Why video game nuts are really quite peaceful

Getting it out of your system

Getting it out of their systems

A popular scare topic for digital pessimists as well as for the classical news media is the supposed brutalization of the young generation. We are falling back into barbarism, they say, and its all the fault of shoot-em-up games, violent videos and of course the Internet. No wonder kids steal their dad’s guns and go on a rampage, like James Eagan Holmes who shot 12 kids at a school in Aurora, Colorado, in 2014, or Anders Behring Breivik who murdered 69 teenagers aged 14-19 at the Norwegian island of Utoya in 2011.

Not that this form of mass paranoia is new. In our childhoods commics were seen by our parents as the root of all evil, especially the really gory ones. Young people, our elders believed, were certain to evolve into mindless monsters. But unfortunately for the preachers of doom there are no facts to back it up. Instead, juvenile violence in the 50ies and 60ies was in steep decline, as official statistics prove.

Today newspapers and TV channels are full of stories about mass killers and of youth gangs beating up innocent bystanders in subway stations while dozens of commuters stand by and watch. Clearly, at least Joe Public thinks so, the propensity for violence among young people is on the rise today, especially those with migration backgrounds.

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Mother’s little helper

ipad

Ich bin kein Freund von Tablett-PCs. Freunden gegenüber schimpfe ich immer über den Fortschritt, der uns zurückgebracht hat zu einem Formfaktor, der vor 4000 Jahren modern war, als die alten Kulturvölker am Euphrat und Tigris auf Tontafeln geschrieben haben. Nur weil  Steve Jobs sie wie weiland Moses seine Gesetzestafeln in die Höhe hielt, dachte ich mir, muss ich noch lange nicht dabei sein.

Aber dann war ich in Amerika und im Apple Store in New York wurde fast nur Deutsch gesprochen. Jeder, aber auch jeder, wollte so ein flunderförmiges Gerät als Reisemitbringsel haben, und so habe ich auch ich mich dazu erweichen lassen, eins zu kaufen und daheim stolz meiner Frau zu zeigen. Die zeigte mir einen Vogel, jammerte über das schöne Geld und ignorierte das Ding geflissentlich.

Anfangs rechtfertige ich den Kauf vor mir selber mit dem Argument, ich könnte damit unterwegs arbeiten. Nach ein paar Tagen aber hatte ich die virtuelle Tastatur satt, das Hin- und Herschieben von Texten und Tabellen war mühsam, und immer wenn ich es brauchte, war die Batterie leer. Und so blieb der iPad mit der Zeit immer öfter im Home Office liegen und wanderte schließlich ins Wohnzimmer, wo es seinen inzwischen angestammten Platz auf dem Couchtisch fand. Weiterlesen

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Zum Frühstück Ekelfleisch

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Aufgepasst, liebe Deutsche: So sieht Bacon aus (links), und nicht so (rechts)!

Also Ihr mögt ja ein Volk von Dichtern und Denkern sein, liebe Deutsche, aber Ihr versteht absolut nichts von Bacon! Bacon, das sind in zivilisierten Ländern, wie beispielsweise meine Heimat Amerika, knusprig gebratene Speckstreifen, die man zum Rührei oder zu Pfannkuchen mit Ahornsyrup – übrigens die einzige zivilisierte Art, Pfannkuchen zu essen – zu sich nimmt.

Und Ihr? Zumindest in Euren Hotels gibt es einen schmierigen Haufen kurz aufgetauter weisslicher Speckklumpen, die der Küchenlehrling kurz in die Mikrowelle geschoben hat. Dieses halbgare Labberzeugs ladet Ihr auf Eure Teller und esst es. Bei uns wäre ganz schnell die Lebensmittelaufsicht zur Stelle, denn für den menschlichen Verzehr ist sowas völlig ungeeignet. Weiterlesen

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Was macht mein Computer, wenn ich weg bin?

Auch eine Lösung: Lassen Sie die Katze auf den Computer aufpassen, wenn SIe weg sind!

Auch eine Lösung: Lassen Sie die Katze auf den Computer aufpassen, wenn SIe weg sind!

Nur weil ich Paranoid bin, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht hinter mir her sind. Dieser alte Witz fiel mir ein, als ich mit David Ting zusammen saß, dem Gründer einer kleinen Software-Firma, die sich auf IT-Sicherheit spezialisiert hat und der eine Lücke entdeckt hat, an die ich, ehrlich gesagt, noch nie gekommen bin, obwohl ich seit Jahren in dieser Branche unterwegs bin. Er nennt es das „Walkaway Problem“.

Was passiert, so fragte mich Ting, wenn du dich zwar ordentlich auf deinem Computer eingeloggt hast, aber plötzlich sich die Natur sich zu Wort meldet? Du stehst auf uns gehst aufs Klo! Meldest du dich deswegen vom Server ab? Natürlich nicht. Das heißt: Dein Computer ist in der Zwischenzeit völlig unbewacht, und jeder, der zufällig in dein Büro kommt, kann sich hinsetzen und hat vollen Zugang zu deinen Daten und Anwendungen. Er kann lesen, was du gerade in eine Mail geschrieben, aber noch nicht abgeschickt hast. Er kann schnell mal ein paar Daten auf ein USB-Stick ziehen oder, wenn er ein besonders gerissener Hacker ist und nur auf diese Gelegenheit gewartet hat, dir schnell mal eben ein Virusprogramm auf den Rechner spielen, der ihm später von zu Hause uneingeschränkten Zugang zum System verschafft. Weiterlesen

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Sind deutsche Unternehmer Facebook-Nieten?

Wer will uns noch aufhalten?

Wer will uns noch aufhalten?

Wenn es so weitergeht, hat bis spätestens 2020 jeder Mensch auf der Erde – Mann, Frau, Kind und Greis – einen Facebook-Account. Gut, es wird nicht so weitergehen: Irgendwann schwächt sich auch die exponenziellste Wachstumskurve einmal ab. Aber mehr als eine 1,5 Milliarden sind es schon – ein Siebtel der Weltbevölkerung.

In Deutschland bietet sich an der Facebook-Front allerdings ein geteiltes Bild. Ja, es stimmt, dass Facebook inzwischen Google als des Deutschen liebste Anlaufstelle im Internet abgelöst hat. Das sagen jedenfalls Studienschreiber von PricewaterhouseCoopers (PwC): Zwei Drittel aller User starten angeblich mittlerweile bei Facebook zu der weiten Reise durch den Cyberraum. Und die Analysten von comscore behaupten, dass wir inzwischen fast 20 Prozent unseres Online-Zeitbudgets dort ausgeben.

Wenn das so ist, dann erstaunt es mich etwas, dass ich laufend über Mittelständler stolpere, die noch Facebook-Nieten sind. Und nicht nur Mittelständler: Neulich war ich bei einer der größten Bankhäuser Europas eingeladen, um einen Vortrag über Social Media zu halten. Beim Vorgespräch beeilte man sich aber, mir zu sagen, dass ihre Bank natürlich nicht dort vertreten wäre, und dass es ihren Mitarbeitern auch verboten sei, Facebook zu benützen, jedenfalls nicht während der Arbeitszeit.

Ich habe daraufhin spaßeshalber nachgeschaut, und siehe da: Es gab natürlich längst einen Facebook-Auftritt unter dem Namen der Bank, eine sehr aktive sogar. Mehr als 40.000 User hatten sich dort schon als Fans der Seite geoutet, indem sie auf den „Like“-Knopf geklickt haben.

Leider war die Seite aber voll von bitterbösen bis spöttischen Bemerkungen von Bankkunden, die sich über schlechten Service, miese Anlagetipps oder kaputte Bankomaten beschwerten. Ab und zu tauchte auch mal ein einsamer Mitarbeiter der Bank auf und versuchte, die Online-Wogen zu glätten, meistens allerdings ohne großen Erfolg und vor allem ohne Unterstützung, zum Beispiel von den Kollegen in der Unternehmenskommunikation der Bank.

Als ich diese Seite dem staunenden Vorstand präsentierte, fielen sie aus allen Wolken. „Kann nicht sein“, war ihre erste Reaktion. Die zweite: „Muss sofort abgestellt werden!“

Nun, viel Glück damit. Facebook lässt sich nun mal nicht auf Kommando des Chefs abstellen. Ignorieren auch nicht, denn es sind ja die Kunden, die hier die Initiative ergreifen. Wie sagte mein viel zu früh verstorbene Freund, der Internet-Guru Ossi Urchs: „Social Media ist nicht wie Schnupfen – es geht nicht wieder weg.“

Übrigens: Laut PwC-Studie geben ein Viertel der Onliner an, sich auf Facebook für ein Unternehmen zu entscheiden, weil sie die Marke sympathisch finden, 20 Prozent wollen über Neuigkeiten informiert werden. Eigentlich ein starker Anlass, dort präsent zu sein. Zumal es vorwiegend ja junge Menschen sind, die sich im Internet am häufigsten herumtreiben. Das sind unsere Kunden von Morgen – und unsere Mitarbeiter von Morgen. Was werden die von uns denken, wenn wir so ziemlich die allerletzten sind, die nicht auf Facebook sind?

Ich weiß, was meine Tochter sagen würde: „Was iss denn das für ein Opa-Laden?“

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Porto ergo sum!

Bild: Oliver Ottitsch

Bild: Oliver Ottitsch

Von Max Rabe sind viele Werke mit schönen Titeln überliefert, zum Beispiel „Klonen kann sich lohnen“, vor allem aber mein Lieblingssong von ihm: „Kein Schwein ruft mich an“. Ich musste neulich an ihn denken, als mir eine Bekannte von ihrer Chefin erzählte, die eine kleine Agentur betreibt. Eines Tages war es besonders still in der Firma, kein Telefonklingeln, kein Kundenbesuch. Und auf einmal steckt die Chefin den Kopf durch die Tür und sagt: „Du, würdest du mir bitte schnell eine E-Mail schreiben. Ich glaube, das Internet funktioniert nicht mehr, ich habe heute Morgen noch keine einzige Mail bekommen…“

Ja, E-Mail hat manchmal etwas Zwanghaftes an sich: Ich erwische mich selbst auch dabei, wie ich alle zehn Minuten den Smartphone rausziehe und meine Mailbox checke. Apropos: Ich habe ein Mauspad auf meinem Schreibtisch, auf dem mehrere Mäuse zu sehen sind, die gerade in einer Bäckerei arbeiten. Einer zieht einen Zettel aus einer Schublade, auf der „Mehl“ draufsteht, und sagt zu den anderen: „Hey, da ist ja Post in unserer Mehlbox!“

Manchmal glaube ich, wenn ich über die neue Kommunikationsvielfalt nachdenke, dass ich kurz vor einer großen philosophischen Erkenntnis stehe, so wie einst Descartes mit seinem „cogito ergo sum“ („Ich denke, also bin ich“). Wie wär’s zum Beispiel mit „porto, ergo sum“. „Portare heißt auf Latein schließlich nicht nur „bringen“, sondern auch „übertragen“. Und spätestens, seitdem die Deutsche Post den „E-Post Brief“ eingeführt hat, muss man für E-Mails auch Porto zahlen: 55 Cents, dafür weiß ich aber auch, dass die Mehl – äh, die Mail – beim Empfänger wirklich angekommen ist. Das ist so was wie ein digitaler Einschreibebrief.  Und wenn der Empfänger keine E-Post-Adresse hat, dann druckt die Post meine Mail sogar aus und stellt sie auf konventionellem Weg zu: als Brief. Weiterlesen

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Der Rumpelstilzchen-Effekt, oder warum ich einen Anonymizer verwende

Ach wie gut, dass niemand weiß…

Ach wie gut, dass niemand weiß…

Ich habe die Märchenfigur des Rumpelstilzchen immer sehr sympathisch gefunden. Für mich war er ein zwar etwas kauziger, aber schlaues Kerlchen, der wusste, wie man andere an der Nase herumführt, und ich fand es immer schade, dass am Ende der Geschichte die Königin seinen Namen rausfand und er vor lauter Ärger selber in tausend Stücke platzte.

Vielleicht bin ich auch deshalb ein so großer Freund vom anonymen Surfen. Ich bin einer von denen, die Fragebögen von Herstellern, die ich ausfüllen muss, bevor ich zu irgendwelchen Angeboten oder Informationen durchgereicht werde, grundsätzlich fälschen. Ich behaupte dreist, mein Name sei „Julius Caesar“ oder „Anne von Kleve“, dass ich am 30sten Februar 1866 geboren sei und rote Haare habe. Manchmal geht das schief, wenn der Programmierer nämlich eine vernünftige Plausibilitätsprüfung in sein System eingebaut hat, damit es erkennt, dass ich unmöglich 144 Jahr alt sein kann. Nur wenn  ich will, dass eine bestellte Ware bei mir ankommt oder eine Kreditkartenzahlung online durchgeht, gebe ich meinen richtigen Namen an – versuche aber auch da, mich auf das Allernötigste zu beschränken, also nur die Felder auszufüllen, die mit einem Sternchen als „unbedingt erforderlich“ gekennzeichnet sind. „Informationelle Selbstbestimmung“ nennt sich das. Weiterlesen

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Vor 21 Jahren im Cole-Blog: Ab in die Zelle!

21JahreIn meinem „D-Netz-Knigge“ erinnere ich daran, dass man bei wichtigen Sitzungen doch bitte den Handy ausschalten soll, um andere nicht zu stören. Daran musste ich wieder während des CeBIT-Forums der Wirtschaftswoche denken. Alle hörten gespannt dem überaus interessanten Vortrag meines Freundes Prof. Norbert Bolz über die Konturen der kommenden Kommunikationsgesellschaft zu, als es draussen im Foyer plätzlich laut und vernehmlich piepste.

Der Mann, der daraufhin abhob, verfügt über ein schneidendes Organ. Jedenfalls übertönte er mühelos und ohne Mikrofon Norberts lautsprecherverstärkte Stimme. Jeder im Raum konnte ganz genau hören, wie der Mobiltelfonierer sich mit einem gewissen Peter über private Dinge unterhielt und sich anschliessend mit ihm zum Mittagessen verabredete.

Oh, wie war es doch schön, als sich solche Leute in Telefonzellen zurückgezogen und die Tür hinter sich zugemacht haben…

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Der Blog ist tot – mal wieder…

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Es geht immer noch aufwärts!

Ich weiß nicht genau, seit wann kluge Kommentatoren den Tod des Blogs angekündigt oder konstatiert haben. Habe eben kurz gegoogelt und sofort einen solchen Beitrag aus dem Jahr 2009 gefunden, aber es gibt sicher auch ältere.

Nun, Todgesagte leben bekanntlich länger.

Im Dezember 2013 schrieb Jason Kottle für den angesehenen Nieman Journalism Lab einen Post mit dem Titel „R.i.P. The Blog, 1997-2013„, was immerhin meine eigene Beobachtung bestätigt, wonach der Begriff „Blog“ erst zwei Jahre nach dem Start meines eigenen „Online-Tagesbuchs“ 1995 erfunden wurde. Ich war also meiner Zeit defintiv mal voraus. Weiterlesen

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Was Facebook alles nicht über mich weiß

Facebook weiß alles, aber sonst nichts!

Facebook weiß alles, aber sonst nichts!

„Facebook weiß alles über dich!“, so lautet ein beliebter Kassandraruf digitaler Bedenkenträger. Irgendwo in den unerforschlichen Windungen der riesigen Datenbänke schlummern angeblich alle unsere geheimsten Sehnsüchte, unsere Wünsche und Bedürfnisse, unsere Vorlieben und Abartigkeiten, die ständig von Facebook durchgekämmt und in maßgeschneiderte Werbeangebote umgemünzt werden. Auf diese Weise schreibt uns Facebook mit der Zeit vor, was wir lesen, was wir anziehen und letzten Endes sogar was wir denken sollen.

Wie weit diese utopische Vorstellung eines allwissenden Überwachungsapparats von der banalen Alltagsrealität entfernt ist, kann jeder selbst herausfinden. Er muss sich nur die Mühe machen, diesen Link zu folgen: https://www.facebook.com/ads/preferences (vorher muss man sich bei seinem Facebook-Konto einloggen.)

Dort sehen wir dann, welche Kriterien und Suchbegriffe Facebook über uns gespeichert hat und damit auch, über welche Grundkenntnisse der Algorithmus über unser Innenleben verfügt. Weiterlesen

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