Willkommen im Jahr des Feuerpferdes!

新年快乐

Ein Großteil Ost- und Südostasiens befindet sich heute mitten im ersten Tag des Jahres des Feuerpferds. Diese Kombination ergibt sich aus der Paarung eines der zwölf Tiere des Tierkreises mit einem der fünf Elemente – Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.

Das Neue Jahr ist der erste Tag eines 17tägigen Festes, dass überall in China, aber auch in vielen Nachbarländern lautstark gefeiert wird. Rote Umschläge werden verteilt, Nudeln geworfen und Mandarinen verspeist, während viele andere sich auf den Heimweg gemacht haben, um die Feierlichkeiten mit Familie und Freunden zu begehen. Im Rahmen des jährlichen Reiseansturms, der weithin als die größte Migration der Menschheit weltweit bezeichnet wird, voraussichtlich 9,5 Milliarden Reisen zwischen den Regionen stattfinden.

Immer mehr junge Chinesen meiden allerdings diese Wiedervereinigung mit ihren Eltern, weil sie Kritik an ihrem Lebensstil oder ihrer Partnerwahl befürchten. Gerade junge Chinesen wollen heute keine Kinder, was den Älteren mißfällt und zu oft heftigen Streitereien am Neujahrstisch führt.

Es gibt unzählige Volksmärchen rund um das Mondneujahr, aber der Mythos von Nian ist einer der unterhaltsamsten. Der Legende nach kroch jedes Jahr am Silvesterabend des Mondkalenders dieses wilde Unterwasserungeheuer mit scharfen Zähnen und Hörnern an Land und griff ein nahe gelegenes Dorf an.

Bei einer solchen Gelegenheit, als die Dorfbewohner sich versteckten, tauchte ein mysteriöser alter Mann auf und bestand darauf, trotz der Warnungen vor dem bevorstehenden Unheil zu bleiben. Zur Überraschung der Dorfbewohner überlebten der alte Mann und das Dorf völlig unversehrt.

Der Mann behauptete, Nian durch das Aufhängen roter Banner an seiner Tür, das Anzünden von Feuerwerkskörpern und das Tragen roter Kleidung verscheucht zu haben.
Aus diesem Grund sind das Tragen der feurigen Farbe sowie das Aufhängen von Fahnen und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern oder Feuerwerken Traditionen zum Mondneujahr, die alle bis heute gepflegt werden.

Keine Vorbereitung auf das Mondneujahr wäre vollständig ohne das Aufhängen roter Banner mit glücksverheißenden Sprüchen und Redewendungen (auf Kantonesisch „fai chun” und auf Mandarin „chunlian” genannt) im Haus – beginnend mit der Haustür.
Diese erfüllen eine doppelte Funktion: Sie halten Nian fern und laden das Glück ein.

Viele glauben, dass am 28. Tag des letzten Mondmonats, der dieses Jahr auf den 15. Februar fällt, eine große Reinigung im Haus stattfinden sollte. Das Ziel ist es, Ihr Zuhause von allem Unglück zu befreien, das sich im Laufe des vergangenen Jahres angesammelt hat. Einige Gläubige kehren in den ersten fünf Tagen des neuen Jahres nicht einmal den Boden und bringen auch keinen Müll raus, aus Angst, dass sie damit das neue Glück wegspülen könnten.

Viele sagen, dass man am ersten Tag des neuen Jahres auch nicht die Haare waschen oder schneiden sollte. Warum? Weil das chinesische Schriftzeichen für „Haare“ das erste Zeichen im Wort für „Wohlstand“ ist. Das Waschen oder Schneiden der Haare wird daher als Wegwaschen des Glücks angesehen.

Am Neujahrstag nach dem Mondkalender finden große Familienessen statt. Das Festmahl variiert von Nord nach Süd, enthält jedoch immer Wortspiele, die Glück symbolisieren, wie beispielsweise Reiskuchen, da das chinesische Wort für Kuchen auf Mandarin „nian gao” und auf Kantonesisch „Nian Gou” lautet. Es wird genauso ausgesprochen wie das Wort für „groß”, das für Erfolg und Fortschritt steht.

In Südkorea beispielsweise wird das Neujahrsfest nach dem Mondkalender „Seollal“ genannt. Die ersten drei Tage sind geprägt von Ehrungen der Vorfahren, festlichen Spielen und Speisen wie Reiskuchen (Tteokguk) und Pfannkuchen (Jeon). Während der fünftägigen Feiertage werden am Incheon International Airport 720.000 ausreisende Passagiere erwartet.

In Vietnam, it is known as Tết, focusing on family reunions and special foods. In Thailand wird es mit Begeisterung gefeiert, vor allem in Bangkoks Chinatown (Yaowarat).

Sogar in New York City, San Francisco, Vancouver und Toronto werden große Paraden und Schulferien veranstaltet.

In Manila sind Familien nach Binondo, dem ältesten Chinatown der Welt, gereist, um sich mit klebrigen Reiskuchen, Knödeln und gebratenen Nudeln zu verwöhnen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein 新年快乐!

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