Marie Curie and the Fight Against Fake News

Fake News was around in 1909, too!

Why was Madam Curie called „polish sl*t“ by the media?“, someone asked me on Quora. Given that I have been a great admirer of Marie Curie, probably the greatest physicist that ever lived, ever since I read a biography about her when I was still in my teens, I went back to the root of the problem and discovered that the right-wing French press attacked her in 1910 when she put herself forward as a candidate for a vacant seat in the French Academy of Sciences.

The right wanted her rival to win, a man named Edouard Branly, who was 66 at the time, mainly because they didn’t want a woman to enter the prestigious and still all-male Académie.

They felt France had been snubbed in 1909 by the Nobel committee when it awarded the prize in physics to Gugliemo Marconi instead of Branly. Both were famous for their pioneering work on wireless telegraphy.

Branly also had close ties to the Catholic church. France at the time was bitterly divided between conservative Catholics and freethinkers like Curie. Right-wing antisemetic newspapers and journals, first and foremost the daily Excelsior, ran fake stories about her, including allegations that she was Jewish and not truly French, which would have disqualified her from taking a seat in the French Academy. Branly ultimately won the election, and Curie immersed herself in her work. Weiterlesen

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Das goldene Kalb vom Bosporus

Riberys Gold-Steak

Ich habe diesen Beitrag vor vielen Jahren für eine englische Zeitschrift geschrieben und ihn heute ins Deutsche übersetzt. Man hat ja schließlich viel Zeiten in diesen Tagen des Virus, und nicht jeder weiß, dass Österreichs Leibgericht einen Migrantenhintergrund hat.

Und: Vergoldetes Fleisch ist bis heute in bestimmten Kreisen immer noch beliebt. Der Bayern-Star Frank Ribery erregte vor zwei Jahren Aufsehen, als er ein vergoldetes Steak zubereitete und vor den Kameras der Presse verzehrte. Kostenpunkt: 1.200 Euro.

Vergoldetes Essen kann man aber auch billiger haben: Im Restaurant „Zander“ können Fastfood-Fans für ganze fünf Euro eine Currywurst mit 22 Karat-Blattgold verzehren und dazu ein Glas Champagne Gosset Brut Excellence für sieben Euro schlürfen.

Nach Istanbul auf ein Schnitzel? Und warum nicht? Immerhin kommt das berühmteste Wiener Gericht eigentlich aus der Hauptstadt der Türkei – die damals natürlich einen anderen Namen hatte, aber immer noch genauso isst.

Vielleicht ist so etwas nur in Österreich möglich, wo ein Stück paniertes Kalbfleisch zu einem politischen Thema geworden ist, aber die Peinlichkeit war bis zum Bosporus spürbar. Die Rechtspopulisten der FPÖ, der ehemaligen Haider-Partei, bekannt als „Türkenhasser“, wollten vor kulinarischer Entfremdung warnen und empfahlen ihren Landsleuten wie auch den Besuchern des Landes, in Wien statt Kebab und Döner „echte Wiener Küche“ zu genießen – zum Beispiel ein leckeres Wiener Schnitzel. Weiterlesen

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The Man Who Beat Magellan

Another bit of historic trivia we missed in history class: Magellan was not the first person to circumnavigate the globe. It was a guy named Enrique (aka Henrique of Mallacca or Henry Black) , one of Ferdinand Magellan’s slaves acquired by the Portuguese explorer on one of his previous voyages in 1511 when the boy was 14 years-old, probably in the early stages of the Siege of Malacca (1511).
Enrique accompanied Magellan on all his voyages, including the voyage that circumnavigated the world between 1519 and 1521.When the expedition reached the Philippine islands, where Magellan was killed during the Battle of Mactan on April 27, 1521, it turned out that Enrique understood the language spoken by the local natives.

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Memories of Endless Summers

Image: Sidney Nolan

Is Greece the only country in the world with „Halcyon Days“?, someone asked me on Quora, where I spend a lot of time in these Days of the Virus. I sort of knew the answer, because I once read „Also sprach Zarathustra“, and I have a fair smattering of familiarity with most of Shakespeare’s plays. But I still needed to research the origins of the term, and here is what I found out.

The Halcyon is a bird of Greek legend and the name is now commonly given to the European Kingfisher. The ancients believed that the bird made a floating nest in the Aegean Sea and had the power to calm the waves while brooding her eggs. Fourteen days of calm weather were to be expected when the Halcyon was nesting – around the winter solstice, usually 21st or 22nd of December. The Halcyon days are generally regarded as beginning on the 14th or 15th of December.

According to Ovid, Alycon ( Ἀλκυόνη, Latin Alcyone) was the daughter of Aeolus and wife of Ceyx. When her husband died in a shipwreck, Alcyone threw herself into the sea whereupon the gods transformed them both into kingfishers. When Alcyone made her nest on the beach, waves threatened to destroy it. Aeolus restrained his winds and kept them calm during seven days in each year, so she could lay her eggs. These became known as the „halcyon days,“ when storms do not occur. Weiterlesen

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Born on the Fourth of July, so she Passed the Test

„When was the citizenship test last updated?“, someone asked me on Quora. I was curious, so I did a little research and found out that early naturalization exams were all conducted orally in the court room, so no records exist. Prior to 1906, naturalization was under the exclusive jurisdiction of the courts and at the local level naturalization procedures varied widely.

Because there was no explicit educational requirement in naturalization law,some judges simply did not test applicants’ knowledge of civics and American history. Other judges believed that the requirement of “attachment to the principles of the Constitution,” part of naturalization law since 1802, made it necessary for potential citizens to demonstrate that they understood the Constitution as well as U.S. history and civics generally.

In 1906 the federal Bureau of Naturalization began to oversee and standardize naturalization proceedings nationally. The tests remained oral and examiners maintained discretion to choose the questions. In the 1930s the INS moved to eliminate “trick” questions, such as “how high is the Bunker Hill Monument,” from the exam and worked to insure that questioning would establish the applicant’s attachment to the principles of the Constitution rather than the mere ability to memorize facts. Weiterlesen

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Es tut sich endlich was gegen GAFA – und ich hab’s ja gleich gesagt!

Der Justizausschuss des Repräsentantenhauses hat seine Schlussfolgerungen darüber veröffentlicht, ob Amazon, Facebook, Apple und Google gegen das Kartellrecht verstoßen. Sein 449-seitiger Bericht kritisiert diese Unternehmen dafür, dass sie Konkurrenten aufkaufen, ihre eigenen Dienstleistungen bevorzugen und übergroße Macht über kleinere Unternehmen haben, die ihre Plattformen nutzen. „Unsere Untersuchung deckte ein alarmierendes Muster von Geschäftspraktiken auf, die den Wettbewerb verschlechtern und Innovationen ersticken“, sagte Ausschussmitglied Val Demings (D-FL). „Der Wettbewerb muss die beste Idee belohnen, nicht das größte Unternehmenskonto“, so Val Demings (D-FL). Wir werden die notwendigen Schritte unternehmen, um Regelverstöße zur Rechenschaft zu ziehen“. Im Juli sahen sich einige der führenden Technologie-CEOs des Landes – Mark Zuckerberg von Facebook, Jeff Bezos von Amazon, Sundar Pichai von Google und Tim Cook von Apple – gezwungen, (aus der Ferne) über das wettbewerbsfeindliche Verhalten ihrer jeweiligen Firmen auszusagen. Der Justizausschuss des Repräsentantenhauses begann diese Untersuchung vor über einem Jahr und hat über 1,3 Millionen Dokumente über diese Geschäftspraktiken gesammelt.

Der Bericht der Mehrheit enthält eine Reihe konkreter politischer Empfehlungen, die zusammengenommen die Funktionsweise der Technologiebranche drastisch verändern würden. Er drängt den Kongress, die Verabschiedung kommerzieller Nichtdiskriminierungsregeln zu erwägen, die große Unternehmen dazu bringen würden, Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen auf ihren Plattformen verkaufen, gleiche Bedingungen zu bieten. Er empfiehlt, bestimmten marktbeherrschenden Plattformen den Wettbewerb in „angrenzenden Geschäftszweigen“ zu untersagen, wo sie einen enormen Vorteil hätten.

Im Großen und Ganzen schlägt sie vor, dass der Kongress einen neuen Standard für Kartellrechtsverletzungen definiert und erklärt, dass die Gesetze „nicht nur zum Schutz der Verbraucher, sondern auch zum Schutz von Arbeitnehmern, Unternehmern, unabhängigen Unternehmen, offenen Märkten, einer fairen Wirtschaft und demokratischen Idealen“ konzipiert sein sollten.

Zwei Jahre zuvor, im November 2018, erschien mein Buch Wild Wild Web – Was uns die Geschichte des Wilden Westens über die Zukunft der Digitalen Gesellschaft lehrt. Es ist natürlich immer schön, seiner Zeit voraus zu sein. Irgendwie ist das ja der Job eines Zukunftsforschers und Zeitkritikers, und wenn ich andere meiner nunmehr 10 Werke über verschiedene Ausprägungen der Digitalen Transformation von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik in die Hand nehmen, muss ich immer wieder schmunzeln wenn ich merke, dass ich hier und dort Dinge vorhergesagt habe, die erst Jahre später wahr geworden sind.

Aber noch nie war das Gefühl von Déjà-vu so deutlich wie diesmal. Was der U.S:-Congress da an Erkenntnissen zutage gebracht und die Vorschläge, die sie daraus ableiten, habe ich vor fast genau drei Jahren niedergeschrieben. Am deutlichsten wird das, wenn man meine Conklusio von damals liest, die ich zu einem kurzen Manifest zusammengefasst habe und die ich hier für meine Fans des Cole-Blogs noch einmal zusammenfasse.

10 Dinge, die uns der Wilden Westen lehrt

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Warum es das Beste wäre, wenn der Covid-kranke Trump jetzt den Löffel abgibt

Natürlich ist es gemein von mir, wenn ich mich über die Nachricht freue, dass Donald Trump an Covid-19 erkrankt ist. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Millionen Menschen auf der Welt jetzt nichts sehnlicher wünschen, als dass er sich seinen aktuell 207.699 Mitbürgern anschließt, die Stand heute morgen an den Folgen der Corona-Erkrankung gestorben sind. Und die Chancen stehen gut: Mit 74 ist er mittendrin in der Hochrisikogruppe. Außerdem leidet er an Bluthochdruck und wiegt 110 Kilo – für einen Mann seiner Körpergröße bedeutet das krankhafte Fettleibigkeit. Alles so genannte „preconditions“, die das Risiko steil ansteigen lassen.

Andererseits wird wohl keinem anderen Amerikaner eine solche Rundum-Betreung zuteil werden wie ihm. ER muss sich ja keine Sorgen machen über fehlenden Versicherungsschutz; bei ihm zahlen die Steuerbürger die Zeche, auch wenn Millionen von ihnen selber keine Chance auf ärztliche Grundversorgung haben und deshalb in seiner Lage zum Tode verurteilt wären.

Aber angenommen – nur mal angenommen – Trump erstickt doch nicht an seinem eigenen Schleim. Dann stellen sich jetzt eine Menge sehr brisanter Fragen. Zum Beispiel: Was ist , wenn er wochenlang ins Bett muss und nicht regieren kann? Laut dem 25sten Verfassungszusatz kann er – muss aber nicht – seine Amtsgeschäfte an seinen Vize, Mike Pence abgeben, was ja schon schlimm genug wäre. Weiterlesen

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Woher bekam Deutschland seine Namen?

Illustration: Pixelbay

Für die Franzosen heißt das Land zwischen Rhein und Donau l’Allemagne, weil Ländernamen im Französischen generell weiblich sind. Das Wort „Alaman“ bedeutete „alle Menschen“, d.h. jedermann und stand somit für den Zusammenschluss mehrerer Stämme.

Die Engländer sagen Germany, weil die Römer die Gebiete nördlich der Alpen Germanien nannten, und England war jahrhundertelang eine römische Provinz. Der Name stammt daher aus dem Lateinischen.

Die Deutschen nennen ihr Land natürlich Deutschland. Das germanische Adjektiv theudisk bezeichnete das Volk, die kulturelle Familie, der man angehörte. Daher stammt auch das Wort „Teutonen“.

Übrigens, die Finnen sagen Saksa. Sachsen lag ursprünglich an der Nordsee und dehnte sich später nach Südosten aus. Finnen und Sachsen waren sich jahrhundertelang spinnefeind. Heute tragen drei deutsche Bundesländer den Namen Sachsen: Sachsen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Die Polen nennen den westlichen NachbarnNiemcy. In den slawischen Sprachen kommt das Wort vom Adjektiv „stumm“. Die Deutschen waren sicher nicht sprachlos, aber da die Slawen sie nicht verstanden, galten sie als das Volk, mit dem man nicht sprechen konnte.

Die Skandinavier sagen Tyskland, das vom althochdeutschen Wort diutisc abstammt und „zum Volk gehörend“ bedeutet. Daraus leiten sich das Wort Deutsch selbst und die entsprechenden Bezeichnungen in den benachbarten germanischen Sprachen ab. Die nordgermanischen Sprachen haben das Stammwort Tysk mit verhärteten Konsonanten, die westgermanischen Sprachen die weichere Form mit /d/- sowie /s/- oder /ʃ-Klang.

Im Chinesischen ist Déyìzhì 德意志 [tɤ̌.î.ʈʂɻ̩̂] eine versuchte phonetische Annäherung an das Wort „Deutsch“.

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IT im Spiegelkabinett

Es gibt kaum ein spannenderes Thema in der modernen IT als Digitale Zwillinge. Sie sind die Kopie eines realen Gegenstücks. Sie versprechen, die Innovation zu revolutionieren und die Entwicklungszeit und -kosten zu reduzieren sowie die Zusammenarbeit entlang der Lieferkette zu verbessern. Aber was sind sie wirklich?

Ein Digitaler Zwilling kann folgendermaßen definiert werden: „Eine virtuelle, computerbasierte Kopie von etwas Realem, die so modelliert ist, dass sie physische Vermögenswerte während ihres gesamten Lebenszyklus realistisch darstellt und kontrolliert und jederzeit leicht zugänglich ist.“

Diese „Digital Twins“, wie Geeks  sie nennen, sind aber weit mehr als nur Kopien eines Originals. Sie bilden sozusagen ein „Schattenreich“, wie der Economist schrieb. Digitale Nachbildungen von Flugzeugtriebwerken, Windturbinen und anderen schweren Ausrüstungen stehen an erster Stelle. Jetzt gesellen sich die elektronischen Geister der kleineren und größeren Dinge im virtuellen Raum dazu, von Zahnbürsten und Ampeln bis hin zu ganzen Geschäften und Fabriken. Sogar Menschen haben begonnen, solche Alter Egos zu entwickeln. In Amerika plant die National Football League, für jeden Spieler einen elektronischen Avatar zu entwerfen.

Die Technologien, die unter den Namen Industry 4.0 oder Smart Factory bekannt sind, bieten so große Vorteile bei der Herstellung von Produkten, dass diejenigen, die diesen Wandel nicht planen und sich nicht dafür begeistern, mit ziemlicher Sicherheit auf der Strecke bleiben werden. Digitale Zwillinge sind ein wesentlicher Baustein der intelligenten Fabrik. Dieses Konzept wurde erstmals 2002 von Dr. Michael Grieves durch seine Ideen zum Product Lifecycle Management (PLM) eingeführt. Es beinhaltete die Spiegelung dessen, was in der realen Welt existiert, in einem virtuellen Raum.

Wichtig ist, dass diese Definition dazu führt, dass physische Vermögenswerte nur dann richtig dargestellt und kontrolliert werden können, wenn sie modellierbar sind.

Die Digitalen Zwillinge sind daher nicht nur Spiegelbilder, sondern stehen in direkter Verbindung zu ihren realen Gegenstücken: Daten „fließen“ von den physischen Objekten in ihre virtuelle Kopie, was ein korrektes Verständnis ihres Zustands ermöglicht, während die virtuelle Kopie ihr Gegenstück durch Informationen oder Anweisungen, die an das physische Objekt gesendet werden, und durch Verhaltensänderungen beeinflusst. Weiterlesen

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Old English Roast Beef and other myths

Why is English food perceived as terrible?, someone recently asked me on Quora.

Well, I guess it’s all a matter of taste, as the old lady said when she kissed the cow.

I think the answer is perfectly summed up in the English patriotic ballad The Roast Beef of Old England written by Henry Fielding for his play The Grub-Street Opera, which was first performed in 1731. It is intoned whenever members of the Royal Navy go in to dine at Mess Dinners, and has been adopted, among others, by the Royal Artillery and the U.S. Marine Corps.

The only snag is that roast beef wasn’t in fact widely eaten in medieval England, which makes the first and most famous verse slightly redundant; but that’s not the point.

When mighty Roast Beef was the Englishman’s food,

It ennobled our veins and enriched our blood.

Our soldiers were brave and our courtiers were good

Oh! the Roast Beef of old England,

And old English Roast Beef!

Here’s the rub: The lyrics go on to say: Weiterlesen

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