Vor 20 Jahren: Handy-Rüpel in der Loge

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Die Werbeagentur der Deutschen Bundespost Telekom hat zwar manchmal witzige Ideen, aber leider keine Ahnung, wie man sich im Mobilfunk-Alltag benimmt. In einer Anzeige für Cityruf sitzt ein elegantes Paar beim Opernabend in der Loge. Sie hält einen offenbar piepsenden Pager in der Hand, schaut besorgt auf die Anzeige und meint zum Gatten: „Unser Sohn meint, du sollst kommen, er hat Gespenster unterm Bett“.

Wo doch jeder hoffentlich inzwischen weiß, dass dies ein krasser Verstoß gegen die D-Netikette ist: Wer ein eingeschaltetes Mobilfunkgerät in der Oper, im Kino, in der Bücherei oder sonst wo mitnimmt, wo sich andere konzentrieren wollen, ist das kommunikative Gegenstück zu jenen Zeitgenossen, die im Sommer mit heruntergelassenen Autofenstern und dröhnendem Autoradio an der Ampel stehen. Früher sagte man da ganz einfach „Rüpel“ dazu.

 


Dieser Beitrag erschien ursprünglich am 12. März 1995 im Cole-Blog

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