Zapfen per Internet

Um ins Internet zu kommen muß man einen Computer haben, richtig? Falsch! Das behauptet jedenfalls Marketingchef Randal T. Littleson von der Internet-Firma Spyglass. Dort arbeitet man schon mit Volldampf an sogenannten „embedded devices“ – winzige Web-Browser und Server, die in Geräte des täglichen Alltags eingebaut werden und diese internet-fähig machen sollen.

Littleson denkt zum Beispiel an Internet-Zapfsäulen, damit wir beim Tanken die neuesten Staumeldungen online abrufen können. Rank-Xerox hat angeblich schon einen intelligenten Fotokopierer entwickelt, der selbst frischen Toner und Papier über das Internet anfordern kann. Das größte Geschäft aber sollen Internet-Ferneher werden, die neben dem normalen Programm auch Online-Inhalte abrufen und darstellen können. Da gehören, wie Littleson behauptet, deutsche Hersteller wie Loewe und Grundig schon zu den Pionieren.

Auch E-Mail läßt sich jetzt ohne Computer empfangen. Die Kölner Firma Mobilis Kommunikation bietet einen neuen Service namens „E-Mail on Air“, mit dem Sie Ihre elektronische Post per Handy erledigen können. Eingehende Mails werden ins sogenannte SMS-Format (Short Messaging Service) umgewandelt und auf dem Display Ihres Taschen-Telefons dargestellt. Wenn Sie keine Lust haben, mühsam die blaßgraue Mini-Schrift zu entziffern, können Sie die Sendung auch auf das nächstbeste Faxgerät im Hotel oder beim Kunden umleiten lassen. Der Laptop kann jedenfalls endlich auch mal daheim bleiben …

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