Alles wird anders

Digitale Aufklärung„Nachhaltigkeit“ ist bei uns zu einem Modewort verkommen, was schade ist, denn nichts zeichnet die digitale Revolution so sehr aus. Leider leben aber viele noch nach dem Motto: Augen zumachen und hoffen, wenn ich sie wieder aufmache ist alles wieder so wie früher. Deshalb lautet die zweite These von Ossi Urchs und mir zum Thema Digitale Aufklärung wie folgt:

These 2: Digitalisierung und Vernetzung sind kein Schnupfen: Sie gehen nicht wieder weg!

Digitalisierung und Vernetzung haben die ganze Art wie wir leben und arbeiten, wie wir lernen und spielen, wie wir einkaufen und mit einander Geschäfte machen, wie wir uns unterhalten, insbesondere aber die Art wie wir kommunizieren ganz grundsätzlich verändert. Kaum ein Lebensbereich und immer weniger Menschen bleiben von diesen buchstäblich fundamentalen Veränderungen ausgeschlossen. Und deshalb ist auch damit zu rechnen, dass uns diese Entwicklungen, zumindest auf absehbare Zeit, erhalten bleiben werden.

Diese und neun weitere Thesen werden nachzulesen sein in unserem neuen Buch, „Digitale Aufklärung – warum das Internet uns klüger macht“, das im Oktober zur Frankfurter Buchmesse im Hanser-Verlag erscheint.

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Technik verkaufen, Teil 14: Kunden vom Nutzen der Technik überzeugen

Nicht nur Techniker haben so ihre Geheimsprache. Auch Profi-Verkäufer benützen Kürzel, um bestimmte Begriffe und Inhalte zu beschreiben, und zwar möglichst so, dass andere sie nicht verstehen können – zum Beispiel: „USP“.

USP ist eine international gebräuchliche Abkürzung für „Unique Sales Point“. „Unique“ heißt im Englischen „einzigartig“, ein Sales Point ist der Vorteil, mit dem der Verkäufer beim Kunden Punkte sammeln möchte. Der USP ist also das einzigartige Merkmal in den Produkten oder Dienstleistungen, mit dem sich der Anbieter von ähnlichen Produkten oder Dienstleistungen der Mitbewerber abheben möchte. Oder, um im Bild des Verkäufers zu bleiben: Der USP ist das Argument, mit dem der Verkäufer hofft, seinen Kunden zum Kauf gerade seines Produktes bewegen zu können (statt eines anderen).

In der Verkaufspraxis ist der USP häufig entscheidend. Die Fachliteratur ist deshalb voll von Methoden, die zur Erarbeitung eines USPs herangezogen werden können. Doch eigentlich ist es ganz einfach: Wer seinen Kunden und dessen Bedürfnisse kennt, weiß eigentlich schon, wie sein USP aussehen muss. Denn für den Kunden ist sein persönlicher Vorteil immer das wichtigste Argument überhaupt. Weiterlesen

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Willkommen in der Welt hinter dem Bildschirm

Laufen, um nur auf der Stelle zu bleiben

Digitale AufklärungDie Welt und wir selbst verändern uns unter dem Druck von Digitalisierung und Vernetzung. Immer mehr von uns verbringen immer mehr von unserer Zeit in einer „Welt hinter dem Bildschirm“, in dem es – wie in Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ zwar alles gibt, was es in der „richtigen“ Welt auch gibt, in der aber auch vieles anders ist und man manchmal auch nach anderen Spieregeln spieln muss. Aber welche Regeln sind das? In unserem neuen Buch „Digitale Aufklärung – Warum das Internet uns klüger macht“, das am 9. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wird, machen sich mein Freund Ossi Urchs und ich uns auf um nach den neuen Regeln zu suchen, die wir brauchen werden, wenn wir als Einzelne und als Gesellschaft in Zukunft zu Recht zu kommen. Es sind neue Denkkategorien gefragt, und die führen unweigerlich zu neuen Denkweisen, aber auch zu neuen Werten. Aber was ist mit den alten Kategorien und Werten? Welche davon taugen noch als Orientierungsmarken in einer Welt, die sich „im Internettempo“ verändert und sich noch verändern wird? Wir haben dazu 10 Thesen formuliert, die wir an den Anfang des Buches stellen, und die wir hier in loser Folge gerne zur Diskussion stellen wollen. Kommentare und Kritik, Zustimmung oder Widerspruch, Ablehnung oder gefälliges Kopfnicken sind ausdrücklich erwünscht.

These 1: Alles was sich digitalisieren lässt, wird digitalisiert. Alles, was sich vernetzen lässt, wird vernetzt. Und das verändert alles!

Der Mega-Trend zur Digitalisierung hat vor allem wirtschaftliche Gründe, die weltweit unter dem griffigen, wenn auch irreführenden Titel „Moore’s Law“ bekannt geworden sind. Denn eigentlich hat das, was Gordon E. Moore, einer der Gründer von Intel, schon 1965 erkannte, weniger den Charakter eines (Natur-)Gesetzes als den einer Hypothese, die sich allerdings bis heute als durchaus tragfähig erwiesen hat. Weiterlesen

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Technik verkaufen, Teil 13: Worthülsen und Platzhalter

Wir kennen ihn alle: den Phrasendrescher, Hohlschwätzer, Langweiler, der uns mit seinen Gemeinplätzen und Wortschwaden entweder wahnsinnig macht oder zum Gähnen bringt. Und wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben, dass wir uns selbst auch von Zeit zu Zeit des Vergehens der Schwafelei schuldig machen. Manchmal ist das ja auch sehr hilfreich.  Schauen Sie bei der nächsten Talkshow dem Spitzenpolitiker genau in die Augen: Sie sehen förmlich, wie er im Geiste noch an der Antwort bastelt, während er sich bereits in vollem Redeschwall befindet („Also, das ist eine sehr interessante Frage, Frau Christiansen, und eine, mit der sich unsere Partei schon seit langem intensiv beschäftigt…“). Ein ähnliches Phänomen ist immer wieder in Besprechungen zu beobachten, wo einer mit halbem Kopf weiterredet und dabei in seinen Unterlagen nach dem entscheidenden Aktenvermerk sucht.

Die Fähigkeit, durch das Abfeuern leerer Worthülsen Zeit zu schinden, ist beim Verkaufen nur bedingt hilfreich. Hier ist Zeit meistens viel zu kostbar: Der Einkäufer hat Ihnen 20 Minuten gegeben, der nächste Messegast wartet schon am Info-Counter, die Präsentationsdauer ist auf eine Viertelstunde begrenzt.

Besonders unangenehm für den Zuhörer ist es, wenn ein Sprecher solche einschränkenden Zusätze offensichtlich aus Unsicherheit Füllwörter verwendet – aus Angst, er könnte sich womöglich auf eine eindeutige Aussage festlegen („Unsere Zulieferer sind eigentlich pünktlich, meistens jedenfalls. Aber wir müssen mal sehen…“). So hält er sich den Rücken frei und kann später mit Recht behaupten: „Wir haben ja nichts versprochen.“

Es gibt verschiedene Arten von verbalen Platzhaltern. Sie sollten sie kennen und versuchen, sie aus Ihrem Sprachschatz zu tilgen. Weiterlesen

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Technik verkaufen, Teil 12: negative Formulierungen

Verkaufen ist etwas Positivs: Ein guter Verkäufer will seinem Kunden wirklich einen Gefallen tun, ein Problem lösen, einen Bedarf befriedigen, einen Wunsch erfüllen. Das ist nicht aufgesetzt, sondern ehrlich gemeint – und muss es auch sein, will man nicht als hoffnungsloser Zyniker enden. Und Zyniker sind in aller Regel keine guten Verkäufer.

Dieser positive Ansatz sollte sich auch in der Sprache des Verkäufers widerspiegeln. Damit versetzt er seinen Kunden schon mal in eine entspannte, aufnahmebereite Verfassung und kann entsprechend punkten. Umgekehrt wird sich eine negative Sprache auch negativ auf den Kunden auswirken. Es ist deshalb wichtig darauf zu achten, positive, motivierende Sprachsignale auszusenden – und das ist oft nur eine Frage der richtigen Wortwahl.

Negative Sprache ist eine weitverbreitete Ursache von Nicht-Kommunikation, dem Zusammenbruch von Verständigung. Das lässt sich mit Hilfe einiger Grundthesen leicht belegen.

Negative Sprache hilft nicht weiter: Wenn ein Verkäufer sagt: „So funktioniert das aber bei uns nicht“, dann ist dem Kunden damit nicht gedient. Schlimmer noch: Dem Kunden wird implizit die Schuld am Kommunikationsversagen in die Schuhe geschoben, als ob er es hätte besser wissen müssen. Negative Sprache verbessert nichts.

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Technik verkaufen, Teil 11: Der Konjunktiv

Es sind immer wieder die gleichen verbalen Elemente, die gerade Techniker unbewusst  verwenden und die ihnen beim Verkaufen im Weg stehen.Dabei ist es ganz einfach, seine Sprache schlagartig lebendiger, interessanter und überzeugender zu machen. Vermeiden Sie zum Beispiel einfach konsequent den Konjunktiv.

Viele Leute (nicht nur Techniker) haben Schwierigkeiten, offen zu sagen, was sie denken oder meinen, beziehungsweise was ihnen auf der Zunge brennt. Statt dessen unternehmen sie komische sprachliche Verrenkungen, zum Beispiel: „Ich könnte mir vorstellen“ „ich möchte meinen“ oder „ich würde sagen.“. Der absolute Meister dieser syntaktischen Purzelbäume war der Münchner Komiker Karl Valentin, der berühmt wurde mit der Mutter aller Zauder-Sprüche: „Wollen täten wir schon können, nur dürfen haben wir uns nicht getraut…”

Willkommen im Konjunktiv, der so genannten Möglichkeitsform, die so viele deutsche Grammatikprofessoren lieben und deren allmähliches Verschwinden aus der Umgangssprache sie nicht müde werden zu beklagen. Der Begriff „Konjunktiv“ stammt aus dem spätlateinischen modus coniunctivus, eigentlich „der Satzverbindung dienende Aussageweise“ zu lat. coniungere „verbinden“, „zusammenbinden“. Unter Menschen dagegen, die die Konjunktivform entweder gar nicht mehr bilden können oder sie im Grunde als gespreizt und unnatürlich empfinden, hält sich hartnäckig die Meinung, sie sei das Kennzeichen schlechthin eines ‚gebildeten’ Deutsch.

Wer wäre nicht gern ein Dichter oder Denker. Also wird sich sprachlich geziert und an Formulierungsgebilden gedrechselt, die alles tun nur das nicht, was ein Verkäufer tun sollte, nämlich sagen, was Sache ist. Auch wenn die indirekte eleganter wirken mag, die direkte Rede wirkt unmittelbar und ehrlicher. Und da Verkaufen mit Vertrauen zu tun hat, ist der Verkäufer gut beraten, den Gebrauch des Konjunktivs auf das absolut notwendige Mindestmaß zu reduzieren. Weiterlesen

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Das Erdbeben von New York

Als die Türme fielen, veränderte sich die Welt

Als die Türme fielen, veränderte sich die Welt

War der Angriff auf die „Twin Towers“ von New York am 11. September 2001 ein Schlüsselereignis auf dem Weg zur Entwicklung einer Digitalen Aufklärung, wie ihn Ossi Urchs und ich in unserem im Herbst erscheinen Buch gleichen Namens fordern?  Dr. Andreas Zielcke, ehemaliger Feuilletonchef der „Süddeutschen Zeitung “, zog jedenfalls in einem Beitrag vergangenen Dienstag über Geheimhaltung im amerikanischen Rechtssystem und die Rolle der US-Gerichte im Skandal um den Überwachungswahn des NSA eine reizvolle Parallele zum großen Erdbeben von Lissabon am 1. November 1755 und dem Abhörskandal des Jahres 2013.

Als seinerzeit eine der schönsten Hauptstädte Europas von jetzt auf nachher in Schutt und Asche gelegt wurde, suchten die Menschen vergeblich nach dem Sinn einer solchen Katastrophe. „Wie das Erdbeben von Lissabon … die ganze Welt schockte und ihr mit einem Schlag die Zuversicht nahm, sich weiterhin auf die göttliche Fürsorge verlassen zu können , so tief hat sich weltweit der Schrecken eingegraben, den der Terroranschlag des 11. September ausgelöst hat“, schreibt Zielcke. Er zitiert dazu Goethe, der in „Dichtung und Wahrheit“ über das Erdbeben und seine eigene Reaktion darauf schrieb: „Vielleicht hat der Dämon des Schreckens zu keiner Zeit so schnell und so mächtig seine Schauer über die Erde verbreitet … Gott hat sich keineswegs als väterlich erwiesen. “

Ganz offensichtlich wurde der Glaube weiter Bevölkerungskreise an die unerforschliche Güte Gottes durch das Ereignis ebenso erschüttert wie die optimistische Ansicht von dieser Welt als der besten aller möglichen, wie es Gottfried Wilhelm Leibniz in seiner „Théodicée“ postulierte. Diese Idee wurde wiederum von Voltaire in „Candide“ aufgegriffen und satirisch übersteigert. Man kann also ohne zu übertreiben das Erdbeben von Lissabon als eines der Auslöser jener Geistesbewegung verstehen, die wir rückblickend als die europäische Aufklärung des 18. Jahrhunderts bezeichnen.

Womöglich werden Historiker des 21. Jahrhunderts ähnlich über den Einsturz der Türme in New York urteilen. Zielcke nimmt es vorweg, indem er schreibt: „Er hat kein Vertrauen mehr in eine göttliche Vorsehung erschüttert, dafür aber das Vertrauen in die vielleicht menschlichste aller Freiheiten, der Freiheit der Kommunikation.“

Wie tief der Schock von Manhattan gerade in Amerika sitzt, haben die Reaktionen auf die NSA-Enthüllungen durch den jungen Edward Snowdon gezeigt. Selbst ein Vorzeige-Liberaler wie Thomas Friedman („Die Welt ist flach“) outete sich in einer Kolumne für die New York Times als Fan des Überwachungsstaates, weil er lieber seine Privatsphäre opfern als Opfer eines zweiten elften September werden wolle. Konservative Kommentatoren treibt der Gedanke an Staatsverrat dagegen regelrecht den Schaum an die Lippen. Der Politanalyst Ralph Peters forderte im stramm rechten Sender Fox News die Todesstrafe für Snowdon und für Bradly Manning, der hochgeheime Diplomatenpost an WikiLeaks verriet. Weiterlesen

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Verkaufen für Techniker, Teil 10: Aktivieren Sie Ihre Sprache!

Techniker fürchten sich häufig vor nichts so sehr als vor einer definitiven Aussage und weichen deshalb sprachlich aus. Statt zu sagen: „Das Gerät schafft 28 Arbeitszyklen pro Minute“ sagen sie: „Bei richtiger Wartung und idealen Bedingungen sind 28 Arbeitszyklen pro Minute möglich.“ Statt zu sagen: „Das Ding ist kaputt“ sagen sie: „Es scheint nicht zu funktionieren.“ Damit sind sie immer auf der sicheren Seite.

Das ist ja auch verständlich. Schließlich lernt jeder Techniker schon im ersten Semester „Murphy’s Law“ kennen, den uralten Lehrsatz von Edward A. Murphy, der festgestellt hat: „Wenn etwas schief gehen kann, dann wird es auch schief gehen.“ Wer sich zu einer eindeutigen Behauptung hinreißen lässt, macht sich verwundbar – es könnte ja auch anders kommen, und dann ist er, der Techniker, wieder schuld. Weiterlesen

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20 Jahre unfallfreies Telefonieren im GSM-Netz

Schön, aber nutzlos

Schön, aber nutzlos

Ich habe 1993 mein erstes GSM-Mobiltelefon bekommen, ein Motorla 9600 („Backstein“ genannt), mit dem man der Legende nach zur Not auch Zeltheringe einschlagen konnte. Ich war damals Leiter der Redaktionsgruppe Multimedia bei der Motor Presse Stuttgart, und eines meiner Babys war die Entwicklertruppe, die an der neuen Zeitschrift „connect“ gearbeitet hat. Wir haben damals Kriterien für das Testen von Handys entwickelt, und ich habe vorgeschlagen, einen speziellen „Cole-Test“ einzuführen, nämlich den freien Fall aus einem Meter Höhe auf eine möglichst harte Unterlage. Auf die Idee kam ich, weil ich damals einen sehr schönen Regenmantel von Burrberry mit Durchstecktaschen besaß, und fast jedes Mal, wenn ich den Knochen in die Manteltasche stecken wollte, griff ich daneben, und das Dinge landete auf dem Boden.

In den vergangenen 20 Jahren haben viele Handys den Cole-Test bestanden, Dutzende von Nokia-Generationen, Palm-Treos und neuerdings der iPhone. Ein Nokia Lumina war dabei und ein paar HTCs.

Doch nun ist meine Serie gebrochen: Gestern lief ich in München durch die Orleaonstrasse und trug mein iPad unterm Arm, als plötzlich das Handy klingelte. Ich holte es mit einer Hand raus, und dabei drohte mir der iPad aus der anderen Hand zu rutschen. Ich bin ein miserabler Jongleur, und so habe ich nur ein Gerät retten können und entschied mich für den Apple. Mein Samsung Galaxy musste gucken, wo er bleibt, und er blieb mit dem Gesicht nach unten auf dem Gehweg liegen. Als ich ihn umdrehte, war der Bildschirm zu einem, wie ich finde, sehr schönen zeitgenössischen Abstraktgemälde mutiert. Nur kann man damit leider nicht mehr telefonieren.

Schade, denn ich war auf meinen Ruf als  20jähriger unfallfreier Telefonierer eigentlich ganz stolz…

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Book buring is back

Burn, baby, burn!

Burn, baby, burn!

Well, it took awhile, but the great old American tradition of book burning is back again. CVS and Walmart announced yesterday that they are pulling the latest edition of „Rolling Stone“ magazine from their bookshelves becaue of the editor’s choice of a title picture, which shows the Boston Marathon bomber Dzhokhar Tsarnaev, tousele-haired and apparently slightly disoriented, staring into a camera like a later-day version of James Dean after a long night on the tiles.

Apparently some idiots in Boston called the picture „glamorous“, which says alot about personal tastes in New England. Unfortunately, these idiots include Mayor Thomas M. Menino, who sent a letter to the publisher of Rolling Stone, Jann S. Wenner, objecting that the cover “rewards a terrorist with celebrity treatment.”

If you ask me, it looks more like a „dead or alive“ wanted poster.

But, hey, this is good old America, home of the Salem witch burnings, where burning books has been a favorite passtime at least since 1650, when Puritains made a bonfire out of copies of  The Meritorious Price of Our Redemption by William Pynchon ecause it disputed their doctrine of atonement. The Massachusetts General Court ruled that all copies should be burned in the center of the marketplace in Boston. In 1873, Anthony Cornstock founded a committee called The New York Society for the Suppression of Vice within the YMCA of New York, to supervise public morality by burning books and who was the inspiration for the infamous inspired the passing of Cornstock Act, a Federal Law that made it illegal to own, sell or send through the mail obscene material.

In the early 2000s, Harry Potter books were burned for their „satanic“ content in New Mexico, Michigan and Pennsylvania among other places, joining a list of distinguished authors who have included at times Mark Twain, James Joyce, John Steinbeck, Wilhelm Reich, Kurt Vonnegut, and Dan Brown.

So let’s congratulate CVS and Walgreens for upholding on of America’s shining democratic traditions. Why not celebrate by burning come of their coupons as a bonfire of bigotry and narrowmindedness?

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