In Berlin läuft gar nichts

21 Jahre

Dieser Beitrag erschien erstmals am 4.12.1996 auf cole.de

Wenn die Telefonistin der Kreissparkasse Göppingen in die Warteschleife schicken muss, beschwert sich heute keiner mehr. Im Gegenteil: Die meisten können gar nicht lange genug warten. Denn statt der üblichen Synthesizer-Musik erklingt neuerdings heiße Klaviermusik aus der Muschel, gespielt vom Chef selbst: Vorstandsvorsitzender Jürgen Hilse und sein Sohn haben die fetzigen Töne selbst komponiert und eingespielt.

„Bei mir haben sich Kunden beschwert, weil sie so langsam die ‚Kleine Nachtmusik‘ vom Synthesizer nicht mehr hören konnten,“ erklärt der Banker, der in seiner Freizeit Dixieland-Jazz spielt. „Da habe ich mich mit meinem Sohn ans Klavier gesetzt und etwas Neues eingespielt. Das Band haben wir an Siemens geschickt mit der Bitte, uns für die digitale Vermittlungsanlage eine Diskette davon zu machen.“ Seitdem erklingen die selbstgemachten Töne auf allen Telefon-Kanälen der 87 Sparkassenfilialen – zum Vergnügen von Mitarbeiter und Kunden.

Der Fall des schwäbischen Bankhauses ist leider noch eine Ausnahme in der deutschen Telefonlandschaft. In aller Regel kommt zum Frust durch lange Warterei noch der Ärger über nervenaufreibendes Computergedudel. Dabei macht Telefon-Musik durchaus Sinn, soll sie doch unvermeidliche Pausen füllen und dem Kunden das sichere Gefühl geben, weder aus der Leitung gefallen noch vom Gegenüber beim Verbinden schlicht vergessen worden zu sein. Weiterlesen

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Wie Banken in – und an – der Zukunft arbeiten

Ist das die Bank von morgen?

Ist das die Bank von morgen?

Eigentlich hatte Tim Cole ganz andere Pläne. Vor vier Jahren haben sich seine Frau under ein ruhiges Häuschen im österreichischen Lungau, mitten in den Salzburger Alpen, gekauft. „Ein schöner Ausklang“, sagte sich das Ehepaar. Doch der deutsch-amerikanische Journalist, Autor und „Wanderprediger des deutschen Internets“, wie ihn die Süddeutsche Zeitung bezeichnete, ist heute seltener zu Hause denn je. Schuld daran ist der Erfolg seines neuesten Buchs: „Digitale Transformation: Warum Deutschland die digitale Zukunft verschläft und was jetzt zu tun ist.“ Ein provokanter Titel, der dem Autor zurzeit reichlich Aufmerksamkeit einbringt.

„Die digitale Transformation ist im Grunde wie ein Erdbeben.“

Tim Cole beschreibt die digitale Transformation als Ergebnis von drei unabhängigen Entwicklungen: der Digitalisierung, der Vernetzung dieser digitalisierten Systeme und Veränderungen in unserer Mobilität, also der Tatsache, dass wir heute unabhängiger von Zeit und Raum geworden sind. Das Zusammenspiel dieser Phänomene verursache gerade einen disruptiven Tsunami, der viel Altes zerstören, aber auch viel Neues schaffen würde, erläutert Cole. Damit hat er wohl nicht ganz Unrecht, denn neue Unternehmen wie Airbnb und Uber nutzen diese Veränderungen gerade, um die klassischen Geschäftsmodelle von Hotels und Taxis anzugreifen – und zwar ziemlich erfolgreich.

Tim Cole ist der Meinung, dass diese Veränderungen auch die Banken betreffen würden und erzählt uns eine Geschichte: „Ich habe vor nicht allzu langer Zeit mit einem Privatbanker gesprochen. Der sagt, er betreue genau 200 Kunden. Mehr wolle er gar nicht haben, denn dann könne er nicht mehr von jedem Einzelnen wissen, wann das Pferd der Tochter Geburtstag habe.“

„Früher nannte man das Service.“

Der Kunde hat laut Cole durch die digitale Transformation die Entscheidungsgewalt über sein Kaufverhalten zurückgewonnen. Er habe unbegrenzte Marktübersicht, vollkommene Preistransparenz und einen Rückkanal, über den er feilschen, sich beschweren und im Extremfall auch einmal einen Shitstorm auslösen könne. Damit würden Unternehmen gezwungen, wieder auf Augenhöhe mit ihren Kunden zu diskutieren, ist Cole überzeugt. Doch um einen echten Dialog führen zu können, sagt er, müsse man auch umfassendes Wissen über die eigenen Kunden besitzen und ihre Bedürfnisse kennen. Weiterlesen

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Vor 21 Jahren: Telefonzelle in der Tasche

21JahreSportlich, sportlich: An einem verregneten Wochenende machte ich mit samt Frau und achtjährigem Töchterchen per S-Bahn auf ins Stuttgarter Neckarstadion zum „Eurobowl VIII“, dem Endspiel um die europäische Meisterschaft in American Football. Die Hot Dogs waren lauwarm, das Spiel der London Olympians gegen die Bergamo Lions auch. Zur Halbzeit froren uns die Füße, und wir wollten nur noch heim! Sogar der Fußweg zur S-Bahn-Station war uns zu weit. Was macht man da als Familienoberhaupt? Ganz einfach: Handy raus und mit sicherem Griff die Nummer der Taxizentrale anrufen. Wir stünden in der Benzstraße beim Stadion, ob sie uns bitte einen Wagen schicken würden? Ja, wo wir denn genau seien, wollte die resolute Schwabendame vom Droschkenfunk wissen, in einer Telefonzelle? Nee, sagte ich, ich hab‘ meine Telefonzelle bei mir. Der Witz kam aber nicht an. Wo denn die Telefonzelle nun genau sei? Statt weiter zu frieren gab ich klein bei und verabredete mich mit dem Chauffeur bei den Telefonzellen am Stadionausgang.

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Google, Facebook and the search for truth

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There is no doubt that false information and fake news sites on the Internet hugely influenced the outcome of the U.S. presidential election. There is no more appropriate figurehead for what the Economist in a recent title story called the “post-truth world” than Donald Trump. And although the authors identify massive evidence of post-truth politics in places like Britain, Australia and France, the 2016 campaign in America has demonstrated most clearly just how powerful appeals to emotion versus truth have become in today’s political arenas.

Google and Facebook, the New York Times reports, now intend to clean up their acts by pushing back on purveyors of fake facts. On Monday, Google said it would ban websites that peddle false news from using its online advertising service, AdSense, a major source of revenue for the fake facts trade. Hours later, Facebook, the social network, updated the language in its ad policy, which already says it will not display ads in sites that show misleading or illegal content, to include fake news sites.

Google’s move does not address the issue of fake news or hoaxes appearing in Google search results, such as the fake news story that said Trump won the popular vote and which popped up while votes were still being counted, with Democratic candidate Hillary Clinton showing a slight lead and that may have swayed late voters to switch their preference at the last minute. And Google does not plan to rate the accuracy of particular articles. Instead, Google wants to dry up sources of financial revenue by eliminating the financial incentives that appear to have driven the production of such fake news. Weiterlesen

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Controlling und Business Analytics – zwei Welten begegnen sich

Ein Blick in die Zukunft

Ein Blick in die Zukunft

Wenn sich das Controlling den Anforderungen der Digitalen Transformation stellen soll, dann muss sie in der Lage sein, in die Zukunft zu blicken. Nein, nicht mit Hilfe einer Kristallkugel oder mitTarockkarten. Big Data lässt sich nur mit leistungsfähigen Analysesystemen beherrschen. Wobei hier eine Art „digitaler Dreisprung“ zu erkennen ist: Von der beschreibenden über die vorausschauende Analyse bis hin zu Empfehlungssystemen. Oder, um die englischen Termini zu verwenden: „Descriptive Analytics“, „Predictive Analytics“ und „Prescriptive Analytics“.

Deskriptive, oder beschreibende Analyse entspricht der klassischen Reporting-Funktion, die dem Controller von alters her vertraut ist. Sie beschreibt den Status quo, also die historische Entwicklung des Unternehmens, zum Beispiel anhand von Zielabweichungen. Die darauf aufbauende „diagnostische Analyse“ versucht, aus diesen Ergebnissen Ursachen aufzuspüren, zum Beispiel warum liegen die Kosten über Plan oder warum stockt der Abverkauf? Diese so genannte Plan-Ist-Vergleiche sind heute das Rüstzeug jedes Controllers, und sie werden es auch in Zukunft bleiben. Allerdings lassen sich gerade solche Aufgaben weitgehend automatisieren.

Die durch die Automation gewonnene Zeit wird der Controller in Zukunft für die vorausschauende Analyse, also für „Predictive Analytics“ nutzen – nutzen müssen, wenn er seinen Job nicht verlieren will. Es gibt eine Fülle von Software-Tools, die in der Lage sind, aus den Unmengen von Daten Muster zu erkennen oder Zusammenhänge zwischen scheinbar nicht verwandten Daten zu ziehen. Diese Software muss das Controlling nutzen und beherrschen, um mit Hilfe der entsprechenden Algorithmen nicht nur Prognosen zu wagen, sondern um die Eintrittswahrscheinlichkeit bestimmter Ereignisse zu berechnen und die Risikoverteilung zu ermitteln.

Predictive Analysen können zu höchst überraschenden Ergebnissen führen. In seinem Buch „Predictive Analytics: The Power to Predict Who Will Click, Buy, Lie, or Die” gibt der US-Autor Eric Siegel eine Reihe von Beispielen, welch erstaunliche Ergebnissen die vorausschauende Analyse heute liefern kann. Computer können heute relativ genau vorhersagen, wer sein Zeitungs- oder Zeitschriftenabo kündigen oder wann er seinen Versicherer wechseln wird. Die Supermarktkette Target analysiert angeblich das Surfverhalten weiblicher Kunden um herauszufinden, ob sie schwanger sind, um sie gegebenenfalls besser mit Dingen wie Windeln oder Babynahrung versorgen zu können. Lebensversicherungen wollen herausgefunden haben, dass Menschen, die in Frührente gehen, in der Regel auch früher sterben, und Fluggesellschaften wissen, dass Veganer seltener ihre Maschine verpassen. Im Personalwesen wird Predictive Analysis eingesetzt, um festzustellen, ob sich Mitarbeiter mit Kündigungsgedanken tragen. Weiterlesen

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Die Herren der Daten

Das war einmal!

Das war einmal!

Ich bin gerade dabei, die zweite, erweiterte Auflage meines Buchs „Digitale Transformation“ fertig zu stellen, die der Vahlen-Verlag zur CeBIT 2017 herausbringen will. Von Aktualisierungen abgesehen wird das neue Werk eine Reihe neuer Inhalte bekommen. Ich habe es ja ursprünglich nach typischen Unternehmensabteilungen gegliedert wie Marketing, Vertrieb, Produktion und Einkauf. Aber weil die Zeit eng wurde, habe ich es nicht mehr geschafft, das geplante Kapitel zum Thema Contriolling zu schreiben. Das habe ich jetzt nachgeholt, und es freut mich, weil ich überzeugt davon bin, dass Controller eine Schlüsselrolle im Digitalen Unternehmen spielen werden. Dazu werden sie sich aber selbst und ihr Berufsbild neu erfinden müssen. Die Tage der Erbsenzähler sind gezählt, der Controller von morgen wird der mächtige Herrscher über die Daten sein – und damit ein unverzichtbarer Partner der Unternehmensleitung. Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack:


Die Digitale Transformation beginnt und endet zwar in der Chefetage, aber dazu ist der Boss auf Hilfe angewiesen. Die alles entscheidende Frage lautet deshalb: Wer sorgt dafür, dass Führungskräfte den Überblick behalten und die richtigen Weichen stellen können?

Das ist die Aufgabe des Controllings, nämlich Transparenz zu schaffen und vor Risiken zu warnen. Leider eilt diesem Berufsstand aber nicht zu Unrecht der Ruf nach, hauptsächlich aus Erbsenzählern zu bestehen, und sie sind deshalb oft ungeliebt.

Teilweise hat sich dieses Vorurteil auch tief in die Selbsteinschätzung vieler Controller eingegraben. Und auch wenn sie heute nicht mehr mit Ärmelschonern herumlaufen sind doch viele Controller eher gewohnt, nach hinten zu schauen als nach vorn. Das muss sich aber ändern, wenn Unternehmen im Zeitalter von Big Data und Predictive Analysis die Orientierung behalten wollen. Der Controller muss lernen, Daten als Teil des Firmenvermögens zu verstehen und sie in den Dienst der strategischen Unternehmensführung zu stellen. Der Controller von einst muss also lernen, wie ein CDO zu denken – einem Chief Digital Officer. Weiterlesen

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Amerika hat keine Wahl

Wer nicht bereit ist, aus der GEschicht zu lernen, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen (Gorbatschow

„Wer nicht bereit ist, aus der Geschichte zu lernen, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen!“ (Michail Sergejewitsch Gorbatschow)

Am Dienstag entscheidet sich das Schicksal der Welt in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren. Ja, der Welt – nicht nur Amerikas. Nicht, weil Amerika so mächtig wäre, den Rest der Welt zwingen zu können, nach seiner Pfeife zu tanzen. Sondern weil Beispiele Schule machen.

Ein Wahlsieg für Donald Trump wäre der lebende Beweis, dass Demokratie nicht automatisch die überlegene Staatsform ist. Wenn Amerika Hobbes folgt und sich einen Leviathan wählt, dann rechtfertigt das rückwirkend solche Erscheinungen wie Putin, Erdogan, Xi Jinping oder Kim Jong-un. Es würde die Diktatur als Staatsform endgültig salonfähig machen.

Das amerikanische Volk hat also keine Wahl als für Hillary Clinton zu stimmen– aber wird  es das auch tun? Zweifel sind angebracht angesichts von Umfragewerte, die Trump nach dem scheinbaren Absturz wieder im Aufwind sehen. Es genügen jetzt Kleinigkeiten, um das Rad umzudrehen:

  • Wenn zu viele Schwarze lieber zu Hause bleiben, weil für sie Hillary eben kein Obama ist.
  • Wenn die Latinos sich doch nicht in Massen an die Wahlurnen trauen, weil sie befürchten müssen, dass sie dort Trumps Schläger erwarten.
  • Wenn junge Wähler sich angewidert abwenden, weil sie das ganze Affentheater anwidert und sie keinem der beiden beschädigten Kandidaten zutrauen, ihnen eine Zukunft zu bieten, in der es sich zu leben lohnt.

Bleiben die bösen alten weißen Männer übrig. Die gehen ganz sicher zur Wahl, denn es ist ihre letzte Chance, ihre jahrhundertelange Dominanz in der amerikanischen Politik zu festigen und es „denen da unten“ zu zeigen, wer Herr im Haus ist.

Amerika hat also keine Wahl. Demokratie geht eigentlich anders. Weiterlesen

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Sous Vide Medizin

Fisch Sous Vide

Ich führe gerade mit meinem Freund Michael Kausch auf unserem gemeinsamen „Meta-Blog“ czyslansky.net eine nette Diskussion über die sensationelle neue Kochmethode namens Sous Vide, die eigentlich gar nicht so neu ist. Statt Fleisch oder andere Dinge in Fett zu braten, werrden sie bei kontrollierter Temreaptur im Wasserbad gagart. Ja, das Steak muss am vorher im Plastikbeutel vakuumieren – blöde Frage! Wenn man Riundfleisch zwei Stunden lang auf 60 Grad Kerntemperatur erhitzt, ist es perfekt rosa! Anschließend wird es noch 2×30 Sekunden in der glühendheißen Bratpfanne gewendet, dann ist es so gut wie im besten Steakhouse von New York!

Jetzt habe ich ihm einen Kommantart geschickt, der sich auf ein Erlebnis bezieht, dass ich gerade in Wien hatte. Wer nämlich geglaubt hat, die Sous Vide-Methode ließe sich ausschließlich im kulinarischen Zusammenhang einsetzen, irrt gewaltig. Sie könnte in Zukunft auch eine große Rolle in der Medizin spielen! Weiterlesen

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Die Zukunft von Software – ein Dialog

schoenberg

Man lernt ja im Online-Leben viele Menschen kennen. Einige von ihnen (aber längst nicht alle) beherrschen die Kunst, gescheite Fragen zu stellen. Einer von ihnen heißt Christian Schönberg. Er ist Softwareentwickler, und er macht sich offenbar Gedanken über die Zukunft seines Berufsstand. Wir sind uns irgendwann bei LinkedIn begegnet, und dort hat er mir neulich eine lange Nachricht geschickt , auf die ich sehr ausführlich geantwortet habe, weil mich seine Fragen zur Zukunft von Software wirklich interessiert haben. Den so entstandenen Dialog fand ich wichtig genug, um ihn auch einem breiteren Leserkreis zu öffnen. Deshalb hier nochmals der O-Ton unserer kleinen Fragerunde.

Erst einmal die Originalnachricht:

„Hallo Herr Cole, da ich als selbständiger Software-Entwickler (Ein-Personen-Unternehmen) arbeite, aber leider schon sehr viele Programme und Webseiten erstellt habe, die vermutlich eher ein „Nicht-Problem“ gelöst haben, da es als Programmierer natürlich mein Ziel wäre, ein Software- bzw. Webseitenprojekt umzusetzen, das auch einen Mehrwert für eine möglichst große Zielgruppe bietet, würde mich sehr interessieren“

Ich schrieb folgendes zurück:

„Lieber Herr Schoenberg

Ich gehe mal davon aus, dass dies echte Fragen sind und nicht eine etwas umständliche Form von Schleichwerbung. Wenn Sie mich kennen, dann wissen Sie, dass ich ebenfalls Einzelkämpfer bin und mein Geld verdiene, indem ich die Internet- und IT-Szene beobachte und meine Eindrücke und Thesen in Buchform und in gutbezahlten Vorträgen vor Unternehmen und Organisationen vermarkte. Weiterlesen

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Why Americans still don’t get it about health insurance

healthcare-gov

Watching the fight over Obamacare from a safe distance, in my case Austria, which has had universal and compulsory health insurance since 1889, I can’t help thinking the problem  is that most Americans don’t understand what it is and how it works.

Republicans seem to fear it’s a socialist plot to force Really Big Government on everybody. In fact, historically, healthcare was dreamed up and implemented by conservatives. Bismark, a reactionary if there ever was one, worried about the rise of the Social Democratic movement in Germany at the end of the 19th century, and for him things like health and unemployment insurance were ploys to put a lid on the kettle of social unrest. Give the little guy something so he will think he’s a stakeholder, then the filthy rich can go on exploiting the working classes without fear of being strung up on the nearest lamppost. Weiterlesen

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