Österreich hat schlechte Noten für Cybersicherheit

Wollen Sie zuerst die gute oder die schlechte Nachricht über Internet in Österreich? Also gut, zuerst die gute: Österreich steht an fünfter Stelle global gesehen laut einer neuen Studie von Surfshark, einer niederländischen Cybersecurity-Firma. Und jetzt die schlechte: Österreich liegt nur auf Rang 20 in Sachen Cybersicherheit, fünf Plätze schlechter als ein Jahr zuvor.  Das ist zwar immer noch höher als 83% der 121 untersuchten Nationen, aber immer noch weit hinter Deutschland, zum Beispiel, das auf Rang 10 liegt.

Der Wert für Die digitale Sicherheit gibt an, wie gut Menschen im Internet geschützt sind. Österreich ist eigentlich ganz gut gerüstet für den Kampf gegen Cyberkriminalität, da das Land Mitglied der EU ist und der Datenschutzverordnung DSGVO unterliegt. Zum Vergleich: Die USA liegen bei der KI an erster Stelle, bei der Cybersicherheit jedoch nur auf Platz 38. Dies verdeutlicht die rasante Verbreitung der KI bei gleichzeitig mangelnder Online-Sicherheit für die Nutzer, was zu einer Zunahme von Betrugsfällen führt. Ähnlich verhält es sich mit dem Vereinigten Königreich, das bei der KI den zweiten Platz einnimmt, bei der digitalen Sicherheit jedoch nur auf Platz 28 liegt.

„Wir befinden uns im Zeitalter der KI-gestützten Cyberangriffe. KI hat den ‚menschlichen Flaschenhals‘ für Hacker praktisch beseitigt – früher musste ein Angreifer Wochen damit verbringen, zu recherchieren, Ziele auszuwählen, Inhalte zu lokalisieren und gefälschte Websites zu erstellen, um jemanden ins Visier zu nehmen. Heute können sie KI nutzen, um Social-Engineering-Angriffe 100-mal schneller als zuvor zu automatisieren. Für jeden manuellen Betrugsversuch, den wir vor einigen Jahren beobachtet haben, sehen wir uns heute mit tausend automatisierten, hochqualitativen Angriffen konfrontiert, die wir nicht unterscheiden können“, sagt Tomas Stamulis, Chief Security Officer bei Surfshark.

„In dieser neuen Landschaft darf die Online-Sicherheit nicht hinter dem technologischen Fortschritt zurückstehen“, sagt Stamulis. „Ein einziges Online-Sicherheitstool reicht nicht aus. Um in diesem von KI geprägten Bedrohungsumfeld sicher zu bleiben, müssen alle Bürger und Organisationen einen mehrschichtigen Schutz einsetzen, der Echtzeit-Betrugserkennung, Datenschutz-Tools und autonomen Endgeräteschutz integriert, um Maschinen mit Maschinen zu bekämpfen.“ Da herrscht in Österreich wohl ziemlicher Nachholbedarf!

Der „Digital Quality of Life Index 2026“ untersucht 121 Länder anhand von Open-Source-Daten der Vereinten Nationen, der Weltbank und anderer renommierter Quellen. Der Index bewertet fünf Säulen: Internetqualität imsgesamt, Erschwinglichkeit des Internets, digitale Sicherheit, digitale Infrastruktur sowie künstliche Intelligenz, die 2025 als neue Säule hinzugefügt wurde.

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