Von dummen und klugen Ladegeräten

Ich habe mich von einer Anzeige der Firma „Telesand“ in einer der letzten Ausgaben von connect. zum Kauf eines Schreibtisch-Ladegeräts für meinen Nokia 2110 anregen lassen. Das gute Stück war drei Tage später schon da, per Nachnahme für 189 Mark. Jetzt steht mein Handy im Büro griffbereit vor mir, die Batterie stets prallvoll, ein weiteres Akku in einem praktischen zweiten Ladeschlitz. Um dem gefürchteten „Memory Effect“ vorzubeugen, schaltet das intelligente kleine Kerlchen den Ladevorgang ab, sobald das Akku voll ist. Ich habe das Gerät zudem zur weiteren Batterieschonung auf „langsames Laden“ geschaltet. Schließlich kann ich das Reserveakku zwischendurch per Knopfdruck total entladen und wieder hochladen lassen. Womit mein Gewissen als Handy-Besitzer wieder rein ist. Bleibt immer noch die Frage: Warum schaffen es die Handy-Hersteller nicht, ihren Produkten gleich ein richtiges Ladegerät mitzugeben wenn sie wissen, daß ständiges gleichmäßiges Laden die Batterie zerstört? Oder wollen die das vielleicht sogar, um den Umsatz bei Ersatzbatterien anzukurbeln?

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