freiem Himmel, um gemeinsam feine Cigarren zu rauchen und damit Lebensart zu demonstrieren.
Weitere zehn MInuten später: Der erste Streifenwagen taucht auf. Ein Uniformierter will wissen, was hier vorgeht. Ob wir nicht wüssten, dass Demos vor dem Landtag verboten seien. Keine Demo, sagen einige Teilnehmer, nur ein friedliches Treffen. Dass diese Woche das schärfste Antiraucher-Gesetz Deutschlands verabschiedet werden soll, das auch keine Ausnahmeregelung mehr für abgeschlossene Raucherräume in Gaststätten und Bars enthält, mag Zufall sein. Der Beamte geht kopfschüttelnd zurück zu seinem Einsatzfahrzeug und fordert Verstärkung an.
eingefunden. Das Bayerische Fernsehen filmt. "Keine Bilder", meint ein Beamter barsch. Das Team schaltet aus, die Fotografen knipsen weiter. Plötzlich schwärmen die Polizisten nach allen Seiten aus, statt der Dienstpistole zücken sie Kugelschreiber. "Alle Anwesenden werden aufgenommen, es erfolgt Anzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz." Auch die anwesenden Pressevertreter
werden aufgeschrieben, darunter der Redakteur Jürgen Seitz vom Bayerischen Fernsehen samt Kameramann und Tontechnikerin. Auf den Einwand der TV-Leute, das sei doch eigentlich gar keine richtige Versammlung, wird Seitz (Foto unten) ziemlich barsch belehrt: "Mehr als drei Personen sind eine Demonstration! Und außerdem befinden Sie sich innerhalb der Bannmeile."