Mein Wort vom Sonntag: Liebe die Kinder – oder töte sie!

Ich habe als Pfarrersohn und überzeugter Atheist den Sonntag damit zugebracht, in der Bibel zu lesen. Ich bin dabei über ein paar gruselige Stellen gestolpert – aber soll ja alles das Wort Gottes sein, wenn man bestimmte sogenannte Christen glaubt.

Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert!

Psalm 137,9

So zieh nun hin und schlag Amalek. Und vollstreckt den Bann an allem, was es hat; verschone sie nicht, sondern töte Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel.

1 Samuel 15:3

Leben für Leben, 24Auge für Auge, Zahn für Zahn, Hand für Hand, Fuß für Fuß, 25Brandmal für Brandmal, Wunde für Wunde, Strieme für Strieme.

Exodus 21:23-24

Von den Städten der hiesigen Völker, die der Herr, dein Gott, dir zu eigen gibt, darfst du nichts, was Atem hat, am Leben lassen.

Deuteronomium 20,16-17

Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

Matthäus 10,34

Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.

Markus 16,16

Einer Frau erlaube ich nicht, öffentlich zu lehren oder sich über den Mann zu erheben. Sie soll vielmehr still und zurückhaltend sein.

1.Timotheus 2, 12

Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern, dazu auch sein eigenes Leben, der kann nicht mein Jünger sein.

Lukas 14,26

Einige dieser Zitate stammen aus dem Alten Testament, wo Gott als derjenige dargestellt wird, der Gewalt gebietet; andere finden sich im Neuen Testament, wo Jesus oder die Apostel Aussagen treffen, die nur schwer mit dem gängigen Bild des Christentums als Religion der universellen Liebe in Einklang zu bringen sind. Was soll der Mensch nun glauben?

Erstens ist die Bibel kein einzelnes Buch, das zu einem bestimmten Zeitpunkt von einem einzigen Autor mit einem einheitlichen ethischen Vokabular verfasst wurde. Daraus ergeben sich tiefe ethischer Widerspruch. Die Gebote, seine Feinde zu lieben (Matthäus 5,44) und bestimmte Bevölkerungsgruppen zu vernichten (Deuteronomium 20,16–17), stellen radikal unterschiedliche moralische Anforderungen.

Zweitens Spielt Kontext eine große Rolle. Das Prinzip der verhältnismäßigen Bestrafung im Buch Exodus und die Lehre Jesu gegen Vergeltung im Matthäusevangelium deuten auf eine Verlagerung des Schwerpunkts innerhalb der biblischen Tradition hin.

Christen bekräftigen im Allgemeinen, dass Gott unveränderlich ist. Wie kann dann derselbe Gott an einer Stelle der Heiligen Schrift die Vernichtung eines ganzen Volkes befehlen und an einer anderen Stelle radikale Liebe gegenüber Feinden lehren?

Ich denke, das soll jeder für sich ausmachen.

 

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Österreich hat schlechte Noten für Cybersicherheit

Wollen Sie zuerst die gute oder die schlechte Nachricht über Internet in Österreich? Also gut, zuerst die gute: Österreich steht an fünfter Stelle global gesehen laut einer neuen Studie von Surfshark, einer niederländischen Cybersecurity-Firma. Und jetzt die schlechte: Österreich liegt nur auf Rang 20 in Sachen Cybersicherheit, fünf Plätze schlechter als ein Jahr zuvor.  Das ist zwar immer noch höher als 83% der 121 untersuchten Nationen, aber immer noch weit hinter Deutschland, zum Beispiel, das auf Rang 10 liegt.

Der Wert für Die digitale Sicherheit gibt an, wie gut Menschen im Internet geschützt sind. Österreich ist eigentlich ganz gut gerüstet für den Kampf gegen Cyberkriminalität, da das Land Mitglied der EU ist und der Datenschutzverordnung DSGVO unterliegt. Zum Vergleich: Die USA liegen bei der KI an erster Stelle, bei der Cybersicherheit jedoch nur auf Platz 38. Dies verdeutlicht die rasante Verbreitung der KI bei gleichzeitig mangelnder Online-Sicherheit für die Nutzer, was zu einer Zunahme von Betrugsfällen führt. Ähnlich verhält es sich mit dem Vereinigten Königreich, das bei der KI den zweiten Platz einnimmt, bei der digitalen Sicherheit jedoch nur auf Platz 28 liegt. Weiterlesen →

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Das Auge der Vorsehung von KI

Meta Ray‑Ban Display: Was die neue Smart Glass wirklich kann

Sollten Smart-Brillen verboten werden? Das führt uns zu der Frage: Was sind eigentlich die Argumente für oder gegen Smart-Brillen? Modelle, die mit Kameras und KI ausgestattet sind, gehören längst nicht mehr in den Bereich der Science-Fiction. Hersteller wie Meta, Ray-Ban und andere haben sie schon seit Langem zu mehr als nur einer technischen Spielerei gemacht. Sie könnten sich zu einer neuen Form von Computer entwickeln, den wir ganz selbstverständlich in unserem Alltag nutzen werden.

Laut einer aktuellen BITKOM-Umfrage halten es 82 Prozent der Deutschen für wichtig, dass Smart-Brillen Umstehenden deutlich anzeigen, wenn sie aufzeichnen. Diese Meinung wird von fast allen Altersgruppen geteilt, wobei die Zustimmung in jeder Gruppe bei über 80 Prozent liegt – bei Männern bei 84 Prozent und bei Frauen bei 81 Prozent. Weiterlesen →

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Warum Menschen freiwillig ihre Freiheit aufgeben

Wieso sind so viele Deutsche für Verhandlungen mit Putin, obwohl der jüngste Krieg zeigt, dass er sich nicht an Verträge hält? Diese Frage auf Quora hat mich nicht losgelassen, und ich habe nach einer Antwort gesucht.

Die einfachste wäre: „Weil sie strohdumm sind“, aber das erfasst nicht die ganze Tragweite. Es gibt wohl etwas in manchen Menschen, das sie dazu bringt, gegen ihre eigenen Interessen zu entscheiden. Siehe die jüngsten Erfolge der AfD in Deutschland.

Das gehört zu den spannendsten Problemen der politischen Psychologie. Weiterlesen →

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Carthaginem esse delendam

Hannibal In The Alps Painting by Rb Davis - Metal Posters

Ich lese erade ein spannendes Buch über die Punischen Kriege und darüber, wie die karthagische Aristokratie, einschließlich Hannibals Familie, mit benachbarten Kulturen und Völkern umgingen. Einfache Antwort: Mit Feuer und Schwert, im allgemeinen! Die Familie Barca war jedoch im Gegensatz zu Rom auch dafür bekannt, durch Diplomatie, den Aufbau von Bündnissen und kulturelle Anpassung Beziehungen zu benachbarten Stämmen zu knüpfen. Anstatt die lokalen Völker einfach zu unterwerfen, versuchten sie oft, sie in ihren wachsenden Einflussbereich einzubinden.

Die Machtbasis der Barciden lag auf der Iberischen Halbinsel, wo sie mit zahlreichen Stämmen in Kontakt standen, darunter die Turdetani, Edetani, Contestani, Carpetani und Keltiberer. Weiterlesen →

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Erschießen vor laufender Kamera? Lieber nicht!

 

Das amerikanische Verteidigungsministerium hat angekündigt, die geplante Hinrichtung von Nidal Malik Hasan, einem ehemaligen Militärpsychiater, der im November 2009 auf dem US-Armeestützpunkt Fort Hood in Texas 13 Menschen erschossen hat, als  Livestream zu übertragen.

Sollte dies geschehen, wäre es das erste bekannte Mal, dass US-Behörden Live-Aufnahmen einer Hinrichtung an die Öffentlichkeit übertragen. Es wäre zudem die erste öffentliche Hinrichtung in den USA seit Jahrzehnten, die erste Hinrichtung durch das US-Militär seit 1961 und die erste militärische Hinrichtung durch ein Exekutionskommando seit dem Zweiten Weltkrieg, so das Death Penalty Information Center. Weiterlesen →

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Eine Niederlage an der Wahlurne ist noch keine Niederlage für Trump

Was passiert, wenn Trump und die Republikaner die Wahl am 3. November haushoch verlieren, wonach es aussieht? Die Antwort: gar nichts!

Man darf nicht vergessen, dass der Sprecher des Repräsentantenhauses große Macht in Verfahrensfragen besitzt. Mike Johnson könnte sich zum Beispiel weigern, neugewählte demokratische Abgeordnete zu vereidigen.

Die Geschäftsordnung des Repräsentantenhauses sieht ausdrücklich vor, dass ein gewählter Abgeordneter, dessen Recht auf Ablegung des Eides angefochten wurde, aufgefordert werden kann, sein Amt vorübergehend niederzulegen.

Und das ist nicht nur Theorie. Weiterlesen →

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What the f*ck is a caisson?

I grew up on various airbases, and we kids learned all of the anthems of the various arms of the military at an early age. “The caissons go rolling along” was the Army song, “Anchors away” belonged to the Navy, “From the Halls of Montezuma” meant the Marines, and “Off we go into the wild blue yonder” was ours, being the Airforce brats we were.

This was all almost 60 years ago, and the Army no longer uses caissons – two-wheeled wagons that carried artillery ammunition and was attached to a cannon. Modern armies (including the United States Army) no longer use caissons for their original battlefield role. Mechanized vehicles and advanced logistics systems have completely replaced them. Just about the only place they still crop up is at military funerals, where they carry the casket.

I was curious, so I asked ChatGTP, “How many people today know what a caisson is?” The answer was fascinating. Weiterlesen →

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Knuddeln per Internet  

Cuddlr: Per App Fremde knuddeln - COMPUTER BILD

Die Dame am Empfang in der Lufthansa-Lounge von Atlanta war vielleicht Mitte vierzig, natürlich sehr freundlich, das ist ja auch ein Teil ihres Jobs, aber auch ein bisschen distanziert, das bringt der Beruf und der dauernde Umgang mit vielen wildfremden Menschen wahrscheinlich auch mit sich.

Ich zeigte ihr meine Bordkarte, wir wechselten ein paar Worte, da klingelte das Telefon. „Moment“, meinte sie noch, dann hob sie ab, sprach ein paar Worte, dann hörte sie nur noch zu. Ihre Augen weiteten sich, ihr Lächeln verwandelte sich in eine Grimasse des Schmerzes und der Bestürzung. Dann schaute sie hoch, mir direkt in die Augen, und stammelte: „Mein Vater ist tot!“ Weiterlesen →

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Das wirksamste Mittel gegen Social Media Verbote – ein Buntstift!

Kids Beat Age-Verification Checks With Fake Mustaches - Technology OrgWussten Sie, wie einfach es ist, die Altersüberprüfungsmaßnahmen von Social-Media-Unternehmen zu umgehen? Man braucht nur einen Buntstift.

Die technischen Barrieren, die Plattformen wie TikTok und YouTube  – die laut Gesetz das Alter der Nutzer überprüfen sollen – gegen Kinder errichtet haben, sind alles andere als narrensicher. Kids malen sich Schnurbärte auf ihre Verifizierungsfotos oder kleben sich falsche Bärte ins Gesicht. Andere eröffnen einfach ein zweites Konto und lügen, wenn sie nach ihrem Alter gefragt werden.

Das Ergebnis ist, dass das Gesetz das Verhalten nicht bei genügend Jugendlichen verändert hat, um eine kritische Masse zu erreichen. Der überwältigende, zeitlose Wunsch der Teenager, das zu tun, was ihre Freunde tun, sorgt weiterhin dafür, dass Kinder und Jugendliche von den verschiedenen Apps, von denen sie eigentlich ausgeschlossen wurden, nicht loskommen. Kids erzählen ganz unbekümmert davon, wie leicht es ihnen gelungen ist, Altersüberprüfungen zu umgehen. Weiterlesen →

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