Ich gestehe – ich habe telefoniert!

Ich muß ein Geständnis ablegen: Ich habe im Flieger telefoniert. Das heißt, nicht richtig telefoniert, sondern ich habe vergessen, den Handy auszuschalten. Da lag das Ding nun wie eine kleine Zeitbombe im Koffer und strahlte seine unheilvollen Signale aus, brachte vermutlich sämtliche Fluginstrumente durcheinander und hätte um ein Haar zum Absturz geführt, wenn der heldenhafte Pilot die Maschine nicht irgendwie doch noch heil auf den Boden gebracht hätte. Das heißt, genaugenommen hat man ja als Passagier von dem Drama im Cockpit nichts gemerkt, aber es muß sich wohl so abgespielt haben. Wie sind sonst die eindringlichen Warnungen der Fluggesellschaften vor dem gefährlichen Betrieb von Mobiltelefonen im Flieger zu verstehen?

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Vielleicht gelten die Warnungen ja auch nur für Telefone, die nicht den Fluggesellschaften selbst gehören. Ich bin jedenfalls kürzlich mit einer Maschine von United Airlines von San Francisco nach Los Angeles geflogen und fand in der Armlehne ein „cellular phone“ mit einem Schlitz, wo man die Kreditkarte durchzieht und dann nach Herzenslust telefonieren kann. Ich rief meine Frau in Stuttgart an – nur war’s da leider gerade drei Uhr morgens. Die Freude über den unverhoffte Anruf aus luftiger Höhe blieb also eher verhalten …

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