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Dienstag, 20. April 2010 |
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Ein wahrer Held ist selbstlos, mutig, ehrlich, gerecht. Er schafft es, sich selbst zu überwinden und Taten zu vollbringen, über die man sich noch nach Generationen am Lagerfeuer davon erzählt. Er ist der Stoff, aus dem Legenden geschnitzt werden. Kurz: Er ist einer wie Brian Davis. Davis wurde1974 in London geboren, 1994 wurde er Golf-Pro und gewann 2000 die Peugeot Open de Espana. 2008 war er einer der Top 100 der PGA-Tour - also nicht gerade eine Konkurrenz für Tiger Woods. Aber seit Montag ist er für mich der größte Golfspieler, den ich kenne. Und das kam so: Beim Verizon Heritage in Hilton Head Island in South Carlona lag Davis mit Jim Furyl im finalen Stechen am 18ten Loch gleichauf. Dann schlug er mit dem 7er-Eisen ins Rough, ein Marschgebiet voller Gras, Zweige und Riet. Keiner war dabei, als er das Unkraut sanft wegschob - und entsetzt zusah, wie sich sein Ball aus der Ruhe kam und sich ein paar Millimeter bewegte.
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Angekommen im Seniorendasein |
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Samstag, 17. April 2010 |
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Irgendwann ist immer das erste Mal. Als Opfer der Vulkanasche hatte ich gestern einen unfreiwilligen Zusatztag in Wien und dachte mir, gehsts mal wieder in die Albertina. Während ich an der Kasse anstand, las ich aus Langeweile das Schild mit den Eintrittspreisen. Für "Erwachsene" beträgt sie 9 Euro, für "SeniorInnen" nur 7,50. Mein Blick wollte schon weiterschweifen, da sah ich noch die kleine Unterzeile "ab 60 Jahren". Nun habe ich ja vor ein paar Tagen ja meinen 60sten gefeiert, aber irgendwie hat sich die Tatsache bei mir noch nicht so recht im Unterbewußtsein festgekrallt. Gut, meine Frau nennt mich einen "bösen alten Mann", aber das tut sie schon lange. Ich dachte mir also: Probieren wir's mal aus. Die junge Dame an der Kasse strahlte mich an und fragte: "Einmal?" Und ich sagte: "Ja, und zwar einmal für Senioren".
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Mittwoch, 7. April 2010 |
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Dass die Südländer mit Armen und Beinen reden können, ist längst bekannt. Überhaupt ist die Körpersprache eigentlich als Disziplin schon etabliert. Nur war sie bislang analog und hinkte damit hinter dem technischen Fortschritt weit hinterher. Doch das ist nun vorbei:
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von der Carnegie Mellon University hat zusammen mit zwei Microsoft-Forschern eine Art "digitale Körpersprache" entwickelt, die den Körper in ein einziges großes Eingabefeld verwandelt, der Körper als Keyboard, sozusagen.
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Mittwoch, 31. März 2010 |
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So schnell kann’s gehen. Ein amerikanischer Blogger, der über eine Firma schrieb, deren Produkt wegen mangelnder Qualität ins Gerede gekommen war, schloss den Beitrag mit dem Satz: „Die haben wohl einen Toyota gebaut.“ Au, das tut weh! Normalerweise freut sich ein Unternehmen ja, wenn sich sein Markennamen verselbständigt und zum Inbegriff wird, so wie „Tempo“ für Taschentücher oder „Cola“ für koffeinhaltige Erfrischungsgetränke. Aber für den japanischen Automobilhersteller ist es der Super-GAU: Sein Markenname ist auf einmal ein Synonym für Schrott. Und das mehr oder weniger über Nacht. 30 Jahre mühevoller Aufbauarbeit – von einem Tag war alles für die Katz!
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Freitag, 19. März 2010 |
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Blogs sind Worte im Wind, ziellos in die endlose Freiheit des Netzes entlassene Gedankenfetzen, von der wir hoffen, dass sie wie Brieftauben irgendwann und irgendwie zum Empfänger gelangen. Doch wie groß ist die Chance? Etwa eins zu drei, wenn man der jüngsten Studie "(N)Onliner-Atlas 2009" der Initiative D21 und TNS-Infratest glauben darf. Demnach sind bislang nur 26 Prozent der Deutschen "in der digitalen Alltagswelt angekommen", wie es in der einschlägigen Pressemitteilung heißt. 30 Prozent zählen sich zu den "Gelegenheitsnutzern". Und die bei weitem größte Gruppe - 35 Prozent - haben mit Internet & Co. überhaupt nichts am Hut. Sie bezeichnen die Studienschreiber als "digitale Außenseiter". Ist das eine gute oder eine schlechte Nachricht? Kommt wohl auf den Standpunkt an. Das ist so wie die Sache mit den Optimisten und den Pessimisten: Der Optimist sieht beim Schweizer Käse den Käse, der Pessimist die Löcher. Die gute Nachricht lautet doch: Wir Blogger können bis zu 56 Prozent der Deutschen erreichen, allerdings nur mit etwas Glück und viel Rückenwind. Ein Drittel unserer lieben Mitbürger sind - auch wieder eine Frage des Standpunkts - ausgeschlossen oder wehren sich erfolgreich gegen die digitale Aufdringlichkeit.
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