Alice darf nicht sterben!

…und nun geht sie doch dahin.

Sie ist das Pinup-Girl der deutschen IT, die schöne Fee mit den blonden Locken und dem kurzen Kleidchen, die so aufreizend unbekümmert barfuß durch die virtuellen Lande hüpft, stets von einem wallenden roten Band umschwebt, der digital Darling, die Traumfrau aller Nerds – aben Alice, das Mädchen aus der DSL-Werbung von Hansanet. Der Hamburger Provider hat sie von der Stunde Null an als Werbeträger eingesetzt, hat die Großflächen in den Innenstädten mit ihr vollgekleistert und sie zum optischen Blickpunkt unzähliger Spots und Anzeigen gemacht. Eine Welt ohne Alice – man mag sie sich eigentlich gar nicht vorstellen.

Und doch: Alice muss jetzt sterben! Finstere Hidalgos aus Iberien können mit diesem Abbild nordischer Schönheit und Anmut (vergessen wir mal, dass die schöne Vanesse Hessler eigentlich Italienerin ist…) nichts anfangen und wolllen sie einfach verschwinden lassen.

Seit 2008 wirbt die stets im dünnen, tief ausgeschnittenen Kleid aus lila Seide beschürzte Dame für schnelles Internet, doch nun nach Übernahme von Hansanet durch Telefoncia O2 passt sie den Südländern nicht mehr in den Kram. Sie soll „schrittweise“ über einen Zeitraum von zwei Jahren ausgemustert werden, weil sich der Konzern laut Deutschlandchef Rene Schuster (ob der wirklich so deutsch ist, wie sein Name glauben lässt; wahrscheinlich heisst er in Wahrheit Zapatero) nur noch eine einheitliche DSL-Marke vertreiben will.

Alice soll also einen langsamen und quälenden Tod auf Raten erleiden. Wir sagen: Nein! Alice darf nicht sterben! Deshalb: Ab sofort Protestmails an:

rene.schuster@o2.com

Vielleicht vorsichtshalber noch ein cc: an Stephan Becker-Sonnenschein, Vice President Corporate Communication von O2 (stephan.becker-sonnenschein@o2.com)

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