Frohes Fest, allerseits!

Veröffentlicht unter Allgemein, Weihnachten, Xmas | Hinterlasse einen Kommentar

Werkbank 4.0: Smarte Einsatzfelder für Generative KI

Gastbeitrag von Oliver Köth*

Generative KI, Agentic AI und Physical AI bringen frischen Wind in die Industrie. Während klassische KI längst für Predictive Maintenance und Qualitätskontrolle eingesetzt wird, eröffnen diese Technologien ganz neue Möglichkeiten entlang des gesamten Fertigungsprozesses – von der Konstruktion über den laufenden Betrieb bis hin zur Mensch-Roboter-Interaktion.

Die Fertigung erlebt gerade einen tiefgreifenden Wandel. Maschinen, die sich selbst optimieren, Roboter, die ihre Umgebung „verstehen“, und Systeme, die mit Ingenieuren in natürlicher Sprache interagieren, sind längst keine Vision mehr. Doch während klassische KI zwar in vielen Werken etabliert ist – etwa für Anomalieerkennung oder vorausschauende Wartung –, kommt GenAI bislang eher selten zum Einsatz. Dabei eröffnet die Technologie eine neue Dimension: Sie generiert eigenständig Entwurfsvarianten, erstellt Lastenhefte oder bereitet komplexe Wartungsanleitungen auf. Agentic AI geht noch einen Schritt weiter, indem sie in Echtzeit eigenständig Entscheidungen trifft, während Physical AI mit einem Verständnis für Raum, Material und physikalische Gesetze die Brücke zwischen digitaler und realer Welt schlägt.

Die folgenden sechs Einsatzfelder zeigen, wo sich der Einsatz besonders lohnt:

  1. Dokumentation und Konstruktion automatisieren. Im Maschinen- und Anlagenbau gilt die Erstellung von Lastenheften nach wie vor als Flaschenhals. GenAI automatisiert einen großen Teil dieser Arbeit, indem sie aus historischen Projekten, Produktdaten und Kundenanforderungen automatisch Spezifikationen generiert, die den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. So kann die Engineering-Kapazität für die Verfeinerung und Validierung genutzt werden, anstatt Zeit in repetitive Dokumentationen zu investieren. Gleichzeitig unterstützt GenAI bei der Konstruktion: CAD-Modelle werden innerhalb weniger Sekunden generiert und auf ihre Machbarkeit geprüft. Im Design-to-Order-Geschäft, in dem jedes Produkt individuelle Anpassungen erfordert, verkürzt sich die Vorlaufzeit deutlich und die Entwicklungsressourcen werden spürbar entlastet. Generative KI ist quasi der perfekte Sparringspartner, um vorhandene Prozesse zu hinterfragen und neue Möglichkeiten zu erkunden.
  2. Produktionsprozesse in Echtzeit anpassen. Auch in der laufenden Produktion sorgt KI für neue Möglichkeiten. Agentic AI ermöglicht es Fertigungssystemen, sich dynamisch an wechselnde Bedingungen anzupassen. Verändert sich beispielsweise die Viskosität eines Schmierstoffs durch Temperaturschwankungen, passen autonome Agenten Parameter wie Druck oder Geschwindigkeit der Maschine selbstständig an. In hochflexiblen Fertigungslinien, in denen unterschiedliche Produktvarianten parallel gefertigt werden, stimmen mehrere Agenten ihre Entscheidungen miteinander ab, optimieren die Reihenfolge der Arbeitsschritte und verteilen Ressourcen wie Maschinenzeit oder Werkzeugwechsel effizient. Das Ergebnis sind Produktionsprozesse, die Ausschussraten minimieren, Taktzeiten optimieren und die Produktqualität auch unter schwankenden Bedingungen sichern – und das alles in Echtzeit.
  3. Predictive Maintenance optimieren. Die vorausschauende Wartung ist nach wie vor ein wichtiges Thema, gewinnt durch GenAI und Agentic AI nun eine neue Qualität. Während klassische Ansätze auf statistische Modelle und maschinelles Lernen setzten, lassen sich Wartungszyklen heute mit GenAI und Co. noch präziser vorhersagen. KI-Modelle kombinieren Sensordaten mit Domänenwissen, um nicht nur den optimalen Wartungszeitpunkt vorherzusagen, sondern auch den Einbau von Ersatzteilen automatisch zu planen und dafür eigenständig Serviceaufträge auszulösen. So lassen sich ungeplante Ausfallzeiten drastisch reduzieren, die Verfügbarkeit komplexer Anlagen deutlich erhöhen und damit die Gesamtanlageneffektivität und Wirtschaftlichkeit der Produktion optimieren.
  4. Fachkräfte schneller einarbeiten. Darüber hinaus kann GenAI das in vielen Fabriken verstreute Wissen effizient nutzbar machen. Handbücher, Wartungsprotokolle und Schaltpläne liegen oft in unterschiedlichen Systemen vor. GenAI bündelt diese Informationen und stellt sie in natürlicher Sprache oder als visuelle Schritt-für-Schritt-Anleitungen bereit, etwa in Form von Augmented-Reality-Anwendungen. Virtuelle Assistenten greifen in Echtzeit auf Maschinen- und Produktionsdaten zu und unterstützen neue Mitarbeiter bei der Einarbeitung. Wo früher jahrelange Erfahrung nötig war, um komplexe Fertigungsprozesse zu beherrschen, können sich neue Fachkräfte heute innerhalb weniger Wochen einarbeiten – unterstützt von KI-Systemen, die nicht nur Fragen beantworten, sondern auch Handlungsempfehlungen in den aktuellen Produktionskontext einbetten.
  5. Lieferketten und Fabriken regulatorisch absichern. Digitale Zwillinge bilden Maschinen, Fabrikhallen und ganze Supply Chains realitätsgetreu ab. Dadurch lassen sich neue Abläufe simulieren, potenzielle Engpässe erkennen und Optimierungen validieren, bevor physische Änderungen umgesetzt werden. In Kombination mit GenAI entsteht eine neue Qualität der Entscheidungsunterstützung: Regulatorische Anforderungen – von branchenspezifischen Normen bis zu komplexen Compliance-Vorgaben – lassen sich automatisiert prüfen und dokumentieren. Für stark regulierte Branchen wie die Medizintechnik ist dies ein entscheidender Vorteil, da sich der Aufwand für Audits und Nachweispflichten deutlich reduziert.
  6. Mensch-Roboter-Kollaboration neu denken. Physical AI sorgt dafür, dass Roboter und autonome Systeme sicherer und flexibler mit Menschen zusammenarbeiten. Die Technologie vermittelt Maschinen ein tiefes Verständnis für räumliche Beziehungen, Materialverhalten und physikalische Gesetze. In digitalen Zwillingen trainiert, lernen kollaborative Roboter, wie sie sicher navigieren und präzise greifen. Für Fertigungsbetriebe bedeutet das: Ein kollaborativer Roboter assistiert bei Montagen, indem er menschliche Bewegungen vorausschauend antizipiert. Ein Manipulator passt seine Greifkraft wiederum an das tatsächliche Gewicht und die Form eines Objekts an. Das steigert nicht nur die Produktivität, sondern leistet auch einen entscheidenden Beitrag zum Thema „Employee Health and Safety“, das in Zeiten von Fachkräftemangel und zunehmender Automatisierung immer stärker in den Fokus rückt.

Ob automatisierte Konstruktion, selbstoptimierende Produktionsprozesse oder sichere Mensch-Roboter-Kollaboration – die neuen KI-Technologien eröffnen der Fertigungsindustrie völlig neue Möglichkeiten. Entscheidend ist, dass Unternehmen frühzeitig die Weichen stellen: mit einer sauberen Datenbasis, einer skalierbaren Infrastruktur und klaren Verantwortlichkeiten. Dann wird KI nicht nur zum nützlichen Werkzeug, sondern zum strategischen Wettbewerbsfaktor.

 

  • Oliver Koth ist Managing Director Technology & Innovation bei NTT DATA DACH
Veröffentlicht unter artificial intelligence, künstliche Intelligenz | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ein Computer zum Küssen

Ein Computer zum Küssen

In loser Folge wiederhole ich hier einige der beliebtesten Posts seit Beginn des Cole-Blog im Januar 1995. Dieser Beitrag erschien erstmals am 29.8.2012

computer screen kiss?

Technik kann Leidenschaft auslösen

Lieben Sie Ihren Computer? Ich meine: Lieben Sie ihn wirk­lich? Haben Sie ihn zum Beispiel so gerne, dass Sie ihm ge­legent­lich einen zarten Kuss auf den Bildschirm setzen würden? Dann sind Sie Ihrer Zeit voraus, jedenfalls laut Christian Lamprechter, Deutschlandchef von Intel, dem Halbleiter-Riesen, der uns so Dinge beschert hat wie Moore’s Law (verdoppelte Chipleistung alle 18 Monate), die „Wintel-Allianz“ mit Microsoft und den schon fast ubiquitären Werbespruch „Intel inside“.

Lamprechter ist eigentlich eher ein ruhiger, kopfgesteuerter Typ. So wirkt er jedenfalls auf mich. Kein feuriger Südländer, schon eher der kühle Klare aus dem Norden, der sein Gefühlsleben gut im Griff hat. Aber in seinem tiefsten Innern scheint wohl ein Vulkan zu brodeln.

Das wurde überdeutlich bei der Vorstellung der neuen ultra­flachen, ultraschnellen und folglich auch „Ultrabook“ genannten Laptop-Generation im Münchner Haus der Kunst. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Digitale Transformation | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ist der Klimawandel zu stoppen? Natürlich nicht!

Das Ende naht. „Klima lässt nur noch 15 Jahre Zeit für Umkehr“, titelte jüngst die „Ärzte-Zeitung“. Laut „Hamburger Abendblatt“ ist die Zeit noch knapper: „Klima-Katastrophe“: Der Mensch hat nur noch 13 Jahre zur Umkehr“, schrieb das Blatt in seiner Online-Ausgabe.

Solche Headlines hinterlassen beim flüchtigen Leser — und das sind die meisten von uns — den Eindruck, als hätte die Menschheit eine Wahl. Wenn wir nur alle brav den Thermostat zurückdrehen, auf Stromsparbirnen und Hybridautos umsteigen und auf Flugurlaub verzichten, wird das Wetter wieder so sein wie früher. Aber welches „Früher“ ist da gemeint? Etwa die eisigen Schneewinter meiner Kindheit, als 1963 der Bodensee zum letzten Mal zufror? Oder vielleicht das Jahr 1934, das neuerdings als der heißeste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichung in den USA gilt (und nicht 1988, wie die NASA bislang immer behauptet hat; leider hat man sich bei der Weltraumagentur aber schlicht und einfach verrechnet…). Die heißesten Sommer der neueren Geschichte waren nach Angaben des Umweltbundesamtes die Jahre 2003, 2018, 2019, 2022 und 2024.

Die Begriffe „Klimawandel“ und „globale Erwärmung“ scheinen inzwischen austauschbar geworden zu sein und werden politisch bis an die Belastungsgrenze strapaziert. Das ist natürlich Unsinn! Weiterlesen

Veröffentlicht unter Klimawandel | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Shitstorms, oder: Das Goldene Zeitalter der Kundenkommunikation

Shitstorm: Bedeutung, Beispiele und richtige Reaktion in Social Media - FOCUS onlineEs ist in letzter Zeit in der Diskussion um das Internet eine gewisse Desillusionierung zu spüren. Das Internet sei „kaputt“, schrieb der Blogger Sascha Lobo in „Spiegel Online“.

Das ist überzogen. Natürlich löst das Internet nicht alle Probleme der Menschheit, den Hunger, den Krieg, die Ungerechtigkeit kapitalistischer Systeme. Es gibt aber hoffnungsvolle Ansätze. Eine davon ist der so genannte Shitstorm – ein Phänomen, das in letzter Zeit oft im Mittelpunkt eines medialen Streits steht: Für die einen der Ausfluss ungezügelter Mobgewalt und Denunziantentum per Internet, für die anderen Symbol für die wachsende Macht des Einzelnen im Zeitalter der sich rasch ausbeitenden digitalen Vernetzung.

Shitstorms haben auch die politisch-gesellschaftliche Dimension. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Männer, bleibt standhaft – pinkelt im Stehen!

In loser Folge wiederhole ich hier einige der beliebtesten Posts seit Beginn des Cole-Blog im Januar 1995. Dieser Beitrag erschien erstmals am 13. Februar 2016.

 

SitzpinkelnIch komme heute aus gegebenem Anlass auf etwas äußerst Peinliches zu sprechen, halte es aber für meine Pflicht, hier aufklärerisch mitzuwirken. Es geht nämlich um ein Thema, dass die Menschheit in zwei Lager spaltet. Nein, nicht Flüchtlinge, nicht Angela Merkel und auch nicht das Internet. Es geht ums kleine Geschäft, vulgo „pinkeln“, und um den ewigen Streit darüber, ob Männer dieses im Stehen  verrichten sollen, wie die Natur es eben vorgesehen hat, oder vielleicht doch lieber im Sitzen, wie es vor allem Ehefrauen und Toilettenaufsichtsbeauftragte landauf, landab seit Jahren fordern.

Die bittere Wahrheit ist: Männer tröpfeln. Sie tun es nicht absichtlich, sondern sozusagen gottgegeben. „No matter how hard you shake or squeeze; the last drop goes in your Beeveedees“, lautet ein alter amerikanischer Spruch, wobei „BVD“ in den 30er und 40er Jahren die führende Unterwäschemarke Amerikas war, bekannt für kratzende Unterhosen aus Rippware. Es ist also nun mal so, dass die letzten Tropfen immer erst dann fließen, wenn Mann glaubt, sein Geschäft bereits verrichtet zu haben und sich gedanklich und oft auch körperlich anderen Dingen zuwendet.

Die piktogrammatische Forderung, die uns immer wieder am stillen Ort begegnet, lautet: „Männer, setzt Euch gefälligst hin, wenn Ihr müsst!“ Ein solches Ansinnen nimmt jedoch keine Rücksicht auf das männliche Leitungssystem. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

Tu felix an-Namsā

Ostarrichi - Sprache in Österreich - Mundart und DialektMan muss Quora einfach lieben. Jetzt fragt einer: „Warum heisst Österreich ‚Österreich‘“ und es stellt sich heraus, dass die Antwort gar nicht so einfach ist.

Österreicher hieß ursprünglich Ostarrîchi („Ost Reich“), aber das kam irgendwann aus der Mode. Auf Latein hieß die Gegend Marchia orientalis (östliches Grenzgebiet). So hieß es jedenfalls in dem Ostarrîchi Dokument vom 996, wo das Markgraftum Austria beschrieben wird.,

Alle germanischen Sprachen außer dem Englischen haben einen Namen für Österreich, der dem Österreichischen entspricht: Afrikaans Oostenryk, Dänisch Østrig, Niederländisch Oostenrijk, Westfriesisch Eastenryk, Isländisch Austurríki, Färöisch Eysturríki , Norwegisch Østerrike und Schwedisch Österrike. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein, An American in Austria | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Vier Wege, das Wild Wild Web zu retten

Ich schrieb diesen Aufsatz als Rede zur Veröffentlichung meines Buches „Wild Wild Web“ im Jahr 2018. Vieles davon stimmt auch heute noch.

Irgendwas stimmt nicht mit dem World Wide Web. Vor 25 Jahren haben wir es als Beginn einer neuen Zeitrechnung gefeiert, als Mittel der Befreiung der Menschen aus den Zwängen ihrer immer enger gewordenen Welt, als Brücke zwischen den Völkern und Kulturen. Und heute? Das Web mutiert immer mehr zum Albtraum: Datendiebstahl, digitale Fremdbestimmung, Filter Bubbles, Fake News, Hasspostings, Informationsüberlastung und totale Transparenz – war es das, was wir damals gewollt haben? Nein, natürlich nicht!

Das Hauptproblem des World Wide Web lässt sich mit einem einzigen Wort beschreiben: GAFA – Google, Apple, Facebook and Amazon – die mächtigsten Monopole der Weltgeschichte, die völlig außer Kontrolle geraten sind und die immer mehr die Herrschaft über unser Dasein übernehmen. Wir müüsen sie einbremsen, wenn wir überhaupt noch mitreden wollen über unsere eigene digitale Zukunft geht! Weiterlesen

Veröffentlicht unter An American in Austria, Wild Wild Web | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Darwins Daumen

Mit welchem Finger drücken Sie die Haustürklingel? Mit dem Zeigefinger? Dann sind Sie über 30.

Junge Menschen benützen den Daumen, weil sie mit Handy und Smartphone aufgewachsen sind. Ältere Menschen benutzen den Zeigefinger. Das behauptet jedenfalls Alice Raws­thorn in einem Beitrag für die New York Times.

Dank der ständigen Verwendung bei der Texteingabe sei der Daumen junger Menschen heute stärker, beweglicher und ausdauernder als früher, was sie als Beweis für die These zitiert, dass sich der Mensch unter dem Einfluss von Technologie evolutionsmäßig weiterentwickelt.

Das gelte nicht nur für die physikalischen, sondern auch für die mentalen Eigen­schaften junger Menschen, die angeblich inzwischen die Fähigkeit des Multitaskings erlernt haben: Sie können gleichzeitig ein Gespräch führen und eine Textnachricht tippen, während sie sich gleichzeitig aus den Ohrknöpfen ihrer iPods die neuesten Musikstück ins Hirn pusten. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Alter, Digitale Transformation | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die griechische Küche ist ein unvergessliches Erlebnis. Das Essen hingegen weniger.

Watch My Big Fat Greek Wedding | HBO Max

Um ehrlich zu sein, ist die griechische Küche nicht die beste mediterrane Küche. Jahrhundertelang waren die Griechen arm und unterdrückt, sodass sie weder die Zeit noch den Luxus hatten, eine Esskultur zu entwickeln, die mit der beispielsweise Frankreichs oder Italiens mithalten kann. Ihre Küche ist eine Mischung aus regionalen Stilen und lokalen Produkten, die meist von Menschen zubereitet werden, die nie eine Kochausbildung absolviert haben. In dieser Hinsicht ähnelt sie der chinesischen Küche im Westen, die in der Regel nichts mit der chinesischen Haute Cuisine zu tun hat.

Ich habe tagelang in Athen nach feiner Küche gesucht – aber ohne Erfolg! Es gab Gyros Lamm, oder Fisch, vielleicht zwichendurch eine Stifada. Gut aber leider alles nur Mittelmaß.

Unsere Ferien verbrachten wir jahrelang immer in der Region Sfakia auf Kreta, dem „wilden Süden“, wo der Fisch frisch gefangen wurde, die Lämmer auf den Hügeln lebten und sich von Wildkräutern ernährten und unsere wunderbare Gastgeberin ihren eigenen Joghurt herstellte, den wir jeden Morgen mit lokalem Thymianhonig genossen. Es war alles sehr, sehr gut, aber es war eben nicht wirklich gourmethaft. Aber dafür war das Wasser kristallklar, der Uzo floß in Strömen und wir genossen das Leben in vollen Zügen! Weiterlesen

Veröffentlicht unter Essen & Trinken, Food, Griechenland | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar