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Immer auf Achse

Dienstag, 19. Juni 2012

Im Frühjahr 2012 hat Deutschland die digitale Wasserscheide erreicht. In diesem Monat wurden laut einer Studie des IT-Branchenverbands BITKOM erstmals mehr so genannte Smartphones verkauft, also internetfähige Mobilfunkgeräte, also altmodisch „dumme“ Handys, mit denen der Besitzer einfach nur telefonieren kann.

„Das mobile Internet ist ganz anders als das alte Internet“, scherzte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf bei der Präsentation der Studie. Seiner Meinung nach stehen Nutzer und Anbieter nach Web und Social Media unmittelbar vor der nächsten, der dritten Internet-Revolution – und das binnen gerade Mal anderthalb Jahrzehnte. Bis Ende 2013, so eine aktuelle Studie des Bankhauses Morgan Stanley,  wird die Zahl der Menschen, die mobil ins Internet gehen, höher liegen als diejenigen, die wie bisher über fixe Leitungen gesurft haben.

Das hat massive Folgen für das Konsumverhalten. Längst hat sich in der Online-Welt der Begriff  „mobile commerce“ etabliert, der den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen an Kunden beschreibt, die von unterwegs aus auf Angebote und Online-Werbung zugreifen. „M-Commerce forciert das Wachstum im ohnehin rasanten E-Commerce“, glaubt Michael Topler von der Hamburger Agenturgruppe UDG. Seinen Kunden stellt der Kommunikationsprofi in seinen Vorträgen und Präsentationen immer häufiger die Frage: „Haben Sie Ihren Internet-Auftritt schon auf das mobile Web und die neue Vielfalt der Endgeräte vorbereitet?“

Die Antwort lautet leider meistens: nein.

Das ist schade, denn der mobile Kunde scheint dabei zu sein, oft ganz andere Kauf- und Kommunikationsgewohnheiten zu entwickeln als diejenigen, die sich brav von daheim oder vom Büro-PC aus ins weltweite Netz einwählen. (weiterlesen …)