6 zu 1 für den iPad

Versuchen Sie das mal mit einem PC!

Versuchen Sie das mal mit einem PC!

In loser Folge wiederhole ich hier einige der beliebtesten Posts seit Beginn des Cole-Blog im Januar 1995. Dieser Beitrag erschien erstmals am 22. Juni 5. Mai 2013.

Als Apple 2010 seinen legendären iPad auf den Markt brachte und damit eine Gattung von intelligenten Endgeräten erschuf, die wir inzwischen „Tablet PC“ nennen, habe ich hier auf Czsylansky einen als „Vergleichstest“ getarnten satirischen Beitrag verfasst, in dem ich die relativen Vorzüge eines iPad mit denen eines Serviertabletts verglich. Natürlich war am Ende das Tablett der Sieger, und zwar deutlich: „5:1 für das Tablett“ lautete die Überschrift.

Wie schnell aus Satire Ernst werden kann! Wir sind ja letztes Jahr nach Österreich in den schönen Lungau gezogen, wo wir im Alten Forsthaus von St. Michael eine Idylle entdeckt haben, um die man uns mit Recht beneidet. Nur ein Problem gibt es: die langen Wege. Um von der Küche auf die Gartenterasse zu gelangen, muss man durch den Windfang (der bei uns „Thomas-Mann-Zimmer“ heißt, weil es uns an das Davos aus „Felix Krull“ erinnert), dann eine Treppe hinunter in den Garten und schließlich ums Haus gehen. Heute morgen nach dem Frühstück räumte meine Frau das Geschirr auf den Serviertablett und ging ins Haus. Ich blieb noch auf eine Tasse Tee sitzen. Als ich reingehen wollte, musste ich erstens die Tasse, zweitens die Zuckerdose, drittens die Milchkanne und viertens den iPad abräumen. Da ich nur zwei Hände habe, bedeutet das zweimal Gehen. Bis mir die Erleuchtung kam und ich das Zeugs einfach auf den digitalen Flachmann stellte.

Ich muss also im Nachhinein das Ergebnis meines Vergleichstests korrigieren: Er hätte 6:1 für den iPad lauten müssen – denn der Apple-Flachmann kann ja alles, was ein richtiges Tablett kann, und noch ein bisschen mehr (im Internet surfen, Mails ziehen, etc.).

Ob Steve Jobs daran gedacht hat, als er den iPad ersann? Zuzutrauen wär’s ihm ja…

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Words with no meaning

There are words that originally had no meaning but aquired one later. Lewis Carroll, the author of “Alice in Wonderland”, was especially good at making up words, many of which have joined the official canon. His usual method was to take two existing words and stick them together. If you can’t decide which word to use, but are forced to say something, they sometimes come out jumbled together. Or as he wrote in the preface:

For instance, take the two words “fuming” and “furious.” Make up your mind that you will say both words, but leave it unsettled which you will first. Now open your mouth and speak. If your thoughts incline ever so little towards fuming,” you will say “fuming-furious;” if they turn, by even a hair’s breadth, towards “furious,” you will say “furious-fuming;” but if you have the rarest of gifts, a perfectly balanced mind, you will say “frumious.”

Word that are the result of the linguistic equivalent of a head-on collision are called “portmanteu”, or suitcase words. For instance, in The Hunting of the Snark, Carroll invented the expression “to chortle”, which he described elsewhere as a combination of “chuckle” and “snort”. Today, the Merriam-Webster dictionary defines it as “to sing or chant exultantly “. “Galumph” is another word he coined by sticking together “gallop” and “triumph”, but is today used to describe something that moves slowly and clumsily, like a dray horse. Weiterlesen

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Die Retoure als Chance

Retouren

In loser Folge wiederhole ich hier einige der beliebtesten Posts seit Beginn des Cole-Blog im Januar 1995. Dieser Beitrag erschien erstmals am 22. Juni 2015.

Kunden wollen heute Produkte nicht nur kaufen, wann und wo sie wollen, sie wollen sie auch zurückgeben können, wann und wo sie wollen. Die Logistik muss damit klarkommen können, dass ein Kunde die Waren per Paketpost oder im Laden zurückgeben oder notfalls bei sich daheim abholen lassen kann, wenn es für ihn praktisch und bequem ist. Die Herausforderungen an die Sendungsverfolgung, an die betroffenen Mitarbeiter und an das Rechnungswesen sind enorm, müssen aber gemeistert werden, wenn der Kunde bei (Kauf-)Laune gehalten werden soll.

Das alles sind direkte Folgen der neuen Macht des Kunden im Internet-Zeitalter und der einsetzenden Digitalen Transformation. Und auch wenn es dem Anbieter nicht passt: Er hat keine Alternative, als diesen Veränderungsprozess mitzugehen. Schließlich gilt auch hier: Nur wer mitmacht kann gewinnen!

Gerade am Thema Retouren zeigt es sich, wie schnell sich das Kundenverhalten ändern kann, aber auch wie wichtig es ist, seine Kunden zu kennen, sie zu verstehen und sie vor allem stets zufrieden zu stellen.

Elektronik und Mode sind heute die beiden absoluten Renner im Onlinehandel. Laut Statista machen sie jeweils fast 20 Prozent vom E-Commerce-Umsatz in Deutschland aus. Beide bedeuten für den Händler einen erheblichen logistischen Aufwand, denn Retouren müssen, bevor sie als Neuware ein zweites Mal verkauft werden können, erst eine aufwändige Qualitätskontrolle durchlaufen.

Eine Retourenquote jenseits der 40 Prozent ist zum Beispiel in der Fashion-Branche keine Seltenheit. Zalando, der Marktführer im deutschen Online-Textilhandel, berichtet sogar von mehr als 50 Prozent Rücksendungen. Daran ist das Berliner Unternehmen aber mehr oder weniger selber schuld, denn es wirbt schließlich mit dem Slogan: „Schrei vor Glück oder schick’s zurück“. Weiterlesen

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Robot 2020 – Hal oder C-3PO?

Welchen Roboter hätten Sie gerne?

Ein Roboter sieht aus wie ein Mensch, nur ein bisschen anders – oder? Jedenfalls denken wir beim Wort „Roboter“ nicht an eine Blechbüchse. Aber genauso sieht wahrscheinlich der Roboter vor morgen aus.

Das glaubt jedenfalls Nick Carr, der Bestsellerautor und MIT-Vordenker („IT Doesn’t Matter“), der heute in einem Stück für die New York Times über die Welle der intelligenten Lautsprecherboxen wie Amazon Echo, Google Home und (demnächst) Apple HomePod schreibt, die aber viel mehr können als nur Musik abspielen. In Verbindung mit den Chatbots der betreffenden Anbieter wie Siri (Apple), Alexa (Amazon) und Home (Google) werden sie nämlich zu perfekte Haushaltshilfen, Butler oder, je nachdem wie Sie so drauf sind, Online-Spione, die unsere geheimsten Gespräche mitlauschen und das Gehörte an ihre digitalen Machthaber im Silicon Valley übermitteln.

Und wieder einmal trumpft Bequemlichkeit über Privatheit. Weil es so geschickt ist, den kleinen Kisten Spreachbefehle zu diktieren und sich von ihnen Wetternachrichten, Verkehrsdurchsagen oder Sportergebnisse vorlesen zu lassen, werden wir uns einen Dreck um die Tatsache scheren, dass wir damit wieder ein Stück Eigenleben geopfert haben auf dem großen Altar der GAFA. Weiterlesen

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Verwirrung ist gut fürs Geschäft – leider…

Handyfalle

Dreimal verflucht sollen sie sein!

In loser Folge wiederhole ich hier einige der beliebtesten Posts seit Beginn des Cole-Blog im Januar 1995. Dieser Beitrag erschien erstmals am 23. November 2014.

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der beste Mobilfunkanbieter im Land? Diese Frage klingt ja eher wie der Einstieg in ein modernes Märchen, aber die Analystenfirma T3i Group wollen es tatsächlich sagen können. Mir flatterte jetzt eine Pressemeldung ins Haus, in der über die jüngsten Ergebnisse der jährlichen „Tarifica“-Studie berichtet wird, die von denen einmal im Jahr durchgeführt wird und in der es darum geht, Preise und Leistungen der unterschiedlichen Spieler im Mobilfunkgeschäft gegeneinander abzuwägen.

Ein solcher Dienst ist ja auch dringend notwendig, denn nach wie vor ist mobiles Telefonieren für den Verbraucher vor allem eines: verwirrend! Wenn man die Kombination der beiden Suchbegriffe „Mobilfunk“ und „Verwirrung“ bei Google eingibt, spuckt die Suchmaschiene mehr als 160.000 Fundstellen aus, von „Mobilfunk: Verwirrung um Mobilcom-Schulden“ über „Mobilfunk-Discounter – Verwirrung um Guthabengültigkeit“ bis „MOBILFUNK: Verwirrung im Netz“. Am schlimmsten ist es aber bei den Verträgen, bei denen eigentlich keiner mehr so richtig durchblickt. „Absolute Verwirrung um Vertragslaufzeit“ schreibt ein gewisser Wolfgang mit rührender Hilflosigkeit im Kundenforum von Vodafon. In der Schweiz muss es offenbar auch nicht viel besser aussehen, den die Bern erscheinende Zeitung „Der Bund“ warnt in einer Headline vor dem „Geschäft mit dem Handy-Wirrwarr“ und zitiert im Beitrag den Chef des Vergleichsportals iCompare.ch, Lukas Brüderlin, mit den Worten: „Durch die hohe Komplexität der Angebote hat die Transparenz massiv gelitten.“ Weiterlesen

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How Many German Languages Are There, Anyway?

Americans and Britons, as George Bernard Shaw famously said, are two peoples separated by a common language. If so, then the same goes for Germans – except there are hundreds of different languages to choose from. On the North Sea coast, German sounds like English (or maybe Dutch), whereas in Soelden, a remote Alpine valley my wife hails from, they still speak a version of ancient Bavarian that was spoken in Southern Germany 500 years ago and is utterly incomprehensible to anyone else – but it’s still a kind of German! Sometimes, dialects can vary hugely from one village to the next.

Broadly speaking, there are six major languages that together comprise German, each being the language spoken by one of the major tribes that migrated during the “Völkerwanderung” (“migration of the peoples”) after the collapse of the Roman Empire ca. 400 AD, namely the Alamanni, the Bajuwars, the Franks, the Friesians, the Saxons, the Swabians and the Thuringians. To make things more complicated, there are also a number of “lungiostic island” that stem from the fact that parts of Germany were settled by people who spoke completely different tongues, such as Serbs, Slavs, Flemish. Weiterlesen

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Das Geheimnis des „Lorem ipsum“ ist enthüllt!

In loser Folge wiederhole ich hier einige der beliebtesten Posts seit Beginn des Cole-Blog im Januar 1995. Dieser Beitrag erschien erstmals am 26. Juli 2014.

Das Original

Das Original

Mein Freund Michael hat auf unserem gemeinsamen „Meta-Blog“ www.czyslansky.net leider etwas vorschnell das Zeitalter der totalen Blog-Verschlüsselung ausgerufen und ist gleich mit gutem Beispiel vorangeschritten, als er einen kompletten Czyslansky-Beitrag durch einen Verschlüsselungsalgorithmus jagte und das Ergebnis unter der Überschrift “Lorem Ipsum? Lorem ipsum!” online stellte. Jetzt muss er sehen, wie er aus der resultierenden Zwickmühle herauskommt, dass nämlich keiner mehr versteht, was er schreibt, und deshalb irgendwann auch keiner mehr lesen will, was er schreibt. Ich fühle mich verdammt an das Bild des “Armen Poeten” von Carl Spitzweg erinnert, jener genial-verkannte Dichter, der in seiner zugigen Dachstube hockt und die tollsten Verse zu Papier bringt – aber vergebens, denn keiner kriegt es mit.

Wie gesagt: Das ist jetzt sein Problem. Meines ist, dass ich mich (wie wahrscheinlich so ziemlich jeder Leser) gefragt habe, wo dieses blöde “Lorem ipsum” überhaupt herstammt und was es bedeutet. Es ist mir in meiner Laufbahn hundertfach begegnet in Layouts und Dummies von Artikeln und Zeitschriften, und ich ging immer davon aus, dass es für jemanden, der im Lateinunterricht besser aufgepasst hat als ich, durchaus einen Sinn ergibt. Was macht der Mensch im Digitalzeitalter also: Er fragt Google. Und dort gibt es höchst unterschiedliche Deutungen und Deutungsversuche. Weiterlesen

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Denk mal nach!

Dass Denkmäler entzweien können, wissen wir nicht erst seit Charlottesville. Dort marschierten Neonazis und Rassisten aus Protest gegen die geplante Entfernung einer Statue zu Ehren von Robert E. Lee, dem Oberkommandierenden der Südstaatenarmee im amerikanischen Bürgerkrieg. Viele (darunter auch ich) fragten sich, wieso man einem Vaterlandsverräter überhaupt ein Denkmal gesetzt hat, der gegen seinen Eid als Offizier der US-Armee verstieß, um zur Gegenseite überzuwechseln und einen bewaffneten Aufstand gegen die demokratisch legitimierte Regierung leitete, bei der geschätzte 620.000 Soldaten starben. Aber das ist eine komplizierte Geschichte.

Dass man aber in Amerika jetzt die vielen Denkmäler überdenkt, ist schon bemerkenswert. Donald Trump schüttete Öl ins Feuer als er fragte, ob als nächstes George Washington und Thomas Jefferson dran wären. Beide hielten schließlich Sklaven. Inzwischen werden in den Medien auch andere Namen ins Spiel gebracht, zum Beispiel George Armstrong Custer oder Andrew Jackson, die beide des Völkermords an der amerikanischen Urbevölkerung angeklagt werden, oder Benjamin Tillman, der eine Organisation namens „Red Shirts“ gründete, die zwischen 1898 und 1900 Schwarze, die ihr Wahlrecht ausüben wollten, massenweise auspeitschte und  verprügelte. Weiterlesen

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Good Goys, Bad Guys

Kuddos to the Huffington Post for giving us one of the greatest headlines in recent times, namely „Goy, Bye“ for an article describing the firing of Stephen Bannon as Donald Trump’s strategy (now there’s an oxymoron for you) advisor.

However, I suppose it gave many of us cause for some head-scratching. I mean, nobody likes Bannon very much, but why, if you wanted to insult him, do so in Yiddish of all languages? I could think of a few choice words in plain English that would suffice for the occasion. Weiterlesen

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A beautiful statue of Donald Trump

Donald Trump, who never served in the military for a single day, is maliciously defaming one of America’s most distinguished generals, John Pershing, by falsely accusing him of war crimes while commanding troops against insurgents in the Philippines.

The same Donald Trump, who is commander in chief of the United States military, professes admiration for Robert E. Lee, a rebel against said United States who, in any other country, would have been shot for treason after finally surrendering at Appomattox.

Maybe we should erect a statue of him shooting himself in the foot. It would be “beautiful”.

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