#10: Bluetooth and the Great Disconnect

Ab heute: Die beliebtesten Posts aus 22 Jahren Cole-Blog, hier nochmal zum Nachlesen. Heute: Nummer 10, erstmals am 12. Dezember 2011 veröffentlicht und seitdem mehr als 5000x abgerufen. Morgen: „Anpöbeln im Internet.“

 


…and then there were three

The thing I loved about Bluetooth is that it worked. I mean: really worked. On any device, under any operating system, anywhere in the world.

Not anymore.

The Bluetooth Special Interest Group which owns and maintains the system has given up on full interoperability. Version 4, which was  announced last year, is not compatible with those millions of gadgets, computers, laptops and smartphones people use today, or at least not fully compatible. Instead, there are now three different flavors of Bluetooth: “Classic”, “Smart” and “Smart Ready”.

Sound confusing? That’s because it is.

Bluetooth, we elderly nerds remember, was developed back in the 90ies in Scandinavia by phone makers Ericsson and Nokia as an answer to the infrared solutions for getting rid of cables favored by the PC industry (HP, IBM, etc.). The name, by the way, harks back to king Harald Blåtand (literally: “blue tooth”) who conquered and Christianized Denmark.

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Vor 10 Jahren: Hat die CeBIT Zukunft?

22.-Geburtstag-Happy-Birthday-Geburtstagskarte-mit-bunten-BuchstabenAngesichts der aktuellen Diskusion um eine Verlegung der CeBIT in den Sommer und die Umwandlung in eine Spaß-Messe als letzte verzweifelte Rettungsaktion für die kränkelnde IT-Messe möchte ich an dieser Stelle einen Beitrag wiederholen, der vor fast genau 10 Jahren, nämlich am 23. März 2007, schon einmal hier erschien.


Wo sind die Zeiten dahin, als wir uns noch unter mehr als 800.000 Besuchern versuchen mussten, einen Weg durch die CeBIT zu bahnen? Als ich am ersten Messetag wie seit 25 Jahren gegen 19 Uhr das Gelände verließ, standen da 20 Wagen am Taxistand. Ich kann mich noch an Jahre erinnern, da standen um diese Zeit 200 frierende Menschen in der Schlange und warteten.

Keine Frage, die weltgrößte Computermesse hat ihre besten Zeiten hinter sich. Gestritten wurde in Hannover eigentlich nur noch darum, ob sie sich gesund geschrumpft hat, oder ob sie langsam vor sich hinstirbt.

Die Frage muss deshalb erlaubt sein: Wie relevant ist eine solche Jahreshauptversammlung der ITK-Branche noch im Zeitalter des Internet? Vielleicht sollten wir sie nächstes Jahr nach „Second Life“ verlegen, wie Herbert Kircher, Chef der IBM Entwicklungsgesellschaft, nur halb scherzhaft meinte, als wir uns über digitale Identitäten und Web 2.0 unterhielten. Weiterlesen

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Der alte Mann und die Allliebe

Was habe ich den Kerl beneidet, damals in den späten 60ern. Um seine Freundin nämlich, Uschi Obermaier, die mit den hübschen kleinen Brüsten, die sie stolz in jede Kamera reckte, drunter die hautengen Jeans, die einen makellosen Po umhüllten und dieses kecke, In-your-face Lächeln.

Angeblich schlief sie je mit jedem in der Kommune I, aber das kann auch Fake News gewesen sein. Wichtig war nur, dass sie nicht mit mir schlief, obwohl ich wild davon träumte in meiner spätpubertären Studentenzeit. Aber sie saß ja in Berlin mit diesem Langhans in einer besetzten Wohnung, und ich saß in Heidelberg und blockierte Straßenbahnen, organisierte Rote-Punkt-Aktionen und diskutierte bei der SDS, der Sozialistischen Deutschen Studentenschaft, wo wir bis tief in die Nacht die kommende Revolution planten.

Aus der Revolution ist nun ja leider nix geworden, und ihr Typ von damals, der mit der Mähne, schwärmte letztes Jahr zu ihrem 70er von dem tollen Sex, den er damals mit ihr gehabt habe. Und ich habe ihn wieder beneiden müssen. Weiterlesen

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Ich könnte weinen über die Wahrheit von Wein

Über Geschmack lässt sich trefflich streiten, egal wie es im Sprichwort heißt. Ein anderes lautet ja immerhin: “Wat den een sin Uhl is den annern sin Nachtigall”. Und wer Plürre trinken will, den soll man lassen, oder?

Nein, scheibt Biance Bosker in der heutigen Ausgabe der New York Times. Niemand muss mehr Industrieabfall aus der Flasche trinken, nur weil er sich den Preis eines ordentlichen Weins nicht leisten kann (oder weil er den Unterschied nicht kennt.) Die Ironie sei, dass der Preisabstand zwischen billigen Weinen und einem Bordeaux Premier Grand Cru Classé zwar noch nie so groß gewesen ist wie heute, gleichzeitig sind aber beide qualitätsmäßig noch nie so nahe beieinander gewesen. Und Schuld daran ist das, was Weinkenner schaudernd als „Frankenwein“ bezeichnen.

Nein, das ist nicht der Sylvaner, der in und um Würzburg wächst, sondern chemisch manipulierter, „hochgepäppelter“ Wein, der vor allem in Amerika mit seinen vergleichsweise laxen Weingesetzen immer häufiger im Labor und immer seltener im Weinkeller kreiert wird.

Nun ist Frau Bosker kein Barbar. Sie ist sogar studierte Sommelière und schreibt regelmäßig sehr kluge und fachkundige Geschichten über Spitzenweine. Aber was sie da unter der Headline „Ignore the Snobs, Drink the Cheap, Delicious Wine“ abgelassen hat, zwingt mich als Weinkenner doch, tief zu schlucken.

Die gute Biance war neulich zu Besuch in der Weinfabrik von Treasury Wine Estates im Nappa Valley und hat dort die Zukunft gesehen, die für sie zunächst wie ein Alptraum klang. Treasury Wine produziert einige Spitzenmarken wie Penfolds Grange in Australien oder Stag’s Leap in Kalifornien. Aber sie machen eben auch Massenwein, und dort vollzieht sich, wie Frau Bosker berichtet, gerade eine Geschmacksrevolution, die man am besten beschreiben könnte als: „Volk kriegt, was Volk will.“ Weiterlesen

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Das Buch zum Bier

Die neuste Enzyklika seiner Heiligkeit Bierpapst Conrad I ist da. Nach dem „Bierguide Österreich“ ist jetzt „Bierbusiness“ erschienen, dass er zusammen mit Prof. Dr. Werner Beutelmeyer vom Market Institut in Linz geschrieben hat. Sie haben mehr als 3.000 Leute aus der Bierbranche befragt und kommen zu so wunderbaren Erkenntnissen wie „Guter Geschmack ist gutes Geschäft“ und beantworten die Frage: „Was gutes Bier kosten darf“.

Sie haben außerdem herausgefunden, was Gästen an manchen Bierlokalen missfällt („man muss zu lange auf die Bedienung warten“ und herausgefunden, dass eine freundliche Bedienung sogar wichtiger ist (99%) als ein gut gezapftes Bier (93%). Und 72% der Befragten sagen, dass sie Biere bevorzugen, die „von einer Brauerei aus meiner nächsten Umgebung“ stammt. Sie räumen auch mit Vorurteilen auf, zum Beispiel, dass Dosenbier schlechter schmeckt als Flaschenbier: Die Mehrheit der 30- bis 40jährigen finden, dass beide gleich schmecken. „Daran werden sich die Bierverkäufer in den kommenden Jahren halten müssen“, schreiben sie – das Beispiel Aldi und Lidl werde in Deutschland Schule machen, so schon längst Dosenbier der große Renner ist. Weiterlesen

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Digitale Revolution – Aufruf zum digitalen Widerstand!

Welcome to the Digital Wild Wild West!

Wenn wir uns die junge Geschichte des Internets vor Augen führen wollen, ist es vielleicht gut, sich zuerst einmal die Geschichte des amerikanischen „Wilden Westens“ ins Gedächtnis zu rufen. Damals wie heute wurde eine neue Welt erschlossen, und am Anfang herrschten nackte Gewalt und das „Gesetz des Colts“. Erst nach und nach wurde das Land besiedelt, kultiviert und am Ende zivilisiert (auch wenn man angesichts des Wahlsiegs von Donald Trump vielleicht bezweifeln könnte, ob dieser Prozess wirklich abgeschlossen ist…).

Das ging alles recht schnell. Als mein eigener Vorfahr, James Cole, 1633 in Plymouth, Massachusetts, ankam, war der Westen des nordamerikanischen Kontinents noch Terra incognita, die Karten des Landesinneren ein großer weißer Fleck. Ja, die Küsten waren weitgehen besiedelt, zuerst durch die Spanier im Süden und ganz im Westen in Kalifornien, später durch die Engländer an der Ostküste und die Franzosen im Norden, wo heute Kanada liegt, sowie an der Mündung des Mississippi in den Golf von Mexiko. Die Franzosen beanspruchten deshalb das ganze Mississippital für sich und nannten es „Louisiana“. 1803 brauchte Napoleon Geld, und so verkaufte er das ganze Gebiet an die Vereinigten Staaten für 15 Millionen Dollar. Das war damals gar nicht so wenig: in heutigem Geld ungefähr 250 Millionen – aber immer noch ein Pappenstiel für ein Gebiet von mehr als zwei Millionen Quadratkilometern. Weiterlesen

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Smartphones – das neue Gegengift!

Eltern liegen oft nachts wach, weil sie sich Sorgen machen, dass ihre Kinder gerade irgendwo einen Joint anzünden oder sich die Spritze geben könnten. Komasaufen und Drogensucht bei Jugendlichen gelten in Deutschland als Geisel, der niemand Herr wird. In meiner Heimat Amerika haben angeblich schon 50% aller Highschool-Schüler Erfahrung mit Drogen gemacht. In der UK sind es 40%, die zugeben, schon mal verbotene Substanzen wie Cannabis und Ecstasy probiert zu haben, sagt das European School Survey Project. Wo soll das alles enden?

Aber nun mal halblang, bitte: Bevor wir Alten über die Drogensucht unserer Kinder Schlaf verlieren, hier eine gute Nachricht – der regelmäßige Alkoholkonsum nimmt bei den 12- bis 17-Jährigen seit Jahren ab. Von einem Gipfel im Jahr 2007, als 26,7% der Jungen und 16,2% der Mädchen zugaben, ab und zu an der Flasche zu hängen, ist die Zahl mittlerweile auf 18%, bzw. 9% gesunken. Das korrespondiert übrigens mit einem Rückgang bei (Tabak-)Rauchen. Jugendliche in Deutschland rauchen nämlich kaum noch. Der Anteil der rauchenden 12- bis 17-Jährigen sank nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im vergangenen Jahr auf einen neuen Tiefstand von 7,8 Prozent, wie die Zeit berichtet.  Zur Jahrtausendwende hatte die Quote noch bei 27 bis 28 Prozent gelegen.

Werden unsere Kids vernünftiger? Haben die zahllosen Appelle, Aufklärungskampagnen und Abhilfemaßnehmen tatsächlich Früchte getragen? Sind die Milliarden, die wir im Nachkriegsdeutschland in die Drogenprävention gekippt haben, am Ende eine gute Geldanlage gewesen? Sind Jugendliche heute weniger suchtanfällig als früher?

Oder gibt es vielleicht eine ganz andere Erklärung? Weiterlesen

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Vor 22 Jahren im Cole-Blog: Ohne Festnetz keine Chance!

Mein Vorsatz, in Zukunft ohne Festtelefon auszukommen und nur noch mit dem Handy zu leben, war nach vier Wochen zu Ende. So lange brauchte die Telekom, um mir in der neuen Wohnung einen ISDN-Anschluß zu installieren.

Gescheitert bin ich vor allem an den Empangsverhältnissen für D2 in München. In der neuen Wohnung am Gasteig, also mitten in der Stadt, loggte der Apparat zwar immer brav ein, aber jedes zweite Gespräch endete abrupt, weil sich das Netz offenbar in Folge irgendwelcher atmosphärischen Störungen kurz verabschiedete. In meiner Verzweiflung schritt ich sogar zum Äußersten und installierte eine abnehmbare Autoantenne ans Fenster meines Arbeitszimmers. Nutze aber leider nichts: Der Empfang brach trotzdem immer wieder ab. Weiterlesen

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No surprise so far

Why is anyone surprised? You elected an ignorant, boorish, inexperienced sexual predator as president. He has surrounded himself with ignorant, boorish, inexperienced people (who, admittedly, have not all been proven to be sexual predators, at least not yet). They are doing what they promised, namely tear up the social contract and push poor people into even deeper poverty by taking away their health insurance and other benefits and giving the money to their billionaire cronies. The US will once more be the only developed country in the world that does not provide universal healthcare to all its citizens. So, what are Americans complaining about? You got what you wanted!

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Vor 22 Jahren im Cole-Blog: Das elfte Gebot

Wie man so hört, ist der Weitervermittlungs-Service gerade bei Spesenrittern hoch im Kurs. Der Grund: Bei Direktwahl taucht die gewählte Nummer in der Telefonrechnung auf. Die Buchhaltung sieht also, ob einer auf Geschäftskosten privat geplauscht hat. Tippt man dagegen die Nummer der freundlichen Fräuleins vom Amt (2555 bei D1, für D2-Kunden 2288) und läßt sich mit der Ehefrau oder Freundin verbinden, kann man nichts nachweisen. Wie heißt doch das elfte Gebot: „Du sollst dich nicht erwischen lassen…“


Dieser Text erschien zum ersten Mal 1995 im Cole-Blog

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