| Mission accomplished oder nicht? |
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| Samstag, 5. Mai 2007 | ||||||
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Ich bin verwirrt (wer ist es nicht) über die Reaktion konservativer Amerikaner - allen voran George W. Bush - auf die Forderung des US-Kongresses, die Truppen aus Irak heimzuholen.
Es stimmt: Noch nie in der US-Geschichte hat das Parlament versucht, einen Präsidenten zu zwingen, einen einmal erklärten Krieg vorzeitig zu beenden. Genau das wollen Senat und Repräsentantenhaus, indem sie einen Termin für den Abzug amerikanischer Truppen aus dem Irak vorzuschreiben. Unerhört, sagen Traditionalisten: Wenn das Land im Krieg ist, stehen gefälligst alle hinter ihrem obersten Befehlehaber, möge er noch so unrecht haben. Schließlich gefährde man damit das LAben der jungen Soldaten an der Front. Aber: Am 1. Mai 2003 hat Bush an Bord des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln ausdrücklich erklärt, dass der Krieg vorbei sein. "Mission accomplished" stand deutlich auf dem Banner zu lesen, vor dem Bush aus der Flugzeugkanzel stieg. Was doch so viel heißt wie: Der Krieg ist zu Ende. Demnach ist das, was im Augenblick im Irak passiert, ja kein Krieg, sondern allenfalls eine Aufräumaktion. Den zu beenden ist doch sicher das gute Recht jener Volksvertreter, die das Geld dafür zu bewilligen haben. Wo ist also das Problem? Man kann durchaus die Ausgabenfreudigkeit eines Präsidenten in Friendenszeiten kritisieren, ohne deshalb gleich unpatriotisch zu sein, oder? Oder befinden wir Amerikaner uns tatsächlich noch im Kriegszustand? Dann ist die Mission keineswegs accomplished. Irgendwas stimmt hier nicht.
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