Mit ‘Laser-Ablation’ getaggte Artikel

Die Hälfte wäre geschafft!

Sonntag, 06. Mai 2012

Langsam, aber sicher

All denjenigen, die Anteil genommen haben an meinen Gesundheitsproblemen (Vorhofflimmern, Ablation) und die mir Glück beim Comeback als Läufer gewünscht haben, denen sei gesagt, dass ich mein Zwischenziel erreicht habe: Gestern bin ich zum ersten Mal nach der Herz-OP wieder 21,2 Kilometer gerannt, also die klassische Halbmarathon-Distanz. War ein Test um zu sehen, ob ich es a) überhaupt kann und b) in welcher Zeit.

Frage a) ist zufriedenstellend beantwortet, und so kann ich jetzt halbwegs erleichtert dem Stadtlauf am 24. Juni entgegensehen. Aber wenn ich auf die Zeit blicke, wird mir ganz anders: Mehr als zweieinhalb Stunden – das ist ja eine halbe Ewigkeit. Dabei hatte ich mal den Ehrgeiz, den “Halben” unter zwei Stunden zu laufen. Da werde ich noch viele Trabkilometer zurücklegen müssen, und vielleicht sollte ich auch öfter mal ins Kraftstudio gehen.

Denn noch immer ist ja das große Ziel der Berlin-Marathon im September. Wenn ich so laufe wie gestern, brauche ich ja fünf Stunden oder sogar noch länger. Das ist kein Marathonlaufen, das ist Marathongehen!

Aber vielleicht sollte ich mich lieber mit der Erkenntnis trösten, dass der Weg das Ziel ist, und es nur darauf ankommt, anzukommen. Vor allem nach dem, was mir letztes Jahr alles passiert ist. Wenn Ihr Zeit habt, könnt Ihr mir ja den Daumen drücken!

Mit dem Laser nach Berlin

Sonntag, 30. Oktober 2011

Vorher, nachher?

Je nachdem, welcher Statistik man glaubt, leiden in Deutschland schätzungsweise zwei bis drei Millionen Menschen an so genannten „Herzvorhofflimmern“. Wer das nicht kennt, dem sei gesagt: Dir geht es schlagartig ganz furchtbar schlecht. Du bekommst keine Luft, es ist so, als würden sie dir einen Gürtel um die Brust schnüren, der dir die Luft abdrückt. Das ist schlecht, wenn du so wie ich auf den jährlichen Marathonlauf trainierst, denn auf einmal fühlst du dich so schlapp wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Vor allem aber ist es nachts schlimm, wenn du mit dir ganz alleine bist und hörst, wie dein Herz auf einmal verrücktspielt, plötzlich ganz schnell schlägt und dann auf einmal gar nicht mehr. „Ist das das Ende?“, fragst du dich da unwillkürlich, und die Todesangst raubt dir den Schlaf, so dass du am nächsten Morgen tatsächlich glaubst, das Ende sein zumindest nahe.

Ich habe das Problem lange vor mich hergeschoben, wie das wohl die meisten tun. Aber irgendwann habe ich meinen Hausarzt angerufen und gefragt, ob ich mal vorbeikommen soll, damit er mich anschaut. „Sie lassen jetzt alles stehen und liegen und kommen sofort her!“, befahl er mir. Ich sei hochgradig Schlaganfall gefährdet, da müsse man sofort etwas tun. Und zum Glück empfahl er mir den vielleicht besten Kardiologen Deutschlands, Prof. Thomas Ischinger in München, der mich zunächst auf Blutverdünner setzte, dann zu einer Herzkatheder-Untersuchung vorlud, bei der zumindest das Schlimmste ausgeschlossen werden konnte, nämlich ein Koronarverschluss , also die Verstopfung der Herzkranzgefäße durch Blutfette und Kalkablagerungen. Dann wäre ich nämlich bestenfalls ein Bypass-Kandidat, schlimmstenfalls demnächst tot gewesen.

Soweit die gute Nachricht. Die schlechte: Um das Flimmern loszuwerden, müsste ich zeitlebens Beta-Blocker nehmen. Dann könnte ich allerdings meine Laufschuhe an den Nagel hängen, denn mit der Langstrecke sei dann nichts mehr.

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