Ein Buch, das sich selber schrieb

…and thanks for all the fish!

Der Tag, an dem mein bester Freund und langjähriger Weggefährte Ossi Urchs in einen neuen Seinsszustand wechselte, hat sich gerade zum achten Mal gejährt, und ich muss sehr viel an ihn denken. Nun hat zufällig jemand auf Quora meine Antwort auf eine Frage positiv bewertet, die ich vor einiger Zeit beantwortet habe, und die hat mich noch nachdenklicher gemwacht, weil sie sehr viel über das Bücherschreiben sagt, aber auch über mein Verhältnis zu Ossi. Die Frage lautete:

Findest Du, dass das Mitschreiben in einem Buch das Buch zerstört, oder ist das für Dich in Ordnung? Und warum?

Die Antwort, die ich damals schrieb, verdient es, wie ich meine, hier wiederholt zu werden.

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Ich habe vor ein paar Jahren mit meinem besten Freunde ein Buch geschrieben. Er hieß Ossi Urchs und war der „Internet-Guru“ Deutschlands, und mich bezeichnete die „Süddeutsche“ einmal als den „Wanderprediger des deutschen Internets“. Wir kannten uns damals schon über 20 Jahren und waren enge Freunde geworden. Wir schrieben beide lange Jahre erfolgreich für die deutsche Ausgabe des „Playboy-Magazins“, und wir waren inzwischen, jeder für sich Autoren von mehreren Büchern über digitale Themen (bei mir sind es mittlerweile ein rundes Dutzend!).

Vor allem aber haben wir viel miteinander geredet. Jedes Jahr am Vorabend der Cebit trafen wir uns in Hannover im wunderbaren Ristorante Roma in der Goethestrasse, aßen köstliche italienische Spezialitäten, die von der Schwester des Besitzers nach den Rezepten ihrer Mutter zubereitet wurden, und tranken viel zu viel köstlichen italienischen Wein. Dabei ließen wir das vergangene Internet-Jahr Revue passieren. Und so ganz nebenbei haben wir alle anstehenden Probleme dieses noch jungen und hoffnungsfrohen Zukunftsmediums, die sich im Laufe des Jahres aufgestaut hatten, im Handumdrehen gelöst.

Das Problem war: Weil wir so viel Wein getrunken hatten, konnten wir uns meistens nicht mehr an die Lösungen erinnern… Weiterlesen

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Human Digital Twins – ist das die Zukunft der Menschheit?

Digitale Zwillinge bringen uns schnell dem Ziel näher, Fabriken und Lieferketten besser zu modellieren und unter Stress zu testen, um ein höheres Maß an Widerstandsfähigkeit zu erreichen. Doch ein Faktor wird dabei meist außer Acht gelassen: der Mensch!

Digitale Zwillinge sind viel mehr als CAD-Bilder. Sie enthalten und reagieren auf Dateneingaben und gehen dabei von einem Zustand in einen anderen über. In einem Fertigungskontext könnte dies ein Zwilling einer Maschine oder Produktionslinie sein, in den ich Daten eingebe, um zu simulieren, was unter verschiedenen Belastungen passiert.

Digitale Zwillinge sind in Sektoren wie der Fertigung bereits gut etabliert, wo sie zur Überwachung, Diagnose und Prognose eingesetzt werden, um die Leistung und Auslastung von Anlagen zu optimieren, Ausfälle von Geräten vorherzusagen oder den Bestand in der Lieferkette zu ermitteln, wobei der Mensch kein dynamischer Teil des Modells ist. Andererseits ermöglicht das Metaversum dem Menschen, dynamisch in Umgebungen zu interagieren, die aus digitalen Bildern bestehen – z. B. Möbel, Autos, Bilder von Produkten -, ohne jedoch den Zustand dieser Objekte ändern zu können. Weiterlesen

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Digital Twins – the Key to Eternal Life?


There is hardly a more exciting topic in modern IT than digital twins. They are a copy of a real-world counterpart. They promise to revolutionize innovation and reduce development time and costs, as well as improve collaboration along the supply chain. But what are they really?

A Digital Twin can be defined as: „A virtual, computer-based copy of something real, modeled to realistically represent and control physical assets throughout their lifecycle, and easily accessible at any time.“

But these „digital twins,“ as geeks call them, are far more than just copies of an original. They form a „shadow realm,“ so to speak, as the Economist wrote. Digital replicas of aircraft engines, wind turbines and other heavy equipment top the list. Now they are joined by the electronic ghosts of smaller and larger things in virtual space, from toothbrushes and traffic lights to entire stores and factories. Even humans have begun to develop such alter egos. In America, the National Football League plans to design an electronic avatar for every player. Weiterlesen

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Die Wahrheit über Atomstrahlung

75 Jahre Hiroshima - Bomben für den Frieden? | Bundeskanzler Willy Brandt Stiftung

Auf die Frage eines Quoroten, was aus der ganzen Strahlung geworden ist, die angeblich von der Atombombe ausgeht, die auf Hiroshima abgeworfen wurde, hat der Autor Stuart Hardwick folgende englischsprachige Antwort verfasst, die es wert ist, stärker verbreitet zu werden. Ich habe sie deshalb hier ins Deutsche übersetzt.

Wenn Sie erwartet haben, dass Hiroshima für Tausende von Jahren unbewohnbar sein würde, dann machen Sie einen ganzen Haufen Fehler in Ihrem Verständnis von Strahlung.

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Der Geschmack Italiens

Einfach köstlich!

Noch so ´ne Frage auf Quora, die mir keine Ruhe lässt: „Was ist Pasta Amatriciana?“ Nun, das Originalrezept stammt aus Amatrice in Latium, ist aber auch in Rom sehr beliebt, da die beiden Orte seit jeher sehr eng miteinander verbunden sind. Seit 2020 darf Amatriciana offiziell den Titel „STG“ (=Specialità Tradizionale Garantita) tragen, also „garantiert traditionelle Spezialität“. Dieser Titel wird von der EU vergeben und krönt bereits jetzt insgesamt 78 italienische Spezialitäten. Das Originalrezept der Amatriciana wurde sogar als Kandidat für das Unesco-Welterbe vorgeschlagen.

Offizieller Titel hin oder her, eines ist sicher: Dieses Gericht schmeckt trotz oder gerade wegen seiner Einfachheit überirdisch gut und ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Das Originalrezept aus Amatrice verlangt Spaghetti, aber in Rom verwenden viele Restaurants eher Bucatini – lange Hohlnudeln, die angeblich in Rom erfunden wurden – als Pasta. Auf jeden Fall sollte es eine lange Nudelsorte sein, keine kurze. Weiterlesen

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Der Alte von Cole’s Hill

Ich habe das große Glück, dass ein Ahn von mir, Ernst Byron Cole. der offenbar ein Genealogie-Freak war, 1908 ein dickes Buch geschrieben hat mit dem Titel „The Descendants of James Cole of Plymouth 1633“.

Da es schon immer in unserer Familie behauptet wurde, dass wir von selbigem James Cole abstammen, und dass der berühmte Felsen, Plymouth Rock, an dem die Pilgrims der Mayflower ihren ersten Fuß an nordamerikanisches Land gesetzt haben, einmal unserer Familie gehört habe, habe ich mir das Buch natürlich besorgt. Es ist eine ungeheure Fleißarbeit, die jede Generation von der allerersten bis zum Anfang des 20sten Jahrhunderts dokumentiert. Die Daten hat der gute Ernst Bryon teils aus alten Kirchenbüchern, teils aus den seit Gründung der Vereinigten Staaten alle zehn Jahre stattfindenden Volkszählungen gesammelt. Leider bricht das Buch genau da ab, wo bei mir der nachweisbare Stammbaum meiner amerikanischen Familie beginnt (meine Mutter war aus Deutschland, mein Vater ein US-Luftwaffenoffizier). Aber wie gesagt: Laut Überlieferung gibt es diese Verbindung. Weiterlesen

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PQC und die Zukunft von Krypto

Ich habe Phil Zimmermann immer für eines der größten Genies gehalten, die das Internet-Zeitalter hervorgebracht hat. Phil ist der Erfinder von PGP – eine Abkürzung, die für „Pretty Good Privacy“ steht und die es möglich macht, Nachrichten absolut sicher über das offene Internet zu transportieren.

Der Trick ist einfach: Jeder Benutzer von PGP hat einen persönlichen „privaten Schlüssel“ (Private key), den nur er kennt und der zum Entschlüsseln einer Nachricht verwendet wird. Der Absender dagegen nutzt einen so genannten „öffentlichen Schlüssel“ (public key). Dieses Verfahren nennt sich „asymmetrische Verschlüsselung“ und ist garantiert unknackbar.

Als Phil seine Erfindung in Amerika vorstellte, waren die Geheimdienste entsetzt. Unknackbar? Wie sollten sie dann den Verkehr zwischen Terroristen und anderen Verbrechern überwachen, wenn sich jeder nur ein einfaches kleines Programm herunterladen und sich einen privaten Schlüssel aussuchen muss? Weiterlesen

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Wohin steuet die Automobilbranche im Zeitalter von Digitaler Transformation und Künstlicher Intelligenz? Ein Weckruf

Natürlich wissen wir alle, wie das Autofahren morgen aussehen wird. Hollywood hat es uns ja schließlich gezeigt! Im Film „The Fifth Element“ fliegen Autos durch die Straßen und Polizeiwagen liefern sich haarsträubende Luftkämpfe mit dem Taxifahrer Bruce Willis.

Aber halt – nicht so schnell! Bis dahin werden wir alle noch ein gutes Stück Weges zurücklegen müssen.

Laut Capgemini hinken Automobilunternehmen bei der digitalen Transformation anderen Branchen hinterher. Weiterlesen

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KI und der digitale Wandel in der Versicherungsbranche

Künstliche Intelligenz (KI) kann Versicherern helfen, Risiken zu bewerten, Betrug zu erkennen und menschliche Fehler im Antragsverfahren zu reduzieren, und Schadensanträge zu bearbeiten. Das Ergebnis sind Versicherer, die besser in der Lage sind, ihren Kunden die für sie am besten geeigneten Tarife zu verkaufen. Schauen wir uns einige dieser Dinge etwas genauer an.

KI gibt auch der Versicherungsbranche die Möglichkeit, in die Zukunft zu schauen. Predictive Risk Management, zu deutsch vorausschauende Risikoerkennnung und –bewertung, führen zu angemesseneren Prämien. In einer Branche, in der der größte Unterschied zwischen den Versicherungsgesellschaften nicht ihre Produkte, sondern ihre Preise sind, wird ein individuelleres Risikomodell einen großen Unterschied machen. Weiterlesen

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