Syrien oder Amerika: Wo lebt’s sich gefährlicher?

Der ganz alltägliche Wahnsinn!

Der ganz alltägliche Wahnsinn!

In San Bernadino, ein friedliches Städtchen am Fuße der Sierra Nevada östlich von L.A. wo ich als Kind einmal gewohnt habe, hat es wieder geknallt. 14 Menschen sind tot, 17 verletzt, zwei der drei Täter wurden von der Polizei erschossen. Ob die Tat einen terroristischen Hintergrund hat (worauf zunächst einmal die arabisch klingenden Namen der Identifizierten hinzudeuten scheint), oder ob einer von ihnen ein Angestellter in dem Behindertenzentrum war, der Streit mit seinen Kollegen hatte, werden wir erst in ein paar Tagen genau wissen, aber eines ist schon mal sicher: In Amerika ist das Risiko, Opfer einer Massenschießerei zu werden, viel größer als sonst irgendwo mit der möglichen Ausnahme der von IS besetzten Gebiete Syriens und Iraks.

Wie oft passieren solche Massenschießereien in den USA wirklich? Mindestens einmal am Tag! Das schreiben die New York Times heute und berufen sich dabei auf eine Statistik, die von der Organisation namens Shootings Tracker, die sorgfältig Buch führt über alle Zwischenfälle, bei denen mindestens vier Menschen durch Waffengewalt entweder getötet oder verletzt werden. Stand heute Morgen waren es 461, respektive 1309. Macht im Durchschnitt ungefähr 1,4 Tote und 3,9 Verletzte am Tag.

Republikaner wie Ben Carson oder Donald (#therealdonaldtrump) Trump und ihre verblendeten Anhänger behaupten, das Recht freier Bürger, Waffen zu führen, mache Amerika sicherer. Carson ging sogar so weit zu behaupten, der Holocaust wäre nie passiert, wenn Juden in Deutschland bewaffnet gewesen wären. Vermutlich hätten sie die SA-Schergen mit einem Kugelhagel begrüßt und wären gar nicht erst nach Auschwitz gekommen. Kunststück: Sie wären ja gleich an Ort und Stelle kalt gemacht worden.

Wir sollten schon mal anfangen zu überlegen, wo wir die vielen Amerikaner unterbringen sollen, die demnächst auf der Flucht vor Tod und Gewalt bei uns in Europa um Asyl anklopfen werden…

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