Bete, arbeite – und speise!

Ora et labora et cana!

Ora et labora et cena!

Da, wo „Schweizer Garde“ draufsteht, sind auch Schweizer drin – und zwar ausschließlich. Anders als die Wiener Sängerknaben, die inzwischen nicht nur Nichtwiener, sondern sogar Mädchen aufnehmen (müssen – der musikalische Nachwuchs in Wien stockt) kann nur derjenige (mit großem „DER“) Gardist im Vatikan werden, der katholisch, Schweizer Bürger und zwischen 19 und 30 Jahr alt ist, ein einwandfreier Leumund und eine abgeschlossene Berufslehre oder Matura nachweisen kann und außerdem die Rekrutenschule in der Schweizer Armee absolviert hat.

Über seine kulinarischen Präferenzen muss der Junggardist aber keinen Nachweis ablegen. Dennoch scheinen sie recht vielfältig zu sein, geradezu „multikulti.“ Anders ist die Auswahl der Rezepte nicht zu erklären, die in dem wohl ungewöhnlichsten Kochbuch zusammengestellt worden sind, das ich kenne: „Bueno Appetito – Rezepte, Geschichten und Prominente Portraits“ der Päpstlichen Schweizergarde ist nicht nur ein spannender Lesestoff, sondern es macht richtig Gusto! Weiterlesen →

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20 Jahre Cole-Blog: Das lange Warten auf das neue Handy

20 years of blogging.pngBis vor kurzem warben die Händler damit, die Karte fürs neue Mobiltelefon würde innerhalb von zwei Stunden freigeschaltet werden. Inzwischen gibt es immer wieder Leseranrufe von Leuten, die bis zu zwei Tage warten mußten, bevor sie mit dem Ding telefonieren konnten. Ich habe daraufhin bei einem großen Service-Provider angerufen und nach dem Grund gefragt. „Wir machen seit neustem bei jedem Neukunden zuerst eine Bonitätsprüfung“, hieß es dort. Es hätten sich in letzter Zeit Fälle gehäuft, bei denen einer ein Handy gekauft und bis zu 20 000 Mark und mehr auf seine Karte zusammentelefoniert habe. Sobald nach vier Wochen die erste Rechnung kommt, verschwinden die Kerle auf Nimmerwiedersehen ins Ausland. Immer mehr Händler verlangen übrigens deshalb beim Kauf eines Mobiltelefons einen Ausweis. Es seien aber oft auch ganz normale Durchschnittsbürger, die ihre Telefonrechnung nicht bezahlen können. Da wollen sich die Dienstanbieter eben absichern. Weiterlesen →

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In eigener Sache: „Hinter dem Bildschirm“ jetzt auf Kindle

Hinter dem Bildschirm Kindle Edition

Mein im Eigenverlag erschienenes Buch „Hinter dem Bildschirm – Leben, Lieben und Sterben im Internet“ ist jetzt auch als Kindle-Edition erhältlich.

Was will dieses Buch?

Das Internet hat alle Bereiche unseres Lebens verändert, und zwar stärker, als wir ahnen. Aber wenn wir nicht wissen, wer wir in der Welt hinter dem Bildschirm sind und was wir dort wollen, werden wir hilflos Getriebe sein im Netz der endlosen Dialoge und der komplizierten Interaktionen. Dieses Buch soll Standortbestimmung und Orientierungshilfe sein für alle, die freiwillig oder unfreiwillig Teil eines der größten Abenteuer der Menschheitsgeschichte sind und sich dabei immer wieder aufs Neue die Frage stellen: Wie bin ich hierher gekommen? Und wie geht es wohl weiter? Weiterlesen →

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20 Jahre Cole-Blog: Ich gestehe!

20 years of blogging.pngIch muß ein Geständnis ablegen: Ich habe im Flieger telefoniert. Das heißt, nicht richtig telefoniert, sondern ich habe vergessen, den Handy auszuschalten. Da lag das Ding nun wie eine kleine Zeitbombe im Koffer und strahlte seine unheilvollen Signale aus, brachte vermutlich sämtliche Fluginstrumente durcheinander und hätte um ein Haar zum Absturz geführt, wenn der heldenhafte Pilot die Maschine nicht irgendwie doch noch heil auf den Boden gebracht hätte. Das heißt, genaugenommen hat man ja als Passagier von dem Drama im Cockpit nichts gemerkt, aber es muß sich wohl so abgespielt haben. Wie sind sonst die eindringlichen Warnungen der Fluggesellschaften vor dem gefährlichen Betrieb von Mobiltelefonen im Flieger zu verstehen?

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20 Jahre Cole-Blog: Von dummen und klugen Ladegeräten

20 years of blogging.pngIch habe mich von einer Anzeige der Firma „Telesand“ in einer der letzten Ausgaben von connect. zum Kauf eines Schreibtisch-Ladegeräts für meinen Nokia 2110 anregen lassen. Das gute Stück war drei Tage später schon da, per Nachnahme für 189 Mark. Jetzt steht mein Handy im Büro griffbereit vor mir, die Batterie stets prallvoll, ein weiteres Akku in einem praktischen zweiten Ladeschlitz. Um dem gefürchteten „Memory Effect“ vorzubeugen, schaltet das intelligente kleine Kerlchen den Ladevorgang ab, sobald das Akku voll ist. Ich habe das Gerät zudem zur weiteren Batterieschonung auf „langsames Laden“ geschaltet. Schließlich kann ich das Reserveakku zwischendurch per Knopfdruck total entladen und wieder hochladen lassen. Womit mein Gewissen als Handy-Besitzer wieder rein ist.

Bleibt immer noch die Frage: Warum schaffen es die Handy-Hersteller nicht, ihren Produkten gleich ein richtiges Ladegerät mitzugeben wenn sie wissen, daß ständiges gleichmäßiges Laden die Batterie zerstört? Oder wollen die das vielleicht sogar, um den Umsatz bei Ersatzbatterien anzukurbeln?

 

Dieser Beitrag erschien ursprünglich am 28. Januar 1995 im Cole-Blog

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Nur der Tippfehjler, der bleibt

Lux lucet in tenebris. Aber sonst nix!

Lux lucet in tenebris. Aber sonst nix!

Ein guter Handwerker braucht gutes Werkzeug. Nach dieser Devise habe ich mein ganzes Leben gelebt, vor allem was Geräte angeht, mit denen ich meinem Tagwerk nachgehe, dem Schreiben. Ich besitze einen wunderschönen Füller von Montblanc, mit dem ich dem ich allerdings zunehmend weniger arbeite. Aber es ist einfach unersetzlich, wenn du wichtige Dokumente unterschreiben musst wie Verträge, Schuldscheine oder Geburtstagkarten.

Auch elektronisch und digital kommt bei mir nur Feinstes auf den (Schreib-)Tisch. Als ich mich 1980 selbständig machte, musste es gleich eine IBM Kugelkopf-Schreibmaschine sein, aber bitte mit Korrekturband! Natürlich hatte ich den ersten IPM-PC mit 20 MB Festplatte. Und im Lauf der Jahre ist eine stattliche Kollektion von Gadgets und Geräten dazu gekommen, die, wenn ich sie heute alle noch besäße und nicht weggeworfen hätte, als sie veraltet waren oder ersetzt wurden, den Grundstock bilden würden für ein ansehnliches Technikmuseum.

Seit Jahren kaufe ich nur noch Laptops, und da bin ich meiner Marke treu geblieben, auch wenn es die Marke nicht geblieben ist. IBM, die originalen Business Machines, mussten her, und es steht immer irgendein Thinkpad auf meinem Schreibtisch. Sollte er mal nicht mehr tun, habe ich gleich drei ausgemusterte Geräte gleicher Baureihe im Schrank. Es steht halt heute nicht mehr „IBM“ drauf, sondern „Lenovo“, aber es sind für mich immer noch die besten Schlepptops, die es gibt.

Ein wichtiger Grund ist die Tastatur. Ich bin ja schließlich im Tippen ein Profi, denn ich verdiene damit meinen Unterhalt. Und im Laufe der Jahre habe ich es darin zu einer gewissen Virtuosität gebracht. Man könnte mich vielleicht sogar als einen Maestro auf dem Tasteninstrument des Digitalzeitalters nennen. Und so, wie ein meisterhafter Klavierspieler im Laufe der Zeit äußerst empfindsame Fingerspitzen entwickelt, genieße ich bei meinen Tastaturen solche Dinge wie Anschlaghärte und Oberflächenbeschaffenheit.

Und da erlebe ich seit Jahren einen schleichenden Werteverlust bei den Computerherstellern. Sie alle scheinen nur noch diese widerlichen flachen Chicklet-Tastaturen zu bauen, die dem Fingern so gut wie keinen Widerstand entgegensetzen. Wie soll man da beim Tippen auf geniale Gedanken kommen, wenn die Rückmeldung aus den Fingerkuppen ein fast schon deflatorischer ist, als würde sich einem beim Anblick einer schönen Frau in Deshabilé untenrum nichts mehr rühren. Weiterlesen →

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20 Jahre Cole-Blog: Wie erreicht man die Bergwacht?

20 years of blogging.png„Handy rettete zwei Jäger vor dem sicheren Tod“, schlagzeilte die Münchner „tz“ vor einigen Wochen. Josef F. (49) und Georg S. (49) aus Dachau waren mit ihrem Geländewagen auf einer Serpentinenstraße im Froßnitztal bei Matrei in Osttirol auf eine Eisplatte geraten und abgestürzt. Ein zufällig des Weges kommender einheimischer Hubertusjünger habe daraufhin über Handy die Bergwacht alarmiert. Ich lerne daraus zwei Dinge: Erstens funktioniert das Mobiltelefonnetz mittlerweile auch in den Osttiroler Alpen. Und zweitens sollte man sich vor einer Bergtour unbedingt die Nummer der Bergwacht irgendwo notieren.

 

Dieser Beitrag erschien erstmals am 24. Januar 1995 im Cole-Blog

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20 Jahre Cole-Blog: Heiß und klebrig

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Im Falle eines Falles klebt ein bekanntes Haftmittel alles – bis auf den Fuß einer Autoantenne. Ich wollte jedenfalls die „Mega Max“, die in unserem Vergleichstst verschiedener Antennensysteme so gut abschnitt (siehe connect. 4/94), an meiner Frontscheibe montieren. Dazu mußte ich sie aber zuerst vom Auto unseres Laborleiters, Klaus Ludwig, runterkriegen. Gar nicht einfach. Zum Beispiel brach dabei ein Stück von der Fußplatte ab. Das Hauptproblem aber war der mitgelieferte Klebestreifen, der die Antenne auch bei Tempo 180 am Wegfliegen hindern soll. Das Zeugs ist nämlich nur einmal zu gebrauchen.

Wer seine Antenne, etwa beim Wagenwechsel, ummontieren will, muß sich nach passendem Ersatz umsehen. Ich habe es mit einem doppelseitigen Klebeband aus dem Baumarkt versucht. Klappte auch prima – bis ich das Auto ein paar Tage später in der prallen Sonne stehen ließ. Als ich zurückkam, lag die Antenne auf der Motorhaube: Das Klebeband hatte in der Hitze regelrecht zu schmelzen begonnen und jegliche Haftkraft dabei eingebüßt. Nun rätselt die ganze Redaktion: Was hilft in diesem speziellen Fall weiter? Vorschläge von aufmerksamen Lesern werden dankbar entgegengenommen.

Dieser Beitrag erschien erstmals am 20. Januar 1995 im Cole-Blog

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Warum ist Pegida so stark und warum sind die Linken so schwach?

Links ist ein Loch. Ein Loch ist, wo nix ist (Karl Valentin)

Links ist ein Loch. Ein Loch ist, wo nix ist (Karl Valentin)

Wann haben Sie Ihre besten Ideen? Unter der Dusche? Beim Joggen? Auf der Fahrt ins Büro? Also ich in der Badewanne. Und da ist mir gerade auf einmal die ganze gegenwärtige Misere der Politik in Deutschland (und nicht nur dort) auf einen Schlag klargeworden. Es ist noch ganz neu und deshalb auch noch nicht feingeschliffen. Aber ich habe mich trotzdem hingesetzt und es spontan aufgeschrieben, bevor ich es vergesse.

Also das ist so: Das Problem ist die Umverteilung von Reichtum zugunsten der 1%. Wir leben in einer ungerechten Gesellschaft, aber das scheint diejenigen nicht zu stören, die davon betroffen sind, nämlich der Mittelstand. Das reale Einkommen des Mittelstands sinkt seit 15 Jahren, aber es sinkt nur langsam. Der Mittelstand verdient zwar immer weniger, merkt das aber nicht so, weil wir keine Inflation haben (im Gegenteil, aber Deflation ist schlimmer als Inflation, zumindest langfristig)

Die Menschen wissen also nicht, warum es ihnen immer ein bisschen schlechter geht, aber sie sind verunsichert. Verunsicherte Menschen verlieren ihr Vertrauen in die etablierten Parteien und suchen nach Alternativen.

Die Parteilandschaft hat im Zuge des Populismus insgesamt einen Rechtsruck mitgemacht. Die SPD ist die neue CDU. Die CDU ist die neue CSU. Die CSU ist die neue NPD. Pegida sind die neuen Nazis. Weiterlesen →

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Je suis Raif Badawi

JE SUIS RAIF

The blogger Raif Badawi was sentenced to 10 years in prison and 1,000 lashes for setting up a website that championed free speech in Saudi Arabia. His blog, the Saudi Free Liberals Forum, was shut down after his arrest in 2012.

As a blogger myself, I join the protest this inhuman punishment and the refusal of this autocratic kingdom to grant its citizens the basic human right of free expression.


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