Ein Lungauer und ein Pinzgauer in Berlin

DIIElf Professoren, und icke mittendrin: Heute trifft sich hier in Berlin die von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka berufene Jury, um über die eingereichten Vorschläge der namhaftesten deutschen Universitäten zur Gründung eines Deutschen Internet-Instituts (DII) zu befinden.

Ich fühlte mich anfangs zwar geehrt, aber auch ein bisschen eingeschüchtert. Aber wir haben uns gestern Abend im „Paris-Moskau“ zum Kennenlernen getroffen, und es stellt sich raus, dass unser hochverehrte Juryvorsitzende, Prof. Dr. Viktor Mayer-Schönberger vom Oxford Internet Institute, auch ein „Innergebirgler“ ist: Er stammt aus meiner Sicht als Lungauer von gleich nebenan, nämlich aus Zell am See im Pinzgau!

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Die Restaurantkritik als Prosa-Rülpser

Oran Tandoori

Gut ist doch gut genug, oder?

Um Restaurantkritiker zu werden, sagte mir einmal Wolfram Siebeck, der Doyen dieser seltenen und etwas elitären Journalistengattung, musst du zuerst den Gegenwert eines Einfamilienhauses verfressen haben. Dann hast du wirklich Ahnung.

Wie groß das Haus war, das ich selbst verfressen habe, weiß ich nicht, aber es hat mich immerhin in die Lage versetzt, in einem früheren Leben recht gut von dem Schreiben von Rezensionen über Restaurants und Hotels zu leben. Meine mehr oder weniger sachkundigen Meinungsäußerungen wurden immerhin regelmäßig in so angesehenen Organen wie dem Feinschmecker, dem Playboy und dem Diners Club Magazin abgedruckt. Und auch wenn sich der Schwerpunkt meines Schaffens inzwischen in Richtung Internetjournalismus verändert hat, drängt es mich hin und wieder immer doch dazu, nach einem besonderen kulinarischen Erlebnis zur digitalen Feder zu greifen und meine Eindrücke in Textform festzuhalten.

Meistens veröffentliche ich das Ergebnis selbst auf meinem Cole-Blog oder auf meiner Facebook-Seite. Aber in den letzten Jahren habe ich Spaß daran gefunden, Kritiken für TripAdvisor zu schreiben, und ich habe es dort immerhin zu etwas Ansehen gebracht: Ich bin dort als „Profi-Bewerter“ und als „Luxushotelexperte“ geführt, und neulich bekam ich von denen eine elektronische Post, die mich schmunzeln lies: „Glückwunsch“, schrieb man mir, „Sie sind die Nummer eins unter den Bewertern aus St. Michael im Lungau!“ Weiterlesen

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Hive Computing Takes Off

BeesEltopiaIn 2012, Will MacHugh was strolling through a country fair in California when he discovered a display about beekeeping, a subject about which he knew nothing whatsoever. As president of Eltopia Communications, a service provider for wireless operators in the U.S. Northwest, he is concerned with putting together cellular networks. But the idea of helping beekeepers solve their problems captivated him, and he went back to Oregon with his head full of ideas.

One of the biggest problems facing apiarists are mites: tiny arthropods that live as parasites on plants, animals and yes, bees. Previously, the only way beekeepers could combat mites was by placing their beehives in an oven and literally toasting them. MacHugh and his team decided to attack the problem from another angle, namely from the inside out. They created a heater element that they coated with wax and which looks exactly like the normal frame in a beehive. Weiterlesen

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Viel Lärm um einen stillen Ort

threetoiletsIch weiß nicht, was meine Landsleute mit den Toiletten so haben, aber was da gerade abgeht erinnert ein bisschen an Torquemada und die Moriscos.

Für diejenigen, denen das Ganze im Wortsinn am Arsch vorbeigeht ein kleines Update: Nachdem der Supreme Court im Juni die Schwulenehe endgültig durchgewinkt hat, sind einige Rotnacken-Staaten, allen voran Mississippi und Nordcarolina, auf die glorreiche Idee gekommen, die Homophobie sozusagen durch die Hintertür wieder einzuführen und haben so genannte „Transgender Bathroom Laws“ erlassen. Das hat wiederum Firmen wie PayPal und Sänger wie Bruce Springsteen dazu veranlasst, Investitionen oder Konzerte in diesen Bundesstaaten abzusagen und zum Wirtschaftsboykott aufzurufen.

Können Sie mir bis dahin immer noch folgen?

Der Mensch kommt bekanntlich in zwei Ausführungen zur Welt: Männlein oder Weiblein. Nun kommt es aber vor, dass es einem oder einer nicht passt, so wie es ist, und in Amerika kann man deshalb auch ohne chirurgischen Eingriff oder sonstige Umwandlung erklären, dass Mann hinfort als Frau oder umgekehrt gelten möchte, und das kann man sich auch im Ausweis oder Führerschein eintragen lassen. Laut der letzten Volkszählungen hatten bis 2010 hatten knapp 90.000 Amerikaner ihren Vornamen offiziell ändern lassen, um so als ein Mitglied des jeweils anderen Geschlechts behandelt zu werden. 21.833 gingen so weit, ihre Geschlechtszugehörigkeit von Amtswegen abändern zu lassen. Da es 323 Millionen US-Bürger gibt, sind das, lassen Sie mich rechnen, hmm, also, ich komme auf 0,065 Prozent.

Amerika hat, anders ausgedrückt, ganz andere Probleme. Donald Trump, zum Beispiel. Weiterlesen

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Driving the Digital Dumpster

Daniel Fallmann klein jpgSecret treasure troves lie buried in every organization, and Daniel Fallmann is here to salvage them. “The problem is that everybody has lots of digital data they can’t use because nobody can find the relevant pieces when they need it. We want to illuminate what your company knows”, he maintains. And in 2005, he set out with his Austrian start-up which he names “Mindbreeze” to fix the problem.

While some data is available in codes form and thus is easy to store in searchable data bases, most is not. E-Mails, Word and Excel files, audio and video recordings: All these are valuable company assets, at least theoretically, but unfortunately the only way to find and use them is by mind-numbing manual search. “Digital landfill”, Fallmann calls these data, and his goal in life is to set them free.

“You could say we are part of the next generation information recycling industry”, Fallmann says. After all, poking around in other people’s digital garbage bins isn’t everybody’s idea of fun. But he believes his company can provide an essential service as enterprises move into the age of Digital Transformation. Companies like Lufthansa, IKEA, Deutsche Telekom, TelMex, s.Oliver and many others rely on Mindbreeze. Weiterlesen

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Langlauf im Big Apple

Times-Square-NYCEine Bekannte sagte mir, dass sie nach New York fährt, und ich versprach ihr meinen ganz persönlichen New York-Führer zu schicken, das ich vor Jahren für ein Magazin namens „Platinum Style“ geschrieben habe. Dabei begann ich selbst nochmal zu lesen und bekam plötzlich ganz großes Heimweh…

Es gibt verschiedene Arten, die Stadt New York zu Fuß zu erkunden. Im November hetzen knapp 40.000 Marathonläufer keuchend und schwitzend durch die Schluchten des „Big Apple“. Aber es geht zum Glück auch viel gemütlicher.

Wo anfangen? Am besten dort, wo alles zusammen kommt: Am Times Square, direkt am Broadway, der „Great  White Way“, am besten an der Ecke zur 42sten Straße, wo sich früher Drogenhändler und Junkies die Kokaintüten in die Hand gaben. Heute hat Times Square die niedrigste Kriminalitätsrate der ganzen Stadt, seitdem der alte Bürgermeister Rudy Giuliani ernst gemacht hat mit seinem Versprechen, dort endlich aufzuräumen. Heute drängen sich die Touristen ins Virgin Megastore, dem größten Schallplattenladen der Welt, oder verschwinden zum Naschen ins „M&M Store“ oder werfen schon mal die erste Frühlingsrolle ein in Ruby Foo’s legendärem Chinarestaurant. Weiterlesen

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How to Make Data Smarter

Just plug in!

Plug into the future!

Hardly anyone still remembers the Dotcom Bust of 2001, but with Michael Mohr, the memories still rankle. Flush with cash from going public with his successful startup DCI, a company specializing in trade databases, he suffered, like many others, when the bottom fell out of the stock market. But unlike thousands of others, he managed to survive, and now he’s back to settle the score.

In the meantime, he has been anything but idle. His company, DCI AG, is still listed on German stock exchanges, and it operates subsidiaries in Hanoi and Shanghai, where busy programmers are hard at work creating the “The Plug”, as he calls it. Actually, the wall plug he proudly drapes around his shoulder for photo ops is just a symbol for what he describes as “plugging into the world of Cloud Content”. His goal, he maintains, is to link every company database in the world through a “meta-level” in which products and services can be described in a common language, thus ending the “techno-bable” that causes endless confusion and loss of sales. Weiterlesen

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Shedding Tears For a Dead Robot

Ain't she sweet?

Ain’t she sweet?

Back in 1942, science-fiction author Isaac Asimov set down his famous Three Laws of Robotics as an organizing principle and unifying theme for his series of robot-related books and stories. The idea that human inventors should be compelled to program some kind of ethical behavior framework into their machines has inspired writers and technologists ever since.

Kate Darling, who was born in Switzerland and studied law at ETH Zurich, works at the MIT Media Lab in Cambridge, MA, as well as at Harvard’s Berkman Center for Internet & Society. She is hailed as an expert on human-machine interaction and feels that Asimov’s laws need to be updated sometime in the near future. “A faultily programmed robot can do lots of damage”, she believes. As robots become cognitive and self-teaching, limits must be hardwired into them that will ensure that they behave in a socially responsible fashion. After all, she maintains, robots will always be part of a human-dominated world. Weiterlesen

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Great, but not grand

Takes some getting used to

Takes some getting used to

Actually there were three reasons I wanted to visit this typical tiny pub in a remote suburb on the outskirts of Dublin. First is the name, „The Gravediggers“, which locals have tacked on to the place because it is located right next to the entrance to Dublin’s biggest cemetery. Second, it ranked #11 among all the almost 2,000 restaurants and pubs in the Irish capital, which is saying a mouthful since Dublin, at least in recent years, has sprouted a whole crop of good or very good places to eat, and you can find a decent pub on almost every corner. The third was its convenient location on the road from downtown to the airport, and since we had to grab a plane at four we had time to eat and even drink a pint of what is, according to other reviewers on TripAdvisor, the „best Guinness in town“.

Yeah, it  was good, mainly because they keep their tap system clean and the pressure low, but otherwise, hey, a Guinness is a Guinness is a Guinness, ain’t it?

Otherwise, the place was a mild disappointment. Weiterlesen

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Banken und Facebook – zwei Welten begegnen sich

IConsultantsMein Facebook-Freund Michael Prothmann von iConsultants hat die Ergebnisse einer neuen Studie zum Thema Nutzung von Siciual Media durch Banken online gestellt unter dem Titel „Banken haben keine Ahnung von Facebook„. Das hat mich an etwas erinnert.

Ich musste vor zwei oder drei Jahren in Düsseldorf bei einer großen internationalen Bank (den Namen verschweigt des Sängers Höflichkeit) über Social Media referieren, aber man hat mich vorgewarnt: „Wir sind nicht das Facebook, und unsere Mitarbeiter dürfen Facebook während der Arbeitszeit nicht benützen.“ Ich bin vorher kurz mal bei Facebook rein und habe den Namen der Bank eingegeben. Ich fand eine wunderbare Page mit mehr als 25.000 Likes, auf der sich Bankkunden völlig frei und unbeschwert ausgetauscht haben, sich eggenseitig Tips gegeben haben („Wenn du was über Hypotheken wissen willst, gehe zu Herr Müller…) und sich frisch von der Leber weg über die Bank beschwert haben („Wenn Ihr mich nicht bis morgen zurückruft, könnt Ihr Euren 5.000 Euro Byebye sagen!“

Das habe ich denen gezeigt. Weiterlesen

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