Le bureau de demain

This is surely a first for me: An article I wrote for SIA, the Swiss Engineering and Architectural Association, has been translated into French. So here’s one for all of my francophone friends out there: enjoy!

Un des lieux les plus touchés  par les bouleversements techniques est le bon vieux bureau. Naguère, deux choses transformaient  une pièce en bureau: des meubles sur lesquels on travaillait  et des armoires où l’on  archivait  des classeurs contenant  tout le savoir sous forme imprimée. Dans un monde où les gens sont «constamment en ligne» et peuvent travailler en principe partout et à tout moment, ces deux choses sont devenues inutiles.

Selon l’étude «Ideas at Work», 58 pour cent des idées ne voient plus le jour au bureau. A peine 30 pour cent des personnes interrogées disent avoir une illumination quand elles sont assises à leur poste de travail. «Pour le travailleur du savoir de demain, le temps et l’énergie personnelle seront les facteurs de production les plus rares», déclare Franklin Becker, directeur du programme International Workplace Studies de l’Université new-yorkaise de Cornell. Weiterlesen

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Warum Island ins Endspiel kommt

Immer mit den Stutzen unten!

Immer mit den Stutzen unten!

Wahrscheinlich weil alle so überrascht waren, wie gut Island bei dieser EM spielt, habe ich mich an meinen Besuch im Jahr 1984 auf den Westmännerinseln (Vestmannaeyjar) erinnert, eine kleine Inselgruppe ungefähr 20 Kilometer südlich der Hauptinsel. Und der Mann, der mich dorthin brachte, hieß Ásgeir Sigurvinsson, den sie in Stuttgart, wo ich damals lebte, wahlweise den „Eismeer-Zico“ oder – zumindest hinter seinem Rücken – den „Island-Aasgeier“ nannten.

Sigurvinsson war 1955 hier zur Welt gekommen und hatte zwei Spielzeiten für ÍBV Vestmannaeyjar gekickt, dem in seiner Geburtsstadt ansässigen Erstligisten. Woraus wir lernen: Island hat mehr wie eine Liga! Danach ging er als einer der ersten isländischen Fußballspieler ins Ausland zu Standard Lüttich, wo er belgischer Pokalsieger wurde. Später wechselte er für ein Jahr nach Bayern und kam dann für die damalige Sensationssumme von einer Million D-Mark zum VfB.

Es waren wunderbare Jahre, nämlich die Jahre von „Wundermann“ Jürgen Sundermann und seinem legendären „100-Tore-Sturm“, mit dem er den VfB Stuttgart ein Jahr nach dem Abstieg 1977 aus der Zweitklassigkeit geholt hatte. Weiterlesen

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Wahr war gestern: Aufruf zur Diskussion über Glaubwürdigkeit und Vertrauen im Internet-Zeitalter

Truth-2

Nach dem Buch ist vor dem Buch: Ich bin noch auf der Suche nach dem richtigen Thema, und da ist mir folgendes Titel eingefallen:

„Wahr war gestern – Glaubwürdigkeit und Vertrauen im Digitalzeitalter“

Den Titel finde ich klasse, mit den Inhalten tue ich mich noch etwas schwer.
Hier ein paar Ideen zur Diskussion:

1. Menschen im Internet-Zeitalter suchen sich ihre Informationsquellen zunehmend nach ihrem persönlichen Geschmack, ihren Vorlieben sowie ihrer politischen, sozialen und sexuellen Orientierung aus. Statt aufzuklären führt das Internet also eher zur Verfestigung vorgefasster Meinungen. Die Leute leben häufig in „Informations-Ghettos“, umgeben von anderen, die das gleiche denken wie sie. Weiterlesen

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The ticket that saved the good doctor’s election

Krone Ticket klein

My cousin Cliff asked me to tell him what the post below is all about, since he doesn’t speak German. Here it goes:

This is a wonderful little story that happened to me day before yesterday. I had to speak in Frankfurt and was set to catch a plane back to Salzburg at 9 am, but due to torrential rainfall lots of flights were cancelled, and the flight was completely overbooked. Over loudspeaker they were looking for travelers willing to give up their seats for €250 a pop.

In the end, only two of us were left standing, me and a distinguished-looking gentleman who was very worried because he had an important date of some kind he didn’t want to miss.

It turned out, however, that there was only one more seat, and I was the lucky guy who got it. But fact was, I actually had to travel on to Stuttgart the same day, and Gabi was waiting for me at Salzburg airport with the car. That’s when I had this bright idea. I asked the stewardess if she would mind rebooking me to Stuttgart, which she was more than happy to do. And the guy next to me got the last seat to Salzburg.

Naturally, he was very happy, and we exchanged cards. That was when I discovered he was the head of the Salzburg University Hospital, and that he was on his way to a meeting of the Salzburg Medical Society, where he was supposed to be elected their honorary chairman. Weiterlesen

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Belohnung für eine gute Tat

LH Metrocard

Odysee: Ich wollte von Frankfurt nach Salzburg fliegen, dort meine Frau treffen und mit ihr im Wagen nach Stuttgart zum nächsten Vortrag fahren. Aber aufgrund des Regenchaos war die Salzburg-Maschine hoffnugslos überbucht, und die Damen suchten per Lautsprecher Leute, die bereit wären, ihr Sitzplatz für 250 Euro zu „verkaufen“ und auf eine andere Maschine umzusteigen. Zum Schluß standen nur noch zwei ohne Sitzplatz da: Ich und ein freundlicher älterer Herr, der immer wieder sagte, er müsse unbedingt nach Salzburg zum Termin.
Am Ende kam die gute Nachricht, jedenfalls für mich: Jemand sei nicht erschienen, ich könnte also mitfliegen. Der nette Herr machte natürlich ein langes Gesicht.
 
Da hatte ich eine Idee: Ob man mich denn nicht auf eine Stuttgart-Maschine umbuchen wollte? „Wir würden Ihnen die Füße küssen“, meinte die LH-Dame.

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Wer sich blind aufs Navi verlässt ist selber schuld!

Hofstetter

Oliver Marquardt aus Marburg, der sich selbst als „Marketingphilosoph“ (guter Titel!) bezeichnet, hat auf Facebook einen Link zu Deutschlandradio Kultur gepostet mit einem Interview mit Yvonne Hofstetter, Geschäftsführerin der Teramark Technologies GmbH und Autorin von „ Sie wissen alles“, ein lesenswertes Buch mit dem provokanten Untertitel „Wie intelligente Maschinen in unser Leben eindringen und warum wir für unsere Freiheit kämpfen müssen“. Die studierte Juristin ist keine Maschinenstürmerin, aber sie stellt kluge Fragen darüber, wie Menschen und Maschinen miteinander friedlich koexistieren und welche Gefahren aus einer übergroßen Abhängigkeit von Algorithmen entstehen können.

Oliver wollte wissen, was ich davon halte, und ich habe mich spontan hingesetzt und diesen Text als Erwiderung geschrieben:

Dass selbstlernende Maschinen nur noch algorithmisch gesteuert nach der Weltherrschaft greifen, halte ich für übertrieben. Wahr ist aber, dass die Rechenleistung von Computern demnächst der des Menschen soweit überlegen sein wird, dass wir nicht mehr in der Lage sein werden, überhaupt nachzuvollziehen, wie Maschinen zu ihren Entscheidungen kommen. Angesichts dieser übermenschlichen Leistung werden wir Menschen über kurz oder lang aufgeben und unseren Systemen die Entscheidungsgewalt überlassen. Weiterlesen

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Wie kann sich die SPD retten? Ganz einfach…

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Die SPD ist auf einem historischen Tief und hat keine Ahnung, wie sie da rauskommen soll. Dabei ist die Sache doch ganz einfach. Das Volk hat bei der letzten Bundestagswahl seinen Wunsch nach einer linksliberalen Regierung klar geäußert, indem sie SPD, Grünen UND LINKEN (!) 320 Sitze im Bundestag gegeben hat. Aber die SPD hat anders entschieden: Sie hat sich mit dem Klassenfeind ins Bett gelegt und suhlt sich dort in Amtsprivilegien und gut dotierten Posten und Pöstchen.
 
Kein Wunder, liebe SPD, dass das Volk sich von Euch betrogen fühlt und sich abwendet. Wenn Ihr also mit einem Schlag aus dem Umfragetief rauskommen und gleichzeitig noch beweisen wollt, dass Ihr noch einen Funken sozialdemokratische Gesinnung habt, dann kündigt GLEICH MORGEN die Große Koalition auf und verhandelt mit den Grünen und, ja, mit Frau Wagenknecht darüber, wie Ihr gemeinsam Volkes willen, zwar reichlich spät, aber immerhin, in konkrete Regierungsarbeit umsetzen könnt.
 
Dann würdet Ihr wenigstens ein bißchen von Eurer Glaubwürdigkeit zurückgewinnen, und vielleicht reicht das ja bei der nächsten Wahl, um die drohende braune Gefahr abzuwenden.
 
Habt Ihr nichts aus der Geschichte gelernt? Hitler konnte nur deshab an die Macht kommen, weil sich die linken Parteien lieber gegenseitig zerfleischt haben als gemeinsame Sache gegen Rechts zu machen. Und Ihr macht jetzt 90 Jahre später genau den gleichen Fehler nochmal!
 
Denkt an Gorbatschow: Wer nicht bereit ist aus der Geschiche zu lernen, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen,
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FAMAB

Die fabelhafte Kollegin Pia Kleine Wieskamp hat ein Interview mit mir gemacht, dass mich später beim Lesen selbst ein wenig erstaunt hat. Ein gutes Interview lebt bekanntlich von den Fragen, und darin ist Pia eine Meisterin. 

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The Big Disconnect

But where's the connection?

But where’s the connection?

Everybody agrees that the Internet of Things – make that the “Internet of Everything” – will change the world as we know it. Soon, machines will talk to each other and coordinate which gets the next load of spare parts first. Smart systems will be able to accurately predict who will cancel a subscription or sign up for an insurance policy, not to mention explaining why early retirement leads to shorter life expectancy and vegetarians miss fewer flights.

All this is just around the corner, IoT enthusiasts insist. But I wonder: when was the last time these guys walked through a typical middle-sized company and watched people at work? They still lug heavy file binders around, don’t they? Office boys still push carts through the corridors piled high with mail to be delivered to the desks, even though the recipient may actually be on vacation or sick at home, so the mail just stacks up unopened. Companies typically print invoices on paper, fold them up, put them in envelopes, stick on a stamp and take them to the neighboring post box where they rest until the postal service van comes by to pick them up.

This is all so Twentieth Century, as my daughter once said when I asked her why she no longer bothered to answer my emails. “If you want to get in touch with me, post it on Facebook”, she said. And I suddenly felt a hundred years old. Weiterlesen

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Digitales Beileid

21JahreMein Freund Lutz Prauser hat gerade auf unserem gemeinsamen Meta-Blog www.czyslansky.net einen sehr lesenswerten Beitrag gepostet zum Thema „Kondolenz – meine natürliche Grenze digitaler Transformation“ in dem er sich Gedanken macht über Tod, Sterben und den Verlust von Freunden in den sozialen Netzwerken. Was mich daran erinnert hat, dass ich schon im Jahr 2008 das Thema hier aufgegriffen habe, und siehe da: Es hat sich eigentlich kaum etwas verändert. Weshalb ich im Rahmen meiner Rückschau auf 21 Jahre Cole-Blog den Text gerne wiederhole:

Darf man per E-Mail trauern?

Die Todesnachricht lag in meiner Mailbox, und ich habe darauf geantwortet. Hätte ich das tun dürfen?

Hartmut Dirks ist nicht alt geworden. Mit 53 Jahren ist er in einem Krankenhaus in seiner Heimatstadt Emden gestorben. Das hat mir seine Frau Alice heute per E-Mail-Rundschreiben an alle Freunde und Verwandte mitgeteilt.

Hartmut war über die Jahre mein Streit- und Saufkumpan, ein Schwätzer vor dem Herren, vor dem ich – selber kein übler Schwätzer – neidlos den Hut ziehen musste. Klar, dass so einer – wie ich – die Journalistenlaufbahn einschlagen musste. Sprüche von ihm wie „ohne ’n Korn ist ’n Bier ja so trocken“ werden mich mein Leben lang begleiten. Weiterlesen

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