Social Speeding

Gemeinsam sind wir stark, das ist das neue, alte Motto im Zeitalter des Social Web. Wenn wir zusammenhalten und uns austauschen, erreichen wir mehr, als wenn jeder nur so vor sich hinwurschtelt.

Der amerikanischen Firma Escort, Hersteller von Radardetektoren, ist es nun zu verdanken, dass sich das Spektrum des heißen kollektiven Bemühns um die Frage der flotten Fortbewegung bereichern lässt. In den USA haben bekanntlich viele Autofahrer ein Warngerät auf dem Armaturenbrett liegen, der sie rechtzeitig durch lautes Piepsen auf Radarfallen der Polizei hinweisen.

Das weiß die Polizei natürlich auch, und deshalb benützen die Bullen auf den Highways meistens Radarpistolen. Das hat den Vorteil, dass sie nur ganz kurz aktiviert werden müssen, und schon ist der Schnellfahrer im wahrsten Sinne des Wortes „abgeschossen.“ Der Radardetektor hat also gar keine Zeit, sein Herrchen durch lautes Piepsen zu warnen.

Escort hat deshalb jetzt auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas ein Zusatzgerät vorgestellt, dass andere Autofahrer, die ebenfalls über ein solches Gadget verfügen und gerade in der Nähe sind, benachrichtigt, wenn ich gerade in die Radarfalle getappt bin. Das nützt mir selbst zwar nichts, aber den anderen. Und beim nächsten Mal bin ich ja vielleicht derjenige, der gewarnt wird. „Social Speeding“ wäre dafür ein guter Name, finde ich.

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In Berlin wird was frei

Wurde aber auch Zeit…

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Die digitale Stradivari

Wir arbeiten noch dran

Julia Fischer war ein begnadetes Kind und ist heute eine begnadete junge Geigerin. Ich kannte ihren Vater ganz gut und habe ihre Karriere deshalb sozusagen von Kindesbeinen an verfolgt, und neulich hörte ich sie wieder mit einer wunderbaren Interpretation des Violinkonzerts aller Violinkonzerte, Tschaikovsky in D-Dur, wo ihre Geige unvergleichlich süßen Schmelz erzeugte als sei es ein Instrument aus einer anderen Welt.

Tatsächlich spielt Julia eine Stradivari, die sogar einen Namen hat, wie die meisten erhalten gebliebenen Instrumente aus der Werkstatt des guten alten Antonio Giacomo(1648-1737) in Cremona. Ihrer heißt „Booth“, weil es 1855 von einer spleenigen Engländerin namens Madame Wilhelm von Booth für ihren Sohn Otto gekauft wurde. Inzwischen ist es im Besitz der Nippon Music Foundation, die es ihr als Dauerleihgabe anvertraut hat.

Was ranken sich nicht für Geschichten um die legendären „Strads“, um die Guarneris, Amatis, Magginis und da Salos. 1908 wurde dem belgischen Virtuoso Eugene Ysaye bei einem Gastspiel in St. Petersburg eine seiner vier (!) Stradivarii gestohlen; sie ist bis heute nicht mehr aufgetaucht. 1951 fand ein amerikanischer Soldat während des Koreakriegs in einem zerbombten Bauerhof eine Geige, die er als Andenken mit nach Hause nahm. Sie wurde später als eine echte Stradivari identifiziert und machte einen reichen Mann aus ihm. Ende 2011 bezahlte ein Russe 18 Millionen Dollar für eine Guaneri-Geige und glaubte dabei noch ein Schnäppchen zu machen.

Dabei weiß eigentlich niemand, was das Geheimnis der Streichinstrumente aus dem Barock ausmacht. Weiterlesen

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Aus der amerikanische Traum

Kein Land für Träumer

Fragen Sie den Durchschnittsdeutschen nach Amerika, und es fällt unweigerlich der stereotypische Satz: „Land der unbegrenztem Möglichkeiten“. In diese Mantra eingeschlossen ist der so genannte „amerikanische Traum“ der verfassungsmäßig garantierten Chancengleichheit sowie dem etwas schwammig formulierten Recht, „nach Glück zu streben“, die zusammen zu einer ungehemmten Aufwärtsmobilität führt. Die Alte Welt, so die konventionelle Weisheit, ist mit ihren betonartig abgebundenen Kasten und Klassen festgefahren, wer seinen Traum von Erfolg und Wohlstand schnell verwirklichen will, muss nur das Schiff (oder heute das Flugzeug) in die Neue besteigen, dann wird alles gut.

Wie die meisten Traumgespinste erweist sich auch das amerikanische nun als Trugschluss. Amerikaner sind nicht aufwärtsmobiler als Europäer – im Gegenteil! Eine zum Jahresende veröffentlichte Studie vom Wirtschaftstatistiker Markus Jantti von der finnischen Abo Akademi University kommt zu dem Ergebnis, dass in Armut geborene Amerikaner erheblich weniger Chancen als vergleichbare Europäer haben, nach oben zu kommen. Laut Jantti bleiben 42% der amerikanischen Männer, die ins untere Einkommensfünftel hinein geboren werden, dort ihr Leben lang stecken. Zum Vergleich: In Dänemark sind es nur 25%, im angeblich so klassenbewussten Großbritannien nur 30%.

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Wulff und das Geheimnis des Anrufbeantworters

So etwas Irres sei ihm in seiner ganzen Laufbahn nicht begegnet, meinte der ehemalige Spiegel-Chef Stefan Aust, als man ihm von Christian Wulffs Anruf beim BILD-Chefredakteur Kai Diekmann erzählte. Dass der Bundespräsident persönlich den Chefredakteur einer der einflussreichsten Zeitungen in Deutschland von einer Auslandsreise anrufe und ihm drohe, dass mache einen ja wirklich fassungslos.

Tatsächlich ist es kaum zu glauben, dass ein so erfahrener Politiker wie Wulff einen derartigen Anfängerfehler macht (Aust spricht vom „politischen Selbstmordkommando“). Die Lösung ist ganz einfach: Es war gar nicht Wulff, der da bei Diekmann aufs Band sprach, sondern ein ganz anderer.

Aber wer dann? Weiterlesen

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Staying With Friends

View with a room…

My wife and I stayed at Penha Longa for four days over Christmas, and yes, this is a superlative establishment with beautiful architecture and landscaping and all the amenities you expect from a 5-star hotel bearing the famous Ritz-Carlton brand.

But in fact it is people you remember when you go away, like Candela, a charming young girl whose name means „flame“ in English and who wouldn’t just point out the way to the spa but insisted on walking there with us.

Or the restaurant manager whom we asked if we could purchase a glass of the utterly delicious tea jelly with rosemary and who instead presented us with one as a „special gift for special guests“ (I bet he says that to everybody – and I bet everybody feels it’s true…).

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Haben Kochbücher bald ausgeblättert?

Da fliegen sie hin…

Wenn mich einer schon mal als Vortragsredner erlebt hat, dann kennt er das Beispiel vom Internet-Kühlschrank, denn ich erzähle es jedes Mal, wenn ich irgendwo auf der Bühne stehe. Falls nicht: Der Internet-Kühlschrank hat einen berühungsempfindlichen Bildschirm, über den er sich programmieren lässt, damit er alles, was man so braucht – Butter, Milch, Eier – im Supermarkt um die Ecke bestellen kann. Die Dinger gibt es schon lange, zum Beispiel den Samsung Wireless ICE Pad Refrigerator, und die Auguren schwärmen schon vom Anbruch der Ära des „Internet of Things“.

In Wirklichkeit sind die meisten Internet-Kühlschränke aber nur Küchengeräte mit einem angeflanschten Tablet-PC, und die Hausfrau verwendet sie, um zu surfen oder E-Mail zu ziehen, während sie darauf wartet, dass der Braten fertig ist. Nicht wirklich aufregend…

Aber vielleicht wird der Internet-Kühlschrank demnächst seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt werden, nämlich als Ersatz für Kochbücher.
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Dividenden im voraus? Bankchefs können das!

Wer hier oben steht, der hat es geschafft

Sind Bankenchefs dumm? Oder halten sie nur uns alle für dumm? Wie dämlich muss man sein um nicht zu kapieren, dass man in der Krise (und wir was wir gerade durchleben, ist keine Wirtschafts- oder gar eine Eurokrise, sondern eine lupenreine Bankenkrise) kürzer treten muss?

Fakt ist: Viele große und kleine Banken haben sich in Griechenland und anderswo kräftig verzockt. Das konnten sie tun, weil sie wussten: Wappen gewinnen sie, Zahl verliert der Steuerzahler. Schließlich steckt allen ja der Lehman-Schock noch in den Gliedern. Erinnern Sie sich? „Too big to fail“ und so. Der Staat  wird’s schon richten, denn noch eine Bankenpleite können wir uns ja gar nicht leisten, so die Mantra aus Berlin, Frankfurt und anderen Intelligenzhochburgen.

Immerhin haben die Politiker reagiert, wenn auch nur halbherzig und viel zu spät. Viele Banken und Versicherungen jetzt mehr eigenes Geld in Reserve halten, um mögliche Verluste in Zukunft selber abzudecken. Darüber klagen sie mit einer Lautstärke die klingt, als sei es das Ende der (Banken-)Welt, wie wir sie kennen. Was an sich ja nichts Schlechtes wäre. Nur nützen die Banker das jetzt als Ausrede dafür, die Arbeit einzustellen. Will heißen: Sie haben den Kreditvergabe mehr oder weniger eingestellt – was aber ihre eigentliche Daseinsberechtigung, auf jeden Fall aber ihre volkswirtschaftliche Kernaufgabe ist.
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Hilfe: IBM kann meine Gedanken lesen!

So sieht die Zukunft aus. Oder auch nicht…

Alles Jahre wieder, kurz vor Weihnachten, legen die Forscher von IBM ihre „5 in 5 List“ vor – eine Aufzählung von fünf technologischen Trends, die unsere Welt auf den Kopf stellen werden, und zwar innerhalb der nächsten fünf Jahren. 2006 sagten sie voraus, dass unsere Smartphones in fünf Jahren in der Lage sein werden, Gehirnwellen zu lesen: Denke dir eine Nummer, und schon wählt das Ding und stellt dich durch. Sie haben das 3D-Internet vorausgesagt und eine Neuauflage von Doug Adams  „Babelfisch“, der das gesprochene von einer Sprache in eine andere in Echtzeit übersetzen kann. Nun, wir schreiben heuer das Jahr des Heils 2011, also müsste das ja jetzt eigentlich alles längst hier sein. Vielleicht ist es da – aber ich sehe leider nichts davon, also bin ich dazu geneigt, die IBM-Liste cum grano salis zu nehmen, wie wir alten Lateiner sagen.

Trotzdem ist die Versuchung für einen techie wir mich übergroß, sich doch mit der neuesten Ausgabe von „5 in 5“ zu beschäftigen, und wenn auch nur, um die Absurdität mancher der dort gemachten Vorhersagen zu illuminieren. Aber andererseits hatte der legendäre Philosoph und Baseballspieler Yogi Berra von den „Yankees“ recht als er sagte: „Es ist immer schwer, Prognosen zu machen, vor allem wenn es dabei um die Zukunft geht.“ Also, Ärmel hoch und durch:

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Das war’s!

Beste Grüße an Onlinewahn.de!

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