Der Computer, der den Web gewann

64K waren genug: So fing alles mal an!

Eine interessante Parallele zwischen Wildem Westen und World Wide Web ist der Vergleich zwischen Colt und Computer. Beide haben die Anfangsjahre ihrer Epoche geprägt, sie waren allgegenwärtig, niemand kam ohne sie aus.  Beide dienten im Grunde friedliche Zwecke – nicht umsonst hieß der Colt im Jargon des Wilden Westens der „Peacemaker“ – und stifteten viel Gutes; aber beide wurden zu ganz und gar unfriedlichen Zwecken mißbraucht und haben viel Leid und Schaden über die Menschen gebracht.

1836 erhielt der Großwildjäger und Waffenbastler Samuel Colt einen Patent für eine Handfeuerwaffe, bei der die Patronen in einer drehbaren Trommel kreisförmig angeordnet waren. Dadurch war es möglich, fünf bis sechs Schuss (je nach Modell) rasch hintereinander abzufeuern. Colts Erfindung war den damals meist nur einschüssigen Waffen natürlich haushoch überlegen. Der „Sixshooter“, wie er auch genannt wurde, geriet zum Symbol der Epoche. 1955 drehte der Regisseur William Castle den Film „The Gun That Won the West“, in dem der Colt neben dem Winchester Repetiergewehr die Hauptrolle spielte.

Der Computer, der den Web gewann, um im Bild zu bleiben, war der WinTel-PC, dessen Dominanz Anfang der 90er Jahre einzigartig war. Natürlich hatte es vorher schon „persönliche“ Computer für den Hausgebrauch gegeben. Sie wurden von Herstellern wie Atari, Sinclair, Commodore und später auch von Apple angeboten. „Richtige“ Computer, wie sie in Unternehmen eingesetzt wurden, wogen oft mehrere Zentner und waren für Otto Normalverbraucher unerschwinglich.

1981 beschloss IBM, eine kompaktes, handliches Modell auf den Markt zu bringen, der auf den Namen „Personal Computer“ hörte. Nur leider kannte sich bei IBM damals keiner mit den Betriebssystemen für solche Kleinrechner aus, und so wandte man sich an zwei junge Studienabbrecher aus dem Nordwesten der USA, Bill Gates und Steve Allan, die 1975 eine winzige Firma namens Microsoft gegründet hatten, das BASIC-Interpreter für die neuen Minicomputer entwickelte und vertrieb. Weiterlesen

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Die Welt mit anderen Augen sehen

Ich seh was, was du nicht siehst!

Ich seh was, was du nicht siehst!

Um das World Wide Web nutzen zu können, benötigen wir einen Computer. Das heißt: früher war das so. Heute verwenden laut einer Umfrage des IT-Branchenverbands BITKOM fast 90 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 16 ein Smartphone. Bei den 10 bis 11jährigen sind es schon 44 Prozent.

Kids brauchen keine klobigen Desktops oder kantigen Laptops. Sogar die schnittigen Tablets vom Schlag eines iPad oder Galaxy Tab verschmähen sie. Der Smartphone passt bequem in die Hosentasche, und der Bildschirm ist groß genug, um die ganze bunte Welt des World Wide Web samt Apps, Chats und Spiele ausreichend abzubilden. Was will der Mensch mehr?

Selbstverständlich ist das Smartphone auch nur ein Zwischenschritt, wie die anderen auch. Google hat und mit „Google Glas“ gezeigt, wohin die Reise gehen wird. Auch wenn die erste Version der Internet-Brille nicht ausgereift war und deshalb zurückgezogen wurde, geht die Entwicklung weiter, und gehört nicht viel Fantasie dazu, sich einen nicht allzu fernen Tag vorzustellen, wenn wir alle mit Kontaktlinsen (oder vielleicht sogar Linsen-Implantate“ herumlaufen werden, die wie Google Glas in der Lage sind, uns digitale Inhalte vor das Bild unserer (realen) Umgebung zu projizieren. Beim Blick in den Kühlschrank sehen wir gleich, wann die Milch ablaufen wird oder bekommen passende Rezeptvorschläge präsentiert.

Was passiert aber, wenn wir dauernd mit einer Mischung aus Realität und Virtualität konfrontiert werden? Die beiden beginnen zu verschwimmen, bis wir den Unterschied gar nicht mehr erkennen. Unsere Wahrnehmung der Realität verändert sich unter dem Einfluss von Digitaltechnik und Vernetzung: Wir sehen die Welt im Wortsinn mit ganz anderen Augen! Viel fundamentaler kann Veränderung nicht sein. Und wenn wir es einmal satthaben, dann gibt es ja den Ausschaltknopf. Den gibt es übrigens auch am Fernseher: Wir könnten, wenn wir wollten, den Ton abdrehen und, wie unsere Großeltern Stummfilme genießen. Die fanden das ja damals ganz unterhaltend. Aber uns würde heute vielleicht etwas fehlen – eine komplette Dimension, sozusagen. So wird es mit den digitalen Inhalten sein, die vor unseren Augen zu schweben sein – wir werden sie eines Tages gar nicht mehr missen wollen. Weiterlesen

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Die Braut, die sich nicht traute – ein Frühwerk

Bild: Bettina Schöbitz

Ich glaub es nicht: Heute bin ich seit genau einem halben Jahrhundert Journalist!

Im Mai 1968 habe ich meinen Dienst als Volontär bei der Rhein-Neckar-Zeitung angetreten, und zwar in der Außenredaktion Buchen im Odenwald , der Hauptstadt von badisch Sibirien.

Es waren aufregende Zeiten, wie man erkennt, wenn man einen der allerersten Artikel liest, die ich damals (noch mit der Hand!) geschrieben habe und den ich die ganze Zeit aufgehoben habe, um ihn einer staunenden Nachwelt heute zu 50sten Journalistenjubiläum präsentieren zu können – inklusive Korrekturen und der damals üblichen Rechtschreibung (man beachte vor allem die Verwendung des „ß“), sowie die Headline, die mir inzwischen irgend so ein Drehbuchschreiber geklaut hat! Aber da ich ein großer Fan von Julia Roberts bin, verzeihe ich ihm…

Die Braut, die sich nicht traute

Eine altbekannte Weisheit ist, daß auf die Hochzeit Trauung die Hochzeitsnacht folgt. Das ist auch in dem malerischen Dörfchen Hainstadt so, und keiner wagte es bisher, daran zu rütteln. Das Weltbewegende ist aber nun doch eingetreten. Unverfroren weigert sich eine hübsche, rundliche Jungfer mit niedlichen Schweinsöhrchen, dem alten Brauch zu folgen und sich dem ersehnten Bräutigam hinzugeben. Weiterlesen

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Knapp vorbei ist auch daneben

Der Weg in die Computergesellschaft ist mit Fehlprognosen gepflastert. Immer wieder haben sich ziemlich gescheite Leute ziemlich lächerlich gemacht, indem sie in der Regel die Dynamik unterschätzt haben, mit der sich die Menschheit den Weg in die digital vernetzte Zukunft gesucht hat. „Computer sind absolut nutzlos. Sie können nur Antworten geben.“ Dieser Satz von Pablo Picasso (1881-1973) enthält am Ende vielleicht sogar ein Kern verschmitzter Weisheit, aber Ken Olsen, der Gründer von Digital Equipment Corporation, lag wohl völlig daneben, als er unkte: „Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus haben wollen würde.“ Nun ja, DEC verschwand ja auch 1998 sang- und klanglos von der Bühne und wurde von Compaq übernommen.

Einer, der besonders häufig mit seinen Weissagungen daneben lag, hat es dennoch (deshalb?) zum reichsten Mann der Welt geschafft: Bill Gates, der legendäre Gründer von Microsoft, das seinen Aufstieg dem Personal Computer verdankte: 1980 bekam Gates und sein Freund und Mitbegründer der kleinen Firma, Paul Allan, einen Auftrag von IBM, das Betriebssystem für den ersten Personal Computer von Big Blue zu entwickeln. Aus „MS-DOS“ wurde später Windows, das Millionen von PCs auf der Welt bis heute antreibt.
Gates gab Hunderte von Interviews, eines davon mir. Darin sagte er (wir schrieben das Jahr 1985, Billy war gerade 30 Lenze jung und schon Milliardär) auf die Frage: „Was wir das nächste große Ding in der Computerei“ mit fester, bestimmter Stimme: „Voice!“ Bald würden wir alle mit unseren Computern reden, und sie würden uns aufs Wort gehorchen.

Als ich erstaunt nachfragte, wann das wohl sein würde, sagte er: „Voice is tricky!“ Weiterlesen

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Das digitale Blattgold-Zeitalter

1873 schrieb Mark Twain, deutschen Lesern wohl eher als Autor von Kinderbüchern wie Huck Finn oder Tom Sawyer bekannt, einen bitterbösen Roman (heute würden wir dazu wahrscheinlich „Realsatire“ sagen), in der er mit der amerikanischen Gesellschaft seiner Zeit abrechnete und der er den Titel gab: „The Gilded Age“ (zu Deutsch: „Das Blattgold-Zeitalter“).

Twain hatte den Wilden Westen noch selbst erlebt: 1835 als Samuel Langhorne Clemens in Missouri geboren, verbrachte er seine Jugend in Hannibal, einer kleinen Stadt am Ufer es Mississippi, die damals noch die Grenze zwischen dem bereits dichtbesiedelten Osten und dem „wilden“ Westen der Vereinigten Staaten bildete. Er wuchs unter Glückspielern, Goldgräbern, Huren, Revolverhelden und entlaufenen Sklaven auf, die er später in seinen Romanen und Reisetagebüchern so brillant beschrieb. Später arbeitete er als Raddampfer-Pilot auf dem „Big Muddy“, ein Fluss mit vielen Untiefen. Es war deshalb nötig, ständig das Lot zu schwingen, um die Wassertiefe zu messen. „Mark Twain!“ bedeutete, dass ein Schiff sichere zwölf Fuß unter dem Kiel hatte, und diesen Ausruf wurde später sein Künstlername.

Wirtschaftlich war es eine Blütezeit. Der Bürgerkrieg war 1866 mit dem Sieg der Nordstaaten blutig beendet worden, die Eisenbahn verband seit 1800 beide Küsten des Landes, nur in der Mitte klaffte ein großes weißes Loch auf der Landkarte, der sich aber langsam zu füllen begann. Goldfunde in Kalifornien (1848), Colorado (1858) und South Dakota (1874) hatten riesige Kapitalreserven geschaffen, die gewitzte Geschäftsleute wie John D. Rockefeller, Andrew Carnegie, Cornelius Vanderbilt und John Pierport Morgan dazu benutzten, um riesige, marktbeherrschende Monopole zu schaffen in Schlüsselbranchen wie Stahl, Erdöl, Eisenbahnen und Banken. Weiterlesen

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Der tödliche Gen-Wahn

Hauptsache genfrei!

 

Schnell: Was ist die am schnellsten wachsende Weltreligion? Nein, nicht der Islam. Das Christentum schon gar nicht. Es ist der Glaube, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel gefährlich sind. Anstelle eines Kruzifix oder Halbmonds ist das Symbol dieser weltweiten Bewegung, zumindest in Österreich, das Logo der ARGE Gentechnik-frei. Dort ist seit 2015 die gentechnische Abstinenz sogar in der Verfassung verankert. „Ohne Gentechnik hergestellte Produkte sind ein Aushängeschild Österreichs, und wir können zu Recht stolz darauf sein“, psalmierte die damalige SPÖ-Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner anlässlich der Feierstunde „20 Jahre ohne Gentechnik in Österreich“ – und niemand widersprach.

Es gibt aber leider ein Problem: Hier wird wissenschaftlicher Unsinn gepredigt! In Wahrheit gibt es nämlich keinen einzigen belastbaren Hinweis darauf, dass Lebensmittel, die gentechnisch verändert worden sind, für den Menschen schädlich sein können – es sei, denn man isst zu viel davon…

Sie glauben mir nicht? Dann fragen Sie bitte die National Academy of Sciences, eine Vereinigung führender Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen, deren Aufgabe es ist, die US-Regierung in wissenschaftlichen Fragen zu beraten und eigene Untersuchungen durchzuführen. Eine solche Studie aus dem Jahr 2016 wertete über 1000 Einzelpublikationen aus und kam zu dem eindeutigen Ergebnis: „Es gibt keine Hinweise darauf, dass genetisch veränderte Lebensmittel ein höheres Risiko für die menschliche Gesundheit bilden als ihre gentechnikfreien Gegenstücke.“ Dieser Ansicht haben sich inzwischen übrigens, unter anderen, die Royal Society, die französische Académie des sciences und die American Medical Association angeschlossen.

Die Wissenschaft ist sich also völlig einig: alles Unfug! Oder anders ausgedrückt: Wer immer noch an das Gentechnik-Gespenst glaubt, hängt einem – allerdings weitverbreiteten – Irrglauben nach.

Das wäre ja nun nicht weiter schlimm: Sollen die Leute doch glauben, was sie wollen. Wer glaubt wird schließlich selig. Und wenn sie einen satten Aufpreis bezahlen wollen für Produkte, die den völlig nutz- und sinnlosen Aufdruck „ohne Gentechnik hergestellt“ tragen, sind sie doch selber schuld! Hauptsache, es schmeckt, oder?

Falsch! Denn den wahren Preis für diesen westlichen Antigen-Wahn müssen Millionen armer Bauern in der Dritten Welt bezahlen. Weiterlesen

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Mit Daten in die Zukunft blicken

Fraunhofer IPT High Performance Networked Adaptive Production (Hannover Fair 2018)

Wer sich den Anforderungen der Digitalen Transformation stellen will, muss in der Lage sein, in die Zukunft zu blicken. Nein, nicht mit Hilfe einer Kristallkugel oder mit Tarockkarten. Big Data lässt sich nur mit leistungsfähigen Analysesystemen beherrschen. Wobei hier eine Art „digitaler Dreisprung“ zu erkennen ist: Von der beschreibenden über die vorausschauende Analyse bis hin zu Empfehlungssystemen. Oder, um die englischen Termini zu verwenden: „Descriptive Analytics“, „Predictive Analytics“ und „Prescriptive Analytics“.

Deskriptive, oder beschreibende Analyse entspricht dem klassischen Reporting, wie er von alters her betrieben wird.  Sie beschreibt den Status quo, also die historische Entwicklung des Unternehmens, zum Beispiel anhand von Zielabweichungen. Die darauf aufbauende „diagnostische Analyse“ versucht, aus diesen Ergebnissen Ursachen aufzuspüren, zum Beispiel warum liegen die Kosten über Plan oder warum stockt der Abverkauf? Diese so genannte Plan-Ist-Vergleiche sind heute das Rüstzeug jedes Controllers, und sie werden es auch in Zukunft bleiben. Allerdings lassen sich gerade solche Aufgaben heute weitgehend automatisieren.

Die durch die Automation gewonnene Zeit können Unternehmen in Zukunft für die vorausschauende Analyse, also für „Predictive Analytics“ nutzen – und sie werden sie nutzen müssen, wenn sie mithalten wollen. Es gibt eine Fülle von Software-Tools, die in der Lage sind, aus den Unmengen von Daten Muster zu erkennen oder Zusammenhänge zwischen scheinbar nicht verwandten Daten zu ziehen. Diese Software muss das Unternehmen nutzen und beherrschen, um mit Hilfe der entsprechenden Algorithmen nicht nur Prognosen zu wagen, sondern um die Eintrittswahrscheinlichkeit bestimmter Ereignisse zu berechnen und die Risikoverteilung zu ermitteln.

Leider erfolgen Finanzplanung (GuV, Bilanz & Cash Flow) und operative Planung (Absatz, Produktion, Personal) in den meisten Unternehmen getrennt. Sie haben deshalb oft keinen echten Bezug zu den Treibern des operativen Geschäfts. Mangelnde Berücksichtigung strategischer Ziele können aber zu unterschiedlichen Erwartungshaltungen auf verschiedenen Ebenen innerhalb des Unternehmens und damit zu erheblichem Abstimmungsaufwand führen.

Schneller und effizienter ist es, die auf das Geschäftsmodell abgestimmte Werttreiberplanung, wie sie in vielen Unternehmen heute eingesetzt wird, direkt mit Predictive Analytics zu verknüpfen. So lassen sich wesentlich bessere Voraussagen machen, die Auswirkungen auf das operative Geschäft werden klarer dargestellt.

Ist man aber erst einmal so weit, dann bietet sich der nächste logische Schritt von selber an: Die Automatisierung von unternehmerischen Entscheidungen. Womit wir bei „Prescriptive Anaytics“ angelangt wären. Weiterlesen

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Donald Trump, Typoglycemiast: Elected to lead, not to proofread!

Jsut as lnog as yuo can uerdtsnad tihs its oaky!

Just about everything about Donald Trump – his hairdo, his sixth-grade vocabulary, his inability to focus on complex issues, his tendency to grope first and think later – have been fodder for journalistic witticisms in the past, but leave it to the Washington Post’s Dave Nakamura to add another wrinkle to the list of the President’s basic deficiencies: spelling.

Of course, since the now legendary “covfefe” affair, the world has grown used to Trump making up not only facts, but entire words. Some observers say that the number of typos in his tweets has been growing recently; a sign that he’s beginning to crack under strain? “Special Council is told to find crimes, wether crimes exist or not”, he typ(o)ed in the wee hours of last Wednesday, going on to misspell “counsel” three times and to commit five other errors in the span of 280 characters.

As someone who would be completely lost (and sometimes still is) without the spell checker in Microsoft Word, I actually sympathize with the guy. Still, given the rest of the muddle that marks today’s White House, I find it another cause to worry . Is he simply too lazy to check his tweets before pushing the “send” button? Is old-age creeping up on him, along with numbness in the fingertips and lack of motor control? Or is this just another proof of his general sloppiness and unwillingness to pay attention to detail when making important policy decisions?

And then there is the question that Americans of all stripes and colors should be asking themselves anxiously: Does the President suffer from dyslexia? Weiterlesen

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Who Wants to be a Millionaire? I Did!

 

Perhaps I have been leading a sheltered life lately, but it is years since I ran across one of those infamous “Nigerian Scams”. Someone overseas offers you a share in a large sum of money or a payment on the condition you help them transfer money out of their country. They used to be everywhere, but I haven’t seen any for quite awhile.

So maybe that’s why my alarm bells didn’t go off at once when I received an invitation by Michael Cardozo to befriend him on Facebook. I did, however, check his Facebook page before responding and found – nothing! No information about himself, no posts, no likes. Just the picture of an thin, elderly guy in a business suit with glasses and a toothy grin and the message: “Greeting, Mr. Tim, how are you doing today?”

For some reason I resisted my normal impulse to simply delete this budding conversation, and instead replied as follows:

Dear Mike

I don’t normally respond to friend requests from people who refuse to share any information about themselves. Why should I?

I suggest you let your pants down at least a little bit so people know what they’re getting into by becoming FB friends with you.

And that’s how I almost became a multi-millionaire. Weiterlesen

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What Price the Road?

Source: Library of Congress Prints and Photographs Division Washington, D.C. 20540 USA http://hdl.loc.gov/loc.pnp/pp.print

Toll systems in use around the world are hopelessly stuck in the analog age. By using intelligent IoT-based metering governments just might be able to keep pace with rising numbers of vehicles as ride-sharing and electric cars take off.

Toll roads go back a long way and have existed for at least the last 2,700 years. Records show that tolls had to be paid by travelers using the Susa–Babylon highway under the Assyrian regime of King Ashurbanipal, who reigned in the 7th century BC. In 14th century England, some of the most heavily used roads were repaired with money raised from pavage grants, a toll for the maintenance or improvement of a road.

In early US history, many individual citizens would maintain nearby stretches of road and collect a fee from people who used them. Eventually, companies were formed to build, improve and maintain a particular section of roadway, and tolls were collected to finance the enterprise. These private ‘turnpikes’ were business corporations that built and maintained a road for the right to collect fees from travelers. Turnpikes left important social and political imprints on the communities that created and supported them, but they seldom turned a profit.

There were three especially important episodes of toll road construction: the turnpike era of the Eastern United States from 1792 to 1845, the plank road boom 1847 to 1853, and the toll road of the Far West between 1850 and 1902. Political sentiment eventually turned against them, and the Federal Highway Act of 1916 barred the use of tolls on highways receiving federal money.

The prominence of the toll model increased with the rise of the automobile, and many modern tollways all over the world charge fees for motor vehicles exclusively.

In recent years, tolls have been used as way to ease traffic jams in inner cities. In 2003 Ken Livingstone, then London’s mayor, introduced a system called the Congestion Charge Zone (CCZ). Motorists pay at least £11.50 a day ($15.20) to drive into the center of town. At first, the system seemed to work wonderfully: the number of cars entering central London fell by almost a quarter, but since about 2012 the numbers have been creeping up again. One reason is that delivery trucks and taxis are clocking up more miles within the zone. Another is the spread of bus lanes reserved for public transport – especially the famous red London double-deckers. Today, more time is being lost to gridlock than before the introduction of the CCZ. According to a report in the business magazine The Economist, the average vehicle speed in central London fell from 32kph in 2013 to 28.5kph in 2016. Weiterlesen

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