Encyclopaedia of Digital Technology

My friend Dr. Hellmuth Broda, who owns an IT consultancy based in Basel (Switzerland) wrote this very thoughtful review of our book „Digital Enlightenment Now!“, which I would like to share with all of you:

This book is a must read for everybody who has had electricity available during the last couple of years. The authors, Tim Cole and Ossi Urchs, take us on a philosophical, historical and sociological journey on innovation and the thing called Internet, shedding light on diverse aspects that are usually not discussed in a technology context.

In our society we usually witness a lot of technophobia and neophobia—eschewing the new and novel. The book gives us the tools to fence off the doomsayers.

The authors have analyzed the historic context (ancient Greek philosophers, Indian culture, etc.), looked into changes for society and commerce, discussed digitalisation leading to acceleration, pointed out how networking leads to change and predicted an end to the mass media market as we know it today.

The power of networking is explained using Metcalf’s Law and swarm intelligence. The Digital Native is being redefined and the behaviour of the young generation in light of the new technologies is defended—attention disorder (ADHD) might be a gift and not an illness.

Acceleration in network adoption (25% in 2000—85% now) went hand in hand with technical progress: In 20 years our internet speed went from 56 kb/s to 56 Mb/s.

National identity will lose importance, the young generation is pushing for a new understanding of democracy. This trend will affect business: a company that blocks Facebook is becoming “unworkforcable.” Turning into digital Bedouins we will let the border between work hours and off-time blur. Work 2.0 will make the 9—5 job disappear.

Further chapters discuss the diverse aspects of privacy, anonymity and pseudonymity, again in a historical, ethical, societal and business context. These chapters alone are worth getting your hands on the book.

I enjoyed reading this book very much and I will come back to single chapters for re-reading. The authors have to be congratulated for writing such a rich encyclopaedia on the technology that drives our time and affects all aspects of our lives.

Highly recommended—a must read.

Hellmuth Broda

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Verfolgungsjagd per Handy

20 years of blogging.pngSelten kam das D-Netz so groß im Fernsehen heraus wie beim Geiseldrama Ende Mai 1995 in Celle. Da plauderte der Entführer Günther Finneisen munter mit Reportern vom Beifahrersitz des Porsche 928, den die Polizei als Fluchtfahrzeug besorgt hatte, und dass zeitgemäß mit Autotelefon ausgestattet war. Da hörte man aber auch die flehende Stimme des Opfers, der in N-TV verzweifelt darum bat, den Polizeihubschrauber abzuziehen, weil die Gangster ihn sonst umbringen würden. Nun, die Sache ist zum Glück glimpflich ausgegangen. Aber einen schalen Beigeschmack hinterlässt es doch, wenn ein Stück Technik, dass uns allen Freude und das Leben leichter macht, plötzlich für solche kriminelle Selbstdarstellung missbraucht wird.

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Daten sind kein Kostenfaktor, sondern Umsatzquelle

Auch die digitalen Müllberfge wachsen

Auch die digitalen Müllberge wachsen

Der Seufzer von Siemens-Chef Heinrich von Pierer ging um die Welt: „Wenn Siemens wüsste, was Siemens weiß“, so der legendäre Vorstandschef, „dann wären unsere Zahlen noch besser.“ Das war auf der Bilanzpressekonferenz von Deutschlands größtem Technologiekonzern in München – im Jahre 1995!

Tatsächlich schlummern in jeder Firma ungeahnte Schätze in Form von digitalen Informationen. „Daten sind das Erdöl des 21sten Jahrhunderts“, schrieb der niederländischen Gründer und Finanzier Joris Tonders von Yonego, einem Spezialisten für Internet-Marketing, unlängst im amerikanischen Kultmagazin Wired.

Leider sehen das viele Unternehmer und Manager nicht so. Für sie ist das Sammeln und Verarbeiten von Daten kein Teil der Gewinnstrategie, sondern ein Kostenfaktor. Doch damit kommt man im Digitalzeitalter nicht weiter. Daten sind heute ein Teil des Betriebsvermögens, wie Maschinen, Gebäude, Halbfertigteile, Materialien und Fahrzeuge.

Das Problem ist nur: Daten kommen heute in vielen Formen und Formaten daher: als Einträge in Datenbanken, aber auch per Mail, Fax oder als Tonaufnahmen, etwa von Unterhaltungen zwischen Kunden und Callcenter-Mitarbeitern. Fachleute sprechen von „nichtkodierbaren Daten“, und sie liegen in fast jedem Unternehmen bis heute brach, sozusagen riesige digitale Mülldeponien, ungenutzt und ungeliebt. Weiterlesen

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20 Jahre Cole-Blog: Retter in der Not

Betelgeuse

Ein Mobiltelefon kann Leben retten. Nach einem Autounfall, zum Beispiel. Die Notrufnummer 110 verbindet Sie automatisch mit dem nächstgelegenen Polizeirevier. Denken Sie daran, den Unfallort genau zu beschreiben und einen Krankenwagen anzufordern, wenn es Verletzte gibt. Aber auch in weniger dramatischen Situationen hilft das D-Netz weiter, zum Beispiel wenn ein Autofahrer eine Panne hat und einen Abschleppwagen benötigt.

 Sicher ist sicher

Besonders Frauen werden das schöne Gefühl der Sicherheit zu schätzen wissen, dass ein Mobiltelefon unterwegs vermittelt. Sei es, dass der Wagen nicht mehr läuft und Sie sich in der Dunkelheit nicht zur nächsten Telefonzelle trauen. Oder sei es, dass ein komischer Typ seit ein paar Minuten hinter Ihnen her ist und Sie gerne einen Freund und Helfer hätten.


Dieser Beitrag erschien ursprünglich am 4. Juli 1995 im Cole-Blog

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20 years of blogging.pngDieser Beitrag erschien ursprünglich am 2. Juli 1995 im Cole-Blog

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20 Jahre Cole-Blog: Ein Abend mit Freunden

RestaurantWarum soll eine Verabredung mit Kollegen oder Bekannten im Chaos enden, nur weil die Kneipe zu ist oder das Lokal, wo man sich treffen wollte, Ruhetag hat. Im Zeitalter des Mobiltelefons ruft derjenige, der zuerst vor der verschlossenen Tür steht, die anderen an und dirigiert sie einfach um. Vorher aber bitte bei der Ausweichadresse anrufen und fragen, ob auch wirklich offen und ein Tisch frei ist. Weiterlesen

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20 Jahre Cole-Blog: Wozu ein normales Telefon?

GolfGerade umgezogen? In der Regel dauert es Wochen, bis die Telecom-Subunternehmer kommen und das neue Telefon installieren. Mit einem D-Netz-Gerät schieben Sie keinen Kommunikationsfrust. Ja, es kommt in letzter Zeit sogar immer häufiger vor, dass Leute, die selten zu Hause sind, ganz auf das herkömmliche Telefon verzichten. Das Mobil-Gerät funktioniert in Gegenden mit gutem D-Netz-Empfang genauso gut, besitzt einen eingebauten Anrufbeantworter und ist in mancher Hinsicht sogar besser als eine Geheimnummer: Sie können es nämlich einfach ausschalten!

 Keiner soll verloren gehen

Beim Fußballspiel, Open-air-Konzert oder Stadtteilfest verliert man sich schnell aus den Augen. „Wir treffen uns am Ausgang“ ist kein optimaler Anhaltspunkt. Wenn mehrere in der Gruppe mit Mobiltelefon ausgestattet sind, geht keiner mehr im Getümmel verloren. Immer mehr Ehepaare legen sich ein Zweit-Handy zu: Während sie Einkaufen geht, kann er sich im Pfeifenladen umsehen. Zwischendurch verabredet man per D-Netz einen Treffpunkt.

 


 

Aus: D-Netz-Knigge – ein Benimmführer für mobiles Telefonieren. Text: Tim Cole – Illustration: Cellnet/David Haldane – © 1994 by Motor-Presse Stuttgart


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D-Netz-Knigge: Einkaufsbummel im D-Netz

EinkaufSie stehen mit Ihrem Einkaufswagen im Supermarkt und wissen absolut nicht mehr, was Ihre Frau Ihnen aufgetragen hat zu besorgen? Ein Dutzend Austern? Zwei Flaschen Spülmittel? Klopapier? Zehn Eier? Ein Griff zum Handy, und Ehefrieden und Abendessen sind gerettet. Lassen Sie sich übrigens nicht von den bösen Blicken der anderen Leute in der Kassenschlange irritieren. Die stehen alle um Wechselgeld fürs Telefon an…

Das Mobiltelefon ist auch ein nützlicher Begleiter beim Einkaufsbummel. Haben Sie die Konfektionsgröße Ihrer Ehefrau vergessen? Den Zettel mit den Vorhangmaßen? Die Parfümmarke von Fräulein Tochter? Ein Anruf hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge. Das gilt übrigens auch bei Auslandsreisen. Sie stehen in London im Duty-free-Shop und wissen nicht mehr, welche Whiskymarke Ihr Schwiegervater bevorzugt? Anruf genügt! Weiterlesen

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Mehr aus dem Mobiltelefon machen!

Stau

Das Telefon im Auto oder im Aktenkoffer galt lange Zeit als teures Statussymbol multinationaler Manager oder geltungssüchtiger Glamour-Sternchen. Dank D-Netz änderte sich das alles gründlich: Das Mobiltelefon ist zum Alltagswerkzeug geworden – und hat damit unseren Alltag verändert. Ein relativ teures Vergnügen ist es aber geblieben, vor allem dann, wenn Sie nicht aufpassen. Andererseits spart ein Gespräch von unterwegs oft jede Menge Zeit und Geld. Es kommt eben darauf an, wie man mit dieser Technik umgeht.

Nützlicher Begleiter

Wenn Sie zu spät losgekommen oder im Stau steckengeblieben sind, können Sie dank D-Netz den Termin verschieben oder ansonsten verlorene Zeit sinnvoll zum Arbeiten nutzen. Ein Kollege erzählte mal, dass er, wenn ihm unterwegs gerade wieder was Geniales einfällt, bei sich im Büro anruft und den Gedanken auf den Anrufbeantworter spricht. Die Sekretärin kennt das schon, schreibt den Geistesblitz auf und legt ihn ihrem Chef am nächsten Morgen auf den Schreibtisch. Weiterlesen

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Alltag im D-Netz

Hallo-Spiel

Die richtige Verbindung

Erfahrene D-Netzler wissen, dass ein Mobiltelefon Verbindung schafft, und zwar auf mancherlei Weise. Bieten Sie mal dem hübschen Mädchen am Nebentisch, das ständig nervös auf die Uhr schaut, doch mal Ihr Handy an. Wenn der junge Herr Verehrer tatsächlich zu spät und sie sauer auf ihn ist, dann haben Sie schon halb gewonnen. Das Gespräch setzen Sie am besten im Kino oder beim Abendessen mit ihr fort – aber schalten Sie vorher das Gerät aus. Jetzt wollen Sie sicher nicht gestört werden…

Es ist im Übrigen schon erstaunlich, wie unterschiedlich die Leute mit normalen und mobilen Telefonen umgehen. Die meisten melden sich beim Abheben normalerweise mit Namen. Im D-Netz dagegen raunzen sie ein knappes „Ja“ oder „Hallo!“ ins Mikro, vielleicht, um weniger aufzufallen. Jemand, der sich in der Straßenbahn plötzlich mit „Guten Tag, hier Sanitärgeschäft Müller und Söhne, was kann ich für Sie tun?“ meldet, läuft tatsächlich Gefahr, für einen gefährlichen Spinner gehalten zu werden und, fest verschnallt, im Sanitätswagen zu landen.

Das „Hallo“-Spielchen artet aber spätestens dann zur Slapsticknummer aus, wenn der Anrufer, durch eine schlechte Verbindungsqualität gestärt, ebenfalls mit „Hallo“ antwortet. Das kann stundenlang so weitergehen. Am besten, Sie sagen nur kurz Ihren Namen. Dann ist der andere sofort am Ball. Weiterlesen

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Handy-Knigge: Wo telefonieren – und wo nicht?

Wo telefonieren

Natürlich haben Sie sich ein Mobiltelefon gekauft, um überall und jederzeit, wenn nicht erreichbar, doch wenigstens kommunikationsfähig zu sein. Mal eben schnell daheim oder in der Firma anrufen, ohne erst eine Telefonzelle ansteuern zu müssen – darum geht es ja schließlich. Doch ganz so einfach ist die Sache nicht.

Auf der Straße

Das Leben in unseren Innenstädten verlagert sich dank Fußgängerzonen, Straßencafés und fliegenden Händlern – vor allem im Sommer – immer mehr auf die Straße. Da gibt es keinen logischen Grund, weshalb man nicht auf der Straße telefonieren sollte (es sei denn, Sie überqueren gerade die Fahrbahn, aber wer so dämlich ist, dem wird auch dieses Buch nicht helfen können).

Moderne D-Netz-Handys stären Spaziergänger viel weniger als etwa ein Walkman, unter dessen Ohrknöpfen so ein metallenes Geklingel nach außen dringt. Ein mobiles Telefon, richtig eingestellt, ist da im Vergleich flüsterleise.

Ärger kann es hingegen geben, wenn sich ein Mobilfunker (um auch einmal die amtlich korrekte deutsche Bezeichnung für ein mobiles Telefon zu verwenden) im Pulk der Fußgänger unvermittelt in ein stehendes Verkehrshindernis verwandelt. Morgens am Hauptbahnhof oder samstags vor dem Kassenhäuschen am Fußballstadion laufen Sie Gefahr, von den Menschenmassen zertrampelt zu werden, wenn Sie plötzlich stehenbleiben, um ein Gespräch entgegenzunehmen.

In einer solchen Situation ist es stets eine gute Idee, schnell in einen Hauseingang zu treten, sich auf eine Bank zu setzen oder sogar – wRentnerarum nicht? – in ein Telefonhäuschen zu schlüpfen. Es wird Sie schon keiner wegen Missbrauchs von Posteigentum festnehmen.

Was für Großstädte gilt, muss in der Provinz nicht anders sein. Wer sich achtlos vor andere hinstellt und telefoniert, macht sich unbeliebt. Oder sind Sie schon mal von einem zwar gehbehinderten, aber ansonsten durchaus resoluten Rentner auf die Hörner seiner Gehhilfe genommen worden?

Sie sollten außerdem daran denken, dass es auf der Straße oft ziemlich laut zugeht. Autohupen, Bremsenquietschen, der tiefe Brumm der Motoren und der gelegentliche Knall einer Fehlzündung stören beim Telefongespräch im Freien ungemein. Und wenn Sie dann, um gehört zu werden, auf einmal in die Muschel brüllen müssen, machen Sie sich bei den Umstehenden auch nicht gerade beliebter. Vergessen Sie nicht, dass die hochgezüchtete Mikrofontechnik eines modernen Handys so empfindlich ist, dass Sie auch bei beträchtlichem Lärmpegel im Hintergrund noch mit normaler Stimme sprechen können.
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