Ein Handy genügt!

Traurige Nachricht: Meine Frau hat ihren Handy wieder abgemeldet. „Für die zwei, drei Gespräche im Monat sind mir die Grundgebühren einfach zu teuer“, meinte sie. Ein Mobiltelefon in der Familie sei genug. Ich habe mit Engelszungen geredet, aber vergeblich. Merke: Man kann die Menschen nicht zu ihrem kommunikativen Glück zwingen.

 

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Ganz schön teuer am Steuer

Sixt mag Preisbrecher unter den Autovermietern sein, als Telefonverleiher ist er ganz schön teuer. Ich hatte über Ostern einen Baby-Benz drei Tage lang ausgeliehen und zahlte nur 169 Mark fürs Auto – für ein einziges lumpiges Kurzgespräch mit dem eingebauten D-Netz-Apparat aber fast acht Mark! Da können die Kollegen von „connect“ sagen, was sie wollen: Ich benütze zumindest im Mietwagen mein Handy nach wie vor als Autotelefon.

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Oben mit und unten ohne

Seitdem im Englischen Garten die Sonne scheint, sind die Nackedeis wieder da. Doch ganz so wie früher ist es nicht. Ich habe schon drei Herren der Schöpfung im Grünen gesehen, die nichts weiter trugen als einem Handy am Ohr. „Oben mit“ statt oben ohne lautet die Devise.

 

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Mobiltelefone auf den Mond, bitte!

Die schottische Bergwacht würden laut einer Meldung im „Kölner Express“, eingesandt von aufmerksamer Leserin Barbara Meinert, die Mobiltelefone am liebsten auf den Mond schießen. Immer öfter, so die Zeitungsschreiber, rufen Bergsteiger beim Notdienst an, um kühle Getränke oder warme Suppen zu bestellen. Dass allerdings ein ganz unverschämter Mobilfunker angeblich um neue Batterien für sein Handy gebeten haben soll, halte ich dagegen für eine echte Zeitungs-Ente.

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Verfolgungsjagd per Handy

Selten kam das D-Netz so groß im Fernsehen heraus wie beim Geiseldrama Ende Mai 1995 in Celle. Da plauderte der Entführer Günther Finneisen munter mit Reportern vom Beifahrersitz des Porsche 928, den die Polizei als Fluchtfahrzeug besorgt hatte, und dass zeitgemäß mit Autotelefon ausgestattet war. Da hörte man aber auch die flehende Stimme des Opfers, der in N-TV verzweifelt darum bat, den Polizeihubschrauber abzuziehen, weil die Gangster ihn sonst umbringen würden. Nun, die Sache ist zum Glück glimpflich ausgegangen. Aber einen schalen Beigeschmack hinterlässt es doch, wenn ein Stück Technik, dass uns allen Freude und das Leben leichter macht, plötzlich für solche kriminelle Selbstdarstellung missbraucht wird.

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Retter in der Not

Betelgeuse

Ein Mobiltelefon kann Leben retten. Nach einem Autounfall, zum Beispiel. Die Notrufnummer 110 verbindet Sie automatisch mit dem nächstgelegenen Polizeirevier. Denken Sie daran, den Unfallort genau zu beschreiben und einen Krankenwagen anzufordern, wenn es Verletzte gibt. Aber auch in weniger dramatischen Situationen hilft das D-Netz weiter, zum Beispiel wenn ein Autofahrer eine Panne hat und einen Abschleppwagen benötigt.

 Sicher ist sicher

Besonders Frauen werden das schöne Gefühl der Sicherheit zu schätzen wissen, dass ein Mobiltelefon unterwegs vermittelt. Sei es, dass der Wagen nicht mehr läuft und Sie sich in der Dunkelheit nicht zur nächsten Telefonzelle trauen. Oder sei es, dass ein komischer Typ seit ein paar Minuten hinter Ihnen her ist und Sie gerne einen Freund und Helfer hätten.


Dieser Beitrag erschien ursprünglich am 4. Juli 1995 im Cole-Blog

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Ein Abend mit Freunden

RestaurantWarum soll eine Verabredung mit Kollegen oder Bekannten im Chaos enden, nur weil die Kneipe zu ist oder das Lokal, wo man sich treffen wollte, Ruhetag hat. Im Zeitalter des Mobiltelefons ruft derjenige, der zuerst vor der verschlossenen Tür steht, die anderen an und dirigiert sie einfach um. Vorher aber bitte bei der Ausweichadresse anrufen und fragen, ob auch wirklich offen und ein Tisch frei ist.

 

 Beim Rendezvous

WürgburgerNatürlich wollen Sie mit Ihrem Mobiltelefon nicht künstlich Eindruck schinden. Trotzdem kann es ganz nützlich sein, so ein Ding dabei zu haben, wenn Sie mit der neusten Flamme ausgehen. Wenn Sie sich zu Tode langweilen, können Sie mit einem guten Freund einen Notruf arrangieren: Sie müssten sofort nach Hause, Ihr Hamster habe Husten. Jedenfalls besser als Kopfschmerzen.

Und wenn der Abend schön war, haben Sie gleich einen Grund, sich vor dem Schlafengehen nochmal zu melden, nach dem Motto: „Wollte nur wissen, ob du gut heimgekommen bist. übrigens: Wie wär’s mit nächstem Samstag?“

 


Dieser Beitrag erschien ursprünglich am 3. Juli 1995 im Cole-Blog

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Wozu ein normales Telefon?

GolfGerade umgezogen? In der Regel dauert es Wochen, bis die Telecom-Subunternehmer kommen und das neue Telefon installieren. Mit einem D-Netz-Gerät schieben Sie keinen Kommunikationsfrust. Ja, es kommt in letzter Zeit sogar immer häufiger vor, dass Leute, die selten zu Hause sind, ganz auf das herkömmliche Telefon verzichten. Das Mobil-Gerät funktioniert in Gegenden mit gutem D-Netz-Empfang genauso gut, besitzt einen eingebauten Anrufbeantworter und ist in mancher Hinsicht sogar besser als eine Geheimnummer: Sie können es nämlich einfach ausschalten!

 Keiner soll verloren gehen

Beim Fußballspiel, Open-air-Konzert oder Stadtteilfest verliert man sich schnell aus den Augen. „Wir treffen uns am Ausgang“ ist kein optimaler Anhaltspunkt. Wenn mehrere in der Gruppe mit Mobiltelefon ausgestattet sind, geht keiner mehr im Getümmel verloren. Immer mehr Ehepaare legen sich ein Zweit-Handy zu: Während sie Einkaufen geht, kann er sich im Pfeifenladen umsehen. Zwischendurch verabredet man per D-Netz einen Treffpunkt.

 


Aus: D-Netz-Knigge – ein Benimmführer für mobiles Telefonieren. Text: Tim Cole – Illustration: Cellnet/David Haldane – © 1994 by Motor-Presse Stuttgart

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D-Netz-Knigge: Einkaufsbummel im D-Netz

EinkaufSie stehen mit Ihrem Einkaufswagen im Supermarkt und wissen absolut nicht mehr, was Ihre Frau Ihnen aufgetragen hat zu besorgen? Ein Dutzend Austern? Zwei Flaschen Spülmittel? Klopapier? Zehn Eier? Ein Griff zum Handy, und Ehefrieden und Abendessen sind gerettet. Lassen Sie sich übrigens nicht von den bösen Blicken der anderen Leute in der Kassenschlange irritieren. Die stehen alle um Wechselgeld fürs Telefon an…

Das Mobiltelefon ist auch ein nützlicher Begleiter beim Einkaufsbummel. Haben Sie die Konfektionsgröße Ihrer Ehefrau vergessen? Den Zettel mit den Vorhangmaßen? Die Parfümmarke von Fräulein Tochter? Ein Anruf hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge. Das gilt übrigens auch bei Auslandsreisen. Sie stehen in London im Duty-free-Shop und wissen nicht mehr, welche Whiskymarke Ihr Schwiegervater bevorzugt? Anruf genügt!

Denken Sie aber daran, dass nicht jeder Ladenbesitzer begeistert ist, wenn Sie am Telefon über seine Preise sprechen. Gerade Discountläden oder Elektronik-Fachmärkte haben es nicht gerne, wenn die Konkurrenz über ihre Lockvogel-Angebote im Bilde ist. Ein Mobiltelefonierer vor dem Schnäppchen-Regal kommt schnell in den Verdacht, für die Gegenseite.

 


Aus: D-Netz-Knigge – ein Benimmführer für mobiles Telefonieren. Text: Tim Cole – Illustration: Cellnet/David Haldane – © 1994 by Motor-Presse Stuttgart

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Mehr aus dem Mobiltelefon machen!

Stau

Das Telefon im Auto oder im Aktenkoffer galt lange Zeit als teures Statussymbol multinationaler Manager oder geltungssüchtiger Glamour-Sternchen. Dank D-Netz änderte sich das alles gründlich: Das Mobiltelefon ist zum Alltagswerkzeug geworden – und hat damit unseren Alltag verändert. Ein relativ teures Vergnügen ist es aber geblieben, vor allem dann, wenn Sie nicht aufpassen. Andererseits spart ein Gespräch von unterwegs oft jede Menge Zeit und Geld. Es kommt eben darauf an, wie man mit dieser Technik umgeht.

Nützlicher Begleiter

Wenn Sie zu spät losgekommen oder im Stau steckengeblieben sind, können Sie dank D-Netz den Termin verschieben oder ansonsten verlorene Zeit sinnvoll zum Arbeiten nutzen. Ein Kollege erzählte mal, dass er, wenn ihm unterwegs gerade wieder was Geniales einfällt, bei sich im Büro anruft und den Gedanken auf den Anrufbeantworter spricht. Die Sekretärin kennt das schon, schreibt den Geistesblitz auf und legt ihn ihrem Chef am nächsten Morgen auf den Schreibtisch.

Als Mobiltelefon-Besitzer brauchen Sie auch nie wieder hilflos in einer fremden Stadt herumzuirren. Rufen Sie einfach im Hotel oder beim Geschäftspartner an, sagen ihm, wo Sie gerade sind und lassen sich den Weg erklären.

BahnIn der Eisenbahn ist die Sache leider nicht so einfach. Bis heute weigert sich die Deutsche Bahn AG, den als Zug der Zukunft hochgejubelten ICE mit eigenen D-Netz-Empfängern auszustatten. Mobiltelefon-Besitzer müssen also wie alle anderen beim Zugtelefon anstehen und kriegen dann in aller Regel nur das Besetztzeichen des hoffnungslos überlasteten alten C-Netzes zu hären. Wer öfter eine bestimmte Strecke mit der Bahn fährt, kennt allerdings meistens schon die Abschnitte, auf denen sich das Handy zumindest kurzzeitig einloggt. Außerdem kann man den Halt im Bahnhof nutzen, um kurz auszusteigen und ein wichtiges Telefonat vom Bahnsteig aus zu erledigen; beispielsweise um der Frau zu sagen, dass der Zug wie üblich eine halbe Stunde Verspätung hat und sie deshalb bitte ohne Sie ins Theater gehen soll.

Ein Mobiltelefon kann auch am Wochenende oder im Urlaub nützlich sein, zumal die meisten europäischen Länder heute schon über ein gut ausgebautes digitales Telefonnetz verfügen. Sie können vom Strand aus den Rückflug buchen oder im Straßencafé nach Theaterkarten fragen. Und wenn der im Prospekt versprochene Meeresblick in Wirklichkeit durch eine qualmende Industrieanlage versperrt ist, können Sie wenigstens Ihren Frust durch dadurch ein wenig lindern, dass Sie den Vermieter der Ferienwohnung am Telefon beschimpfen – oder indem Sie gleich Ihren Anwalt anrufen.


Aus: D-Netz-Knigge – ein Benimmführer für mobiles Telefonieren. Text: Tim Cole – Illustration: Cellnet/David Haldane – © 1994 by Motor-Presse Stuttgart

 

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