Wildwest in der Wolke

Alle reden von der Cloud. Aber keiner macht Cloud Computing. Jedenfalls keiner, den ich kenne, und ich kenne viele CIOs in großen und kleinen Unternehmen. Sie alle haben Angst vor der Cloud, weil sie glauben, da draußen sei Wildwest und Polen offen. Das ist natürlich Unsinn: Man kann Cloud Computing genauso sicher machen wie die interne Unternehmens-IT – vielleicht sogar sicherer, denn was versteht der durchschnittliche Mittelständler schon von IT-Sicherheit? Im Zweifelsfall haben seine Mitarbeiter ihr Passwort auf einen gelben Klebezettel geschrieben und an den Bildschirm geheftet.

Viel schlimmer ist die Unsitte mancher Manager, sich einfach bei einem Cloud-Anbieter wie Salesforce.com anzumelden, ohne der eigenen IT-Abteilung etwas davon zu sagen.  Ich weiß ja: Man tut es, weil es schnell geht und einfach ist, und es dauert zu lange, wenn man den offiziellen Dienstweg geht und es bei der IT-Abteilung beantragt. Aber es ist erstens gefährlich und zweitens unproduktiv: Eine Cloud-Anwendung, die nicht mit den anderen Systemen des Unternehmens (wie SAP oder die Kundendatenbank) reden kann, ist im wahrsten Sinn des Wortes abgeschnitten.

Ich habe neulich mit Chandar Pattabhiram von der Firma Cast Iron Systems gesprochen. Er glaubt, dass Cloud Computing nur dann abheben wird, wenn es komplett in die Unternehmens-IT integriert ist. Das ist effektiver – und vor allem sicherer.

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