Warum Frankreich stolz sein darf!

Diese Frage enthält so viele falsche Annahmen, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll zu korrigieren. Frankreich besaß zu Kriegsbeginn das größte Heer in Europa. Zwischen 1930 und 1940 hatte Frankreich unter riesigen Kosten die 1000 Kilometer lange Maginot-Linie gebaut, diesich von Basel bis Belgien erstreckte. Auf eine Fortführung bis zur Nordsee wurde verzichtet, weil sie den Großteil der französíschen Soldaten als Besatzung gebunden hätte. Außerdem war die Maginotlinie nicht für die Verteidigung gegen Panzer konzipiert.

Die Deutschen griffen bekanntlich unter Bruch des Völkerrechts durch Belgien, Holland und Luxemburg an, umgingen so die Franzosen sowie das zu Hilfe geeilte Britische Expedistionskorps und stießen mit ihrer „Blitzkriegtaktik“ schnell bis Paris vor, was die Franzosen zur Kapitulation zwang. Die Briten retteten einen Großteil ihrer nach Frankreich entsandten Truppen durch eine improvisierte Evakuierung, das so genannte „Wunder von Dünkirchen“.

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Der Schnappschuss des 20sten Jahrhunderts!

Der „Blue Marble Shot“ von 1972

„Wie war es, 1969 zu leben und von Apollo 11 aus zum ersten Mal die Erde als fernen Globus zu sehen?“ Das wollte einer auf Quora wissen. Da fiel mir ein, dass wir Zuschauer während der Apollo-Missionen nie die ganze Erde als Globus zu sehen bekommen haben.

Die „Blue Marble Shot„, das wahrscheinlich am häufigsten reproduzierte Foto der Geschichte, wurde erst beim letzten Apollo-Flug im Jahr 1972 aufgenommen – das erste Foto, das die ganze runde Erde zeigt, und das einzige, das jemals von einem Menschen aufgenommen wurde.

Um unseren Planeten als vollständig beleuchteten Globus zu sehen, muss man einen Punkt zwischen ihm und der Sonne passieren, was bei einer Geschwindigkeit von 20.000 Meilen pro Stunde ein kleineres Fenster ist, als man denkt. Die meisten der Männer, die Mondmissionen flogen, sahen weder die volle Erde noch den vollen Mond; beide Himmelskörper lagen während des gesamten Fluges teilweise im Schatten. Ihre Flugbahnen wurden von den Landestellen bestimmt, die sie auskundschafteten oder ansteuerten, und die befanden sich von der Erde aus gesehen hauptsächlich auf der Ostseite des Mondes.

Wenn man am Steuer eines Raumschiffs saß, das auf dem Mond landen sollte, wollte man die Sonne hinter sich in einem Winkel zwischen sieben und zwölf Grad über dem Horizont haben, damit sie lange Schatten von Felsbrocken warf, die man sonst nicht sehen konnte. Das bedeutet, dass man auf eine Mondsichel ausgerichtet war, als man drei Tage zuvor von der Erde startete. Bei der ersten Landung von Apollo 11 zum Beispiel startete man in Richtung eines neuen Viertelmondes, und die Besatzung sah nicht mehr als eine Dreiviertel-Erde. Weiterlesen

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Catch me if you can!

Barrel 0, Phantom 1

On Quora, somebody wanted to know: “Is it true that the only portion of Austria’s law on neutrality that is still completely in effect is that foreign military bases are not allowed in Austria?”

In fact, I once heard a nice little story back in my pilot days that illustrates Austria’s ongoing struggle to maintain its neutrality.

Back in the 60ies, a flight of McDonnell F-4 Phantom II out of Aviano were on a routine training flight over Northern Italy when they suddenly noticed they were just about to run out of fuel. Obviously, they hadn’t expected headwinds would be so strong. Anyway, the only airport within reach was Innsbruck.

Unfortunately, INN used to close up in the evening after the last scheduled flight had landed. It was growing dark, and the head of ATC had locked the tower for the night and was heading home on his bicycle when he heard the thundering noise of powerful jet engines reverberating from the surrounding mountains. He just managed to cycle back and turn on the landing lights in time for the flight to make a landing. In fact, their engines died while they were still on the runway! Weiterlesen

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Der Boxenkiller

Ein echter Knaller!

Nach so eine Frage auf Quora, die ich einfach beantworten musste: „Werden Stereoanlagen bzw. Verstärker und Boxen im Werk auch auf maximalen Einstellungen getestet?“

Ich habe in den 80er Jahren mit zwei Freunden eine Plattenfirma namens Jeton Records gegründet, die auf „Direct2Disc“-Aufnahmen auf Vinyl spezialisert war. CDs gab es noch nicht. Wir haben eine Aufnahme mit Charly Antolini gemacht, dem legendären Schweizer Schlagzeuger. Sie hieß „Knockout“, und mit der Aufnahme verbindet sich eine besondere Geschichte.

Bei Direktaufnahmen wird der Stichel des Matrizenschneiders direkt mit den Mikrofonen verbunden. Alles, was ab diesem Moment im Studio passiert, ist auf der Aufnahmematrize zu hören. Der Aufnahmeleiter kann die Dynamik verändern, in diesem FAll den Abstand zwischen den Rillen der Platte. Wenn sich die Rillen überschneiden, kannst du die Matrize wegschmeißen.

Charly war an diesem Tag nicht gut drauf, hat mehrere Aufnahmen versaut und wurde immer wütender. Schließlich hat er wild draufgeschlagen, und an einer Stelle hielt er inne und schlug dann mit voller Wucht auf alles, was er in Reichweite war!

Der Tontechniker hatte riesiges Glück: In der Pause vor dem großen Tuti-Schlag hat er die Dynamik weit zurückgedreht. Das hat gerade eben gereicht, um ein Überschneiden zu verhindern, und wir hatten Charlys ganze Wut auf Platte gebannt!

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Antisemitismus vs. Philosemitismus – Versuch einer Erklärung

Judensau!

Es ist wieder so eine Frage auf Quora, die mich nicht in Ruhe lassen. Warum hassten die Deutschen die Juden während des Zweiten Weltkriegs?„, will einer wissen. Ich würde die Frage viel weiter stellen, nämlich: Warum hassen manche Menschen Juden überhaupt? Und schwarze, gelbe, fremde oder einfach andere Menschen?

Wenn sich jemand durch sein Verhalten oder seine Äußerungen als ein echtes Arschloch entpuppt, okay – da habe ich ein gewissen Grad an Verständnis. Aber einfach durch seine Zugehörigkeit zu einer Gruppe?

Die Wurzeln des Antisemitismus lassen sich in der Konkurrenz zwischen frühem Christentum und Judentum finden. Der verhängnisvollste Vorwurflautet, „die Juden“ seien verantwortlich für die Kreuzigung Christi. Sie seien deshalb „Gottesmörder“.

Aber Antisemiten wie die Nazis zeichneten sich ja nicht gerade durch ihre christliche Frömmigkeit aus. Also muss es andere Gründe geben. Weiterlesen

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Methusalem durch die Hintertür

Na, Oider – ois kloar?

„Wie würdest Du versuchen einen Menschen zu überzeugen, der aufgrund vieler Verschwörungstheorien Angst vor einer Impfung hat?“ Diese Frage wird derzeit oft auf Quora gestellt. Dies ist meine Antwort.

Ich fürchte, mit Überzeugung kommen wir da nicht wirklich weiter – dazu sind die Fronten zu verhärtet, die Verschwörungstecheoretiker haben ganze Arbeit geleistet. Das Einzige, was helfen könnte, wäre eine sofortige und allgemeine Impfpflicht mit ganz wenigen Ausnahmen, die durch medizinischen Attest zu begründen wären.

Leider prallen aber hier Wunsch und Wirklichkeit aufeinander. Zumindest in Österreich, wo ich wohne, und in Deutschland hat kein Politiker die nötigen Eier, um eine solche Zwangsmaßnahme durchzusetzen. Und so werden wir spätestens im Herbst eine vierte Coronawelle erleben, die es in sich haben wird.

Ich könnte als ein Mensch über 70, der seine beiden Dosen Astra-Seneca hinter sich und sehr gut vertragen hat, jetzt zynisch sein und sagen, das wird vor allem die Jungen treffen, die bisher relativ verschont geblieben sind. Außerdem ist die große Mehrheit der Alten durchgeimpft, und um die paar alten Spinner, die sich jetzt noch verweigern, ist es nicht schade – die sind ja selber schuld. Aber wir werden ein Massensterben unter den 18- bis 50jährigen erleben, und um die ist es wirklich schade, denn wir brauchen sie, damit unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft funktionsfähig bleibt. Sollte eine halbe Generation von jungen Menschen durch ihre eigene Dummheit ausgelöscht, wird der Schaden kaum zu beheben sein.

Und es geht ja weiter: Die Jungen werdens sich selber kaum die Schuld geben. Dass sie uneinsichtig sind, werden sie zu diesem Zeitpunkt ja bewiesen haben. Also werden sie andere Schuldge suchen – die Politik, die Mediziner, die Virologen, und vor allem die Alten. Der Albtraum, den Frank Schirrmacher in seinem reißerischen Bestseller „Das Methusalem-Komplott“ gezeichnet hat, könnte dank der Impfunwilligen noch Wirklichkeit werden.

 

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Gesundheit kommt in Mode

YouCare: the smart T-shirt that works thanks to 5G5G ist gut für dich, zumindest wenn du ein „YouCare 5G“-T-Shirt tragen, das von AccYOUrate, einer Tochtergesellschaft der Mailänder Proger-Gruppe, und ZTE, einem führenden chinesischen Anbieter von Technologielösungen, entwickelt wurde.

Das einzigartige Wearable Device hat keine Metallkomponenten, sondern verwendet stattdessen eine Reihe winziger Polymersensoren, die buchstäblich in den Stoff eingewebt sind. Sie erkennen, analysieren und überwachen lebenswichtige Signale und Parameter, von der Körperwärme über die Zusammensetzung des Schweißes bis hin zu Muskelanstrengung, Lungen- und Herzfunktion, und versorgen den Träger sogar mit einem vollständigen Elektrokardiogramm (EKG). Weiterlesen

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Die vergessene Seemacht

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Sieg der französischen Flotte über die Briten vor Yorktown 1781 („Battle of the Capes“)

Ich ärgere mich schon lange über die Art und Weise, wie die Marinegeschichte des 18ten und 19ten Jahrhunderts als eine ununterbrochene Serie von Englischen Siegen dargestellt wird. Und so kam es mir gelegen, als jemand auf Quora gefragt hat: „Abgesehen von den USA und Großbritannien wer hat noch eine besondersgroße Marinetradition?“

Ja, Nelson war ein großartiger, wenn auch etwas skuriller und moralisch fragwürdiger Flottenführer (er hat den armen Italienischen Admiral Francesco Caracciolo illegal hängen lassen). Aber Ende des 17. Jahrhunderts wurde die französische Marine selbst von Engländern und Holländern als die beste Flotte der Welt gepriesen.

Nach 1763 wurden der französischen Marine vom französischen Staat zwei Aufgaben übertragen: die Verteidigung der karibischen Besitzungen gegen britische Übergriffe und die Unterstützung Frankreichs bei der Wiedergewinnung des internationalen und nationalen Prestiges und der Macht, die es nach dem Siebenjährigen Krieg verloren hatte. Die französische Marine war in beiderlei Hinsicht erfolgreich. Weiterlesen

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Mao war dabei – aber eine große Rolle spielte er nicht.

Die Kommunistische Partei feiert heuer seine Gründung vor 100 Jahren durch Mao Zendong. Nur stimmt das leider nicht. Mao war zwar beim ersten Parteitag der KCP in Shanghai anwesend. Sie fand aber erst am 23. Juli 1921 statt. Und Mao war dabei eher ein Nebendarsteller.

Treibende Kräfte waren Li Dazhao, Bibliothekar an der Universität Peking und Vorgesetzter von Mao, der sich schon 1918 selbst als Bolschewisten bezeichnete, und Chen Duxiu ein Autor und Philosoph, der auch der erste Generalsektrtär der KPC wurde. Ihn hatte Grigori Naumowitsch Woitinsky, ein Beamter der Auslandsabteilung der Bolschewistischen Comintern in Wladiwostok, bereits 1920 zum Kommunismus bekehrt. Woitinsky half Chen dabei, die Shanghai Communist Group zu begründen.

Die Sitzung, die rund 50 Teilnehmer hatte, fand in einem Wohnhaus auf dem Gebiet der französischen Konzession in Shanghai statt und wurde am 30. Juli von französischen Polizisten aufgelöst. Die Teilnehmer trafen sich später auf einem Boot auf dem Südsee in in Jiaxing erneut und wählten Chen zu ihrem ersten Parteivorsitzenden.

Das ist natürlich alles viel zu kompliziert für die Durchschnittschinesen, die alle im Glauben aufgewachsen sind, die KCP bei durch Mao am 1. Juli 1921 begründet worden. Aber wen kümmern schon die historischen Fakten…

 

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Was Moore’s Law über die Menschheit sagt

Der britische Genetiker Adam Rutherford behauptete in einem Artikel für Scientific American dass die Menschheit „unglaublich ingezüchtet“ sei und dass der sogenannte genetische Isopunkt, an dem alle heute lebenden Menschen den gleichen Urvorfahren teilen, möglicherweise schon im Jahr 55 n. Chr. stattfand.

So prahlte der verstorbene englische Schauspieler Christopher Lee damit, dass er seine Abstammung direkt zu Karl dem Großen zurückverfolgen konnte, aber laut Rutherford stammt jeder heutige Europäer irgendwie von Karl dem Großen ab. Das Gleiche gilt für Julius Caesar.

Der Bericht von 23andMe, der mir sagte, dass ich zu 80,3% von Franzosen und Deutschen, zu 10,9% von Briten und Iren, zu 1,5% von Skandinaviern und zu 1,5% von Spaniern und Portugiesen abstamme, hat kaum wissenschaftliche Bedeutung. Wir alle haben dieselben Vorfahren, wenn wir weit genug zurückgehen. Unsere DNA sagt tatsächlich erstaunlich wenig über unsere Kultur, Geschichte und Identität. Weiterlesen

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