Das Internet soll selig werden

Die Diskussion ist alt, hat noch zu keinem Ergebnis geführt – aber sie offenbart wohl ein tiefes Bedürfnis zumindest eines Teils der Menschheit: Wer soll nun Schutzheiliger des Internet werden?

Lange schien es, als hätte der Heilige Isidor von Sevilla die besten Karten, der im siebten Jahrhundert angeblich das gesamte Wissen seiner Zeit in den 20 Bänden seiner „Etymologiae“ zusammentrug. Doch inzwischen ist ihm mit dem Heiligen Johannes Bosco, dem Gründer der Kongregation der Salesianer, die sich mit der Erziehung schwieriger Jugendlicher befasst, Alfons von Liguori (der riet, sich einmal am Tag zurückzuziehen und nachzudenken) sowie dem Erzengel Gabriel als Verkünder des Herren ernsthafte Konkurrenz bei einer Online-Abstimmung de Laienorganisation SantiBeati (www.santibeati.it) erwachsen.

Ich diskutierte neulich darüber mit Pater Anselm Bilgri, Prior des Klosters Andechs, TV-Persönlichkeit („Gespräche vom Heiligen Berg“)  und Autor verschiedner Bücher zur Kirchengeschichte und zur Kochkunst. Er nahm’s gelassen: „Soll jeder nach seiner Art selig werden – auch im Internet…“

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