Einmal ohne

Geht es Ihnen auch so? Ich fühle mich jedenfalls ohne Handy mittlerweile richtig nackt. Aufgefallen ist mir das, als ich vor kurzem erst im Auto merkte, dass ich das Mobiltelefon zu Hause vergessen hatte. Ich habe sogar allen Ernstes überlegt, ob ich nicht umdrehen und das Ding holen sollte. Da ich aber ohnehin schon zu spät dran war, ließ ich es sein und verbrachte einen Tag „ohne“. Ganz komisches Gefühl, das: Man möchte ganz spontan jemanden anrufen und kann nicht. So schnell ist das D-Netz selbstverständlich geworden!

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Für derartige Abhängigkeiten hat meine Frau überhaupt kein Verständnis. Sie nutzt ihr Handy zwar ganz gerne, aber als ich kürzlich beim Fahrradausflug mit der Tochter den Motorola-Knochen in die Satteltaschen steckte, wurde sie patzig. Man habe schließlich Wochenende und frei und überhaupt. Wir fuhren durch das malerische Körschtal bei Stuttgart, ließen uns die Sonne auf den Kopf scheinen und dachten an alles Mögliche, nur nicht an Mobilfunk. Da bleib meine Frau plötzlich stehen. Sie sei auf einmal ganz unsicher, ob sie die Terrassentür beim Weggehen zugemacht habe oder nicht. Ob wir vielleicht zurückfahren sollten? Woraufhin ich das Handy aus der Tasche holte, kurz die Nummer vom Nachbarn wählte und ihr den Hörer hinhielt. Der freundliche Mitbewohner schaute schnell nach und konnte kurz darauf uns beruhigen: Ja, die Tür sei zu. Als ich das Telefon wieder verstaute, meinte meine Frau nachdenklich: „Na, so ganz unnütz ist so’n Ding ja doch nicht…“

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Deutsche sind selber schuld

Der Online-Standort Deutschland ist gefährdet. Und dass, obwohl der Markt im Cyberspace bereits heute boomt. Das ist das Ergebnis einer Studie der Diebold-Unternehmensberatung zum Thema „Business Digital“. Vier Millionen Menschen benutzen demnach schon Internet oder T-Online, bis zum Jahre 2000 sollen es zehn Millionen werden.

„Was noch viel wichtiger ist“, meinte Diebold-Chef Ulrich Sempf bei der Vorstellung der Analyse, „die vier Millionen deutschen Online-User erzeugen heute bereits einen digitalen Warenumsatz von mehr als 800 Millionen Mark.“ Wer da nicht ins Geschäft einsteigt, ist wohl selber schuld? „Leider“, meint Sempf, „sind die deutschen Unternehmer denkbar schlecht auf die Herausforderung der Online-Medien gerüstet. Wenn das so weitergeht, wird der hiesige Markt durch ausländische Anbieter erschlossen und ein beträchtlicher Teil der Wertschöpfung in Vertrieb und Logistik sowie im Handelsbereich in Deutschland vernichtet.“

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Der Trend geht zum Zweit-Handy!

D-Netz-Telefone sind billig wie nie. 389 Mark bei Vobis für den Motorola-Knochen! Kein Wunder, da§ der Trend zum Zweitgerät in vollem Gange ist. Sogar meine Frau, sonst eher skeptisch gegenüber den Segen moderner Telekommunikation, hat es jetzt erwischt. Für ihren motorisierten Einkaufswagen (einen Fiat 500 als Auto zu bezeichnen, fällt mir irgendwie schwer) hat sie sich einen Motorola samt Schwanenhals-Halterung und Stromanschluss via Zigarettenanzünder angeschafft. Merke: Platz für ein Mobiltelefon ist in der kleinsten Hütte.

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Probieren Sie allerdings spaßeshalber, den Billig-Motorola mal zu programmieren. Um so etwas Einfaches wie den Ladezustand des Akkus abzurufen, brauchen Sie fünf verschiedene Tasten. Um eine Telefonnummer einzuspeichern, muss ich immer erst im Handbuch blättern. Intuitive Benutzerführung tut Not im D-Netz.

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Digitaler Mundraub

Mobilfunk hat manches verändert , so auch das Ritual beim Geschäftsbesuch. Früher tauschte man mit Kunden oder Partner zunächst Nettigkeiten aus, bot sich Kaffee an und kam dann erst zur Sache. Heute ist die erste Frage nach der Steckdose. Ich habe mir mittlerweile eine Reihe mehr oder weniger witziger Standardformulierungen zurechtgelegt, um die zwischenmenschliche Stimmung gleich auf Anhieb zu verbessern. Beispielsweise: „Darf ich mal eben mein Handy bei Ihnen auftanken?“ Oder: „Danke, kein Kaffee – aber kann ich vielleicht ein bisschen Strom tanken?“ Und schließlich: „Bitte die paar Ampére auf die Rechnung setzen.“

Noch aberwitziger wird es unterwegs auf Reisen, beim Restaurantbesuch, zum Beispiel, wo ich inzwischen meinen Sitzplatz nicht mehr nach der Aussicht oder nach dem Ambiente, sondern ausschließlich nach der Verteilung der Steckdosen richte. Neulich saß§ ich in Berlin im Steakhaus, hatte gleichzeitig den Laptop und den Handy am Stromnetz angehängt und den Koffer kunstvoll so hingestellt, dass der Kellner möglichst nichts merken sollte. Falls doch, hatte ich mir schon die passende Antwort zurechtgelegt: „Noch nie was von Mundraub gehört, wa …?“

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Anschluß verpasst

Mein Kollege Rainer Lachenmaier von der Zeitschrift „promobil“ über eine Szene, die er vor kurzem morgens in der S-Bahn erlebt hat: „Steht da so ein Jungdynamiker –  Dreitagesbart, Trenchcoat – und geht ganz wichtig mit seinem Handy am Bahnsteig auf und ab. Als er Verbindung kriegt, höre ich ihn noch sagen: „Also, ich stehe jetzt am Bahnhof in Backnang und fahre gleich los. Ich bin also genau um 8.45 bei Ihnen.“ Da ertönt die Tonbandansage: „Vorsicht, zurücktreten, die Türen schließen selbsttätig.“ Der Junge sprintet noch los, aber da fährt der Zug schon an. Das letzte, was ich sehe, ist wie er verzweifelt das Telefon aus der Tasche zieht und zu wählen anfängt…

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(Kein) Fahrrad mit Telefon

München ist ein Paradies für Fahrradfahrer: Es ist flach, die Radwege sind gut ausgebaut und die Entfernungen in der Innenstadt recht kurz. Als Neu-Münchner radelte ich in diesem schönen Herbst viel herum, statt im Büro zu sitzen – wozu hat man schließlich sein Mobiltelefon? Im Bekanntenkreis hieß es bald kopfschüttelnd: Jetzt hat er ein Fahrrad mit Autotelefon …

Macht ja auch Spaß, so sorgenfrei durch die Gegend zu radeln, eine Hand am Lenker, die andere mit dem Handy am Ohr. Allerdings nur solange, bis ich mal mit dem Vorderrad in einer Straßenbahnschiene hängenblieb und um ein Haar samt Mobiltelefon unter die Räder gekommen wäre. Was mich schlagartig von meiner eigenen Dummheit überzeugte: Wo ich doch immer über die verantwortungslosen Autofahrer schimpfe, die am Steuer telefonieren. Ich gelobe jedenfalls feierlich Besserung: Ab sofort wird rechts rangefahren, wenn es klingelt – auch wenn ich „nur“ mit dem Drahtesel.unterwegs bin.

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Telefonzelle in der Tasche

Sportlich, sportlich: An einem verregneten Wochenende machte ich mit samt Frau und achtjährigem Töchterchen per S-Bahn auf ins Stuttgarter Neckarstadion zum „Eurobowl VIII“, dem Endspiel um die europäische Meisterschaft in American Football. Die Hot Dogs waren lauwarm, das Spiel der London Olympians gegen die Bergamo Lions auch. Zur Halbzeit froren uns die Füße, und wir wollten nur noch heim! Sogar der Fußweg zur S-Bahn-Station war uns zu weit. Was macht man da als Familienoberhaupt? Ganz einfach: Handy raus und mit sicherem Griff die Nummer der Taxizentrale anrufen. Wir stünden in der Benzstraße beim Stadion, ob sie uns bitte einen Wagen schicken würden? Ja, wo wir denn genau seien, wollte die resolute Schwabendame vom Droschkenfunk wissen, in einer Telefonzelle? Nee, sagte ich, ich hab‘ meine Telefonzelle bei mir. Der Witz kam aber nicht an. Wo denn die Telefonzelle nun genau sei? Statt weiter zu frieren gab ich klein bei und verabredete mich mit dem Chauffeur bei den Telefonzellen am Stadionausgang.

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Die 10 Gebote des Internet

Der erste Schritt ins Internet ähnelt für viele Leute immer noch dem Aufbruch zu einer Abenteuerreise mit ungewissem Ausgang. Doch spätestens beim ersten Trip entlang der Datenautobahn stellen sie fest, dass in weiten Teilen des Internets im Grunde nur ganz normaler Alltag herrscht. Menschen schreiben sich gegenseitig Briefe, treffen sich zum Quatschen in einer Newsgroup, blödeln ein bisschen herum oder betreiben ernsthafte Geschäfte, je nach Veranlagung und Tageszeit. Das Wort von der „virtual community“, dem virtuellen Kommunalwesen im Cyberspace nimmt, je vertrauter Sie mit dem Net werden, immer konkretere Gestalt an.

Wie in jeder menschlichen Gemeinde gibt es auch im Internet gewisse Spielregeln, an die sich möglichst alle halten sollten, um ein reibungsloses Miteinander zu gewähr-leisten. Allerdings können diese Spielregeln je nachdem, wo Sie sich gerade befinden, durchaus anders sein. Im New Yorker Lower East Side gelten andere Konventionen als in München-Grünwald, und im Hamburger Hafenviertel oder in Berlin-Kreuzberg achtet kein Mensch auf Dinge, die in einem gutbürgerlichen Wohnviertel als Skandal gelten würden.

Die 10 Gebote des InternetAuf dem Internet ist das nicht anders. In einer Newsgroup zum Thema Topflappenhäkeln herrscht gewiss ein anderer Umgangston als der in dem bereits zitierten Beschimpfung-Forum alt.flames. Sie werden in der Praxis nicht umhin kommen, sich den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen, je nachdem wo es Sie in den verschlungenen Weiten der Infobahn gerade hin verschlagen hat. Toleranz ist angesagt – ebenso wie Rücksichtnahme und Respekt vor der Meinung anderer.

Eines ist auffällig, wenn Sie im Cyberspace mit anderen zusammenkommen, nämlich das meist recht hohe Niveau der Auseinandersetzung. Das ist sicherlich ein Vermächtnis aus den Frühtagen des Internet, das im universitären Bereich entstand. Sie werden viele hochgebildete und gescheite Leute finden – was nicht unbedingt heißen muss, dass sie auch sympathisch sind.

Das Thema Ethik und Internet ist für viele, die sich auf dem Net tummeln, mehr als nur eine leere Worthülse. Es gibt eine eigene Institution, die sich „Computer Ethics Institute“ nennt und die sich eines regen Zuspruchs aus der Szene erfreut.

Dort wurden vor einigen Jahren ein paar Grundsätze erarbeitet, die mittlerweile als die „Zehn Gebote der Computer-Ethik“ auf dem Internet allgemeine Anerkennung, wenn auch nicht immer allgemeine Beachtung finden. Sie sind ein quasi nichtreligiöses Glaubensbekenntnis, und sie zeigen, dass es zumindest einigen Leuten sehr ernst ist mit der Frage nach dem Sinn dessen, was sie da im Cyberspace tun. Es ist deshalb vielleicht keine schlechte Idee, diese zehn Leitsätze diesem Kapitel, in dem es ja um Verhalten im Alltag geht, voranzustellen.

Die 10 Gebote der Computerethik

1. Du sollst den Computer nicht benützen, um anderen Menschen Schaden zuzufügen.

2. Du sollst nicht die Arbeit anderer am Computer behindern.

3. Du sollst nicht in den Computer-Daten anderer Leute herumschnüffeln.

4. Du sollst den Computer nicht benützen um zu stehlen.

5. Du sollst den Computer nicht benützen, um falsches Zeugnis abzulegen über Deinen Nächsten.

6. Du sollst keine Software benützen oder kopieren, die Du nicht rechtmäßig erworben hast.

7. Du sollst nicht die Computerressourcen anderer ohne Erlaubnis benützen.

8. Du sollst Dir nicht das geistige Eigentum anderer unberechtigt aneignen.

9. Du sollst Dir über die sozialen Auswirkungen des Programms, das Du schreibst, im Klaren sein.

10. Du sollst im Umgang mit dem Computer stets Rücksicht und Respekt für andere zeigen.

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Was darf in einer E-Mail stehen – und was nicht?

In einer offenen Gesellschaft – und das Internet ist mit das Offenste, was man sich vorstellen kann – dürfen Sie natürlich in Ihre E-Mails schreiben, was Sie wollen. Ob das aber unbedingt weise wäre, ist zweifelhaft. Gerade die Offenheit des Net kann sich als Nachteil auswirken, wenn es darum geht, über Dinge zu kommunizieren, die nicht jeder wissen soll.

In der Beschreibung des Header haben wir gesagt, dass eine E-Mail auf dem Weg zum Empfänger durchaus eine Reihe von Zwischenstationen durchlaufen kann. In jedem dieser Rechner ist es theoretisch möglich, dass ein Fehler auftritt und Ihre Mail an jemanden ganz anderen geleitet wird. Computer sind alles andere als unfehlbar. Außerdem sind manche E-Mail-Adressen in Wirklichkeit Mailing Lists, die eingehende Nachrichten sofort an alle Mitglieder der Liste weiterleiten.

Von der Möglichkeit, dass ein böse meinender Mensch Ihre Mail absichtlich abfangen und lesen könnte, wollen wir gar nicht reden. Es ist auch eher unwahrscheinlich, wenn man an die ungeheuren Mengen an Mails denkt, die täglich kreuz und quer durchs Internet reisen. Wie soll ein Hacker wissen, welche Mails für ihn interessant sind und welche nicht?

Die größte Gefahr für die Privatsphäre geht deshalb auch nicht von irgendwelchen anonymen  „Cyber-Strauchdiebenben“ aus, sondern von neugierigen Kollegen oder Familienmitgliedern, die sich in Ihrer Abwesenheit Zugang zu Ihrem Computer verschaffen und in Ihrer elektronischen Post stöbern. Es empfiehlt sich daher immer, von Zeit zu Zeit alte Post mit vertraulichem Inhalt von der Festplatte zu löschen. Machen Sie sich notfalls eine Papierkopie und schließen Sie sie in den Schrank (oder Tresor) – das ist bestimmt  am sichersten.

Noch besser ist es, die eiserne Regel der elektronischen Post zu beachten, nämlich: Schicken Sie nichts per E-Mail, was Sie nicht auch per Fax (oder als Postkarte!) versenden würden. Das gilt für Geschäftsgeheimnisse ebenso wie für Intimes aus Ihrem Privatleben.

Ansonsten gibt es kaum etwas, das nicht per E-Mail schneller und effizienter kommuniziert werden kann als per Brief. Dennoch gibt es, wie bei jedem Medium, Stärken und Schwächen, und es lohnt sich, sich darüber im Klaren zu sein, wozu E-Mail gut ist – und wozu nicht.

E-Mail steht in unmittelbarerer Konkurrenz zur Briefpost auf der einen Seite, zum Telefon und Telefax auf der an-deren. Das Telefon ist zweifellos noch schneller – aber Sie verschwenden häufig sehr viel Zeit damit, Ihr Gegenüber endlich an die Strippe zu bekommen. Die Amerikaner haben dafür den schönen Ausdruck „telephone tag“ geprägt  – telefonisches Fangenspielen. Angeblich gehen dem Bruttosozialprodukt einer Industrienation jährlich Milliarden durch diese verschwendete Zeit am Telefon verloren. Für Routinekommunikation wie Terminabsprachen und  -bestätigungen, Weiterleiten von Vorschlägen und Kalkulationen, Auftragserteilung und so weiter ist E-Mail das ideale Medium, denn die Nachricht erreicht den Empfänger erstens dann, wenn er sich im Büro befindet, und zweitens gerade aufnahmefähig ist. Gegenüber konventioneller Schneckenpost ist E-Mail in Sachen Schnelligkeit voraus.

Das setzt allerdings voraus, dass Ihr Gegenüber regelmäßig in seinen elektronischen Briefkasten schaut. Sonst kann Ihre Mail durchaus tagelang liegenbleiben und die Kommunikation hat ihren Sinn verfehlt. Jeder, der E-Mail benützt, sollte sich deshalb angewöhnen, mindestens einmal am Tag – besser noch alle paar Stunden – nach-zuschauen, ob Post für ihn da ist.

Die Briefpost hat Vorteile, wenn es um Beweiskraft geht. Ein Lieferant könnte behaupten, eine Bestellung per E-Mail nicht bekommen zu haben. Ähnliches gilt für das Versenden von Rechnungen per E-Mail. Vollends untauglich wird das elektronische Medium dann, wenn es um Unterschriften geht. Hier liegt die Sache etwa so wie beim Fax, dem deutsche Gerichte auch nur sehr zögernd den Status von Rechtsgültigkeit einräumen. Es ist nicht einfach – und in manchen Fällen sogar unmöglich – festzustellen, woher eine Mail wirklich kommt. Auch E-Mail-Adressen lassen sich fälschen (”spoofing” nennt man das in der Fachsprache). Das gleiche gilt natürlich auch für herkömmliche Schriftstücke (im Zeitalter von DTP ist es ein Kinderspiel, Briefbögen zu duplizieren), aber insgesamt tut sich ein Gauner mit Papierdokumenten schwerer.

Ein Riesenvorteil von E-Mail ist die Möglichkeit, gleichzeitig mit Gruppen von Teilnehmern zu kommunizieren. E-Mail ist also das ideale Medium für Rundschreiben. Das Telefon erlaubt zwar auch Konferenzschaltungen, aber sie sind kompliziert und können nur eine begrenzte Anzahl von Menschen einschließen. Die Bundespost bemüht sich seit Jahren, die Kosten für Rundschreiben per Briefpost so zu verteuern, dass alle mit der Zeit ohnehin gezwungen sein werden, sich ans Internet anzuschließen. Und selbst die Rundsendefunktion des Fax ist hier die deutlich schlechtere Alternative, weil jeder Teilnehmer einzeln angewählt werden muss, was Zeit und Geld kostet (es sei denn, Sie arbeiten mit einem professionellen Faxversender zusammen, was aber auch teuer kommt). Per E-Mail lässt sich ein Rundschreiben an viele Dutzend Menschen mit einem einzigen Knopfdruck erledigen.

In einem Punkt ist das Internet gegenüber den beiden anderen Medien ohnehin unschlagbar, nämlich mit seiner Fähigkeit, kodierte Daten im Binärformat zu übertragen. Dem Internet ist es nämlich egal, ob Ihr ”Brief” aus Text, einer Tabellenkalkulation, einer Datenbank oder einem digitalisierten Bild besteht. Diese werden einfach als sogenannte  „Attachments“ (Anlagen) an die E-Mail angehängt und mit übertragen. Der Empfänger kann sie gleich weiterbearbeiten und in computerlesbarer Form abspeichern. Und das alles sehr viel schneller und zu einem Bruchteil der Kosten von Diskettenversand.

Wenn Sie unbedingt vertrauliche Informationen per Internet verschicken wollen, bieten die meisten Hersteller von Internet-Software inzwischen sogenannte „Encryption Protocols“ an. Die Mail wird vom Absender kodiert und als unleserliche Folge von Computerzeichen versandt. Der Empfänger muss mit dem gleichen Programm ausgestattet sein, das es ihm erlaubt, die Nachricht wieder zurück zu verwandeln. Standards für solche Verschlüsselungsverfahren fehlen bisher ganz. Also muss man sich mit jedem einzelnen Teilnehmer absprechen, bevor man sich mit ihm per „sichere mail“ austauschen kann, was die Einsatzmöglichkeit in der Praxis wesentlich einschränkt.

(aus: „Internet-Praxis – der Wegweiser für das größte Datennetz der Welt)

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Nicht erwischen lasssen!

Wie man so hört, ist der Weitervermittlungs-Service gerade bei Spesenrittern hoch im Kurs. Der Grund: Bei Direktwahl taucht die gewählte Nummer in der Telefonrechnung auf. Die Buchhaltung sieht also, ob einer auf Geschäftskosten privat geplauscht hat. Tippt man dagegen die Nummer der freundlichen Fräuleins vom Amt (2555 bei D1, für D2-Kunden 2288) und läßt sich mit der Ehefrau oder Freundin verbinden, läßt sich nichts nachweisen. Wie heißt doch das elfte Gebot: „Du sollst dich nicht erwischen lassen …“

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