| Schirrmacher und die Abwracker |
| Samstag, 23. Januar 2010 | |
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Hans-Olaf Henkel, der ehemalige BDI-Chef, geht in seinem neuen Buch "Die Abwracker" mit Frank Schirrmacher ("Payback") hart ins Gericht. Er bezeichnet ihn als einen den "wilden Mann vom Main" und als einen "Abwracker unserer Kultur", der viele Dinge "nur niedergeschrieben hat, um einen Hype zu erzeugen." Es ist wie immer, wenn Schirrmacher zuschlägt: grob vereinfachen, defamieren, aufhetzen. Henkel wirft Schirrmacher - genau wie ich - vor, Sündenböcke zu fabrizieren, und zwar ohne Rücksicht auf Verluste. Henkel ist selbst ein Opfer der Schirrmache'schen Feindbild-Taktik geworden, und er rechnet mit ihm knallhart ab.Zitat: "Die Anschwärzung eines Menschen, die per FAZ hzunderttausendfach verbreitet wurde, kann nicht als taktisches Manöver, eine Deffamierung nicht als bloßer Kollateralschaden abgetan werden. Schirrmacher wußte um die Vorurteile, die man mir als 'Wirtschafts-Megaphon'entgegenbringt, und er hat sie bedient. Er hat sie sogar noch gesteigert, zur kollektiven Empörung, indem er mich in einem Atemzug mit Männern nannte, die zum Synonym geworden sind für Machtbissbrauch in der Wirtschaft. 'Ehe Henkel und Co. das Wort ergreifen oder Zumwinkel und Pierer das Unrecht der Welt bejammern...', so beginnt er einen Satz, der offenbar nur dazu diente, diesen Zusammenstellung in die Welt zu setzen." Schirrmacher rückt damit eine herausragende, vor allem aber eine unbescholtene Unternehmerpersönlichkeit in eine Reihe mit einem geständigen Steuerhinterzieher und einem Vorstandschef, der seinem Ex-Konzern Schadensersatz wegen des Schmiergeldskandals bezahlen mußte. Geht es noch perfider? Aber das ist Schirrmachers immer wieder angewandte Methode. So gehen auch Aasfresser vor: Anderen die Augen aushacken, aber empört aufheulen, wenn einer zurückhackt. Einer, der plumpe Feindbilder schafft und sie dann hemmungslos bedient. Ich würde mich keine Sekunde wundern, wenn er seine Anwaltsmeute auch schon gegen Hans Olaf Henkel gehetzt hätte, so wie gegen mich. Es würde jedenfalls zu ihm passen.
PS: Amazon empfiehlt bekanntlich seinen Kunden Büchern, für die er sich "auch interssieren" könnte. Und es gehört zu den feinerenIronien des Internet, dass der Computer des weltgrößten Buchhändlers ausgerechnet Kunden, die nach Henkels Buch "Die Abwrcker" fragen, auch Schirrmachers furchtbares Machwerk "Payback" zur Seite stellen. Weiter daneben könnte eine Buchempfehlung nicht liegen...
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| Letzte Aktualisierung ( Samstag, 23. Januar 2010 ) |