Nikola Tesla – ein haarsträubendes Genie

Nikola Tesla mit einer gasgefüllten phosphorbeschichteten Glühbirne in der Hand, die ohne Drähte durch ein elektromagnetisches Feld von der „Tesla-Spule“ beleuchtet wurde.
Bild: Tesla Memorial Society New York

Das Interesse an dem genialen, aber tragisch erfolglosen kroatischen Erfinder Nikola Tesla ist heute größer denn je. Ein neuer Film über ihn, Tesla von Michael Almereyda aus dem Jahr 2020 mit Ethan Hawke in der Hauptrolle, wurde auf dem Sundance Film Festival 2020 mit dem Alfred P. Sloan Prize ausgezeichnet. Elon Musk setzte ihm ein posthumes Denkmal, indem er seine E-Auto-Marke nach dem Mann benannte, der im kleinen Dorf Smiljan in der hügeligen Landschaft der Lika in Zentralkroatien geboren wurde und 1943 völlig verarmt in einem Hotelzimmer in New York starb.

Dabei war Tesla, im Gegensatz zu seinem großen Rivalen und Widersacher Thomas Alva Edison, zu Lebzeiten eigentlich ein Versager. Tesla ist als schlechter Geschäftsmann in Erinnerung geblieben, der sein Leben in der Dunkelheit beendete und während eines Großteils des 20. Jahrhunderts übersehen wurde.

Man sollte aber auch bedenken, was Tesla richtig gemacht hat: Er war ein perfekter Showman. Zu einer Zeit, als die Menschen Angst vor Elektrizität hatten, hielt er die Menge in seinem Bann, indem er Strom durch seinen Körper fließen ließ, um eine Glühbirne in seiner Hand zu beleuchten. Er posierte auch für Fotos (eigentlich Doppelbelichtungen), auf denen er ruhig neben riesigen künstlichen Blitzen zu sitzen schien.

„Er jagte sehr hohe Strömungen von Elektrizität durch seinen Körper,“, sagt Vladimir Pistalo, Autor des Romans Tesla: A Portrait With Masks. „Seine Haare stellten sich auf und Funken kamen heraus“, sagt er. „Er wurde zu einer Funkenfontäne und sein Körper und seine Kleidung strahlten sehr leichte Auren aus.“

Wenn Ihre Präsentationen einen ähnlich „elektrisierenden“ Effekt auf Ihre Zuhörer haben, dann sind Sie verdammt gut! Weiterlesen

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Schluss mit dem religiösen Artenschutz!

Nach dem Mord an dem französischen Lehrer Samuel Paty bekräftigte die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) kürzlich wieder ihre Forderung nach Abschaffung des „Gotteslästerungsparagrafen“ §166 StGB, die sie bereits nach dem „Karikaturenstreit“ 2006 sowie nach dem Attentat auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ 2015 erhoben hatte.

Der so genannte „Blasphemieparagraph“ §166 StGB gilt schon lange als rechtlich problematisch, und seine Abschaffung wird u.a. von der FDP und Teilen der SPD gefordert. Laut dieser Bestimmung macht sich strafbar, wer öffentlich oder durch das Verbreiten von Schriften eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgemeinschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

Diese Rechtstradition geht weit zurück, mindestens bis zu den alten Griechen und Römern. Die beiden vermutlich berühmtesten Strafprozesse wegen des Vorwurfs der Gottlosigkeit oder Gotteslästerung betrafen Sokrates sowie Jesus von Nazaret. Weiterlesen

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KI und der Kampf um die letzten Meter

Wo soll ich’s hinstellen?

KI und der Kampf um die letzten Meter

 

Heutzutage machen das alle – nämlich online einkaufen. Der elektronische Handel wächst seit Jahrzehnten und ein Ende ist nicht in Sicht, aber die tatsächliche Lieferung der Einkäufe wird immer noch von einer Infrastruktur abgewickelt, die für das Versandhandelszeitalter konzipiert und gebaut wurde. Die letzte Last wird von den Postsystemen und Lieferwagen getragen, die durch die Nachbarschaften fahren und jedes Paket mühsam zu den Kunden nach Hause bringen müssen.

Dies ist der größte Engpass, der das Wachstum des elektronischen Handels behindert, die so genannte „letzte Meile“, die zwischen 25 und 50 Prozent der gesamten Versandkosten ausmacht. Die anfallenden Kosten bedeuten eine enorme Marktchance für Innovationen – und viele Unternehmen machen mit, um einen Anteil an der letzten Meile zu gewinnen.

Ein naheliegender Weg ist die Entwicklung autonomer Roboterwagen, die die Waren vom lokalen Fulfillment-Zentrum ausliefern. Amazon testet seinen „Scout“-Roboter, der wie eine sechsrädrige Kühlbox aussieht. Die Prototyp-Modelle werden derzeit von menschlichen „Betreuern“ begleitet, ähnlich wie in den frühen Tagen, als den Autos ein Mann mit einer roten Flagge vorausging, aber Starship Technologies, ein estnisches Startup, das von zwei ehemaligen Skype-Gründern geleitet wird und seinen Hauptsitz in Kalifornien hat, ist der Entwicklung bereits einen Schritt voraus. Die Wagen von Starship liefern bereits autonom in ausgewählte, genau definierte Gebiete, wie z. B. den Campus der George Mason University, Virginia, und die britische Stadt Milton Keynes. Das Unternehmen hat kürzlich über 100.000 erfolgreiche kommerzielle Lieferungen gemeldet.

Amazon und Starship sind keineswegs allein. Refraction AI arbeitet an einem Auslieferungsroboter namens „REV-1“, der sowohl Straßenränder, Fahrradwege als auch Gehwege nutzt. Aus Sicherheitsgründen ist der REV-1 größer als die Scout- oder Starship-Roboter, um ihn für die Fahrer gut sichtbar zu machen, aber er ist immer noch viel kleiner als ein traditioneller Lieferwagen und kann sich nach den E-Bike-Vorschriften in den USA qualifizieren, sagt das Unternehmen. Noch größer ist der Robomart-Van, der mit einer Art mobilem Verkaufsautomaten einen etwas anderen Weg einschlägt. Der Kunde wünscht einen Besuch und kann aus einer Reihe von Waren wählen, die dieser Mini-Markt auf Rädern mit sich führt.

Andere Startups, die sich um den Besitz der letzten Meile bewerben, sind HelloWorld Robotics aus Singapur, Eliport in Spanien und die US-Firma Nuro. Das bedeutet nicht, dass die alteingesessenen Logistikunternehmen still stehen. FedEx zum Beispiel arbeitet mit Walmart, Target und Walgreens zusammen, um ein Programm auf der Grundlage seines SameDay Bot zu starten.

Das Argument Bürgersteig oder Straße gegen örtliche Vorschriften deutet auf den Kampf hin, der jeden Fortschritt auf der letzten Meile beherrschen wird. Roboter auf überfüllten Bürgersteigen oder auf stark befahrenen Radwegen klingen nicht nach etwas, das die Bevölkerung und damit auch die Regulierungsbehörden akzeptieren werden, sobald diese Art der Zustellung eine nennenswerte Zugkraft erhält. Weiterlesen

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Ungleicher Kampf: Wie ein Schlachtschiff einmal ein U-Boot versenkte

Ich bin zwar nie zur See gefahren (mein Vater war Luftwaffenoffizier), aber ich habe mich zeitlebens für Marinehistorie interessiert, und so habe ich die Gelegenheit, etwas über die Geschichte von HMS Dreadnaught zu schreiben, freudig ergriffen, als ich auf Quora die entsprechende Frage bekam. „Welcher Aspekt des Designs von Dreadnoughts machte Schlachtschiffe vor der Dreadnought obsolet?“, wollte jemand wissen.

Na ja, mir war schon klar, dass sie das damals größte und schwerstbewaffnete Kriegsschiff der Welt war und ihren Namen für eine ganze Schiffsgattung hergab. Ich habe in Pearl Harbour die USS Missouri besucht, auf deren Deck der japanische Außenminister  Mamoru Shigemitsu am 2 September 1945 unter dem strengen Blick von General Douglas MacArthur die Kapitulationsurkunde unterschrieb, die den Zweiten Weltkrieg endgültig beendete. Und ich habe natürlich in Portsmouth das damals größe Schlachtschiff seiner Zeit, HMS Victory, besichtigt, die Nelsons Flaggschiff bei der Schlacht von Trafalgar am 21. Otober 1805 war, wo er den tödlichen Schuss empfing. Aber viel weiter reichte mein Wissen über den Schlachtschiffbau nicht. Ich habe mich jedenfalls schlau gemacht – das ist ja der Job des Journalisten – und habe das, was ich herusgefunden habe, hier aufgeschrieben: Weiterlesen

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Wo Hitler reden lernte

Bild: Bundesarchive

Wieso war Hitler so ein genialer Redner, der Hunderttausende von Menschen in seinen Bann schlagen konnte? Woher hat er dieses Talent überhaupt? Schließlich stammte er ja aus Braunau am Inn, und er wird als Bub vermutlich „Owaöstareichisch“ gesprochen haben.

Aber wie wir wissen  ist er nach Wien gegangen, wo er sich unter die Künstlerszene gemischt hat. Dort traf er den Opernsänger und Regisseur Paul Devrient, den er als Sprachlehrer engagierte. Devrient hinterließ ausführliche Tagebuchaufzeichnungen, die allerdings von einigen Historikern als Fälschungen angesehen werden. Darin hieß es, Hitler habe wegen Überanstrengung an einer Stimmbandlähmung gelitten. Er bezahlte Devrient bis November 1932 dafür, ihn auf Propagandareisen zu begleiten und ihn nicht nur in Stimm- und Sprechtechnik zu schulen, sondern auch Schauspiel- und Rhetorikunterricht zu geben. Weil Hitler fürchtete, zum Gespött der Leute zu werden, musste Devrient stets im Hintergrund bleiben. Sein Tagebuch wurde deshalb auch nur posthum veröffentlicht.

Die Aussprache, die Hitler verwendete, war damals an vielen österreichischen Theatern üblich, besonders am Wiener Burgtheater. Außerdem waren die Mikrofone damals bei weitem nicht so gut wie heute, und da wurde man wesentlich besser verstanden, wenn man laut und deutlich gesprochen hat, wie ein Schauspieler auf der Bühne. Wenn man heute Aufnahmen von Politikern und Schauspielern aus den 40ern und 50ern anhört, ist oft eine gewisse Ähnlichkeit erkennbar. Weiterlesen

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Pilgrims‘ Pride and Shame

Who were the Pilgrims and what did they want?I answered this question on Quora recently, because I have some skin in the game: My ancestors weren’t exactly on the Mayflower, but they weren’t far behind, either. When I first visited Plymouth years ago, I arrive rather late, and the visitor center was closed. So I went to the gift shop and asked the friendly ladies there where I could inquire about one of my ancestors who was an early settler. „What was his name, dear?“ they asked. When I said „James Cole“, they started laughing out loud. One of them told me: „You’re standing on Cole’s Hill! This used to be his farm, and he operated a tavern right next door.“

This piqued my interest, and I have subsequently done some research on the lives and mores of America’s most famous group of immigrants. And what I found wasn’t anything like the historic myths that form part of popular history about the founding of America. In fact, some of it was downright disgusting.

In England in the early 1600s, everyone was forced to join the Church of England. The Young William Bradford and his friends from Yorkshire in Northern England converted to Calvinism and believed they had every right to belong to whichever church they wanted.

Unlike their contemporaries, the Puritans, who sought to reform and purify the Church of England, the Pilgrims chose to separate themselves from it because they believed that it was beyond redemption due to its Roman Catholic past and the church’s resistance to reform. As so-called Separatists, they were considered illegal radicals by their home country of England.

In the name of religious freedom, they fled to Holland, where their bigotry and intolerance soon made them extremely unpopular, so they decided to move to America, which they considered a „New Promised Land,“ where they intended to establish the Plymouth Colony as a kind of “Kingdom on the Hill”. Weiterlesen

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Warum die Westallierten das Rennen nach Berlin verloren haben

War Feldmarschall Montgomerys „Market Garden“ einfach eine schlechte Idee oder war es eine gute Idee, bei der einfach zu viele Dinge schief gelaufen sind? Das fragte mich einer gerade auf Quora, und zufälligreweise weiß ich darüber eine ganze Menge – nicht nur das, was ich in dem zugegeben genialen Film von Richard Attenborough, „Die Brücke von Arnheim“ (englisch: „A Bridge Too Far“) gesehen habe. Wenn man gerne Kriegsgeschichten hört, und ich gebe zu, dass ich als Sohn eines Luftwaffenoffiziers von Kindesbeinen an ein Faible für sowas habe, dann ist diese hier unbedingt lesenswert!

Der britische Feldmarschall Bernard Law Montgomery wollte die deutsche Siegfried-Linie zu umgehen, indem er den unteren Teil des Rheins überquerte, um in das industrielle Kernland Norddeutschlands vorzustoßen. Im Erfolgsfall hätte dies mehrere Probleme gelöst, die sich die Alliierten durch ihren schnellen Vormarsch nach der Schlacht in der Normandie selbst geschaffen hatten.

Obwohl die Operation Market Garden tatsächlich einen großen Teil der Niederlande von der Nazi-Besatzung befreite und einen Stützpunkt schuf, von dem aus die Alliierten spätere Offensiven nach Deutschland unternehmen konnten, blieb sie ein kostspieliger Misserfolg mit nachhaltigen Folgen.

Von den etwa 10.600 alliierten Truppen, die es im September 1944 nördlich des Rheins schafften, wurden etwa 7.900 getötet, verwundet oder gerieten in Gefangenschaft. Die alliierten Verluste während der gesamten Operation beliefen sich auf mehr als 17.000, während auf deutscher Seite etwa 8.000 Verluste zu beklagen waren.

Es gibt mehrere Hauptgründe für das Scheitern der Operation Market Garden, und die meisten davon können Montgomery angelastet werden, der bei der Planung und Durchführung der Operation zahlreiche sehr grundlegende Fehler machte. Weiterlesen

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Es gibt seit gestern keine sozialen Medien mehr

© 2019 Heartfield Community of Heirs. All Rights Reserved.

Der Sturm aufs Capitol in Washington markiert einen Wendepunkt in der Geschichte, und zwar der Geschichte der sozialen Medien. Was manchem vielleicht eher als Fußnote erscheinen mag, markiert in Wirklichkeit das Ende von Twitter, Facebook & Co. wie wir sie kennen.

Viele haben den Entschluss von Mark Zuckerberg und Jack Dorsey, Donald Trump endlich de facto mundtot zu machen, als längst überfällige Schutzmaßnehme der Gesellschaft vor einem Präsidenten gefeiert, der die Demokratie, die er zu schützen gelobt hat, untergräbt und in Frage stellt und dazu die „sozialen“ Medien auf geradezu asoziale Art und Weise missbraucht.

Vor genau diesem Schritt haben sich die Chefs der großen Plattformen bislang gedrückt. „Ich glaube nicht, dass Facebook und andere Internet-Plattformen Schiedsrichter der Wahrheit sein sollten“, sagte Zuckerberg noch im Mai in einem Interview auf CNBC. „Die politische Rede ist eine der empfindlichsten in einer Demokratie, und die Leute sollten sehen können, was Politiker sagen.“  Das war ein klarer Seitenhieb auf Dorsey, der sich lange geweigerte hatte Trump-Tweets einem Faktencheck zu unterziehen. Als er sich doch dazu durchrang, dann nur in Form eines ziemlich unauffälligen Etiketts mit dem Text „„Holen Sie sich die Fakten zum Thema Briefwahl“ und einem Link auf vermeintlich neutrale Newsquellen.

Seit gestern ist Trumps Stimme auf beiden Kanälen verstummt. Facebook und seine Tochterplattform Instagram sperrten ihm „auf unbestimmte Zeit“ die Konten, Twitter ging sogar noch weiter und verbannte Trump nicht nur „dauerhaft“, sondern auch andere Konten, die mit dem Präsidentenamt verbunden sind, wie @POTUS und @WhiteHouse, wo Trump sofort versucht hatte, entweder selbst oder durch seine Schergen weiterhin Lügen-Tweets zu verbreiten.

Es gab für dieses angeblich ach so mutige Vorgehen der Plattform-Bosse viel Beifall von Links und die zu erwartende Kritik von rechts. Was aber offenbar keinem so wirklich klar wurde ist, dass Twitter und Facebook in diesem Moment eine Metamorphose in Gang gesetzt haben, deren Ausgang niemand exakt vorhersagen kann. Weiterlesen

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The Ellipse Putsch of 2021

Supporters of U.S. President Donald Trump scale the walls of the U.S. Capitol Building in Washington, U.S., January 6, 2021. REUTERS/Jim Urquhart

Already, people on Quora are asking „What will the American insurrection of 2021 be called?

In fact, the closest historic parallel I can think of was the Munich “Beer Hall Putsch” of November 8/9, 1923 (called “Bierkeller-Putsch” in German), when Adolf Hitler, together with former Quartermaster General Erich Ludendorff and other Kampfbund leaders in Munich, marched with two thousand Nazis from the Bürgerbräukeller in Haidhausen, where they had liberally tanked up on the local brew, about two miles to the Feldherrnhalle in the city center, but were confronted by armed police, resulting in the deaths of 16 Nazi Party members and four police officers.

Given that the storming of the Capitol began with Trump’s infamous rally on the Ellipse, a 52-acre (21 ha) park south of the White House fence and north of Constitution Avenue , I think the “Ellipse Putsch” might be a good name.

PS: Hitler was sentenced to two years in jail for sedition, which he spent in Landsberg Prison writing „Mein Kampf„. Maybe we can expect Trump to produce a similar opus when he’s behind bars, soon hopefully. „My Steal“ would be a good title…

Full disclosure: I used to live across the street from where the Bürgerbräukeller once stood. After the War, it was razed to the ground and the Gasteig cultural center, home of the Munich Philharmonics, was build on top of the ruins.

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Die Streichel-Tarantel darf nicht mehr an Bord

 

„Die spinnen, die Amis“: Wie oft habe ich (selbst Amerikaner) diesen Spruch schon erdulden müssen. Aber es ist wirklich etwas dran. Allerdings scheinen selbst Amerikaner imstande zu sein, den schlimmsten Auswüchsen ihrer Irrationalität ein Ende bereiten zu können. Ich meine damit die in den vergangenen Jahren ausgeuferte Praxis, exotische Tiere mit an Bord von Flugzeugen zu nehmen, weil der Fluggast sie zur „emotionellen Unterstützung“ benötigt.

Damit ist jetzt zum Glück Schluss. Alle großen US-Fluggesellschaften haben angekündigt, in Zukunft nur noch ausgebildete Hunde als Begleitung von Menschen mit körperlichen Behinderungen – meist Blinde – an Bord zu lassen.

Also: Keine Truthähne und Enten mehr auf dem Nebensitz. Der Haus-Pfau muss genauso daheim bleiben wie der Hamster. Und auch die Streichel-Tarantel darf nicht mehr auf der Armlehne Platz nehmen.

Neue Bundesvorschriften, die nächste Woche in Kraft treten, schränken die Definition von Servicetieren erheblich ein. Infolgedessen gelten emotionale Unterstützungstiere nicht mehr als Servicetiere. Fluggesellschaften, die bisher für diese Tiere sorgen mussten, sind nicht mehr dazu verpflichtet, dies zu tun.

Eine Reihe von Fluggesellschaften sahen sich gezwungen, auf eine zunehmende Anzahl von Beschwerden zu reagieren, die von Hunden, die nicht ausreichend auf das Töpfchen gehen, bis hin zu aggressiven Hunden, die angreifen und Verletzungen verursachen, reichen.

Vor ein paar Jahren trug ein weiblicher Flugpassagier ein Hängebauchschwein unter dem Arm an Bord einer US-Airways-Maschine. Das Vieh kotete auf den Gang, und nach lautstarken Protesten von Mitreisenden musste Frauchen mit dem grunzenden Haustier unter Protest wieder aussteigen.

Schlagzeilen machte der Fall der fünfjährigen Gabriella Gonzales, die 2017 im Flughafen von Portland, Oregon, von einem Pitbull angefallen und gebissen wurde, der als seelischer Begleiter bei einem Flug der Alaska Airlines eingebucht war. Die Mutter der kleinen Gabriele verklagte den Hundebesitzer und die Fluggesellschaft auf insgesamt 1,1 Millionen Dollar Schadenersatz

Das US-Verkehrsministerium definiert nun ein Servicetier als einen Hund, der „individuell ausgebildet wurde, um Arbeiten oder Aufgaben zugunsten einer qualifizierten Person mit einer Behinderung, einschließlich einer körperlichen, sensorischen, psychiatrischen, intellektuellen oder anderen geistigen Behinderung, auszuführen.“

Dass dies ein speziell amerikanisches Problem ist, zeigt die Art, wie beispielsweise die Deutsche Lufthansa mit dem Problem umgeht. „Hunde und Katzen mit platter Nase (brachyzephale Tiere) wie Möpse, Bulldoggen und Perserkatzen, können wenn sie unter 8 kg wiegen mit in die Kabine genommen werden. Schwerere dürfen jedoch nicht in den Frachtraum von Passagierflugzeugen, können aber als Cargo von reinen Frachtflugzeugen aufgegeben werden“, heißt es dort in den Beförderungsrichtlinien. Manche europäische Fluggesellschaften erlauben sogar Hamster, Kaninchen und Falken im Passagierraum, allerdings nur in bissfesten Boxen.

Wie man sieht spinnen doch nicht nur die Amis…

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