Fake news is old news

A lesson from history about fake news

The unholy alliance between Donald Trump, the king of „alternate facts“, and the right-wing press managed to derail the election that was Hillary’s to lose. That at least seems to be the story line most liberals in America have adopted to explain the (for them) unexplainable. The alt.right rumor mongers, they say, have succeeded in turning the social web into a weapon of misconception, a tool powerful enough to sway masses of voters into making decisions based on untruth. This, they believe, is a totally new phenomenon, a dastardly and highly efficient way of corrupting the Internet and poisoning the wells of online information.

In fact, fake news is as old as politics itself, and feeding falsehood to the press has been around for ages.

One of the best examples of the unwitting collusion between the fourth estate and the powers that wish to be has been largely forgotten, but deserves to be revisited as a cautionary tale for all of us consumers of media, be it printed or distributed digitally. Weiterlesen

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Aus der amerikanische Traum

In loser Folge wiederhole ich hier einige der beliebtesten Posts seit Beginn des Cole-Blog im Januar 1995. Dieser Beitrag erschien erstmals am

Kein Land für Träumer

Fragen Sie den Durchschnittsdeutschen nach Amerika, und es fällt unweigerlich der stereotypische Satz: „Land der unbegrenztem Möglichkeiten“. In diese Mantra eingeschlossen ist der so genannte „amerikanische Traum“ der verfassungsmäßig garantierten Chancengleichheit sowie dem etwas schwammig formulierten Recht, „nach Glück zu streben“, die zusammen zu einer ungehemmten Aufwärtsmobilität führt. Die Alte Welt, so die konventionelle Weisheit, ist mit ihren betonartig abgebundenen Kasten und Klassen festgefahren, wer seinen Traum von Erfolg und Wohlstand schnell verwirklichen will, muss nur das Schiff (oder heute das Flugzeug) in die Neue besteigen, dann wird alles gut.

Wie die meisten Traumgespinste erweist sich auch das amerikanische nun als Trugschluss. Amerikaner sind nicht aufwärtsmobiler als Europäer – im Gegenteil! Eine zum Jahresende veröffentlichte Studie vom Wirtschaftstatistiker Markus Jantti von der finnischen Abo Akademi University kommt zu dem Ergebnis, dass in Armut geborene Amerikaner erheblich weniger Chancen als vergleichbare Europäer haben, nach oben zu kommen. Laut Jantti bleiben 42% der amerikanischen Männer, die ins untere Einkommensfünftel hinein geboren werden, dort ihr Leben lang stecken. Zum Vergleich: In Dänemark sind es nur 25%, im angeblich so klassenbewussten Großbritannien nur 30%.

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Maulkörbe im Cyberspace

Einmal zu oft geliked

In loser Folge wiederhole ich hier einige der beliebtesten Posts seit Beginn des Cole-Blog im Januar 1965. Dieser Beitrag erschien erstmals am

Im Internet kann jeder seine Meinung sagen, richtig? Falsch: In China kommste

dafür in den Bau, in Russland ins Arbeitslager. Aber wenigstens in den demokratisch regierten Ländern, da stimmt es doch, richtig? Nochmal falsch: Da kann es sogar sein, dass man für Dinge, die man online sagt, bestraft wird, über die sich im richtigen Leben kein Mensch aufregen würde.

 

Nehmen wir doch mal Indien, das sich stolz als die „größte Demokratie der Welt“ bezeichnet. In Mumbai sind, wie die New York Times berichtet, zwei junge Frauen wegen eines Facebook-Eintrags von der Polizei abgeholt und eingelocht worden. Nein, sie haben nicht zum Sturz der Regierung aufgerufen oder Anleitungen zum Bombenbasteln veröffentlicht. Sie haben sich nur darüber echauffiert, dass in ihrer Heimatstadt Mumbai das ganze Geschäftsleben zum Erliegen gekommen ist, weil ein greiser Politiker namens Bal Thackeray verstorben war.

Das Blöde ist nur: Der Mann war Chef einer als politische Partei getarnten Schieberbande, die sich „Shiv Sena“ („Krieger Shivas“) nennen und die wie eine Art Mafia über Mumbai herrscht.  Weiterlesen

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Dumme Katholiken, kluge Protestanten

Der „funktionale Analphabetismus“ ist eine Volksseuche, die gerade in Deutschland und Österreich besonders weit verbreitet ist. Die aktuelle PISA-Studie hat ergeben, dass jeder Sechste hierzulande beim Lesen auf dem Niveau eines Zehnjährigen verharrt. Und schuld daran ist wer? Die Schulen? Die Politik? Nein: Es ist die katholische Kirche!

In einem Interview unseres lokalen Käsblättchens, den „Salzburger Nachrichten“, kommt heute der Göttinger Bildungswissenschaftler Prof. Stefan Hopmann zu Wort, der im Interview zwar richtig erkennt, dass unser Schulsystem noch aus dem Feudalismus stammt, also im Grund ein „Staatsschulwesen“ ist, das von oben zentralistisch dirigiert wird. De facto fürht das dazu, dass „die Stammtische den Daumen auf den Schulen haben“. Dagegen könnte man ja etwas tun, beispielsweise den Schulen mehr Autonomie und finanzielle Unterstützung geben, was ihnen erlauben würde, sich viel mehr auf einzelne Schüler einzustellen und deren individuelles Lerntempo mitzugehen.

Es sei aber schon auffällig, so der gute Professor, das gerade Länder mit starkem protestantischen Hintergrund wie Finnland (Platz 2), Holland (Platz 4) oder Schweden (Platz 5) in Sachen Lesekultur längst die katholisch geprägten Länder Österreich (Platz 10) und Deutschland (Platz 12) abgehängt haben, von den Papisten-Hochburgen Italien und Spanien mal ganz angesehen, die in der Studie die beiden Schlusslichter bilden.

Eine verlockende Schlußfolgerung, finden Sie nicht? Die katholischen Dumpfbacken, die zeitlebens gelernt haben, dem einschläfernden Singsang des Pfaffen über sich ergehen zu lassen, der sozusagen die Schleuse bildete zwischen Gott und Mensch und dessen durch die Kirchengewölbe hallenden Bibelsprüche ins eine Ohr rein und durchs andere wieder raus geflogen sind. Ihm gegenüber der evangelische Arbeitsethiker, der sich mühsam Buchstabe für Buchstabe durchs Buch der Bücher quält, getreu dem Motto Luthers, der dem Gläubigen auftrug, die „schöne Wahrheit des Evangeliums“ bitteschön selbst zu lesen. Weiterlesen

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Helmut Kohl – (k)ein Nachruf

Quelle: Titanic

Dass Helmut Kohl wissentlich und willentlich gegen das von ihm höchstpersönlich abgezeichnete Parteiengesetz verstoßen hat, weil ihm sein „Ehrenwort“ wichtiger war als die Gesetze der Bundesrepublik, die er in seinem Amtseid zu wahren und zu verteidigen versprach, mag heutige ja fast trivial wirken angesichts dessen, was sich ein Donald Trump gerade leistet. Und dass Kohl wahrscheinlich im Zuge der „Bundeslöschtage“ wichtige Akten in der CDU-Parteispendenaffäre verschwinden ließ, dass er sich von den Russen und der DDR-Führung bei der Wiedervereinigung über den Tisch hat ziehen lassen, und dass er seine Frau jahrzehntelang so mies behandelte, dass sie sich schließlich das Leben nahm (von wegen „Lichtallergie“!), das alles habe ich inzwischen irgendwie hinter mich gelassen, auch wenn sich meine Faust immer noch in der Tasche ballt, wenn ich den Namen höre.

Aber was ich Helmut Kohl niemals verzeihen werde, ist wie er meine Mutter öffentlich gedemütigt hat.

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Willkommen im Fehlinformations-Zeitalter

Truth-2

Trump und sein ehemaliger FBI-Chef James B. Comey bezeichnen sich gegenseitig als „Lügner“. Was früher in der Politik die schlimmste mögliche Beleidigung gewesen wäre ist heute bereits so abgenutzt, dass sich niemand mehr darüber aufregt. Und „Fake News“ ist dabei, zum Modewort des Jahres zu werden. Alternative facts, anyone?

Wir sind überall von Un- und Halbwahrheit umgeben. Und daran sind wir zum größten Teil selber schuld. Menschen im Internet-Zeitalter suchen sich ihre Informationsquellen zunehmend nach ihrem persönlichen Geschmack, ihren Vorlieben sowie ihrer politischen, sozialen und sexuellen Orientierung aus. Statt aufzuklären führt das Internet also eher zur Verfestigung vorgefasster Meinungen. Wir leben häufig in „Informations-Ghettos“, umgeben von anderen, die das gleiche denken wie wir.

Im Zeitalter von Big Data verlassen wir uns immer mehr auf unsere Daten, wissen aber in Wirklichkeit nicht, ob diese Daten überhaupt richtig und vertrauenswürdig sind. Sobald wird dem Computer lebenswichtige Entscheidungen überlassen, etwa einem selbstfahrenden Auto oder der Steuerung von Stromnetze, können falsche oder gefälschte Daten direkt in die Katastrophe führen. Weiterlesen

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You can just kiss my Phone!

A few days ago my wife and I were skyping with Lilou. our 19 month-old granddaughter who lives far away in Donegal, Ireland. And before we hung up something happend that I found at once heartwarming and frightening: Whe bent down nad kissed our picture on the screen of her mother’s Samsung tablet.

I have told this story to a few people since, and the reactions are mixed, to say the least. But maybe the problem is that we just don’t have the right technology yet.

On reason kissing your loved ones via Internet has been a rather unsatisfying experience up to now, is essentiall lack of feedback. That’s why online kssing is usually restricted to blowing kisses at your computer screen while skyping with your lovedones back home.

However, researchers at City University London have developed a device called „Kissenger“. It has a slot for your iPhone and a pink, lip-shaped surface that can record and transmit realistic kissing sensations to a partner in real time. High precision force sensors are embedded under the silicon smackers to measure the dynamic forces at different parts of lips during a kiss. Miniature linear actuators are used to reproduce these forces on the partner’s lips, creating what its investors describe as a realistic smoochy feeling. Of course, we need to keep in mind that these guys are nerds, so maybe don’t exactly know what its like to make out in real life.

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Das Ende einer Erfolgsstory, oder warum ich meinen Tee jetzt bei Amazon bestelle

So fing alles damals an

So fing alles damals an

Die Wiege des Onlinehandels in Deutschland stand in Oldenburg in Holstein. Studenten der Fachhochschule Flensburg waren auf der Suche nach einem typischen Einzelhändler, den sie als Fallstudie ins neugeschaffene World Wide Web stellen und damit beweisen konnten, dass dieses Webs-Dingsda auch als Verkaufsplattform taugt und nicht nur als akademische Spielwiese. Der alte Frank Franken, der in Oldenburg seit vielen Jahren ein Teegeschäft betrieb, schien ihnen ein geeignetes Opfer zu sein, und sie bauten mit seiner Zustimmmung einen noch recht primitiven Webshop, der aber funktionierte. Das Problem war nur: Der alte Herr Franken hatte keinen Computer. Macht nichts, sagten sich die Kids, und programmierten ihm eine Fax-Weiche, so dass die Online-Bestellungen bei ihm halt ganz altmodisch aus dem Faxgerät herausgerattert kamen.

Der Web-Laden war ein großer Erfolg, und auch ich habe dort von Anfang an meinen Tee gekauft, zumal Herr Franken einen wunderbaren, allerdings auch sehr teuren Oolong namens „Butterfly of Taiwan“ anbot, der mir bis heute sehr gut schmeckt. 20 Jahre lang habe ich dort brav meinen Tee bestellt, auch später, als Herr Franken längst tot war und seine Nachfolger das alte Ladengeschäft geschlossen hatten und den Tee nur noch per Internet vertrieben. Ich benützte das Beispiel auch in meinen Vorträgen als eine der typischen kleinen Erfolgsstories des E-Commerce in Deutschland. Weiterlesen

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Mein Telefon gehorcht aufs Wort!

Mein Computer versteht mich nicht!

Mein Computer versteht mich nicht!

Drücken Sie die Haustürklingel mit dem Zeigefinger? Dann sind Sie über 30. Junge Menschen verwenden dafür mehrheitlich den Daumen. Das behauptet jedenfalls die Designerin Alice Rawsthorn. Ihr zufolge wachsen junge Menschen mit Gameboys und Smartphones auf, die alle eine Art Mäuseklavier-Tastatur besitzen, die man am besten mit dem Daumen bedient. Und zeigt wiederum: Der Mensch passt sich immer mehr der Technik an, notgedrungen.

Wie es anders geht, zeigen die so genannten „Chatbots“ wie Apple’s Siri oder Amazo,Bill Gates,Traslaten’s Alexa or Google Now. Im Frühjahr stellten Microsoft-CEO Satya Nadella und Mark Zuckerberg von Facebook fast zeitgleich und nur rein paar Blocks voneinander entfernt in San Francisco jeweils ihre neusten intelligenten Assistenten der stauenden Weltöffentlichkeit vor. Chatbots verstehen angeblich, was wir sagen und sind in der Lage, auch komplizierte Befehle auszuführen, wie beispielsweise: „Mail Michael. Subject: Heute Abend. Message: Let’s meet for dinner“. Leider verstehen viele solcher Apps bislang nur englischsprachige Befehle, aber immerhin: Es klappt, und das sogar auf Anhieb.

Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber ich warte schon lange darauf, dass ich mit meinen digitalen Hilfsgeräten reden kann.  Weiterlesen

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#1: Technik verkaufen, Teil 23: Die 5 Phasen des Verkaufsgesprächs

Die beliebtesten Posts aus 22 Jahren Cole-Blog, hier nochmal zum Nachlesen. Heute: Nummer 1, erstmals am 21. Oktober 2013 veröffentlicht und seitdem mehr als 10.000x abgerufen.

 

Jedes Verkaufsgespräch läuft meistens in fünf Phasen ab: Begrüßung, Bedarfsklärung, Angebot, Abschluss und Nachfassen. Jede dieser Phasen läuft nach anderen Regeln ab. Während Sie beispielsweise anfangs selbst die meiste Zeit über reden werden, sollten Sie in der zweiten Phase besser schweigen und zuhören, beziehungsweise Ihren Gegenüber durch zustimmende Gesten und Laute zum Weiterreden ermuntern. Die Abschlussphase ist dagegen mehr ein Geben und Nehmen, hier ist Dialogfähigkeit gefragt.

Die 5 Phasen eines Verkaufsgesprächs

Die 5 Phasen eines Verkaufsgesprächs

Schauen wir uns die einzelnen Gesprächsabschnitte etwas genauer an und versuchen herauszufinden, wie sie sich von einander unterscheiden und was jeweils dabei wichtig ist. Weiterlesen

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