| Wissen Sie, wo Ihre Daten sind? |
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| Samstag, 30. Januar 2010 | ||||||
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"Manchmal ist Stagnation eine gute Nachricht", schreibt mein Freund Christoph Witte auf czyslansky.net. Gartner behauptet nämlich, dass die CIOs trotz des niedrigen Budget-Niveaus – es entspricht in etwa dem des Jahres 2005 - recht gut klarkommen werden, weil sich der IT-Markt im Übergang von einem IT-Investment-Modell zu einem IT-Gebrauchs-Modell befindet. Tritzdem wundert er sich, dass die Preise der Anbieter bislang relativ stabil gelibene sind. Die Antwort ist einfach: Sie haben keine Preiskampf nötig.Bislang, jedenfalls.Aber das könnte sich ändern, wenn sich Cloud Computing wirklich durchsetzt.
Der Wettbewerb ist ja theoretisch riesig, denn Software und Services sind ideal für solche Formen von Externalisierung geeignet. Eigentlich müsste schon jeder auf den Zug aufgesprungen sein, und nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage müssten die Preise für Cloud-Leistungen schon längst im Keller sein. Sind sie aber nicht. Warum? Weil die meisten Cloud-Anbieter es bislang meisterhaft verstanden haben, ihre Kunden als Geißeln in ihren Cloud-Silos gefangen zu halten. Wer sich einmal für Amazon Web Services, für IBM Smart Business Services, Microsoft Azure oder Siemens Brite IT entschieden hat, kommt da so schnell nicht mehr raus, falls sich mal was Besseres findet. Und von echter Interoperabilität zwischen verscheidenen Cloud-Providern sind wir noch meilenweit entfernt. W Das liegt unter anderem an ungenügendem oder fehlendem Identity Management. Und lass mich gar nicht erst anfangen, über “Compliance in the Cloud” zu reden, sonst werd ich noch ganz narrisch. Nur so viel: Wer nicht jederzeit genau sagen kann, wo seine Daten sind, wird über Kurz oder Lang vermutlich richtig Ärger mit der EU-Datenschutzrichtlinie bekommen, die das Übertragen vor allem personenbezogener Daten in “Drittländer” wie zum Beispiel die USA strikt untersagt. Wir sollten Fernsehspots schalten, so wie in Amerika die Jugendschutzorganisationen: “It’s ten o’clock - do you know where your data are?” Echten Wettbewerb - und damit eine Kostenentlastung für die Unternehmens-IT - werden wir erst erleben, wenn die Cloud-Anbieter aufmachen und der Kunde sich seine eigene Wolke nach Herzenslust zusammenkombinieren kann. Aber die Aussichten darauf sind so schlecht wie das Wetter in München. Wir haben zwar jede Menge Wolken, aber die falschen!
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| Letzte Aktualisierung ( Samstag, 30. Januar 2010 ) | ||||||
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