Kein GPS in der Sauna, bitte!

Antoine Jones ist auf Big Brother mächtig sauer…

In George Orwells Buch „1984“ steht jeder unter Dauerüberwachung durch den allmächtigen Staatsapparat, und seitdem leben wir in der ständigen Angst vor dem „Big Brother“. Doch selbst Orwell hat sich nicht vorstellen können, dass die Staats-Wächter eines Tages jederzeit exakt bestimmen könnte, an welchem Ort sich jeder einzelne Bürger befindet. Doch inzwischen sind wir schon fast soweit.

Das Problem ist das Navigationssystem GPS. Die insgesamt 32 Satelliten, die dauern die Erde mit 3,9 km pro Sekunde umkreisen, also einmal alle 12 Stunden, decken fast die gesamte Erdoberfläche ab und sind in der Lage, die Position eines Empfangsgeräte bis auf 7,8 Meter genau zu bestimmen.

Und da fast jeder von uns heute ein Smartphone besitzt und jedes ordentliche Smartphone über einen GPS-Empfänger verfügt, weiß der große GPS-Bruder stets recht genau, wo wir uns gerade befinden. Das ist recht nützlich, wenn ich zum Beispiel meinen Freunden per Foursquare oder Twitter sagen will, dass ich gerade vor den Museumslichtspielen in München stehe und mir gleich Roland Emmerichs neue Film-Katastrophe namens „Anonymous“ anschauen will. Es macht mir aber Gänsehaut wenn ich daran denke, dass auch ein Polizist oder Staatsschützer am Monitor sitzen und meine Bewegungen verfolgen kann.

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In Memoriam Steve Jobs: FlashPhone ist tot!

He had the whole world in his hands…

Steve Jobs mag ja tot sein, aber sein langer Arm reicht übers Grab hinaus bis in die Chefetagen der Firma Adobe.

Dort hat man offenbar beschlossen, das Projekt eines Flash Players für Smartphones aufzugeben, wie Jason Perlew heute auf ZDNet schreibt.

Und ich habe mir extra deshalb ein Android-Telefon gekauft, weil sich Apple standhaft weigert, Flash auf dem iPhone oder iPad zu installieren! Angeblich hatte Steve Jobs etwas dagegen und beschloss deshalb, dass alle seine Kunden auch etwas dagegen zu haben hätten. Sie sollten sich lieber mit HTML5 zufrieden geben.

Gut, Adobe hat FlashPhone nicht komplett begraben. Es soll ein Programmierwerkzeug geben, dass Entwicklern erlaubt, mit Hilfe von Adobe AIR Applikationen ablaufen zu lassen, die mit Falsh erstellt wurden.

Das wird meinen Freund Prof. Sachar Paulus nicht freuen, denn er lehnt als Professor für Computersicherheit an der Uni Brandenburg AIR als Teufelszeugs ab, weigert sich, irgendeine derartige Applikation zu verwenden. Er wird wissen warum…

Für Steve Jobs ist das Ganze jedenfalls eine posthume Bestätigung. Wahrscheinlich sitzt er gerade irgendwo auf einer Wolke und grinst sich einen.

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Once a Disaster, Always a Disaster

I went to see the sneak preview of „Anonymous“, the new movie by Roland Emmerich, whom the critics have always dismissed as a rather lowbrow producer of admittedly spectacular disaster movies. As a rule, he is strong on visual effects and weak on storyline, but hey: who cares as long as the good guys win and the aliens are vanquished in the end.

Presumably, Emmerich wanted to prove his critics wrong by making a movie about Shakespeare. Unfortunately, all he succeeded in doing was to prove how right they are.

„Anonymous“ is an insipid, at times even boring hodgepodge of faux literary history, royal incest, oedipal conflict, and behind-the-scenes power struggles by men in wigs and petticoat breeches.

As a spectator, the only things that kept me awake were the occasional swordfights and the short dramatic climax, during which the Earl of Essex and his men are trapped in a courtyard with soldiers firing down on them like shooting fish in a barrel.

Unhappily, even this isn’t original. In fact the entire scene is lifted straight from Eliza Kazan’s 1952 production of John Steinbeck’s „Viva Zapata!“.

If you ask me, „Anonymous“ is a true movie disaster. But then again, I guess that’s what you can expect from a director of disaster movies.

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Nicht ohne mein Smartphone

Darf man, oder darf man nicht? Diese Frage bewegt zurzeit die Gemüter in IT-Abteilungen rund um den Globus, und der Stachel sitzt tief. Da denken sich die Fachleute ausgeklügelte Sicherheitsstrategien aus, um die Firmendaten vor fremdem Zugriff zu schützen und böse Hacker am Eindringen in empfindliche Rechnersysteme zu schützen. Laptops werden mit teurer Sicherheits-Software ausgerüstet, alle kriegen einheitliche Firmen-Handys mit Fernwartungsfunktion, damit ja nichts schief gehen kann. Und dann kommt der Chef mit einem nagelneuen iPad von Apple ins Büro und freut sich darüber wie ein kleines Kind. Versuchen Sie mal, dem sein Spielzeug wegzunehmen: Eher schmeißt er Sie raus, als das er loslässt.

In der IT-Sicherheit gelten leider zweierlei Maß. Selbst wenn sich ein Unternehmen verbindliche Sicherheitsrichtlinien gegeben hat (was selten genug vorkommt!), so nehmen sich die Führungskräfte regelmäßig das Recht heraus, sie in ihrem speziellen Fall für unwirksam zu erklären. Schöne Vorbilder sind das…

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Why is the Check Still in the Mail?

It never ceases to amaze me how a nation with such an utterly archaic, technically obsolete banking system like America’s can assume such an inflated sense of its own importance in world affairs.

I was reminded of this once more while empathizing with those poor Wall Street executives who face drastic cutbacks on the annual compensation. „Banker’s bonuses likely to fall 20 to 30%“, the headline reads in today’s International Herald Tribune, which goes on to describe the desolation and panic of those second-tier traders and brokers for whom the year-end bonus usually represents the bulk of their take-home pay.

The sentence that really struck me, though, was this one: “”Employees are typically informed of their bonuses in January or February, with checks going out shortly afterward.”

Huh?

I am still trying to remember the last time I saw a check, much less wrote or received one. Checks are almost as archaic as wampum. Dog’s teeth or cowrie shells, anyone?

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Gespaltene Indianerseelen

Hugh!

John Yellow Bird Steel, Präsident und damit Oberhäuptlinhg des Stammes der Ogala Sioux, hat gesprochen.

Die Sioux glauben, dass die Erde von einem zweigeteilten Geist beseelt ist, quasi die Indianer-Version von Ying und Yang. Diese beiden Seelen wohnen, ach, in jeder Brust, aber ganz besonders in Schwulen, Lesbierinnen, Bisexuellen und Transsexuellen. Dafür werden solche Menschen häufig von den Gemeinschaften, in denen sie leben, verachtet und verfolgt, was sie oft in den Freitod treibe.

Da sie aber nichts anderes tun, als es ihnen ihre zweigeteilte Natur gebietet, sei das ein tiefes Unrecht, das abgestellt gehört. Wie? Ganz einfach: Die vorhandenen oder geplanten Antidiskriminierungsgesetze in den USA, in denen es heute vor allem um Hautfarbe, Religionszugehörigkeit und Abstammung geht, sollten um den Zusatz „sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität“ ergänzt werden.

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Regeln für das Leben in sozialen Netzen

Viele Firmen geben sich und ihren Mitarbeitern inzwischen feste Regeln, die das Verhalten in sozialen Netzwerken regeln und firmenschädigendes Verhalten verhindern sollen. Carl Mühlner vom Düsseldorfer IT-Dienstleister Damovo hat die wichtigsten Eckpunkte zu einer „Social Media Guideline“ zusammengefasst, die inzwischen für alle Mitarbeiter seines Unternehmens verbindlich ist.

1.    Offizielle Auftritte von Damovo in sozialen Netzwerken (zum Beispiel unternehmensbezogene Twitter-Accounts, Blogs oder Facebook) müssen vorher mit der Abteilung Market Communications abgestimmt sein. Es dürfen keine Aussagen zu offiziellen Unternehmenszahlen (Umsätze, Anzahl Mitarbeiter) gemacht werden.

2.    Achtet bei der Nennung Eures Arbeitgebers auf die korrekte Firmenbezeichnung.

3.    Wenn Ihr Euch ohne einen dienstlichen Auftrag in sozialen Netzwerken äußert, macht stets deutlich, dass es sich um eine persönliche Meinung handelt und Ihr nicht als Firmenvertreter auftretet.

4.    Beachtet bei allen Äußerungen die Einhaltung des Datenschutzes. Firmengeheimnisse dürfen nicht öffentlich kommuniziert werden. Es gelten auch hier die arbeitsrechtlichen Bestimmungen.

5.    Kommuniziert offen, transparent und authentisch. Zeigt Respekt im Umgang mit Dritten und vermeidet jede Form von diskriminierenden Äußerungen.

6.     Habt immer im Kopf: Das Netz vergisst nichts!

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Drachmo statt Euro – das ist die Lösung!

Fast kein Unterschied, oder?

Die Entscheidung des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Andrea Papandreou, eine Volksabstimmung über die Annahme des Rettungspakets der EU entscheiden zu lassen, hat alle entsetzt: Politiker, Banker, Börsianer. Was ist, wenn die Griechen nein sagen? Und was machen wir am nächsten Montag mit den bereits beschlossenen acht Milliarden Kredithilfen? Wenn die nicht fließen, ist Griechenland am Dienstag pleite.

Was dann passiert weiß keiner, aber zwei Dinge sind klar:

  1.  Griechenland darf nicht aus der Eurozone ausgeschlossen werden oder austreten, weil uns sonst die ganze Konstruktion der EU um die Ohren fliegt.
  2. Griechenland muss unbedingt aus der Eurozone rausgeschmissen werden oder freiwillig austreten, weil uns sonst die ganze Konstruktion der EU um die Ohren fliegt.

Auf den Griechen Epimenides, ein Kreter, geht das klassische Paradoxon zurück: „Ein Kreter sagt, alle Kreter lügen.“ Durch Kreisargumentation und jede Menge Semantik lässt sich mit diesem Satz beweisen, dass Kreter sowohl lügen als auch die Wahrheit sagen.  Was wir brauchen, ist genau sowas, auf den Euro übertragen.

Ich habe auch schon die Antwort, und ich bin zuversichtlich, dass mir dafür im Eilverfahren der Wirtschaftsnobelpreis verliehen wird. Mindestens.

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Wir können uns die Kirchenfeiertage nicht mehr leisten!

Hier wird gerade Geld verbrannt

Heute stehen bei uns im Süden alle Räder still. Es ist Allerheiligen, und die Menschen strömen in die Kirche und auf die Friedhöfe.

Das heißt: Wenn sie nicht auf den Golfplatz strömen wie ich. Oder in die Kneipe.

In Wahrheit sind die Kirchen heute auch nicht viel voller als sonst, und das will was heißen. Lediglich 3 der rund 25 Millionen Katholiken gehen überhaupt noch in den Gottesdienst, also gerade mal 12,6 %. Und laut Allensbach bezeichnen sich nur 7% der 25 Millionen Protestanten als “sehr gläubig“. Dafür ist die Gruppe der als „konfessionslos“ Gemeldeten laut Statistischem Bundesamt heute mit 28 Millionen bereits die größte Gruppe, und bis 2020 oder so wird erwartet, dass jeder zweite Deutsche keiner Kirchen mehr angehören wird.

Ich will jetzt keine Debatte über Sinn oder Unsinn vom Glauben an eine übernatürliche Kraft vom Zaume brechen, auch wenn ich durchaus mit Richard Dawkins einig bin, dass Religiosität eine der größten Ursachen für Leid, Tod und Vertreibung auf der Welt ist und wir alle sehr viel besser dastünden, wenn es keine organisierte Religionen gäbe.

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Eine tragbare Lösung des Bankenproblems

So Sieger aus!

Der Amerikaner Thomas Friedman hat eine so herzerfrischende Art, es auf den Punkt zu bringen, egal worüber er schreibt. Sein Buch, „The World is Flat“, hat das Gespenst der Globalisierung auf handliche Haushaltsgröße reduziert, und in seinen Kolumnen für die „New York Times“ heilt er mit leichter Hand die dringendsten Probleme der Gegenwart mit simplen, auf gesunden Menschenverstand gründenden Lösungen, die nur den einen kleinen Nachteil haben, dass sie keine Chance haben, jemals umgesetzt zu werden.

Nehmen Sie seinen jüngsten Beitrag über die moralische Sumpflandschaft, die sich heute „internationales Investmenetbanking“ nennt und gegen die täglich mehr junge – und einige nicht mehr ganz so junge – Menschen an der Wall Street und anderswo auf die Barrikaden gehen. Friedmans absolut korrekte Analyse: Die Investmentbanker nicht nur, aber ganz besonders in den Vereinigten Staaten sind inzwischen so übermächtig und gleichzeitig so maßlos geworden, dass sie die Korruption auf unsere politischen Insultationen übertragen hat. Kein Abgeordneter in Amerika kann sich ernsthaft um Bankenreform bemühen, weil er von der Banker-Lobby sofort mundtot gemacht werden würde. Ein sanfter Hinweis an seinen Fraktionschef mit der leisen Drohung, die Parteispenden könnten aufhören zu sprudeln, und schon ist das Thema vom Tisch.

Friedman hat eine ganz einfache und elegante Idee sowie drei außerordentlich schlüssige und ernstgemeinte Vorschläge, mit denen man sich Banker ganz schnell auf Normalmaß zurückstutzen könnte:

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