Belohnung für eine gute Tat

LH Metrocard

Odysee: Ich wollte von Frankfurt nach Salzburg fliegen, dort meine Frau treffen und mit ihr im Wagen nach Stuttgart zum nächsten Vortrag fahren. Aber aufgrund des Regenchaos war die Salzburg-Maschine hoffnugslos überbucht, und die Damen suchten per Lautsprecher Leute, die bereit wären, ihr Sitzplatz für 250 Euro zu „verkaufen“ und auf eine andere Maschine umzusteigen. Zum Schluß standen nur noch zwei ohne Sitzplatz da: Ich und ein freundlicher älterer Herr, der immer wieder sagte, er müsse unbedingt nach Salzburg zum Termin.
Am Ende kam die gute Nachricht, jedenfalls für mich: Jemand sei nicht erschienen, ich könnte also mitfliegen. Der nette Herr machte natürlich ein langes Gesicht.
 
Da hatte ich eine Idee: Ob man mich denn nicht auf eine Stuttgart-Maschine umbuchen wollte? „Wir würden Ihnen die Füße küssen“, meinte die LH-Dame.

 
Gesagt, getan: Die nächste Maschine ging in 40 Minuten, neues Ticket ausstellen, beim Gepäckband anrufen und meinen Koffer umdirigiren. Der freundliche Herr bedankte sich überschwänglich und entschwand in Richtung Salzburg. Und mir händigte die Dame noch einen Umschlag aus, in dem eine seltsame Maestro-Card von Austrian Airlines steckte. „Wir haben Ihnen 150 Euro gutgeschrieben, meinte sie. Die Karte könnte ich an jedem EC-Automaten reinstecken und mir das Geld in bar auszahlen lassen.
 
In Stuttgart wartete leider kein Koffer – der hatte es im Gegensatz zu mir nicht mehr rechtzeitig geschafft. Dafür bekam ich diese E-Mail:
 
„Sehr geehrter Herr Cole, ich danke Ihnen,. Ich muss mich heute der Wahl zum Präsidenten der Salzburger Ärztegesellschaft stellen, weshalb ich dankbar bin, dass Sie mir ermöglicht haben, doch noch einen Sitzplatz zu erhalten.
Beste Gruesse!
Peter A. Winkler“
 
So ist wenigstens einer völlig glücklich. Und ich habe eine gute Tat getan und wurde dafür sogar mal ausnahmsweise belohnt!

Krone TicketNachklapp: Anna Dobler von der Kronenzeitung hat die Geschichte auf Facebook gelesen, und als gute Zeitungsschreiberin hat sie gleich beim Prof. Winkler und mir angerufen und sich die Details erzählen lassen. Das Ergebnis kann man heute auf Seite 24 nachlesen. So schnell kommt man als alter Zeitungsmann selber in die Zeitung…

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