Wann kommt die digitale Wende am Bau?

Die Baubranche ist älter als die Pyramiden, und vieles, was dort heute abgeht, erinnert noch an damals. “Die Bauwirtschaft hält die zweifelhafte Auszeichnung, die geringsten Produktivitätszuwächse aller Branchen gehabt zu haben“, schreiben die Analysten von McKinsey. Und es stimmt: In letzten Jahren war der Produktivitätsgewinn pro Arbeitsstunde im Baugewerbe sogar rückläufig!

Woran liegt das? Die Preise für Baumaterialien sind jedenfalls nicht schuld – die sind dank fehlender Inflation in Europa und den USA fast gleich geblieben! Zwar schimpft die Bauwirtschaft gerne über Bürokratismus und Regulierungswut, aber auch das erklärt die eklatante Stagnation der Branche nicht wirklich..

McKinsey hat dagegen zwei Faktoren ausgemacht, die ihrer Meinung nach die Ursache dafür sind, dass sich am Bau nichts bewegt:

Erstens ist das Baugewerbe im Laufe der letzten Jahre immer weniger kapitalintensiv geworden. Besonders in Europa haben sich Baufirmen bei der Anschaffung neuer Maschinen spürbar zurückgehalten – die meisten aus Angst vor der nächsten Rezession. „Die Bauwirtschaft hat durch bittere Erfahrung gelernt, immer für die nächste Rezession vorbereitet zu sein“, sagt Luc Luyten von der Beratungsfirma Bain & Company: „Kapitalintensive Ansätze in der Baubranche führen unweigerlich zu hohen Fixkosten, und es ist schwer, sie bei einem Abschwung wieder loszuwerden. Arbeiter sind im Gegensatz leicht zu feuern.“

Das Resultat: Investitionen in neue Technologien finden kaum statt. Mensch statt Maschine: Am Bau genügt es offenbar immer noch, zwei starke Arme zu haben. Trotz tendenziell sinkender Durchschnittslöhne sind Lohnkosten nach wie vor mit der wichtigste Kostenfaktor im Baugewerbe, und das nicht nur in so genannte Drittweltstaaten wie Indien oder Pakistan, wo es viel mehr Billigarbeiter gibt als bei uns. Weiterlesen

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Robots join the conversation

Robots have hands and feet, arms and legs, a torso of some sort or another and a kind of head sitting on top, maybe with bulging, fly-like facetted eyes or camera lenses that stare back at ist human interlocutor. If that is what you think robots of the future will look like, think again. Chances are robots in 2020 and beyond will look more like a can of sardines.

In recent years we have seen a host of machines that perform household tasks like vacuuming the floor, carrying out the trash or mixing us a cocktail in the evening. Here, again, appearances are deceiving. In reality, robots will most probably simply talk to us, answer our questions, remind us of appointments and just generally be there when we want them.

Yes, they will perform tasks for us, but these will be more in the nature of knowledge work: Finding flights and booking tickets, contacting our favorite restaurants and seeing if they have a free table, scheduling doctor’s appointments and whistling up a cab.

In fact, talking may very well be the way we will interact generally with technology. Forget keyboards, computer mice or touchpads! Instead, just join the conversation… Weiterlesen

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Nur noch 3 Jahre!

ApokalypseDie Wahl ist zwar heute erst ein Jahr her, aber Donald Trump hat die Politik in Amerika bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet. Wie Michelle Goldberg in einem Meinungsstück für die New York Times schreibt, ist es für viele Amerikaner der „Jahrestag der Apokalypse“: ein Ereignis, das so unerwartet wie welterschütternd war. „Was so desorientierend war, war die Tatsache, dass niemand, egal wie klug und gelehrt, eine Ahnung hatte, was gerade geschah.“ Ich schließe mich ausdrücklich ein, denn ich war auch bis kurz vor Mitternacht an diesem 8. November 2016 absolut sicher, dass Frau Clinton gesiegt habe und wir diesen widerlichen, selbstüberheblichen Grapscher ganz schnell wieder vergessen können würden. Es kam anders, wie wir alle wissen – aber was in den vergangenen 12 Monaten geschah, hat unsere schlimmsten Befürchtungen noch weit in den Schatten gestellt.

Amerika hat sich im vergangenen Jahr so sehr verändert, dass viele von uns abgestumpft sind; Was könnte uns jetzt noch schockieren?, fragt Frau Goldberg. Was heute alltäglich erscheint war vor einem Jahr unvorstellbar. Weiterlesen

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Why Berliners and Bavarians don’t understand each other

I am a great fan of Quora, the portal that lets you answer questions from total strangers on almost any topic under the sun. My specialty, it seems, is explaining German to foreigners, and here is a typical example:

„For linguists, ‚Berlinerisch‘ isn’t a real dialect like Bavarian, namely a provincial or socially distinct variety of a language, but a so-called ‚metrolect‘- a language spoken only in a certain metropolitan area (although the Berlin jargon has had substantial influence on the language spoken in the surrounding state of Brandenburg, where it has partially displaced the original Niederdeutsch, or Low German.

Berlin lies smack on the fault line known as the ‚Benrather Linie‘ which divides Germany into two halves. North of the line, the letter ’s‘ often became ‚t‘, as in watt denn? (instead of ‚was denn?‘), and ‚ich‘ famously became ikk (as in ‚janz Berlin iss eene Wolke, und ikke mittendrin‘).

Bavarians on the other hand speak a derivative of Old Bajuvarian called ‚Baierisch‘ which is part of a group of languages known as ‚Oberdeutsch‘ (‚Upper German‘) marked by a darker pronunciation of certain vowels. Instances include laar (instead of ‚leer‘), Woser (instead of ‚Wasser‘) or hoass (instead of ‚heiss‘). Think mushy-mouthed Southerners versus brash New Englanders.

Speakers of both brands of German are fiercely proud of their jargons, even if it makes communication between them rather difficult at times.

In the case of Berlin, matters are further complicated by the fact that French was the language spoken at the Prussian court in the 17th and 18th centuries. In addition the city was occupied from 1806 until 1813 by substantial numbers of French troops as a result of the Napoleanic Wars. As a result, Berlinerisch is studded with francophone bits and pieces. I actually own a book entitled Das Französische im Berliner Jargon (‚French in the Berlin Jargon‘) which explains why, in Berlin, they eat Buletten instead of ‚Frickadellen‘ or ‚Fleischklösse‘ like other Germans, why they walk on a trottoir instead of a ‚Gehweg‘, and why they (in a pinch) will drink Muckefuck (‚mocca faux‘), a thin ersatz coffee brewed mainly from chicory roots.

 

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Warum Trump gut ist gegen Zeitungssterben

Wenigstens gut fürs Geschäft

Eigentlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die letzte Zeitung vom Markt verschwindet. Genau gesagt: 2034 ist es soweit, behauptet jedenfalls mein Freund Wolfgang Henseler, der als Professor an der Hochschule Pforzheim unterrichtet, und der die Entwicklung der Vertriebs- und Anzeigenerlöse deutscher Tageszeitungen in die Zukunft extrapoliert hat und so auf dieses Datum gekommen ist.

Als alter Tageszeitungsjournalist schmerzt mich das natürlich: Verwundern tut es mich nicht. Wenn man die Borniertheit betrachtet, mit der Verlage das Internet-Phänomen zunächst ignoriert und dann falsch eingeschätzt haben, ist es mehr oder weniger klar, dass es so kommen muss. Sie haben ihre Inhalte zuerst im Wege der „Zweitverwertung“ verschenkt, dann haben sie versucht, über die Politik Druck auf Google & Co. zu machen, damit die fürs Zitieren und Verlinken auf ihre (kostenlosen) Websites bezahlen, nur um zu sehen, dass ihre Clickraten und damit ihr mickriges Onlinegeschäft auch noch versickerten. Einige haben versucht, ein Bezahlmodell durchzusetzen, aber warum soll jemand für etwas bezahlen, dass es woanders umsonst gibt?

Fallende Erlöse und kein Internet-Geschäft: Wer wundert sich da, dass Verlegern nichts anderes einfällt, als an der Kostenschraube zu drehen, Redaktionen abzubauen und die Honorare der Freien zu kappen? Dass damit die Qualität der Inhalte leidet, ist ihnen egal: Schreiberlinge gibt’s ja genug, die notfalls für lau ihre Texte abliefern. „Sie bekommen dafür ja Exposure“, hat mir eine Chefredakteurin neulich gesagt. Exposure wofür? Offenbar geht sie ohnehin davon aus, dass keiner vom freien Journalismus leben kann, sondern irgendein anderes Geschäftsmodell hat, um die Miete zu zahlen. PR-Schreiber, wahrscheinlich. Oder Taglöhner auf dem Bau?

Verlage und Internet: Ein nicht enden wollendes Trauerspiel.

Aber nun keimt vielleicht jetzt doch noch Hoffnung auf: Der Economist hat in seiner aktuellen Ausgabe unter der Überschrift „Funnel Vision“ eine Serie gestartet, in der es um die Zukunft des Journalismus geht. Weiterlesen

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Roamingfalle Schweiz

Zu wessen Sicherheit - deren oder meine?

Zu wessen Sicherheit – deren oder meine?

Meine Frau und ich sind von Konstanz nach Waldshut durch die Schweiz gefahren, haben zu Mittag gegessen und uns den Rheinfall bei Schaffhausen angesehen. Lassen wir es vier, fünf Stunden gewesen sein. Ich habe in dieser Zeit vielleicht zweimal Mails gezogen, und um den Rheinfall zu finden habe ich in Google Maps geschaut. Das war’s.

Vielleicht hätte ich vorgewarnt sein sollen, denn ich bekam zweimal eine SMS, in der mir zunächst mitgeteilt wurde, dass meine Auslandsgebühren die Grenze vonb 100 Euro erreiucht höätten, dann 150 Euro. Aber ich im letzten Monat war viel auf Vortragsreise im Ausland, nach Italien, Slovenien, Tschechien.

Jedenfalls: Als ich am nächsten Morgen versucht habe zu telefonieren, war mein Handy gesperrt. Eine freundliche Frauenstimme sagte, ich müsse erst meine Telefonrechnung bezahlen, um das Gerät wieder benützen zu können. Dann poppte eine SMS hoch. „Zur Sicherheit haben wir Ihre A1 Rufnummer gesperrt. Sollen wir EUR 1.616,17 abbuchen?“

Mit einem gesperrten iPhone geht das nicht, also wartete ich ab, bis mich meine Frau eine Stunde später am Züricher Flughafen absetzte, denn ich musste weiter nach Berlin und am nächsten Tag nach Ulm. Ohne Telefon wäre das blöd gewesen, denn ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wann ich wieder in Salzburg ankommen würde, wo mich meine Frau abholen sollte. Und überhaupt: Ohne funktionierendes Smartphone fühlt man auf Reisen ja wie nackt. Weiterlesen

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Kundenkommunikation im Blattgolden-Zeitalter

Wir sind das Volk!

Wir sind das Volk!

In loser Folge wiederhole ich hier einige der beliebtesten Posts seit Beginn des Cole-Blog im Januar 1995. Dieser Beitrag erschien erstmals am 22. Juni 27. Februar 2014.

Es ist in letzter Zeit in der Diskussion um das Internet eine gewisse Desillusionierung zu spüren.  Das Internet sei „kaputt“, schrieb der Blogger Sascha Lobo in „Spiegel Online“. Das ist überzogen. Natürlich löst das Internet nicht alle Probleme der Menschheit, den Hunger, den Krieg, die Ungerechtigkeit kapitalistischer Systeme. Es gibt aber hoffnungsvolle Ansätze. Eine davon ist der so genannte Shitstorm – ein Phänomen, das in letzter Zeit oft im Mittelpunkt eines medialen Streits steht: Für die einen der Ausfluss ungezügelter Mobgewalt und Denunziantentum per Internet, für die anderen Symbol für die wachsende Macht des Einzelnen im Zeitalter der sich rasch ausbreitenden digitalen Vernetzung.

Shitstorms haben, wie mein Freund Ossi Urchs und ich in unserem neuen Buch „Digitale Aufklärung“ schreiben,  auch die politisch-gesellschaftliche Dimension. Heute sind soziale und irtschaftliche Ungerechtigkeit große Themen. Die Occupy-Bewegung und ähnliche Aktionen sind direkte Auswirkungen dieses weltweiten Trends. Shitstorms sind es auch, nämlich sozusagen die Fleischwerdung der neuen Macht des Kunden. In ihnen offenbart sich gleichzeitig der Unmut des Einzelnen über ein als „unsozial“ empfundene Marktwirtschaft, in der er sich zunehmend als Opfer sieht, und die Freude über das Gefühl, endlich etwas dagegen tun zu können. Es ist, als ob wir alle plötzlich auf die digtale Straße gehen und laut und vernehmbar ausrufen können: „Wir sind das Volk!“ Weiterlesen

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6 zu 1 für den iPad

Versuchen Sie das mal mit einem PC!

Versuchen Sie das mal mit einem PC!

In loser Folge wiederhole ich hier einige der beliebtesten Posts seit Beginn des Cole-Blog im Januar 1995. Dieser Beitrag erschien erstmals am 22. Juni 5. Mai 2013.

Als Apple 2010 seinen legendären iPad auf den Markt brachte und damit eine Gattung von intelligenten Endgeräten erschuf, die wir inzwischen „Tablet PC“ nennen, habe ich hier auf Czsylansky einen als „Vergleichstest“ getarnten satirischen Beitrag verfasst, in dem ich die relativen Vorzüge eines iPad mit denen eines Serviertabletts verglich. Natürlich war am Ende das Tablett der Sieger, und zwar deutlich: „5:1 für das Tablett“ lautete die Überschrift.

Wie schnell aus Satire Ernst werden kann! Wir sind ja letztes Jahr nach Österreich in den schönen Lungau gezogen, wo wir im Alten Forsthaus von St. Michael eine Idylle entdeckt haben, um die man uns mit Recht beneidet. Nur ein Problem gibt es: die langen Wege. Um von der Küche auf die Gartenterasse zu gelangen, muss man durch den Windfang (der bei uns „Thomas-Mann-Zimmer“ heißt, weil es uns an das Davos aus „Felix Krull“ erinnert), dann eine Treppe hinunter in den Garten und schließlich ums Haus gehen. Heute morgen nach dem Frühstück räumte meine Frau das Geschirr auf den Serviertablett und ging ins Haus. Ich blieb noch auf eine Tasse Tee sitzen. Als ich reingehen wollte, musste ich erstens die Tasse, zweitens die Zuckerdose, drittens die Milchkanne und viertens den iPad abräumen. Da ich nur zwei Hände habe, bedeutet das zweimal Gehen. Bis mir die Erleuchtung kam und ich das Zeugs einfach auf den digitalen Flachmann stellte.

Ich muss also im Nachhinein das Ergebnis meines Vergleichstests korrigieren: Er hätte 6:1 für den iPad lauten müssen – denn der Apple-Flachmann kann ja alles, was ein richtiges Tablett kann, und noch ein bisschen mehr (im Internet surfen, Mails ziehen, etc.).

Ob Steve Jobs daran gedacht hat, als er den iPad ersann? Zuzutrauen wär’s ihm ja…

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Words with no meaning

There are words that originally had no meaning but aquired one later. Lewis Carroll, the author of “Alice in Wonderland”, was especially good at making up words, many of which have joined the official canon. His usual method was to take two existing words and stick them together. If you can’t decide which word to use, but are forced to say something, they sometimes come out jumbled together. Or as he wrote in the preface:

For instance, take the two words “fuming” and “furious.” Make up your mind that you will say both words, but leave it unsettled which you will first. Now open your mouth and speak. If your thoughts incline ever so little towards fuming,” you will say “fuming-furious;” if they turn, by even a hair’s breadth, towards “furious,” you will say “furious-fuming;” but if you have the rarest of gifts, a perfectly balanced mind, you will say “frumious.”

Word that are the result of the linguistic equivalent of a head-on collision are called “portmanteu”, or suitcase words. For instance, in The Hunting of the Snark, Carroll invented the expression “to chortle”, which he described elsewhere as a combination of “chuckle” and “snort”. Today, the Merriam-Webster dictionary defines it as “to sing or chant exultantly “. “Galumph” is another word he coined by sticking together “gallop” and “triumph”, but is today used to describe something that moves slowly and clumsily, like a dray horse. Weiterlesen

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Die Retoure als Chance

Retouren

In loser Folge wiederhole ich hier einige der beliebtesten Posts seit Beginn des Cole-Blog im Januar 1995. Dieser Beitrag erschien erstmals am 22. Juni 2015.

Kunden wollen heute Produkte nicht nur kaufen, wann und wo sie wollen, sie wollen sie auch zurückgeben können, wann und wo sie wollen. Die Logistik muss damit klarkommen können, dass ein Kunde die Waren per Paketpost oder im Laden zurückgeben oder notfalls bei sich daheim abholen lassen kann, wenn es für ihn praktisch und bequem ist. Die Herausforderungen an die Sendungsverfolgung, an die betroffenen Mitarbeiter und an das Rechnungswesen sind enorm, müssen aber gemeistert werden, wenn der Kunde bei (Kauf-)Laune gehalten werden soll.

Das alles sind direkte Folgen der neuen Macht des Kunden im Internet-Zeitalter und der einsetzenden Digitalen Transformation. Und auch wenn es dem Anbieter nicht passt: Er hat keine Alternative, als diesen Veränderungsprozess mitzugehen. Schließlich gilt auch hier: Nur wer mitmacht kann gewinnen!

Gerade am Thema Retouren zeigt es sich, wie schnell sich das Kundenverhalten ändern kann, aber auch wie wichtig es ist, seine Kunden zu kennen, sie zu verstehen und sie vor allem stets zufrieden zu stellen.

Elektronik und Mode sind heute die beiden absoluten Renner im Onlinehandel. Laut Statista machen sie jeweils fast 20 Prozent vom E-Commerce-Umsatz in Deutschland aus. Beide bedeuten für den Händler einen erheblichen logistischen Aufwand, denn Retouren müssen, bevor sie als Neuware ein zweites Mal verkauft werden können, erst eine aufwändige Qualitätskontrolle durchlaufen.

Eine Retourenquote jenseits der 40 Prozent ist zum Beispiel in der Fashion-Branche keine Seltenheit. Zalando, der Marktführer im deutschen Online-Textilhandel, berichtet sogar von mehr als 50 Prozent Rücksendungen. Daran ist das Berliner Unternehmen aber mehr oder weniger selber schuld, denn es wirbt schließlich mit dem Slogan: „Schrei vor Glück oder schick’s zurück“. Weiterlesen

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