Vor ein paar Jahren schenkte mir meine liebe Frau ein Mousepad, auf der ein paar Mäuse in der Küche Brot backen. Einer von ihnen zieht aus einer Schublade, die mit weißem Pulver gefüllt ist, einen Zettel, auf dem ein Text zu sehen ist. Ein anderer ruft per Sprechblase erstaunt: „Hey – da ist Post in unserer Mehlbox!“
Die Schreibweise von Wörtern, die Dinge beischreiben, die erst das Internet unserem Sprachschatz zugefügt hat, hat sich schon immer etwas schwieriger gestaltet. Heißt es korrekt „E-Mail“, „Email“ oder am Ende gar „eMail“? Google, sonst um keine Antwort verlegen, hilft in dieser Frage nicht wirklich weiter. Fragt man nach Vorkommen der jeweiligen Schreibweise auf Websites in deutscher Sprache nach, kommt ein eher erstaunliches Ergebnis heraus: „Email“ und „eMail“ liegen beide gleichauf an der Spitze mit jeweils mehr als 206 Mio. Treffern. „E-Mail“ folgt abgeschlagen auf Platz drei mit 173 Mio. Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass „Mehlbox“ nur 20.100 mal gefunden wird, wobei die althergebrachte Verwendung des Begriffs („Schädlinge im Haushalt – Gewusel in der Mehlbox“) die Statistik auch noch verfälscht.





