Amazon: Des einen Freud ist des anderen Leid

Amazon hat es wieder geschafft, mich als Kunden richtig zu begeistern. Seit einiger Zeit kann man beim größten Online-Buchhändler der Welt nicht nur neue Bücher kaufen, sondern sie nach dem Lesen auch wieder verkaufen.

Ich habe es kürzlich mit dem neuen Grisham („Der Richter“) so gemacht: Die deutsche Ausgabe kostete mich 24 Euro. Nun ist Grisham zwar spannend, aber einmal gelesen langt, also bot ich das Band eine Woche später bei Amazon an – und hatte schon nach einer Stunde einen Käufer, der bereit war, 15 Euro plus Porto zu bezahlen. Gut: Es wäre billiger gewesen, in die Leihbibliothek zu gehen, aber 15 Euro haben und 15 Euro nicht haben sind bekanntlich 30, oder so ähnlich.

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Nicht alle freuen sich übrigens über den neuen Amazon-Service. Der amerikanische Autorenverband Author’s Guild hat sich kürzlich in einer Presseerklärung über das neue Online-Angebot beschwert und behauptet, „Amazon fügt der Verlagsbranche großen Schaden zu!“ Angeblich leiden die Autoren, weil ihnen die Honorare entgehen und die Verlage, weil die Profite sinken.

Mag sein – aber den Kunden freut’s. Und der ist nun mal König, erst recht im Internet.

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