A Second Chance to Run

Since I know that some of you are concerned about the condition of my health, I guess a short update is called for. So here we go:

I have been a long-distance runner for many years, and while I may not be very fast (my best Marathon time was 4:14) running is very much a central part of my life.  I routinely wear a heart monitor to check my progress, and in June the device started to show absurdly high hearth rates of 200 or more beats per minute. Of course, a 61 year-old heart simply can’t beat that fast, especially not for over half an hour and more, so there had to be some other explanation.

In fact it turned out that I suffer from auricular or atrial fibrillation, which doctors often jokingly refer to as “sick sinus syndrome”. This happens when the heart gets confused by signals originating in the major blood vessels leading to the two upper chambers (atria) of the heart. As I now know, about 2 to 3 million people in Germany alone suffer from this condition, which causes shortness of breath and a feeling of restriction (“belt around your chest”), both of which you don’t really want if you are running 42 kilometers (26 miles).

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Mit dem Laser nach Berlin

Vorher, nachher?

Je nachdem, welcher Statistik man glaubt, leiden in Deutschland schätzungsweise zwei bis drei Millionen Menschen an so genannten „Herzvorhofflimmern“. Wer das nicht kennt, dem sei gesagt: Dir geht es schlagartig ganz furchtbar schlecht. Du bekommst keine Luft, es ist so, als würden sie dir einen Gürtel um die Brust schnüren, der dir die Luft abdrückt. Das ist schlecht, wenn du so wie ich auf den jährlichen Marathonlauf trainierst, denn auf einmal fühlst du dich so schlapp wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Vor allem aber ist es nachts schlimm, wenn du mit dir ganz alleine bist und hörst, wie dein Herz auf einmal verrücktspielt, plötzlich ganz schnell schlägt und dann auf einmal gar nicht mehr. „Ist das das Ende?“, fragst du dich da unwillkürlich, und die Todesangst raubt dir den Schlaf, so dass du am nächsten Morgen tatsächlich glaubst, das Ende sein zumindest nahe.

Ich habe das Problem lange vor mich hergeschoben, wie das wohl die meisten tun. Aber irgendwann habe ich meinen Hausarzt angerufen und gefragt, ob ich mal vorbeikommen soll, damit er mich anschaut. „Sie lassen jetzt alles stehen und liegen und kommen sofort her!“, befahl er mir. Ich sei hochgradig Schlaganfall gefährdet, da müsse man sofort etwas tun. Und zum Glück empfahl er mir den vielleicht besten Kardiologen Deutschlands, Prof. Thomas Ischinger in München, der mich zunächst auf Blutverdünner setzte, dann zu einer Herzkatheder-Untersuchung vorlud, bei der zumindest das Schlimmste ausgeschlossen werden konnte, nämlich ein Koronarverschluss , also die Verstopfung der Herzkranzgefäße durch Blutfette und Kalkablagerungen. Dann wäre ich nämlich bestenfalls ein Bypass-Kandidat, schlimmstenfalls demnächst tot gewesen.

Soweit die gute Nachricht. Die schlechte: Um das Flimmern loszuwerden, müsste ich zeitlebens Beta-Blocker nehmen. Dann könnte ich allerdings meine Laufschuhe an den Nagel hängen, denn mit der Langstrecke sei dann nichts mehr.

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Qualitätsjournalismus heißt auch, dem Staat eine lange Nase machen

Ellebätsch!

Wenn sich jemand einem Journalisten anvertraut, muss er sich unbedingt darauf verlassen können, dass dieser seinen Namen niemals preisgeben wird. Ohne diese garantierte Vertraulichkeit von Informationsquellen wäre kritischer Journalismus überhaupt nicht möglich.

Normalerweise denkt man beim Thema Informantenschutz an Dissidenten in China, dem Nahen Osten oder Nordafrika, wo ein falsches Wort ins falsche Ohr tatsächlich den Kopf kosten kann. Aber auch in einem so genannten Rechtsstaat wie Deutschland wird die Obrigkeit nicht müde, an diesem Grundrecht eines freien Journalisten zu kratzen, wie zuletzt das Bundesverfassungsgericht, das dieser Tage im Namen des Volkes entschied, dass Journalistentelefone abgehört werden dürfen, wenn dadurch der Aufenthaltsort eines gesuchten Verbrechers festgestellt werden kann. Wobei selbstverständlich dieselbe Obrigkeit entscheidet, ob ein solcher Fall vorliegt. De facto sind Journalisten also der Willkür von Staatsbeamten und Juristen ausgeliefert. Weiterlesen

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Think global – act local

Lokaljournalist: Wer, ich?

Auf den Münchner Medientagen fand eine, wie ich fand, hochinteressante Diskussion zum Thema „Zukunft des Lokaljournalismus im Online-Zeitalter“ statt. Ich kann es mir sparen, dazu einen Text zu schreiben, denn das hat der Veranstalter, der Münchner Üresseclub, bereits für mich getan in Form der folgenden Pressemitteilung, die ich hier ungekürzt wiedergebe.

 

Die größte Relevanz haben nach wie vor die Todesanzeigen

München – Die Tageszeitung galt lange Zeit als das wichtigste lokale Medium, das dem Menschen die Informationen und Hintergründe um das Geschehen in seiner direkten Umgebung näher brachte. In der Ära von Digitalisierung und Internet jedoch stellen Online-Angebote bislang erfolgreiche Geschäftsmodelle zunehmend in Frage. Mit niedrigen Produktionskosten und der Schnelligkeit des Internets erwächst der Zeitung zudem durch lokale Weblogs eine neue Konkurrenz. Bei einer Veranstaltung des Internationalen PresseClubs München e. V. diskutierten Journalisten im Rahmen der MEDIENTAGE MÜNCHEN über die Bedeutung des Lokalen im digitalen Zeitalter.

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Der Fisch in mir

Hallo, Urgroßvater!

Es war schon schlimm genug, als der Mensch noch vom Affen abstammte. Doch nun haben Forscher an der Cornell-Universität herausgefunden, dass Homo sapiens ein Nachkomme einer ziemlich hässlichen Fischart ist, Polyodon spathula, zu deutsch Löffelstör, im Englischen Paddlefish genannt.

Laut Wikipedia handelt es sich dabei um die einzige Art der monotypischen Gattung Polyodon. Er wird 1,5 bis über 2 Meter groß und schiebt eine lange, löffelförmige Schnauze vor sich her, von dem auch der Name stammt und der gut einen Drittel seiner Körperlänge ausmacht.

Ich kenne zwar auch Menschen mit ausgeprägtem Gesichtserker, aber an einen Löffel hat mich noch keine Nase erinnert. Und mit dem Fisch teilen wir Menschen heute höchstens die Schuppen, gegen die wir uns aber mittels Spezialshampoo zur Wehr setzen können.

Andererseits sind eucharistische Fische ein verbreitetes Bildmotiv der frühchristlichen Kunst, oft in Verbindung mit der akronistischen Inschrift „ΙΧΘΥΣ“ (ICHTHYS), das griechische Wort für „Fisch“. Er soll an die wunderbare Speisung der Fünftausend erinnern, wo bekanntlich zwei Fische und fünf Laib Brot genügten, um alle satt zu machen. Nun, es gab im Galiläa der Zeitenwende keine Kühlschränke, und so könnte es auch sein, dass einfach keiner der Anwesenden großen Hunger verspürte bei dem Duft. Aber wie dem auch sei: Die Frühchristen wussten offenbar etwas, was wir erst jetzt (wieder) herausgefunden haben, nämlich dass der Fisch abstammungstechnisch gesehen unser nächster Anverwandter ist.

Ich bin gespannt, wann die ersten New Age-Gurus Bücher auf den Markt werfen werden, die uns helfen sollen, uns mit unserem inneren Fisch zu verbinden. Andererseits sehe ich schwere Zeiten auf die Anbieter von Delfintherapien zukommen, da Delfine bekanntlich keine Fische, sondern Säugetiere sind, und wer weiß wer da evolutorisch die Hand im Spiel hatte. Alternativ böte sich in der Zukunft die Stör-Therapie an, auch wenn die Viecher eine deutlich geringere Kuschelquote haben als die Delphinidae.

Ganz schlechte Karten haben jetzt natürlich Feinschmecker, denn es kann nur eine Frage der Zeit sein, bis Fundamentalisten das Verspeisen von Kaviar mit der Abtreibung menschlicher Embryonen gleichsetzen werden.

Überhaupt müssen wir vielleicht nochmal darüber nachdenken, ob sich Fische in Zukunft noch für den menschlichen Verkehr eignen, oder ob wir uns damit nicht die Schwelle der Anthropophagie erreichen. Wobei wir wohl in Zukunft für die Gattung der Fischfresser einen neuen Begriff brauchen. Wie wär’s mit Psariophagie?

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Because the platypus both lays eggs and produces milk, it is one of the few animals that can make its own custard. (Mike Dickison)

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Tim Cole ist doch nicht umsonst gestorben

Kandidaten für die Todeszelle: Tim Calvin Cole (links), Tim Brian Cole (rechts)
Die Todesstrafe wurde in der Bundesrepublik mit der Einführung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 offiziell abgeschafft. Allerdings richteten die Alliierten bis 1951 noch 284 Ex-Nazis im so genannten Kriegsverbrechergefängnis in Landshut hin, und auch in der DDR bestand sie noch bis 1987 fort. Inzwischen gilt sie als ein Relikt der Barbarei, und gerade hier in Deutschland deutet man mit entrüstetem Zeigefinger auf Amerika, wo sie in 34 Bundesstaaten nach wie vor im Gesetzbuch steht.

Ich selbst teile diese Ansicht, fühle mich aber auch in besonderer Weise betroffen, denn gleich zwei meiner Namensvetter sind nur knapp der staatlichen Blutrache entkommen.

Der erste, Tim Calvin Cole, saß 22 Jahre lang in einer Todeszelle in Texas, weil er einen Mann mit einer Hundeleine erwürgt hatte. Das Oberste Bundesgericht wandelte die Strafe in Lebenslänglich um.

Der Fall von Tim Brian Cole, ein schwarzer Student an der Texas Tech University, schrieb sogar amerikanische Rechtsgeschichte. 1985 sollte er wegen Vergewaltigung an einer Weißen zum Tode verurteilt werden, kam aber schließlich mit 25 Jahren Zuchthaus davon. In Wahrheit war er unschuldig: 1995 legte der wahre Täter ein Geständnis ab. Tim Cole nützte das nichts: Er starb 1999 im Gefängnis an einem unbehandelten Asthmaanfall.

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2000 Jahre Eisenbahn

Heute Morgen fand ich diese elektronische Korrespondenz meines Freundes Michael in meiner Mehlbox, und ich möchte sie den geneigten Lesern dieses Blogs nicht vorenthalten.

Hallo Tim,

ich weiß nicht, ob du das schon kennst, aber ich bin beim aufräumen in meinem Computer ueber diesen „interessanten“ Artikel gestolpert – das Thema war vor Jahren mal hochgekommen, als ich mich noch mit Eisenbahnzügen beschäftigt hatte.

Ich finde es faszinierend, wie manche absolut gebräuchlichen Größenordnungen irgendwann einmal festgelegt wurden… 😉

Liebe Grüße

Michael

Spurbreite
Die Spurbreite von Eisenbahnen in den USA und in Kanada (der Abstand zwischen den Gleisen) ist 4 Fuß 8.5 Zoll. Dies ist auch der Spurabstand hierzulande mit 1435 mm. Das ist eine außerordentlich krumme Zahl. Warum wurde gerade diese Spurbreite verwendet?

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Schnäppchen-Falle Internet

Darfs ein paar Prozent mehr sein?

Haareschneiden beim Promi-Friseur für die Hälfte, Gourmet-Menüs im Sterne-Restaurant für ein Drittel und Ferienflüge für ein Viertel: Möglich machen das neuerdings so genannte „Deal-Plattformen“ im Internet. Vermarkter wie Groupon oder die Berliner Firma DailyDeal locken marktschreierisch mit Sprüchen wie: „Gutscheine, Coupons & Rabatte von bis zu 90%“

Der Trick zieht: 39.000 Gutscheine kauften deutsche Kunden beim Kosmetik-Anbieter Body Shop, eine Autowerkstatt in Hamburg bot eine Reparatur für 50 Euro statt 100 an – und war binnen Stunden auf Monate hinaus ausgebucht. Insgesamt setzte Groupon 2011 alleine in Berlin in den ersten drei Monaten Gutscheine im Wert von mehr als vier Millionen Euro ab.

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New York Subway Sets a Signal

Catching up with the rest of the world

And you thought America’s crumbling infrastructure resembles that of a third-world nation? Wrong; it’s worse.

Two days ago, the Metropolitain Transportation Authority announced that commuters on the  New York subway system can now use their mobile phones to talk or text. Well, actually it only works in four downtown stations. And only AT&T and T-Mobile customers will be able to connect. But hey, it’s a start, ain’t it?

As anyone who has been to New Dehli, Singapore, Shanghai or Rio de Janeiro knows, you have been able to use your cell phone underground on most lines for years. So in reality, New York, at least, is still struggling to catch up with the Third World.

I don’t know about you, but I find this rather worrying. But on the other hand, the U.S. does have more weapons and soldiers than anyone else, so I guess that kind of evens things out…

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