CeBIT: Nokia-Attrappen heiß begehrt!

Ob ein neues Produkt ankommt oder nicht, merkt man auf Messen daran, ob es hŠufig geklaut wird. So gesehen war der Mini-Handy von Nokia auf der diesjährigen CebIT in Hannover der absolute Messeschlager. Bei Nokia war man offenbar darauf gefaßt und hat im Publikumsbereich nur Attrappen ausgestellt, von denen bis Messeschluß denn auch zehn Stück fehlten. Was zu folgender wunderschönen Geschichte führte, die mir Helmut Rudolph vom Telekom-Servicepartner PC-Plus erzählte.

Eine Mitarbeiterin am Telekom-Stand in der Halle 16 führte einem Messegast ihren Nokia vor. Der war ganz begeistert, steckte das Ding in die Jackentasche, nahme es wieder raus, gab es zurück und ging weiter. Danach tat es nicht mehr, was die Dame auf einen leeren Akku zurückführte. Als es allerdings auch nach längerem aufladen immer noch nicht funktionieren wollte, wurde sie mißtrauisch, öffnete die Rückseite – und merkte, daß sie einem Trickbetrüger aufgesessen war. Der Kerl hatte ihren Original-Handy in beim Griff in seine Jackentasche gegen ein Dummy ausgetauscht, das er offenbar zuvor auf dem Nokia-Stand gestohlen hatte.

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Die connect.-Redakteure stehen bei Vorstand und Pressestelle der Telekom im Ruf, immer nur zu kritisieren. Deshalb an dieser Stelle mal ein ausdrückliches Lob: Die D-Netz-Versorgung auf der CeBIT war spitze! Wilhelm Stückemann, Chef der Netztechnik bei DeTeMobil, war auch ganz stolz auf sein Jungs. Die haben die D1-Infrastruktur im Vermittlungsbereich Hannover, wo derzeit an einem normalen Wochentag rund 19.000 D1-Kunden eingeloggt sind, mit modernen Lichtwellenleitern und neuer Sytemsoftware so aufgerüstet, daß am CeBIT-Donnerstag (wo besonders viele Geschäftsleute zur Messe kommen) mehr als 28.000 Teilnehmer mobil telefonieren konnten, ohne daß das Netz in die Knie ging.

„Die Technik hat es verkraftet“, freute sich Stückemann, wobei ein bißchen Erleichterung in seiner Stimme mitschwang. Insider erinnern sich nämlich mit Schrecken daran, wie beide D-Netze auf derletztjährigen Funkausstellung unter dem Ansturm der angereisten Handybesitzer zusammengebrochen waren.

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Rein Couperus von Philips Communication Systems erzählte mir vom CeBIT-Restaurantbesuch mit einer Gruppe von leicht chaotischen Entwicklungsingenieuren, die alle direkt aus Eindhoven gekommen waren und die ihre Koffer deshalb in den Autos gelassen hatten. Abends wollte man im Konvoi zu dem Lokal fahren, verlor sich aber im Feierabendstau aus den Augen. Plötzlich klingelte es. Couperus hielt an und machte den Kofferraum auf. Das Klingelgeräusch kam aus der Reisetasche. Er machte sie auf, fand dort ein Handy, hob ab – und hatte den Besizer an der Strippe, der im anderen Auto saß und aufgeregt nach dem Namen der Kneipe fragte. Die hatte er ebenso vergessen wie sein Gepäck …

 

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