IoT is going to the dogs

According to a new research report from the IoT analyst firm Berg Insight, the market for GPS pet trackers and services in Europe and North America is forecasted to grow from € 60 million in 2017 to reach about € 340 million in 2022.

The European market is slightly larger than the North American market. At the end of 2017, there were around 270,000 active pet tracking devices in Europe and 240,000 devices in North America.

The number of active pet trackers is estimated to grow at a compound average growth rate (CAGR) of 48 percent in Europe and 52 percent in North America, to reach around 1.9 million active units in each region at the end of the forecast period. Annual shipments of pet trackers are estimated to grow from 180,000 units to 730,000 units in Europe and from 150,000 units to 820,000 units in North America between 2017–2022.

Pet locator devices address two major concerns for pet owners – preventing the pet from getting lost and helping the pet stay healthy. A recurring problem for pet owners is that pets sometimes run away. By using a pet tracking device based on GPS and cellular technology, combined with a web application or smartphone app, the pet can be located and brought back to the owner’s home. Several pet trackers now also include sensors for activity monitoring to provide health data and information on the pet’s wellbeing. The information can also be used to create an individual diet and nutrition plan.

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Der Professor mit den toten Ohren

Google weiß angeblich alles über mich. Wenn also eine Produktanzeige unter den Suchergebnissen auftaucht, muss sie für mich ja relevant sein, oder? Und wenn es sich um Werbung für ein Produkt handelt, dass angeblich den Prozess des Hörverlusts umkehren kann, dann denkt sich Google sicher etwas dabei, oder?

Und es stimmt ja, dass mein Großvater die letzten 20 Jahre seines Lebens ein Hörgerät tragen musste. Woher Google das weiß ist mir zwar ein Rätsel, denn da gab es Google noch gar nicht, aber ich habe tatsächlich vor fünf oder sechs Jahren einmal nach einem Online-Hörtest gesucht und ihn auch gemacht (der mir übrigens perfektes Hörvermögen bestätigte).

Wie auch immer: Ich habe auf die Werbung geklickt, woraufhin mich ein freundlicher junger Mann angelächelt hat, der sich im Text als Prof. Karl Auer, Mikrobiologe am Central Hearing Institute vorstellte und bat, mit mir über das, was er als „die größte Errungenschaft meines Lebens“ beschrieb, etwas erzählen zu dürfen. Er habe eine Methode entwickelt, die es jedem ermögliche, in nur 28 Tagen, auf natürliche und einfache Weise das funktionelle Hören wiederzuerlangen – und zwar ganz ohne Hörgerät! Ich würde wieder hören, was andere zu mir sagen, endlich wieder problemlos Nachrichten im Radio hören oder Fernsehprogramme sehen können und mich wieder an dem Gesang von Vögeln oder Rauschen der Bäume ergötzen können; kurzum, ich würde mich wieder am Leben erfreuen können.

Na ja, ich höre wie gesagt ganz gut, und ich freue mich nach wie vor meines Lebens, aber man weiß ja nie, was kommt. Also las ich weiter und lernte alles Mögliche über den Dezibel, der laut Prof. Auer ein „kraftvoller Hammer“ ist, der meine Hörzellen mit der Zeit totschlägt, über Ohrensausen und verstopfte Gehörgänge. Und ich lernte seine Mutter kennen, eine freundlich lächelnde Frau mit strohblond gefärbtem Bubikopf, die an fortschreitender Gehörlosigkeit litt, wie sie selbst sagte, die deshalb nichts mehr verstand und die sich darüber beklagte, dass man sie im Geschäft betrogen habe, weil sie den Preis, den ihr die Kassiererin sagte, schlecht hörte. Weiterlesen

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Google Rethinks its Ethics

Kent Walker, Senior VP of Global Affairs at Google

The development of AI is creating new opportunities to improve the lives of people around the world, from business to healthcare to education. It is also raising new questions about the best way to build fairness, interpretability, privacy, and security into these systems.
Googler recently updated its AI Principles, a document created in July 2019 as a guide the ethical development and use of AI in our research and products. At the end of 2018, a new document entitled Responsible AI Practices set out a list of technical recommendations to be updated quarterly and giving results to share with the wider AI ecosystem.
To encourage teams throughout Google to consider how and whether the company’s AI Principles affect their projects, several projects were launched:

• Trainings based on the “Ethics in Technology Practice” project developed at the Markkula Center for Applied Ethics at Santa Clara University, with additional materials tailored to the AI Principles. The content is designed to help technical and non-technical Googlers address the multifaceted ethical issues that arise in their work.
• AI Ethics Speaker Series with external experts across different countries, regions, and professional disciplines. So far, we’ve had eight sessions with 11 speakers, covering topics from bias in natural language processing (NLP) to the use of AI in criminal justice.

“Along with these efforts to engage Googlers, we’ve established a formal review structure to assess new projects, products and deals”, writes Kent Walker, Senior VP of Global Affairs at Google, in a blog post. Thoughtful decisions, he maintains, require a careful and nuanced consideration of how the AI Principles (which are intentionally high-level to allow flexibility as technology and circumstances evolve) should apply, how to make tradeoffs when principles come into conflict, and how to mitigate risks for a given circumstance.
“The variety and scope of the cases considered so far are helping us build a framework for scaling this process across Google products and technologies”, he writes. This framework is intended to include the creation of an external advisory group, comprised of experts from a variety of disciplines, to complement the internal governance and processes.

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Digitaler Placebo-Effekt

„Im Alter schläft man eigentlich nicht. Der Schlaf zieht sich nur über die Gegenstände des Tages wie eine Art von Flor und läßt sie durchscheinen.“ Ja, der alte Goethe hat es erfasst! Aber vielleicht fehlte ihm auch nur ein Smartphone.

Auch mir fällt es mit zunehmendem Alter immer schwerer zu schlafen. So richtig 8 Stunden durchschnarchen, das ist mir schon seit Jahren nicht mehr gelungen. Bei uns älteren Herren drückt ja die Blase oft mehrmals in der Nacht, und mir kommt es so vor, als ob ich danach stundenlang mich hin- und herwälzen würde auf der Jagd nach dem flüchtigen Morpheus, Sohn des Hypnos.

Das stimmt aber offenbar gar nicht. Ich trage seit ein paar Tagen ein Smartband von Sony, das mir laufend Daten über meinen Körper liefert. Eigentlich trage ich es, um mein Puls beim Training zu messen, aber ich erfahre allerlei andere Dinge, die ich gar nicht wissen wollte, zum Beispiel, wieviel Schritte ich gegangen bin.

Vor allem aber: Mein Armband sagt mir morgens, wie lange und wie tief ich geschlafen habe. Und da stellt sich für mich Erstaunliches heraus: Wenn ich das Gefühl habe, die halbe Nacht wachgelegen zu sein, sagt es mir beispielsweise, ich hätte 6,49 Stunden schlafend zugebracht, davon 62% im Tiefschlaf und 38% im Leichtschlaf. Eigentlich perfekt. Kein Mensch braucht acht Stunden pro Nacht, und sechseinhalb ist mehr als genug – vor allem, wenn fast zwei Dritten davon in der Tiefschlaf- oder REM-Phase verbracht wird, wo die wirkliche Erholung stattfindet.

Das Ergebnis: Ich fühle mich, seit ich dieses Ding trage, tagsüber ausgeschlafen und munter. Will heißen: Allein diese Information hat konkrete Auswirkungen auf mein physisches Wohlbefinden.

Nun habe ich natürlich keine Ahnung, ob das Gerät mir auch die Wahrheit sagt. Ist aber auch egal: Es wirkt auf mich wie ein digitales Placebo. Und der Placebo-Effekt ist ja nachweislich für mindestens ein Drittel aller medizinischen Heilungserfolge verantwortlich, wie viele Studien bewiesen haben.

Irgendwann muss ich mal die Gegenprobe machen und das Armband mal abends ausziehen, bevor ich ins Bett gehe. Mal sehen, wie ich mich am nächsten Morgen fühle. Wahrscheinlich hundmüde…

Schade, dass Goethe das nicht mehr erleben durfte.

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Kirchenschwein verurteilt – aber sagen Sie’s nicht weiter!

In Australien ist ein Kardinal wegen Kindesmissbrauchs schuldig gesprochen worden – und kein Wort darüber steht in den Zeitungen!

Wie das geht? Ganz einfach: Das Gericht in Melbourne hat eine so genannte „Gag Order“ ausgesprochen, die Journalisten mit langjährigen Haftstrafen bedroht, die die Wahrheit schreiben. Weil die gleiche Drecksau im Priestergewand in einem weiteren Fall auf seinen Prozess wartet, hat das Gericht jegliche Berichterstattung über den Ausgang des ersten Falls verboten, damit die Geschworenen im zweiten Fall nicht „beeinflusst“ werden.

Ja, in Australien wird damit die Pressefreiheit mit Füssen getreten. Die gute Nachricht ist: Es nützt nix! Während die New York Times, die Associated Press und Reuters sowie viele andere internationale Medien sich an die Order gehalten und geschwiegen haben, weil sie ihre eigenen Mitarbeiter in Australien schützen wollten, lässt sich dem weltweiten Internet leider kein Maulkorb auszwingen, aber das haben die Herren Richter im Down Under, das sich in diesem Fall tatsächlich als eine Art Unterwelt erwiesen hat, nicht verstanden.

Sogar katholische Online-Publikationen wie Crux berichteten gestern in epischer Breite und mit Nennung des vollen Namens über den Fall, der den Kindersex-Skandal der Kirsche damit in die höchste Ebene gehievt hat. Ein leibhaftiger Kardinal als Kinderficker – schlimmer ginge es nur noch, wenn jemanden den Papst beschuldigen würde, sich an Ministranten vergriffen zu haben.

Dass die katholische Kirche insgesamt ihre Glaubwürdigkeit und ihren Moralanspruch verloren hat, weil sie diese Schweinereien jahrzehntelang verdeckt und verschwiegen und Missetäter beschützt hat, ist natürlich der eigentliche Skandal. Aber dass sich ein Gericht in einem angeblich liberaldemokratischen Staat mitversündigt, indem es die Berichterstattung und damit die öffentliche Diskussion dieser Vorfälle einschränkt, ist nicht weniger skandalös.

Und so habe ich mich ebenfalls entschlossen, mich über den Maulkorberlass von Melbourne hinwegzusetzen, auch wenn das bedeutet, dass ich in nächster Zeit besser keinen Fuß auf australischen Boden setzen sollte.

Hier nochmal zum Nachlesen, hohes Gericht: Sie und ihre Geschworenen haben Kurienkardinal George Pell, der bis vor kurzem noch als Präfekt des Wirtschaftssekretariats der Römischen Kurie diente, einstimmig für schuldig befunden, zwei Chorknaben in den 90er Jahren systematisch missbraucht und vergewaltigt zu haben. Damit ist er der höchstrangige Kirchenvertreter, der in Kampf gegen den sich rasch ausbreitenden katholischen Kirchensumpf zur Strecke gebracht worden ist.

Der Vatikan hat dieses Schwein natürlich „beurlaubt“, um sich die Hände nicht noch dreckiger zu machen, und wahrscheinlich hat der Maulkorberlass auch ein großes Aufatmen durch die Reihen der Kirchenfürsten gehen lassen, bei denen wer weiß was noch unter den Talaren steckt. Aber das wird ihnen nichts nützen – denn dafür hat der liebe Gott ja schließlich das Internet erschaffen.

Amen!

 

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Das schöne Gefühl, digital unsichtbar zu sein!

Ein Grundübel unserer digitalen Zeit ist, dass wir ständig das Gefühl haben, verfolgt zu werden. Unsere Smartphones, so sagt man, sind vollgestopft mit Sensoren die ständig unsere Bewegungen aufzeichnen und daraus Bewegungsprofile von uns erstellen. Was genau mit diesen Profilen passiert, weiß eigentlich niemand so recht, aber es erzeugt jedenfalls bei mir ein leichtes Gefühl des Unwohlseins. Vielleicht sind es nur Werber, die wissen wollen, wo ich gerne einkaufe. Und wenn ich ein Verbrechen begehen würde, könnte mich die Polizei über mein Smartphone ziemlich schnell dingfest machen. Da ich aber eher ein ehrlicher Mensch bin, macht mir das weniger Sorgen. Dafür wäre ich ganz froh, wenn man mich im Falle eines Unfalls dank Smartphone-Ortung schneller finden und Hilfe holen könnte. Also habe ich ein eher zweigespaltenes Verhältnis zum Thema Tracking.

Allerdings hätte ich schon gerne die Kontrolle darüber, wer mir so alles digital hinterherläuft, und so habe ich mich sehr über den Beitrag von Jennifer Valentino und Natscha Singer in den New York Times gefreut mit der Headline: „Wie Sie Apps daran hindern können, Ihren Standort zu verfolgen„. Sie geben darin nämlich Tipps, die so einfach sind, dass selbst ich sie verstehe.

Zuerst, sagen Sie, geht man in die Einstellungen und sucht nach dem Punkt „Privacy“ oder „Datenschutz“. Beim Apple iOS, das ich verwende, ist das Symbol dafür eine weiße Handfläche auf blauem Grund. Weiterlesen

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Welche Ehre!

…and the winner is!

Mein alter Freund und Mit-Pionier des deutschen Internets, Harald Summa vom eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V., hat mich am Donnerstagabend d für mein „Lebenswerk“ ausgezeichnet. Ein bisschen früh, finde ich – ich denke, mein Lebenswerk ist noch längst nicht abgeschlossen. Aber es hat halt gerade so schön gepasst, weil ohnehin die eco awards 2018 vergeben wurden, und das in festlichem Rahmen in der Kölner Wolkenburg mit fürstlichem Menü, Tanzeinlagen und Gewinnern in insgesamt sieben Kategorien. Anschließend wurde bis in die Puppen getanzt, aber vorher hat man mich gebeten, ein paar ernste Worte zu sagen. Hier sind sie:

Uns kommt es heute manchmal vor, als würde es das World Wide Web schon ewig geben, aber das stimmt nicht. Als ich 1993 meine erste Visitenkarte drucken ließ, auf dem „Internet Journalist“ stand, hatte noch niemand etwas davon gehört. Ein Jahr später wurde am KMU in München der erste Web-Server installiert, und mein Freund Sabastian von Bomhard von Spacenet  räumte mir einen Platz darauf frei, auf dem ich meine erste Homepage baute – ich musste dazu erst einmal HTML lernen – und wo zwei Jahre später mein „Cole-Blog“ erschien. Nur hieß er nicht so, weil das Wort „Blog“ noch nicht erfunden war.

Ich habe das Web von Anfang an erlebt, und ich bin heute sehr besorgt über die Richtung, die es genommen hat. Und deshalb habe ich mein neues Buch geschrieben, „Wild Wild Web – Was uns die Geschichte des Wilden Westens über die Zukunft der Digitalen Gesellschaft lehrt“.

Es gibt, wenn man genau hinschaut, viele Parallelen zwischen zwischen dem Wilden Westen und dem World Wide Web, das heute ja zumindest historischen noch in den Kinderschuhen steckt.

George Santayana, ein Spanier, der nach Amerika auswanderte – das ging damals noch – und dort zu einem der wichtigsten Philosophen des 20sten Jahrhunderts wurde, sagte bekanntlich: „Wer nicht bereit ist, aus der Geschichte zu lernen, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“

Das Hauptproblem heute lässt sich mit einem einzigen Wort beschreiben: GAFA – Google, Apple, Facebook and Amazon – die mächtigsten Monopole der Weltgeschichte, die völlig außer Kontrolle geraten sind und die es jetzt einzubremsen gilt, wenn wir noch mitreden wollen wenn es um unsere eigene digitale Zukunft geht!

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Roboter sollen Steuern bezahlen wie wir auch!

Good idea, Bill!

Roboter wollen deinen Job? Nicht wirklich, jedenfalls nicht, wenn du einen interessanten Job hast, denn Roboter sind nur gut bei Tätigkeiten, die ziemlich langweilig sind, weil es darum geht, immer nur stumpfsinnig den gleichen Handgriff zu wiederholen. Gut, es gibt Menschen, die müssen heut zutage auch solche Jobs machen, die Kassiererin im Supermarkt zum Beispiel, die den lieben langen Tag Barcodes über den Scanner ziehen muss. Solche Jobs werden verschwinden, und wir werden uns für die arme Supermarktkassiererin, die deshalb arbeitslos wird, etwas einfallen lassen müssen. Da sind wir als Gesellschaft gefordert. Aber aufhalten lassen wird sich diese Entwicklung nicht. Ohne Automatisierung werden wir den selbstverschuldeten Fachkräftemangel nicht ausgleichen können. Dazu hätte unsere Generation einfach mehr Kinder machen müssen und sie besser ausbilden. Ja, Zuwanderung wäre eine Alternative, aber wenn sich Länder wie Deutschland und Österreich beharrlich weigern, Flüchtlinge an der Grenze zu begrüßen und sie in unsere Ausbildungswerkstätten zu bitten, bleibt uns diese Quelle von „Frischfleisch“ (wie es der ehemalige VW-Personalchef einmal nannte), verwehrt.

Also muss der Kollege Roboter ran. Es werden natürlich andere Roboter sein als heute. Riesige, behäbige Industrieroboter, die in Käfigen leben müssen, weil sie sonst einen zufällig vorbeikommenden Menschen zu verletzen drohen, werden am Fließband weiterhin fleißig ihre Arbeit tun. Aber die nächste Generation von Robotern werden klein, flink und wendig sein und den menschlichen Kollegen Dinge abnehmen wie das schwere Heben oder das überkopfarbeiten – Dinge, die der Mensch nicht so gerne und nicht so gut machen kann.

So gesehen sind Roboter nicht wirklich darauf aus, unsere Jobs wegzunehmen. Aber was ist, wenn sie es doch tun? Dann braucht der Mensch, der gerade seine Stelle verloren hat, eine andere, oder er braucht eine Zusatzausbildung, die ihn in die Lage versetzt, eines der vielen, vielen Jobs zu machen, die nur der Mensch gut kann. Weiterlesen

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Ein Häschen im Schloss

Ich bin beim Computeraufräumen wieder über diese entzückende kleine Geschichte gestolpert, die ich 2016 hier im Cole-Blog veröffetnlicht habe und die es verdient, wiederholt zu werden, damit auch neue Leser sich an ihr erfreuen können. Wir brauchen so viele herzrührende Geschichten, die wir kriegen können in diesen kalten Tagen von Donald Trump, Recep Tayyip Erdoğan und Jair Bolsonaro.

***

Diese Geschichte ist so schön, dass ich sie unbedingt weitererzählen muss. Außerdem ist sie ein perfektes Beispiel dafür, wie man als Unternehmen Social Media richtig einsetzen sollte. Niemand will auf Facebook irgendwelche abgestandenen Pressetexte lesen, und auch die x-te Version Ihres Mission Statement interessiert keine Sau.

Das Adare Manor Hotel ist eines der nobelsten Herbergen Irlands. Es liegt in einem Dorf westlich von Limrick und wurde im frühen 19ten Jahrhundert als Herrschaftssitz des Earl of Dunraven erreichtet inmitten eines 3,4 Quadratkilometer großen Parks. 1897 gab sich Königin Victoria hier die Ehre, und das im Tudorstil errichtete Granitgebäude strahlt eine Erhabenheit aus, die auf Normalsterbliche ein bisschen einschüchternd wirkt.

Daran hat sich auch nicht geändert, als der verarmte letzte Earl von Dunraven das Ungetüm 1982 an eine Investorengruppe verkaufte, der daraus eine Nobelherberge machte, komplett mit einem der schönsten Golfplätze der an Golfplätzen weiß Gott nicht armen Insel, wo 2008 und 2009 der Irish Open ausgetragen wurde. Mehrfach als das beste Hotel von Irland ausgezeichnet, mit Zimmerpreisen ab 480 Euro die Nacht, ist das Adare Manor (das zur Zeit übrigens wegen Renovierungsarbeiten bis 2017 geschlossen ist) nichts für Otto-Normalurlauber.

Meine Frau und ich fuhren mal dran vorbei, aber wir haben uns nicht reingetraut. So dick ist unser Geldbeutel nicht gepolstert. Aber seitdem ärgere ich mich schon ein bisschen, dass wir damals nicht angehalten haben.

Wenn ein solches Hotel also ein Imageproblem hat, dann höchstens das der Unnahbarkeit. Hinter der hochragenden Steinfassde, so stellt man sich vor, herrscht vornehme Stille, allenfalls unterbrochen vom leisen Klingeln der Teekanne am Tassenrand, und die Bediensteten eines solchen Etablismenets stellt man sich als eine Mischung aus Jeeves und einem Gymnasialdirektor vor. Um sich in einer solchen Umgebung zu Hause zu fühlen muss man mindestens Milliardäre, besser aber Mitglied des europäischen Hochadels sein, oder?

Das Adare Manor hat eine Facebookseite, was an sich schon verwundert, denn die Queen wäre vermutlich darüber not amused. Aber umso überraschter war ich, als ich dort diese wunderbare Geschichte vom Stoffhäschen las.

Sie fängt mit einem einfachen Foto an. Das Häschen sitzt etwas traurig und vergessen in einem Plüschsessel. Jemand hat ihn, so lesen wir, beim Frühstück liegen gelassen.

Diese Geschichte wiederholt sich jeden Tag in Tausenden von Hotels auf der Welt. Was dann geschieht, ist auch meist schon Routine: Die Verlustsache kommt an die Rezeption oder ins Lager. Wenn sich der Besitzer meldet, muss jemand ein Päckchen packen und zur Post bringen. Das deutet zusätzliche Arbeit und Ärger, aber was soll man machen als ordentlich geführtes Hotel? Danach geht man wieder zur Tagesordnung über.

Ich weiß nicht, ob im Adare Manor ein besonders gewiefter Mitarbeiter an der Rezeption saß oder ob irgendjemand in der PR-Abteilung sitzt, der viel auf Facebook unterwegs ist. Was jedenfalls dann geschah sollte in einem Lehrbuch für Social Media Marketing stehen, denn das kleine Häschen begann sich selbständig zu machen und wurde zum Thema einer fast perfekten viralen Kampagne.

Das Häschen wurde zum Held einer rührenden kleinen Geschichte. Das nächste Foto zeigt ihn im Gästebett, die TV-Fernbedienung in der Hand, neben sich eine Praline als kleines Betthupferl. Darunter der Text: „Ich muss heute Abend im Adare Manor übernachten. Hoffentlich werde ich morgen abgeholt.“

Am nächsten Morgen sitzt das Häschen im Spa auf dicken Handtüchern mit Gurkenscheiben auf den die Augen, offensichtlich sehr entspannt. Da möchte man doch jetzt auch sein, oder? Weiterlesen

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Medienpädagoge des Digitalzeitalters?

Mein Freund Michael Kausch von vibrio hat eine sehr tiefsinnieg und treffsichere Rezension meines neuen Buchs, Wild Wild Web, geschrieben, inder er mich sehr schmeichelhaft al den „Medienpädagogen des Digitalzeitalters.“ bezeichnet. Danke dafür!

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